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 Betreff des Beitrags: Schilddrüsenunterfunktion?
BeitragVerfasst: 04. Aug 2011 3:03 
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Registriert: 03. Aug 2011 0:55
Beiträge: 23
Wohnort: Deutschland
Hallo zusammen,

ich (männlich, 39 Jahre, 1.78 cm, 78 kg) wurde an Endokrinologen überwiesen und am 29.4.11 kamen folgende Ergebnisse:

Schilddrüsensonographie: 5 ml. Li SD-Lappen: 6 ml. Gesamtvolumen: Ca. 11 ml. Urteil: Unauffälliges Echoparenchymmuster.
ft4: 1,36 (Norm 0,80 - 1,70)
ft3: 3,78 (Norm 2 - 4,20)
TSH: 3,32 (Norm 0,4 - 4)
TSH im oberen Graubereich - empfehle ergänzend Sono, ggf. Substituitonstherapie.

Meine Ärztin sah keinen Anlass zur medikamentösen Therapie, da ich keine echten SD-Unterfunktion-Symptome hätte. Als Symptome kommen zum Vorschein: Ständige Müdigkeit, Schläfrigkeit auch nach langem Schlafen, extrem schnelle Gewichtszunahme bei Unterlassung sportlicher Tätigkeit und bei schlechter Ernährung, körperliche Leistungsschwankungen (manchmal Bäume ausreißen und manchmal total kraftlos), frühe Arteriosklerose (noch im Anfangsstadium), hohe Cholesterinwerte (Gesamt 260).

Ich möchte gerne nach euren Meinungen fragen :-)

Danke und Grüße


Hallo wieder,

hat hier niemand was zu berichten... Mir gehts nicht darum, ob der eine oder andere Arzt im Recht steht... Jeder Arzt hat seine persönliche Ansicht und eigene Erfahrungen, die ich respektiere und akzeptiere. Mir gehts um die allgemeine Interpretation meiner Werte oder ob diese Werte mit den genannten Beschwerden in Zusammenhang stehen könnten...

Grüße :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schilddrüsenunterfunktion?
BeitragVerfasst: 07. Aug 2011 10:42 
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Registriert: 30. Okt 2007 14:16
Beiträge: 164
Hallo,

du kannst mit deinem Endokrinologen zufrieden sein. Mit der Diagnose:
"TSH im oberen Graubereich - empfehle ergänzend Sono, ggf. Substituitonstherapie" hat der sich ohnehin schon weit aus dem Fenster gelehnt.

Die Schilddrüse scheint klein zu sein, sonst spricht noch nichts für Haschimoto. Die Hormonwerte sind eigentlich noch OK, der TSH schon nicht mehr. Du solltest zusehen dass deine Ärtzin demnächst eine neue Kontrolle machen läßt - das sollte man beobachten.

Gewichtszunahme usw. und der hohe Cholesterinwert können durchaus damit zusammen hängen.

Also, dran bleiben!

LG

Marianne


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 Betreff des Beitrags: Re: Schilddrüsenunterfunktion?
BeitragVerfasst: 08. Aug 2011 20:34 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
hi,

ich würde an deiner stelle auch am ball bleiben und weitere untersuchungen machen lassen.
man sagt ja, dass ein tsh bis 2,5 für menschen, die keine hormone nehmen, NORMAL sei - aber mit deinen beschwerden würd ich trotzdem auf hormone bestehen.
leider sehen viele ärzte unsere beschwerden nicht als *akut* und warten zu lange mit der hormongabe. dabei könnte man schon frühzeitig weiter beschwerden verhindern (herzrasen, panikattacken...).

ich empfehle immer, sich selber schlau zu machen und den ärzten mit wissen gegenüber zu treten!

ich wünsch dir alles gute
lg claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Schilddrüsenunterfunktion?
BeitragVerfasst: 08. Aug 2011 21:57 
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Registriert: 03. Aug 2011 0:55
Beiträge: 23
Wohnort: Deutschland
Hallo zusammen,

eure Antworten habe ich heute zufällig gesehen, als ich Neues berichten wollte. Eure Ratschläge trafen 100% zu...

Ich war nämlich hartnäckig und bestand am Freitag bei meiner Ärztin darauf, Schilddrüsenwerte nochmal kontrollieren zu lassen. Heute bekam ich als Ergebnis: TSH: 6,77 (Norm 0,27 - 4,20)!!! :-((

Daraufhin habe ich meiner Ärztin gesagt: Ich habe doch recht gehabt mit meiner Vermutung!!! Sie sagte aber: Nein, ab jetzt darf ich Sie medikamentös behandeln, vorher wäre dies nicht möglich gewesen...

Für Anti-Körper hätte sie mein Blut zur weiteren Untersuchung geschicht, die Ergebnisse kommen erst am Freitag. Sie verschrieb mir 50 Euthroxin, die ich ohne Einschleichen täglich einmal morgens nüchtern einnehmen soll, da bei dem TSH-Wert und bei den Symptomen die niedrige Dosis 50 sowieso nicht so stark sei. Heute habe ich angefangen, bisher kann ich weder positiv noch negativ nichts feststellen, auch keine Nebenwirkungen.

Was erwartet mich jetzt? Was sind Anti-Körper? Ist Euthroxin ein bewährtes Mittel? Worauf muss ich jetzt achten? Was sagen meine ft3-4-Werte aus? Was besagt, wenn meine SD klein ist? Ich treibe intensiv - fast jeden Tag - Sport vom Joggen bis zum Boxen, soll ich da was beachten?

Auf jede Antwort freue ich mich sehr :-)

Danke und Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Schilddrüsenunterfunktion?
BeitragVerfasst: 09. Aug 2011 11:27 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
hi,

gut, dass du so hartnäckig bist :D du wirst im laufe der zeit feststellen, dass du das noch öfters sein musst!
zum *nicht behandeln darf* deiner ärztin kann ich dir sagen, dass ich einen wert von 2,1 (0,8-4,2) hatte und sofort hormone bekommen habe. soviel zum *nicht dürfen* :shock:
Antikörper deuten auf Hashimoto, der Autoimunerkrankung der SD hin, die gleich behandelt wird - mit hormonen.

ich nehme Thyrex und habe schleichend mit 25mg angefangen - ich denke, dass 50 für den anfang zuviel sind, muss aber nicht sein. nach einigen tagen, meistens aber erst wochen, wirst du merken, ob sich etwas verändert. bei mir hat die müdigkeit nachgelassen und die panikattacken. aber die richtige einstellung habe ich erst nach 1,5 jahren erreicht - bis dahin musste ich herumbasteln. heute gehts mir aber gut!

sport kannst du ohne weiteres machen, solange es dir dabei gut geht - ich bin aktive bogenschützin und habe keine einschränkung wegen der SD!

Was ich dir als Neuling empfehlen würde: leg dir eine mappe zu, in der du alle Auswertungen ablegst - die musst du von deiner ärztin immer bekommen. so ist es leichter, einen überblick zu haben und solltest du mal zu einem anderen arzt gehen, hast alles schwarz auf weiss!

vielen hilft auch zusätzlich SELEN, bzw extra vitamine zu sich zu nehmen - ich nehme ein kombipräperat von amway, wo alles drin ist, was ich brauche!

das wichtigste ist, dass du einen guten arzt hast, dem du vertrauen kannst und dich selber nicht verrückt machst - es ist nun einfach mal eine krankheit und wenn man sich damit arrangiert, hat mans recht bald im griff. zwischendurch kommen immer wieder schübe, aber damit lernt man einfach leben.

also dann, alles liebe und falls fragen - du weisst ja, wo du uns findest :wink:

lg claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Schilddrüsenunterfunktion?
BeitragVerfasst: 09. Aug 2011 23:39 
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Registriert: 03. Aug 2011 0:55
Beiträge: 23
Wohnort: Deutschland
Hallo Claudia,

danke für deine Unterstützung :-)

Heute war mein zweiter Tag mit Euthroxin-50 und ich konnte heute auch nichts feststellen positiv oder negativ, auch keine Nebenwirkungen. Dennoch war ich heute 3,5 Stunden lang ununterbrochen beim Training, 2 Stunden leichte Technik und 1,5 Stunden heftig boxen. Als ich dann Zuhause war (vor 20 Minuten) musste ich feststellen: den Signal vom Blutdruckmessgerät bzgl. Herzrhythmusstörung, was bisher nicht der Fall war.

Ich muss jedoch erwähnen, dass ich seit 2 Jahren Bluthochdruckpatient bin und daher den Blutdruck regelmäßig kontrolliere und Medikamente einnehme. Ob dieser Fall mit Hormontabletten zu tun hat oder reiner Zufall wegen körperlicher Überforderung kann ich schwer einschätzen.

Da ich Blutdruckpatient bin und deshalb Tabletten einnehme, wollte meine Ärztin meine Beschwerden immer als Nebenwirkungen von Tabletten beurteilen, obwohl ich sie immer darauf hingewiesen habe, dass die Sache meines Erachtens mit Nebenwirkungen nichts zu tun hat. Übrigens SD-Unterfunktion-Beschwerden hatte ich schon immer bzw. bevor ich mit Blutdrucktabletten angefangen habe.

Mit den Ärtzten... Das ist so eine Sache... Sie ist mit Abstand die freundlichste und wenigstens kooperartive Ärztin, die ich bisher getroffen habe. Über ihre Kompetenz will ich nicht reden... Ich wurde im Leben nicht selten von Arztpraxen höflich rausgeschmissen :-(

Liebe Grüße
edgarus


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 Betreff des Beitrags: Re: Schilddrüsenunterfunktion?
BeitragVerfasst: 10. Aug 2011 10:41 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
hallöchen,

WOW du machst 3,5 stunden SPORT???????????????????? ich bewundere dich, ganz ehrlich!

ob die hormone auswirkung auf den blutdruck haben, kann ich dir nicht sagen - ich hab eher immer zu niedrigen blutdruck.

Dass du nach 2 Tagen Einnahme noch keine Wirkung merkst, ist klar - Schilddrüsenhormone sind Speicherhormone, deshalb ist es auch nicht ganz so schlimm, wenn man mal 1 tag drauf vergisst.
für gewöhnlich soll man 4-6 wochen die gleiche dosis nehmen, dann ein blutbild mit den werten TSH, FT3, FT4 machen lassen und man kann dann an hand der werte sehen, ob man steigern soll oder ob die dosis passt!

Es lässt sich damit aber ganz gut leben - leider gibts doch menschen, die sehr darunter leiden und mit der krankheit nur sehr schwer leben können.
bei mir hat sich im grunde nicht viel verändert, ausser dass ich 15kg zugenommen habe und die hartnäckig an mir kleben bleiben. beim essen achte ich darauf, nicht zu scharf zu essen (scharf heizt den stoffwechsel an, stoffwechsel heizt hashimoto an und unterstützt die schnellere zerstörung der SD).
und ich unterlasse jeglichen STRESS so gut es geht - jobmässig gehts eh nicht so (arbeite an der uni), aber privat mach ich nur mehr das, was ich will und nicht das, was man von mir erwartet - soll heissen, mein leben ist sehr entspannt, ausgeglichen und relaxt :lol:

sollte sich bei dir HASHIMOTO rausstellen, kann ich dir das buch: leben mit hashimoto sehr empfehlen!

alles liebe derweil mal
claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Schilddrüsenunterfunktion?
BeitragVerfasst: 10. Aug 2011 12:36 
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Registriert: 03. Aug 2011 0:55
Beiträge: 23
Wohnort: Deutschland
Hallo Claudia,

ja, 2-3 Stunden Sport alle 2-3 Tage ist in der Regel in meiner Tagesordnung. Ich bin 1,78 groß und 78 kg, aber sobald ich aufhöre mit dem Sport, nehme ich sehr stark zu - nur im Bauchumfang :-( Aber ein normaler Mensch ohne SD-Unterfunktion würde an der ganzen sportlichen Leistung von mir sehr stark abnehmen, denke ich. Ich kann aber so nur noch mein Gewicht unter Kontrolle halten.

Heute habe ich das Ergebnis von TPO von der Praxis, für eine Sprechstunde hatte meine Ärztin leider keine Zeit. Auf jeden Fall heißt das Ergebnis: 6,1 (Norm < 34).

Ich glaube und hoffe, ich habe kein Hashimoto oder so :-) Kann man mit diesem Ergebnis andere Immunkrankheiten gänzlich ausschließen oder können die Antikörper unter Umständen im Blut auch später auftreten? Oder sollte dieser Wert bei einem gesunden Menschen bei "Null" liegen?
Ich bin voraussichtlich zwei Tage weg.
Bis dahin wünshe ihr dir und den anderen Mitgliedern alles Gute und shöne Tage... Aha, meine Tastatur spinnt, der Buhstabe "tse" funktioniert niht :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schilddrüsenunterfunktion?
BeitragVerfasst: 11. Aug 2011 8:50 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
hi,

doch, bei dir sind antikörper nachgewiesen, wenn auch gering - ergo: HASHIMOTO!
Antikörper müssen nicht immer nachweisbar sein - ich hatte bei der letzten kontrolle keine antikörper, aber man sieht auch am ultraschall, ob es hashi ist!

kauf dir das buch: leben mit hashimoto - es wird dir ein guter begleiter sein!

du solltest auf jeden fall auf JOD (zusätzlich) verzichten. das bisschen jod, das im salz oder nahrungsmitteln ist, bringt dich nicht um.

sport ist super, aber nix für mich - ich hasse sport, vorallem weil ich auch soviel machen müsste, das ich abnehme und dazu hab ich keine lust!

ich wünsch dir 2 erholsame tag, bis bald mein lieber
claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Schilddrüsenunterfunktion?
BeitragVerfasst: 12. Aug 2011 23:20 
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Registriert: 03. Aug 2011 0:55
Beiträge: 23
Wohnort: Deutschland
Hallo Claudia,

danke für deine Tipps, das von dir empfohlene Buch werde ich mir noch anschaffen.

Heute Mittag rief ich meine Ärztin an, da ich mich unbedingt darüber informieren lassen wollte, was dieser TPO-Wert genau heißen mag. Sie war heute nicht in der Praxis, ich hatte aber die Möglichkeit, mit ihrem Kollegen zu telefonieren.

Er sagte mir, dass bei mir keine Antikörper nachgewiesen worden sind, der Wert 6 liege zu gering und hätte nichts schlimmes zu bedeuten, so dass man Hashimoto oder andere Immunkrankeiten ausschließen kann!? Er erwähnte jedoch, dass es doch Hashimoto oder andere Immunkrankheiten gibt, wo man keine Antikörper nachweisen kann. Er empfahl mir, darüber keine Gedanken zu machen. Wichtig sei. was sich im Laufe der Zeit im Krankheitsbild ändern wird. Es könne sich doch zu Hashimoto entwickeln oder vielleicht plötzlich verschwinden...

Ich verbrauche wegen meinem Blutdurck sehr gering oder kaum extra Salz oder Jod. Übrigens heute war mein 5. Tag mit Hormonen, immer noch keine Änderung und keine Nebenwirkung, soll ich mich freuen oder soll ich weinen :-)

Liebe Grüße und schönes Wochenende


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