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BeitragVerfasst: 21. Jun 2012 19:56 
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Registriert: 15. Jun 2012 21:15
Beiträge: 20
Hallo!

Meine Beschwerden fingen vor über zwei Jahren sehr schleichend an. Nach einer Unverträglichkeitsreaktion auf die Pille folgten sporadische Augen- sowie Halsschmerzen, Hitzewallungen und Kollapserscheinungen mit einem eher labilen Blutdruck. Ich klagte über ein sehr unangenehmes Hitze/Kälte- Empfinden. Meine Hitzewallungen wurden im weiteren Verlauf durch ein starkes Übelkeitsgefühl begleitet. Nach einem Jahr folgten Unruhezustände gekoppelt mit einem allgemeinen Müdigkeitsbefinden. Trotz meiner eigenen Vermutung, dass mit meinem Hormonhaushalt etwas nicht in Ordnung sei, fanden meine Ärzte meinen TSH von 3,29 mU/l für nicht erwähnenswert. Auch nicht als sich dieser 2011 (während einer gynäkologischen OP) auf 4,6 verschlechtert hatte. Mir wurde eine ärztliche Begleitung auf der psychischen Ebene empfohlen, die ich seit Beginn meiner Symptomatik in Anspruch nehme.

Leider hat sich mein Befinden in der folgenden Zeit nur noch verschlechtert. Seit einer Wochen steht es nun auch für meine ungläubigen Ärzte fest, mein TSH liegt mittlerweile bei 5,4 (FT3 bei 4,2 pg/ml und FT4 bei 1,6ng/dl). In zwei Wochen habe ich einen Erstabklärungstermin auf der Schilddrüsenambulanz der WGKK. Ich fürchte mich schon davor, da meine Werte nicht besonders gut sind und ich generell gesehen keine Freundin von Nadeln bin :D . Andererseits sehe ich dies natürlich als eine große Chance, dass sich mein Wohlbefinden auch bald wieder verbessern kann.

Mich würden eure Erfahrungswerte bei der Erstdiagnostik sowie weiteren Behandlung sehr interessieren! Ich wünsche mir eine ärztliche Begleitung, die mich basierend auf einer guten symetrischen Gesprächsbasis, auch ganzheitlich durch die Erkrankung begleiten kann. Hat jemand von euch Erfahrungen auf der WGKK gemacht? Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen :) , vlg, Jani


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BeitragVerfasst: 24. Jun 2012 14:27 
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Registriert: 28. Jan 2012 18:45
Beiträge: 73
Hi Jani,
erwarte dir nicht zu viel!
Ich habe seit etwas mehr als einem Jahr Hashimoto. Mein TSH war bei 46.
Beratung hab ich von keinem Arzt wirklich bekommen.
Ich habe bald einen Termin bei den Ärzten hier im Forum. Schau ma mal.
Hier im Forum bekommst du mehr Infos als von den Kassenärzten.
Ich gehe nicht zum Privatarzt weil er besser ist als die Kassenärzte.
Ich kaufe mir die Zeit, die die Kassenärzte nicht haben.
Bitte stell deine Werte mit den Normalwerten (die in der Klammer) rein.
Ohne Normalwerte kann man nix sagen.
Liebe Grüße
Patricia


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BeitragVerfasst: 25. Jun 2012 13:21 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
hi,

zuerst mal: positiv denken :) ich weiss, mit all den Beschwerden ist es nicht einfach, aber aus eigener Erfahrung kann ich euch sagen, dass es auch wieder besser wird mit dem hashimoto und man kann damit ganz gut leben!

ich finde, dass es am wichtigsten ist, sich fachwissen anzueignen und sich mit seinem Körper auseinander setzen. Nicht alles kommt von hashi und wenn man ein wenig bei den anderen mitliest, findet man schnell heraus, was hashi-typisch ist und was nicht.
leider gibts wirklich menschen, die eine schlimme form von hashi hat - gsd gehöre ich nicht dazu.

Bei mir wurde 1 Jahr lang herumgedoktert und alles mögliche versucht (antidepressiva, opiate...). Meine Beschwerden waren: müdigkeit, gewichtszunahme, stimmungsschwankungen, nächtliches schwitzen, würgegefühl im hals, herzrasen, panikattacken.
Erst nach 1 jahr hat mich meine HÄ zum Nuklearmediziner geschickt. Die diganose: Schilddrüsenunterfunktion und genaueres erklärt ihnen die HÄ, war der einzige Satz den ich vom NUK gehört haben-
JA meine HÄ, die ist praktische Ärztin und kennt sich null aus - so kams auch, dass keiner bemerkte, dass ich Antikörper hatte und somit Hashi nachgewiesen wurde.
Meine nächste Untersuchung habe ich in einer Privatklinik in Graz machen lassen - dort wurde ich das erste mal super informiert, abgecheckt, durchgecheckt, aufgeklärt und mit den Medis gut eingestellt.
Seit gut 2 jahren habe ich die gleiche dosis (thyrex125) und bin zu 99% gut drauf - hin und wieder entkommt mir eine panikattacke oder herzrasen (bei zuviel stress).

Ich empfehle euch das buch: leben mit hashimoto - da steht so gut wie alles drin, was man wissen muss und mit diesem wissen kann man sich auch einem arzt gegenüber behaupten.

alles liebe
claudia


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BeitragVerfasst: 26. Jun 2012 18:48 
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Registriert: 15. Jun 2012 21:15
Beiträge: 20
Ein sonniges Hallo!

Liebe Patricia, ich dank dir sehr für deine ehrlichen Worte :) !

Wie befürchtet läuft also nix mit einer ausführlichen Sozialanamnese, Aufklärung sowie ganzheitlichen Behandlung. Wenn ÄrztInnen nicht wirklich in der Lage sind, aktiv zuzuhören sowie aufzuklären, wie kann dann eine zielführende Behandlung überhaupt funktionieren? Die Grundlage ist doch immer der gemeinsame Dialog.

Und dann wundern sich viele über das Krankenkassendefizit, dass Erkrankungen und die damit verbundenen Krankenstände durch dieses System kontinuierlich anwachsen.

Die Wahlarztoption habe ich mir bereits überlegt. Ich werde meine Anspruchs- bzw. Erwartungshaltung dadurch jetzt nicht hinunter schrauben, sondern mir bei Bedarf ebenfalls eine Gesprächsbasis zukaufen :D .

Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass du eine ärztliche Begleitung findest, die sich für dich bedürfnisorientiert gestalten wird!

Liebe Claudia,

ich gehe mit dir konform, eine positive Einstellung zu "sich selbst" wie auch zu den eigenen Ressourcen zu besitzen, empfinde ich ebenfalls als sehr hilfreich. Die kann mir (m)eine Erkrankung auch nicht nehmen. Seit der (An)Erkennung meiner Schilddrüsenwerte erlebe ich noch zusätzlich eine bestimmte Form der Erleichterung, obwohl ich noch gar nicht einschätzen kann, was jetzt genau auf mich zu kommen wird.

Da ich bis jetzt weder eine spezifische medizinische Abklärung gehabt habe, noch über Wissen in diesem Bereich verfüge, möchte ich mich jetzt informieren bzw. einlesen. Ein herzliches Dankeschön für deinen Buchvorschlag :) !

Darf ich euch noch fragen, wie es euch bei den Erstuntersuchungen ergangen ist? Habt ihr diese als sehr unangenehm empfunden? Wie erwähnt, habe ich schon großen Respekt vor einer Blutabnahme, ich frage mich ob ich mich nach einiger Zeit mir ihr anfreunden kann :wink:.

Nochmals vielen lieben Dank für eure Rückmeldungen!!! Ich wünsche euch bei eurer individuellen Bewältigung alles, alles Liebe, vlg, Jani


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BeitragVerfasst: 26. Jun 2012 22:31 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Keine angst vor der erstuntersuchung und was eventuell danach kommt.
Es wird eine blutuntersuchung gemacht und alle nötigen werte sowie auch eine antikörper bestimmung durchgeführt.

Eben sollte ein ultraschall durchgeführt werden, um die grösse und die struktur der sd zu sehen. Sollten knoten sichtbar sein, dann wird der arzt entscheiden ob auch eine szinthigrafie nötig ist um die art der knoten zu beurteilen.

Solltest du hashimoto haben bekommst du hormone, damit die sd entlastet wird und ein unterfunktion damit ausgeglichen wird.

Alles halb so wild, es dauert halt nur eine gewisse zeit bis sich der körper an die entlastung durch die hormone gewöhnt hat und es dir besser geht. Da braucht man viel geduld

Lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 27. Jun 2012 17:58 
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Registriert: 15. Jun 2012 21:15
Beiträge: 20
Liebe Maus, ein herzliches Hallo!

Vielen lieben Dank für deine Info :) !

Und ganz viel Anerkennung sowie Respekt für dein Engagement im Rahmen dieses Forums! Finde ich ehrlich großartig! Fühl dich lieb gegrüßt, Jani


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BeitragVerfasst: 27. Jun 2012 19:30 
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Registriert: 28. Jan 2012 18:45
Beiträge: 73
hi,
find ich super wie du reagierst :D
Ich sag eigentlich auch immer:
Suche immer die helle Seite der Dinge
und wenn sie keine hat
dann reibe sie so lange bis sie glänzt!
Habe aber leider gerade wieder die Erfahrung gemacht:
Ohne Geld geht nicht immer was.
Aber:
Ich bin froh das wir die Medizin haben, die wir heute haben.
Ich hätte sonst ein behindertes und ein totes Kind und mein Mann und ich
wären in der Klappse (er Burnout, ich hashi)

Noch ein ABER:
Ich gehe alle 3 Monate zur BA weil die Werte noch nicht ganz stimmen.
Bis zum heutigen Tag hat das Stechen nicht weh getan
keine blauen Flecken
egal wo ich war
es ist immer ohne viel ach und krach gegangen.
da waren alle sehr bemüht.
Liebe Grüße
Patricia


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BeitragVerfasst: 27. Jun 2012 20:34 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
danke jani, lass jetzt mal alles an dich herankommen.

ist halt wirklich wichtig alles nötige abklären zu lassen und wenns hashi sein sollte, kann auch ich dir nur empfehlen dir das buch "leben mit hashimoto" zu kaufen.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 28. Jun 2012 12:22 
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Registriert: 15. Jun 2012 21:15
Beiträge: 20
Hallo liebe Patricia!

Ein herzliches DANKESCHÖN!!! Ich bin eine alte Optimistin und könnte deinen Beitrag unterschreiben :wink:. Deine Erfahrungswerte in Bezug auf die regelmäßigen Blutabnahmen stimmen mich zuversichtlich, auch wenn ich mich am Anfang in/aus meiner neuen Perspektive noch etwas zurechtfinden muss.

Ich hab jetzt einige deiner Forumsbeiträge gelesen und möchte dir ebenfalls meine Anerkennung sowie meinen Respekt für deine Rückmeldungen aussprechen. Meiner Ansicht nach, wirken sich gegenseitiges Interesse, Verständnis sowie Anteilnahme immer sehr positiv auf unser psychisches und in weiterer Folge auch auf das physische Wohlbefinden aus :D !

Liebe Maus!

Vielen lieben Dank, das werde ich machen. Nächste Woche findet mein Erstabklärungstermin statt. Wie du bereits erwähnt hast, gut Ding benötigt Weile. Ich möchte Eigenverantwortung übernehmen und mich in Geduld bzw. Ausdauer üben :).

Es freut mich sehr zu hören, dass ihr beide euch, trotz einiger Hindernisse, gut in eurer individuellen Geschichte zurechtgefunden habt ! Alles Liebe für den weiteren Weg, Jani


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BeitragVerfasst: 02. Jul 2012 18:03 
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Registriert: 15. Jun 2012 21:15
Beiträge: 20
Hallo liebe ForumsexpertInnen!

Ich hatte heute meinen Erstabklärungstermin auf der Schilddrüsenambulanz der WGKK. Zu dieser neuen Erfahrung kann ich nur sagen, dass sowohl der behandelnde Arzt wie auch die Labormitarbeiterinnen einen sehr freundlichen, zuvorkommenden und bemühten Eindruck auf mich hinterlassen haben. Direkt auf der Abteilung gab es überhaupt keine Wartezeiten, das war sehr fein für mich :D .

Die Problematik die sich nun für mich ergibt ist, dass meine heutigen Laborwerte im Gegensatz zu meinen bisherigen Befunden (Unterfunktion vor 3 Wochen) eine Überfunktion ergeben haben. Leider konnte ich die spezifische Auswertung noch nicht in die Hände bekommen, einige Parameter dauern noch an. Mein Arzt meinte, dass es sich ev. um eine komplizierte Form der Stoffwechselerkrankung (?) handeln könnte, die eher sehr selten ist, er möchte jedoch noch nicht Stellung beziehen und erst die ausführlichen Laborwerte abwarten. Seiner Ansicht nach, besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass die Laborwerte verfälscht sein könnten. Das bedeutet für mich abzuwarten und die Blutuntersuchung in einer Woche zu wiederholen.

Ich erlebe es genau so, wie ihr es schon so zahlreich beschrieben habt, frau muss sich in Geduld üben :wink: und das werde ich auch machen. Ich habe das Bedürfnis mich zu dieser Thematik einzulesen, konnte jedoch nur sehr wenig dbzgl. finden. Meistens nur mit dem Hinweis, dass eine Unter- und Überfunktion zur gleichen Zeit eher ein seltenes Phänomen ist, aber auch vorkommen kann.

Verfügt jemand von euch über näheres Wissen, Erfahrungen und Informationen??? Ich würde mich enorm darüber freuen und wünsche mir, dass ich mit einem kleinen Wissenshintergrund in meine nächste Untersuchungsetappe starten kann :) . Vlg, Jani


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