Was erklärt das? Viele Hahsimoto-Patienten fühlen sich erst mit supprimiertem TSH gut. Dass du keine echte Überfunktion hast geht eindeutlich aus den freien werten hervor.
Ich würde nichts an der Dosis ändern. Selen, Progesteron, Vitamin D udn evt T3 könnten eine Umwandlungsstörung therapieren, denn dein fT3-Wert ist verbesserungsfähig.
Kann sein dass du bei der nächsten Blutabnahme durch einen Energiedrink vorher einen normalen TSH bekommst, der deine Ärztin nicht auf Abwege führt. Blutabnahmen später am Tag/nachmittags und in der 2. Zyklushälfte sind deshalb auch empfehlenswerter.
Ich spreche leider aus Erfahrung, denn auch bei mir haben sie in ähnlicher Situation die Dosis fälschlicherweise reduziert. Wer nur auf den Hypophysenfaktor TSH schaut kann ziemlich daneben liegen.
Siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Thyreotropin Zitat:
TSH-Spiegel unter 0,1 mU/l
Dieser Befund ist nicht selten, auch bei Personen, die eigentlich beschwerdefrei sind. Ein erniedrigter TSH Spiegel kann mehrere Ursachen haben:
Man nimmt Schilddrüsenhormone ein. Dann bekommt die Hypophyse die Meldung, dass bereits genügend oder gar zu viele Schilddrüsenhormone im Blut sind, und die Hypophyse bremst ihre TSH-Produktion. In diesem Falle sollte die Dosis der einzunehmenden Hormone angepasst werden, außer bei dringlicher Notwendigkeit dieser Dosis für das Wohlbefinden (insbesondere bei Therapie unter Zusatz von T3 und normalem freien T3).
TSH ist erniedrigt, freies T3 und freies T4 aber normal. Hier kann eine beginnende Schilddrüsenüberfunktion vorliegen, muss aber nicht.
TSH ist erniedrigt, freies T3 und freies T4 sind erhöht. Es liegt eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) vor.
Sehr selten kann ein erniedrigter TSH-Spiegel auch auf einem echten TSH-Mangel der Hypophyse beruhen. Meist sind dann auch freies T3 und freies T4 erniedrigt.
Bei den drei letzten Konstellationen sind eine weitergehende Diagnostik (z. B. Schilddrüsen-Sonografie, Szintigrafie, Laboruntersuchung auf TRAK) und gegebenenfalls eine entsprechende Therapie notwendig.