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BeitragVerfasst: 02. Jun 2006 8:51 
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Registriert: 02. Jun 2006 8:36
Beiträge: 13
Hallo,

seit gestern weiß ich was mit mir los ist: Nachdem ich bereits vor einem halben Jahr zu meinem Hausarzt gegangen bin und über Gewichtsverlust, zittrige Hände, lange/kurze Durchfälle berichtet habe, wurde mein Blut und Stuhl untersucht. Heraus kam nichts.

Nach einem halben Jahr habe ich weiter abgenommen, meine Hände zittern jetzt schon so sehr, daß es mich manchmal schon selbst schreckt, nur die Durchfälle haben nachgelassen. So ging ich vor ein paar Tagen zu einem Internisten, der gleich ein EKG und eine Blutuntersuchung gemacht hat. Er hat mir auch eine Überweisung für eine MR des Kopfes und eine Untersuchung des Bauches geschrieben.

Bereits einen Tag später rief mich der Arzt an (das fand ich sehr positiv, fühle mich gut betreut) und hat mir gesagt, daß anhand des Blutbilds eine eindeutige Überfunktion des Schilddrüse vorliegt und all meine Beschwerden (Gewichtsabnahme, Muskelabbau, Zittern der Hände, Stimmungsschwankungen, Durchfall, usw.) darauf zurückzuführen sein könnten.

Ich soll auch gleich ein Medikament (Carbistad) nehmen und in einer Woche wieder zur Blutuntersuchung vorbeikommen.

Anhand meiner Beschwerden vermute (!) ich, daß ich unter MB leide. Meine Fragen: Wie kann man MB genau feststellen? Hat jemand Erfahrungen mit diesem Medikament? Wie soll ich weiter vorgehen?

Möchte mich selbst so gut es geht selbst erkundigen, um auch kritisch hinterfragen zu können. Ich vermute, daß ich diese Schilddrüsen Überfunktion schon länger habe (1 Jahr?) und möchte jetzt nichts falsch machen.

Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Meinung mitteilen würdet und vielleicht einen Rat erteilen könntet. Kennt jemand Spezialisten auf diesem Gebiet (Linz)?

vielen Dank,
Georg


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 Betreff des Beitrags: Deutsches Forum
BeitragVerfasst: 02. Jun 2006 14:19 
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Registriert: 01. Jun 2005 15:44
Beiträge: 6
Wohnort: Wien
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1035787

Es gibt eine gute Zusammenfassung von verschiedenen Themen
im Deutschen Forum, Ich hoffe der Link funtioniert.

LG
Ruth


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BeitragVerfasst: 07. Jun 2006 9:53 
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Registriert: 02. Jun 2006 8:36
Beiträge: 13
vielen Dank für Deinen Link. Habe mir ein paar Dokumente ausgedruckt, die meisten Links sind jedoch schon tot.

Hier sind ja sovielem mit Erfahrung bzgl. Schilddrüsen-Überfunktion, die mir einen Rat geben könnten, wie ich weiter vorgehen soll. Was haltet ihr von dem Medikament, das ich nehme?

Danke,
Georg


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07. Jun 2006 11:13 
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Registriert: 08. Jun 2003 16:08
Beiträge: 21
Hallo Georg!

Dein 1. Absatz des Eingangsbeitrages würde auch zu meiner Geschichte passen.
Auch ich hatte schon längere Zeit eine massive Überfunktion der SD und man kam nicht drauf!
Danach behandelte man mich mit Favistan und Inderal und ich mußte fast 14-tätig zur Blutkontrolle. Nach einem halben Jahr - die Werte besserten sich nicht merklich - entschloß ich mich zur OP.
Das war 1998.

Seither lebe ich mit MB, inklucive Augenbeteiligung. Allerdings sind die Werte stabil und ich lebe ganz gut damit.

Zu deinem Medikament kann ich nichts sagen.
Wichtig wäre, dass du einen guten Facharzt aufsuchst. Bin aus Kärnten, leider, im Raum Linz kenne ich niemanden.

Alles Gute und melde dich nur, wenn du noch Fragen hast!

Lg Silvia


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BeitragVerfasst: 09. Jun 2006 19:12 
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Registriert: 11. Mai 2006 20:12
Beiträge: 7
Wohnort: 1230 wien
hallo lieber georg,
les grad wieder ein bischen im forum. bin selbst mb patient und hatte die gleichen symptome wie du. bis ich dann ins spital eingeliefert wurde, allerdings dachte da niemand noch an die sd, sondern an herzattacke und lungenembolie. im spital wurde auch dann - da sie nichts fanden - meine sd untersucht und eine massive ueberfunktion festgestellt. die ich ein jahr mit medikamten versuchte im griff zu bekommen. leider ging gar nichts mehr, die symptome wurden immer aerger. ich war auf der schilddruesenambulanz in wien und ich bin sicher, n u r spezialisten koennen hier etwas unternehmen, die taeglich mit diesen problemen zu tun haben. wurde am 2.8.o5 total op und hatte bis vor kurzen ebenfalls mit den symptomen - bisschen abgeschwaecht - zu tun. nach der op fast woechentlich blutkontrolle wegen einstellung und jetzt seit ein paar wochen gehts mir gut. nehm jetzt lt. nuklearmediziner und wichtig ist dabei, dass i c h mich wohlfuehle - ein viertel thyrex o,16 tgl. und 2 y 1 inderal tgl., weil der puls noch immer zum rasen neigt. mit der medikation gehts jetzt schoen langsam bergauf. war auch noch beim endokrinologen,
das ist ein internist fuer stoffwechsel, speziell der sd. war aber alles ok mit der nebenniere und somit bin ich jetzt in hlabjaehrlicher kontrolle in der sd-ambulanz in der rudolfstiftung in wien. aber auch in deiner gegend muss es sd-ambulanzen geben. geh dort hin, die kennen sich am besten aus. du musst nicht so leiden, es gibt einen weg heraus. also bei mir wwars die total op. irgendwie bin ich froh, dass ichs hinter mir hab. das ist jetzt wie gesagt ein dreiviertel jahr her.
begib dich in fachhaende und du wirst sehen, die tun was mit dir. lass dich nicht verschaukeln, denn auch das machen aerzte gern bei unseren symptomen und behandeln dich oft wie ein unmuendiger patient und hypochonder. was wir nicht sind. wir haben eine ernstzunehmende krankheit mit all diesen symptomen, die du beschreibts.
lass von dir hoeren, wenn du was wissen willst
liebe gruesse aus wien veronika


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BeitragVerfasst: 13. Jun 2006 21:05 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
GeorgR hat geschrieben:
Anhand meiner Beschwerden vermute (!) ich, daß ich unter MB leide. Meine Fragen: Wie kann man MB genau feststellen? Hat jemand Erfahrungen mit diesem Medikament? Wie soll ich weiter vorgehen?

Möchte mich selbst so gut es geht selbst erkundigen, um auch kritisch hinterfragen zu können. Ich vermute, daß ich diese Schilddrüsen Überfunktion schon länger habe (1 Jahr?) und möchte jetzt nichts falsch machen.


Hallo Georg!

Um MB festzustellen, musst Du Dein Blut auf Antikörper untersuchen lassen. Die mb-spezifischen Antikörper sind die TRAK Tsh-Rezeptor-AntiKörper. Manchmal kommt es vor, dass bei MB auch TPO-AK vorhanden sind, in seltenen Fällen auch TG-AK.

Wichtig ist für Dich, dass neben TSH immer die freien Werte fT3 und fT4 untersucht werden bei den Kontrollen.

Weiters empfehle ich, dass Du Dir eine Mappe für Deine Befunde anlegst, diese sammelst und immer dazu schreibst, welche Dosis des Medikaments Du genommen hast und welchen Folgebefund das dann ergeben hat.

Carbistad ist eine SD-Blocker, wodurch die SD weniger Hormone produzieren kann. Dies geschieht dadurch, dass die Einlagerung von Jod verhindert/vermindert wird und dadurch nicht mehr so viele SD-Hormone produziert werden können. Jod ist ein wichter Baustein für die SD-Hormone

Daher solltest Jod möglichst meiden. Auf unserer HP ist eine Übersicht, wo überall Jod enthalten ist, findest Du unter Downloads http://members.aon.at/shg.schilddruese/page_5_1.html

Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du Dich gerne auch über unsere HP an mich wenden.

lg
Maria

http://members.aon.at/shg.schilddruese


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2006 8:12 
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Registriert: 02. Jun 2006 8:36
Beiträge: 13
Hallo miteinander,

ich nehme Carbistad jetzt schon ca. 3 Wochen, wobei sich im Blutbild noch keine Besserung zeigt.

Im Forum lese ich immer wieder, daß die Werte fT3 und fT4 interessant sind, welche mein Arzt allerdings leider nicht ermitteln läßt (nur TSH welcher bei mir <0 ist). Er meinte nur, daß diese Werte derzeit nicht relevant wären und daher auch nicht bestimmt werden müssten. Was genau sagen die Werte fT3 und fT4 aus? Sollte ich auf die Ermittlung drängen?

Obwohl laut Blut keine Veränderungen ersichtlich sind, dürfte Carbistad wirken: Ich nehme wieder zu (bereits an die 4kg), meine Hände zittern weit nicht mehr so viel wie früher und beim Sport geht es mir auch wieder wesentlich besser (auch bei der derzeitigen Hitze).

Bzgl. MB schickt mich mein Arzt jetzt zum Augenarzt. Wenn ich eine der vorherigen Antworten richtig interpretiere würde es jedoch ausreichen (und vermutlich besser sein?) mein Blut auf MB-spezifische Antikörper zu untersuchen? So wie ich es verstanden habe, "vermißt" der Augenarzt lediglich die Augen um dann evtl. auf MB schließen zu können. Aus meiner Sicht ist das kein Vergleich zur viel genaueren und sicheren Blutuntersuchung?

Leider erst in ca. einem Monat (und da habe ich schon Druck gemacht!) habe ich einen Termin bei den Liesln (die Linzer kennen sich aus), wo man - so wieder mein Verständnis - mittels Radioaktivität die Größe bzw. die hormonproduzierenden Stellen der SD aufspüren möchte.

Vielen Dank auch für den Hinweis der Dokumentation. Prinzipiell fühle ich mich bei meinem Arzt (Dr. Wilhelm Kaiser en en en en en en en en en en en im Ärztezentrum Auwiesen - ich hoffe es spricht nichts dagegen, daß ich seinen Namen hier nenne) gut aufgehoben. Sorgen macht mir die Sache mit fT3 und fT4 und die Diagnoseart von MB.

Bin ich am richtigen Weg? Wie soll ich aus eurer Sicht weiter vorgehen? Kann mir jemand einen anderen Arzt in Linz/OÖ empfehlen?

Danke schonmal an alle Antworten,
Georg


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21. Jun 2006 10:52 
Also fT3 und fT4 sollte schon gemacht werden, das krieg ich jedesmal zum TSH dazu. Das sind doch genau die Hormone, um die es geht.

Peter


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2006 14:04 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
GeorgR hat geschrieben:
Im Forum lese ich immer wieder, daß die Werte fT3 und fT4 interessant sind, welche mein Arzt allerdings leider nicht ermitteln läßt (nur TSH welcher bei mir <0 ist). Er meinte nur, daß diese Werte derzeit nicht relevant wären und daher auch nicht bestimmt werden müssten. Was genau sagen die Werte fT3 und fT4 aus? Sollte ich auf die Ermittlung drängen?

Obwohl laut Blut keine Veränderungen ersichtlich sind, dürfte Carbistad wirken: Ich nehme wieder zu (bereits an die 4kg), meine Hände zittern weit nicht mehr so viel wie früher und beim Sport geht es mir auch wieder wesentlich besser (auch bei der derzeitigen Hitze).



Hallo Georg!

TSH ist bei MB nur zur Diagnose aussagekräftig, denn TSH ist bei MB immer supprimiert. Die TRAK "schauen" gleich aus wie TSH und die Hypophyse produziert daher kein TSH solange die TRAK so stark am Arbeiten sind, unabhängig von dem Bedarf an SD-Hormone fT3+4

Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, dass IMMER fT3 + fT4 kontrolliert werden, weil nur daran die Funktionalität der SD bzw. der Hormonhaushalt geprüft werden kann!

Also unbedingt immer mitmachen lassen!!!


GeorgR hat geschrieben:
Bzgl. MB schickt mich mein Arzt jetzt zum Augenarzt. Wenn ich eine der vorherigen Antworten richtig interpretiere würde es jedoch ausreichen (und vermutlich besser sein?) mein Blut auf MB-spezifische Antikörper zu untersuchen? So wie ich es verstanden habe, "vermißt" der Augenarzt lediglich die Augen um dann evtl. auf MB schließen zu können.

Aus meiner Sicht ist das kein Vergleich zur viel genaueren und sicheren Blutuntersuchung?


Eine Augenuntersuchung sollte nicht zur Diagnose des MB gemacht werden (ich denke, die liegt ja eh schon am Tisch mehr oder weniger) sondern ob MB auch im Augenbereich aktiv ist, weil da noch eine gesonderte zusätzliche Therapie erforderlich ist!

Deshalb solltest Du das unbedingt machen lassen, weil ein unbehandelte EO (=endokrine Orbitopathie, so heißt die Erkrankung, die vom MB hervorgerufen wird) im schlimmsten Fall zur Erblindung führen würde!

GeorgR hat geschrieben:
Leider erst in ca. einem Monat (und da habe ich schon Druck gemacht!) habe ich einen Termin bei den Liesln (die Linzer kennen sich aus), wo man - so wieder mein Verständnis - mittels Radioaktivität die Größe bzw. die hormonproduzierenden Stellen der SD aufspüren möchte.


Das nennt man Szinitgrafie und ist zur Vervollständigung einer Diagnose sicher sehr hilfreich.

GeorgR hat geschrieben:
ich nehme Carbistad jetzt schon ca. 3 Wochen, wobei sich im Blutbild noch keine Besserung zeigt.


3 Wochen ist auch noch ein zu kurzer Zeitraum, um tatsächlich eine deutliche Veränderung an den Werten ablesen zu können. Dein Körper hat zuvor viel zu viele Hormone produziert und die sind auch im Körper gespeichert. Carbi kann nur die Neuproduktion der Hormone verhindern, trägt aber nicht zum Abbau bei! Die Hormone müssen verbraucht werden bzw. werden vom Körper abgebaut. Das benötigt eine bestimmte Zeit und da sind ungefähr 4 - 6 Wochen als Richtwert heranzuziehen bei einer schweren Überfunktion.

lg
Maria


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BeitragVerfasst: 30. Jun 2006 7:45 
Offline

Registriert: 02. Jun 2006 8:36
Beiträge: 13
Guten Morgen miteinander,

gestern habe ich wieder mal einen Blutbefund bekommen. Diesmal mit fT3 und fT4, ich hatte den Arzt darum gebeten auch diese Werte zu ermitteln:
fT3 = 7,48 pg/ml (Normalwert 1,39 - 4,14)
fT4 = 1,71 ng/dl (Normalwert 0,75 - 2)

Da ich den Befund per Post zugestellt bekommen habe und den Arzt erst wieder in 2-3 Wochen sehe, wollte ich fragen ob hier im Forum jemand eine Diagnose bzgl. MB stellen könnte?

In 3 Wochen kommt dann die "Szinitgrafie". Ich nehme immer noch 2x pro Tag Carbistad, mein Blutbild zeigt (laut Arzt) keine therapierelevanten Nebenwirkungen. Ob und wie lange ich dieses Medikament jetzt nehmen muß, weiß wohl noch keiner.

Wie schon letztes mal geschrieben gehts mir körperlich wesentlich besser. Ich nehme wieder zu, beim Sport gehts mir wesentlich besser und das zittern hat schon sehr wesentlich nachgelassen.

Danke für eure Meinung,
Georg


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