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BeitragVerfasst: 01. Dez 2005 15:05 
Gestern bekam ich meinen Befund nach Hause geschickt und nun steh ich vor einem großen Rätsel...

bei mir wurde vor ungefähr 5 Jahren Hashimoto festgestellt, mir wurde aber nicht erklärt, was das überhaupt ist! aber das ist eine andere Geschichte... ich musste jeden Tag 1 Euthyrox 100 nehmen.

Labor Befund:
TSH 1.51 (0.40-4.00)
FT4 16.2 (10.0-25.0)
FT3 4.2 (2.8-8.0)
TAK 4317 (<50)
TPO 5091 (<50)

Befund Sonographie:
rechts: echoarm z.T. regressiv 15x21x51 mm (8 ml)
links: echoarm z.T. regressiv 14x9x48 mm (7 ml)

Beurteilung:
Annähernd normal große SD - subst. euthyreote Funktion.
Hashimoto Thyreoiditis.

Therapie:
Aufgrund der Beschwerdesymptomatik und des TSH Wertes Umstellung der derzeitigen Medikation auf Combithyrex mite 1 1/2 Tbl. tgl. morgens nüchtern.

was auch immer das heißen sollte... ich checks einfach nicht!
ok, ich muss jetzt 1 1/2 Combithyrex mite nehmen, aber warum aufgrund des TSH Wertes? der ist doch in der Norm, oder etwa nicht... !!!???

ich wäre echt froh, wenn mir jemand diesen Befund erklären könnte, ich möchte nicht wieder ein halbes Jahr warten, bis ich einen Termin in der Ambulanz bekomme...

Vielen Dank im Voraus!


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BeitragVerfasst: 01. Dez 2005 15:22 
Lieber Gast!

Leider kann ich dir auch nicht wirklich helfen. Eins weiß ich allerdings ganz sicher: das TSH sollte unter 1 rutschen, damit's dir wirklich gut geht. Wenn dir hier heute sonst keiner antwortet, könntest du die Werte ja ins deutsche Schilddrüsen-Forum stellen: http://www.ht-mb.de/forum/forumdisplay. ... une=-1&f=4

Liebe Grüße,

Büchermaus


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BeitragVerfasst: 01. Dez 2005 15:56 
Dankeschön, werd ich gleich machen!


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BeitragVerfasst: 01. Dez 2005 16:19 
hi,

du hast glück, ht wurde bei dir schon ziemlich am anfang entdeckt, da deine sd noch recht gross ist.
welches beschwerdebild hast du, nachdem sich darauf die geänderte empfohlene medikation stützt?
würde empfehlen, wie büchermaus auch, den tsh noch ein bisschen zu senken, damit steigen wahrscheinlich auch deine ft3 und ft4 werte. combithyrex mite enthält zusätzlich das t3-hormon (soweit ich weiss), normalerweise gibt man das, wenn der t3 wert sich nicht erhöht - der ist aber prozentmässig (daumen mal pi) genauso hoch oder niedrig wie dein ft4. also auch für mich jetzt nicht ersichtlich, warum nicht noch geringe steigerung mit thyrex notwendig - würde an deiner stelle nochmals eine leichte erhöhung (~12,5 µg) von den thyrex probieren anstatt von combithyrex.

lg,
patrizia


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BeitragVerfasst: 01. Dez 2005 17:56 
Ich bin mir fast sicher, dass HT bei mir wirklich am Anfang diagnostiziert wurde... ein Zufall... mein Hausarzt meinte nur, dass ich mal die Schilddrüse untersuchen lassen sollte, da sich dadurch eventuell mein Übergewicht erklären ließe...
ich war ungefähr 17 oder 18, als es festgestellt wurde... da war ich gerade in der Berufsschule und zu der Zeit raste meine Leistung in der Schule in den Keller! ich konnte mir einfach nichts mehr merken! und hierzu muss ich sagen, dass ich davor wirklich nicht dumm war, ich war sehr gut in der Schule, aber ab diesem Zeitpunkt konnte ich einfach nichts mehr in meinem Hirn speichern...
dieses Symptom hab ich bis heute noch...
meine Beschwerden sind: alles vergessen, Depressionen, Gewichtszunahme, Hände zittern, Panikattacken

ich nehm jetzt auch schon seit 3-4 Monaten Zink und Selen und meide Jod und Soja!
hab heute mit combithyrex begonnen und hoffe, es wird besser!

ich versteh das mit dem Experimentieren nicht... woher weiß ich, wann ich welche Tabletten nehmen sollte, bzw. welche Dosis???
Dieses Thema ist noch so neu für mich, dass ich mich wirklich nicht sehr gut auskenne!

lg


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BeitragVerfasst: 02. Dez 2005 12:35 
hi,

speziell wenn man nichts abnimmt, obwohl die werte eigentlich ok sind (tsh sollte, wie schon gestern erwähnt, noch ein bisschen runter) - gibt man das kombipräparat, damit können viele endlich eine gewichtsabnahme verzeichnen. deine beschwerden deuten eindeutig noch immer auf eine uf hin.
wenn du kombityhrex begonnen hast, würd ich mal mind. 4-6 wochen bei der empfohlenen dosierung bleiben, dann eine blutabnahme und in der zeit vielleicht genauer dein befinden beobachten. anhand der neuen werte kann man genauer sagen, ob es gut für dich ist oder nicht.
thyrex ist z.b. ein monopräparat, das nur das sd-hormon t4 beinhält (und natürlich zusatzstoffe). normalerweise erzeugt die sd selbst aus dem, aus der nahrung, zugeführten jod entsprechend viel t4-hormon, das z.t in der sd (für zeiten, wenn zuwenig jod aus der nahrung zugeführt wird) gespeichert wird und z.t. in das körperwirksame t3-hormon umgewandelt (erst das t3 wirkt sich auf den stoffwechsel aus - er wird damit beschleunigt - bei einer uf ist der stoffwechsel ja verlangsamt). bei einer uf (egal ob mit oder ohne ht) steht zuwenig t4 zur verfügung und muss deshalb von aussen zugeführt werden - damit genug t3 erzeugt werden kann. wenn du keine umwandlungsstörung hast, reicht das t4-präparat normalerweise aus, auch genügend t3 zu erzeugen. doch erreicht man mit dem monopräparat nicht gewünschten erfolge, wird ein kombipräparat herangezogen, das das t4 und einen kleinen teil t3 beinhaltet. du nimmst jetzt das kombipräparat, damit dein t3 etwas höher wird.
kannst du mir schreiben, wieviel µg t4 und t3 im combithyrex sind. dein körper muss sich nun einmal umstellen und auf das neue medikament einstellen - bei der nä. ba sieht man wie dein körper reagiert (immer auch dein befinden beobachten). es kann es sein, dass es dir in den ersten tagen etwas schlechter geht(vielelicht aber auch besser), wahrscheinlich steigt dein t3 ziemlich an, da sich dein körper erst an die t3-zuführung von aussen gewöhnen muss. er produziert t3 wie immer, aber du nimmst ja zusätzlich t3 durch combithyrex. schau mal, ob du dich damit wohler fühlst.
mit dem experimentieren fängt man dann an, wenn die einstellung nicht klappt - wenn es dir geht nie wirklich gut geht, dann beginnt man zu experimentieren (anhand der neuersten blutwerte und vergleiche zu den alten und natürlich deinem befinden, das ist ausschlaggebend). schreib dir bei den befunden dazu, welches medi in welcher dosiserung du genommen hast und vor der blutabnahme keine tablatte nehmen! dann probiert man, ob man t4 noch ein bisschen ausreizen kann oder man sich besser fühlt mit mehr t3-zufuhr usw.

lg,
patrizia


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BeitragVerfasst: 02. Dez 2005 13:27 
hi Patrizia!

danke für deine ausführliche Erklärung!
in der Packungsbeilage steht, dass in 1 Tablette Combithyrex 0,05 mg T4 und 0,0125 mg T3 enthalten sind.
Auf meinem Befund steht auch schon ein neuer Termin zur nächsten BA, die findet dann im Februar statt. Bin schon sehr gespannt, wie es mir mit Combithyrex gehen wird. Mehr oder weniger ist mir zur Zeit nur wichtig, dass ich nicht mehr alles vergesse, da ich in nächster Zeit eine Weiterbildung mit Abschlussprüfung anstrebe und ich mir einfach nichts mehr merken kann! die anderen Symptome wären natürlich auch nett, wenn ich sie nicht mehr hätte, aber die sind für mich eher zweitrangig im Moment.

lg


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BeitragVerfasst: 02. Dez 2005 14:02 
Hallo ihr Lieben!
Starte nun meinen ersten Versuch in ein Forum einzusteigen, weil ich selbst seit Jahren unter einem Hashimoto leide und es sehr schwierig ist hier wirklich gezielte Informationen diesbezüglich zu erhalten. Hatte diese Woche das Glück bei meinem Orthopäden einen Aushilfsarzt (Orthopäde im SMZO) zu erwischen, dessen Tochter ebenfalls daran leidet. Endlich einmal jemand der meine Beschwerden sehr gut verstehen kann. Ich selbst hatte vor einigen Monaten eine extrem starke Unterfunktion mit Werten beim TSH über 46. Es ging mir echt dreckig und ich konnte mich selbst nicht leiden. Er hat mir mitgeteilt, dass es leider immer wieder Wochen und Monate dauert (bei jeder neuerlichen Einstellung ) bis der Körper wirklich darauf reagiert und versucht auf einen halbwegs normalen Level zu kommen. Ich musste leider in den letzten Jahren immer wieder die Erfahrung machen und dies wurde mir aber auch von dem Arzt bestätig, dass es für dieses Gebiet fast keine Spezialisten gibt und hier noch sehr viel erforscht werden muss.
Meine jahrelangen Beschwerden sind nun: immer wieder depressive Verstimmungen, extreme Verstopfung (nehme hierfür Lactulose = Milchzucker und wirkt recht gut ), Gewichtszunahme, Müdigkeit, Abtriebslosigkeit, extreme Gelenks und Muskelschmerzen,Augenprobleme die sich so äussern, dass diese extrem austrocknen und schmerzen, wie es zur Zeit auch ist. Bin deswegen auch bei einem Augenarzt in Behandlung, der sich einwenig damit auskennt. Dagegen helfen aber nur Tropfen bzw. Gels. Unter anderem leide ich auch unter einigen Allergien wie Salizylat, Paracetamol (Inhaltsstoffe von den meisten Schmerzmitteln ), Histaminabbaustörung und Nickelallergie.
Leider ist es beim Hashimoto auch so, dass es auch in weiterfolge zu anderen Autoimmunerkrankungen kommen kann, die erst auf Grund der diversen Symptome entdeckt werden, vorausgesetzt, ein Arzt kennt sich damit aus. Ich wurde nicht erst einmal belächelt und es wurde mir nicht geglaubt, aber mittlerweile habe ich teilweise die Ärzte von dem überzeugt, dass es nicht so ist. Nachdem ich Einstellungsschwierigkeiten gehabt habe, wurde mir dann im Jahr 1999 die Schilddrüse komplett entfernt Mein Mann selbst wurde 1998 wegen eines bösartigen Schilddrüsenkrebses operiert. Wartezeit danach 5 Jahre, gott sei dank ist nichts nachgekommen. Alledings ist er seit Februar 2005 Dialysepatient, weil ein akutes Nierenversagen diagnostiziert wurde und er eine neue Niere benötigt. Das sind eben auch die Situationen, die bei einer Schilddrüsenerkrankung nicht günstig sind, da der ganze Streß sich sehr negativ auf das ganze Immunsystem auswirkt.
Ich finde es auf jeden Fall sehr gut, dass es ein Forum hierfür gibt, da kann man wenigstens einmal so richtig alles loslassen und kommt sich nicht alleine dabei vor.
Nachdem zur Zeit meine Gelenke wieder sehr schmerzen und leider ein rheumatisches Geschehen nicht ausgeschlossen werden kann, wäre ich sehr dankbar für Vorschläge bezüglich eines guten Rheumatologen in Wien, der auf Basis der WGKK arbeitet. Privat kann ich mir keinen leisten.Es ist nur wichtig, dass sich der auch die Zeit für einen nimmt und nicht gleich aufgibt, wenn er nichts findet. Also ich wünsche euch allen vorerst alles liebe und würde mich auf Antwort sehr freuen.
Liebe Grüsse Dani


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05. Dez 2005 23:42 
Hi!

Ich habe mir deine Werte am Anfang durchgelesen und hätte eine Frage: Kann man wirklich "Hashi" haben wenn der TSH, FT3 u 4 "normal" sind bzw. wenn auch steht "normal große SD"??? Oder muss man dafür eine zu große / oder zu kleine SD haben???

lg


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BeitragVerfasst: 06. Dez 2005 9:16 
Hi, ich habe Werte im Normalbereich und eine "normal große SD" laut Befund (obwohl die Ärztin zuerst gesagt hat, sie sei zu groß). Allerdings sind die Antikörper erhöht und ich habe echoarme Stellen - das ist dann ausschlaggebend für die Hashi-Diagnose gewesen.

lg. Büchermaus


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