GeorgR hat geschrieben:
Im Forum lese ich immer wieder, daß die Werte fT3 und fT4 interessant sind, welche mein Arzt allerdings leider nicht ermitteln läßt (nur TSH welcher bei mir <0 ist). Er meinte nur, daß diese Werte derzeit nicht relevant wären und daher auch nicht bestimmt werden müssten. Was genau sagen die Werte fT3 und fT4 aus? Sollte ich auf die Ermittlung drängen?
Obwohl laut Blut keine Veränderungen ersichtlich sind, dürfte Carbistad wirken: Ich nehme wieder zu (bereits an die 4kg), meine Hände zittern weit nicht mehr so viel wie früher und beim Sport geht es mir auch wieder wesentlich besser (auch bei der derzeitigen Hitze).
Hallo Georg!
TSH ist bei MB nur zur Diagnose aussagekräftig, denn TSH ist bei MB immer supprimiert. Die TRAK "schauen" gleich aus wie TSH und die Hypophyse produziert daher kein TSH solange die TRAK so stark am Arbeiten sind, unabhängig von dem Bedarf an SD-Hormone fT3+4
Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, dass IMMER fT3 + fT4 kontrolliert werden, weil nur daran die Funktionalität der SD bzw. der Hormonhaushalt geprüft werden kann!
Also unbedingt immer mitmachen lassen!!!
GeorgR hat geschrieben:
Bzgl. MB schickt mich mein Arzt jetzt zum Augenarzt. Wenn ich eine der vorherigen Antworten richtig interpretiere würde es jedoch ausreichen (und vermutlich besser sein?) mein Blut auf MB-spezifische Antikörper zu untersuchen? So wie ich es verstanden habe, "vermißt" der Augenarzt lediglich die Augen um dann evtl. auf MB schließen zu können.
Aus meiner Sicht ist das kein Vergleich zur viel genaueren und sicheren Blutuntersuchung?
Eine Augenuntersuchung sollte nicht zur Diagnose des MB gemacht werden (ich denke, die liegt ja eh schon am Tisch mehr oder weniger) sondern ob MB auch im Augenbereich aktiv ist, weil da noch eine gesonderte zusätzliche Therapie erforderlich ist!
Deshalb solltest Du das unbedingt machen lassen, weil ein unbehandelte EO (=endokrine Orbitopathie, so heißt die Erkrankung, die vom MB hervorgerufen wird) im schlimmsten Fall zur Erblindung führen würde!
GeorgR hat geschrieben:
Leider erst in ca. einem Monat (und da habe ich schon Druck gemacht!) habe ich einen Termin bei den Liesln (die Linzer kennen sich aus), wo man - so wieder mein Verständnis - mittels Radioaktivität die Größe bzw. die hormonproduzierenden Stellen der SD aufspüren möchte.
Das nennt man Szinitgrafie und ist zur Vervollständigung einer Diagnose sicher sehr hilfreich.
GeorgR hat geschrieben:
ich nehme Carbistad jetzt schon ca. 3 Wochen, wobei sich im Blutbild noch keine Besserung zeigt.
3 Wochen ist auch noch ein zu kurzer Zeitraum, um tatsächlich eine deutliche Veränderung an den Werten ablesen zu können. Dein Körper hat zuvor viel zu viele Hormone produziert und die sind auch im Körper gespeichert. Carbi kann nur die Neuproduktion der Hormone verhindern, trägt aber nicht zum Abbau bei! Die Hormone müssen verbraucht werden bzw. werden vom Körper abgebaut. Das benötigt eine bestimmte Zeit und da sind ungefähr 4 - 6 Wochen als Richtwert heranzuziehen bei einer schweren Überfunktion.
lg
Maria