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Der Arzt darf nichts GEGEN den Willen des Patienten unternehmen. Ich war 5 Jahre lang mit Thyroxin 200µg gut eingestellt, symptomfrei, berufstätig, erfolgreich, schlank, angesehen...hatte nie Probleme mit meinen Ärzten gehabt, war auch deshalb nicht auf Konfrontation aus oder dafür gerüstet. Dann haben mir die Ärzte GEGEN meinen Willen die Dosis um 25µg reduziert. Ich habe gejammert und gefleht, schliesslich geweint in der Praxis. Die haben einfach gemacht was sie meinten was korrekt wäre. Heute weiss ich, dass ich recht hatte und dass die Ärzte niemals gegen meinen Willen hätten agieren dürfen. Heute werde ich LAUT in den Praxen, wenn mal wieder der mittlerweile 10. Arzt meine Thyroxindosis reduzieren möchte und sage laut und deutlich, dass alle anwesenden Patienten mithören können:"diese Dosis hat mich arbeitsunfähig gemacht, ich lehne diese Arztentscheidung ab!" Ich möchte, dass der Professor das beurteilt. Der weiss, dass er bei mir den TSH nicht zur Dosisfindung heranziehen darf.
Sage auch Du, dass du dich kundig gemacht hast, selber betroffen bist und du WEISST, dass hier Handlungsbedarf besteht. Wenn deinem Wissen nicht stattgegeben wird, wirst du das kundtun in deiner Umgebung und Konsequenzen daraus ziehen. Gegen deinen Willen darf der Arzt nicht agieren. Vielleicht hilft es, wenn du laut sagst, dass du dann im Netz die Erfolgsvermeidung bei der Bewertung des Arztes erwähnen musst.
Das Problem ist, dass wir so defensiv sind bei SD-Unterfunktion, also in der Bittsteller Situation. Am besten machst du dich sehr schick oder nimmst gar noch eine Respektsperson mit. Frage den Arzt was er an deiner Stelle machen würde. Höflich und souverän kommen wir weiter.
Heute bleibe ich auch bei ganz fremden Ärzten möglichst ruhig und freundlich, aber in der Sache fest. Sage mit grosser Überzeugung in der Stimme (man kann vielleicht einen gewissen sarkasmus rauslesen): "Nur wenn Sie es für indiziert erachten!" Ich bin immer gut vorbereitet, gehe nur zu Zeiten zur Blutkontrolle, wo die Blutwerte eine zuverlässigere Aussagekraft haben. Ich achte darauf immer das Thyroxin wegzulassen vor einer Blutabnahme, trinke immer Kaffee vor der Blutabnahme, laufe alle treppen. Wenn ich Zyklusstörungen habe und der langausgemachte Termin fällt dann NICHT wie geplant in meine 2. Zyklushälfte, dann verlege ich den Termin. Ich überlasse nichts mehr dem Zufall. Ich gehe nur zu Ärzten, die kompetenter diesbezüglich sind als das Gro der Ärzte. Ich verhalte mich nicht (mehr) als Opfer. An mir kommen sie nicht mehr vorbei. Ich kläre auch Hashimoto-Kollegen immer auf wann immer sich die Gelegenheit bietet...auch in den Wartezimmern meiner Ärzte.
Irgendwann werden die Ärzte anfangen sich dem Thema zu öffnen, die Studiendaten lernen, die Labore werden die Normbereiche aktualisieren. Die Ärzte werden Novothyral als neue Therapieoption kennenlernen. ich zumindest tue alles dafür dass es gelingt. Wieviel glücklicher werden die Ärzte, wenn sie viel mehr ihrer Patienten helfen können. Und wieviel glücklicher die Patienten erst.
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