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BeitragVerfasst: 30. Jun 2010 17:44 
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Registriert: 29. Jun 2010 15:36
Beiträge: 19
Liebe Leute,

ich habe auch eine Frage zu meinen aktuellen Schilddrüsenwerten (wie zurzeit anscheinend auch einige andere Leidgeplagte :)). Ich möchte euch bitten, euren Senf dazu zu geben, weil ich mir nicht sicher bin, ob und wie ich meine derzeitige Dosis steigern soll.

Ich habe seit ca. 3 Jahren die Diagnose Hashimoto, ich nehme seitdem Euthyrox, dessen Dosis ich von 25 auf mittlerweile 75 gesteigert habe. Anfang Mai hatte ich folgende Werte:

fT3 [pmol/l] 5,1 (3,4 - 7,7)
frT4 [pmol/l] 15,7 (9,1 - 18,1)
TSHo basal [μU/ml] 2,5 (0,4 - 4,0)

Im TSH-Wert liegt ja schon mal die Krux. Laut diesem Labor liegt die obere Normalwertgrenze noch immer bei 4,0, obwohl wir alle ja ahnen, dass das schon lange nicht mehr gilt ;). Laut neuer Grenze von 2,5 liege ich ja grad noch im Normalbereich, eigentlich kratze ich aber schon arg an einer Unterfunktion. Oder wie seht ihr das?

Im Grunde fühle ich mich in letzter Zeit ganz gut *auf Holz klopft*, Hautausschläge und diverse andere Hashi-Grausamkeiten halten sich in Grenzen. Ich bin nur - wie immer - recht müde und habe schwarze Ringe unter den Augen, damit lebe ich aber schon ewig und ich denke, das gehört zu mir und nicht zu Hashi ;).

Ich nehme aber in letzter Zeit trotz normaler bis gesunder Ernährung und regelmäßig Fitnesscenter inkl. Ausdauersport (2-3x die Woche 30-60 min Crosstrainer) zu (und das nicht nur an Muskelmasse :)). Wenn ich mich dann mit Essen extrem zusammenreiße, nehme ich zumindest nicht zu, aber auch nicht ab. Ich schiebe das jetzt einfach mal auf eine eventuelle Unterfunktion, obwohl ich ja im Grunde keine habe ... Keine Ahnung, vielleicht werde ich auch einfach nur alt ... ;) (Falls jetzt einer fragt: Ich bin 32 *g*.)

Seid ihr der Meinung, dass ich meine Dosis steigern sollte? Die Ärzte, bei denen ich regelmäßig zur Kontrolle gehen, befinden alles als okay und sind prinzipiell nicht sehr interessiert an Beschwerden und/oder Hashimoto ... Somit ist von denen keine Hilfe zu erwarten. Ich soll in einem Jahr wieder kommen und die Euthyrox 75 weiternehmen.

Ich habe auch irgendwie Angst, die Dosis anzupassen, nachdem ich wie schon erwähnt im Moment beinahe beschwerdefrei lebe und dann ev. wieder Beschwerden bekommen könnte?! ... Das sind zumindest meine Bedenken ...

Ich wäre um Ratschläge und Hilfe dankbar :).

Dankeschön und sonnige Grüße
obsi


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BeitragVerfasst: 30. Jun 2010 18:54 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo !

du hast es ganz richtig erkannt - deine werte liegen nicht gut. somit wäre eine erhöhung auf jedenfall angesagt um den tsh auf ca 1 runterzudrücken und die freien werte steigen zu lassen (wie es auch im buch empfohlen wird).

wenn du dich nicht steigern traust und du dich so ganz gut fühlst, dann musst du es bei der jetzigen dosis belassen und 1 jahr warten. du kannst auch noch zu einem anderen arzt gehen, z.b.dr.zetting und dich dort nochmals untersuchen lassen.

diese entscheidung kann ich dir nicht abnehmen.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 02. Jul 2010 16:31 
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Registriert: 29. Jun 2010 15:36
Beiträge: 19
Hallo Maus,

danke für deine Antwort.

Ich hab's mir ja gedacht ... Nachdem ich mich da selber wirklich nicht drüber traue, hab ich mir jetzt einen Termin in der Schilddrüsenpraxis von Dr. Zettinig vereinbart, ich bin zuversichtlich, dass man mich dort richtig behandelt. Da ist das Geld sicherlich besser angelegt als in Pseudomedikation & Co ... :) Ist nur lustig, dass ich nicht selber draufgekommen bin, mal dorthin zu gehen, ist ja nicht allzu weit von mir entfernt *g*. Manchmal steht man sich selber im Weg :roll: ...

LG
obsi


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BeitragVerfasst: 02. Jul 2010 16:36 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo, hast du dir einen termin "direkt" beim dr.zettinig geben lassen ? ich habe nämlich gehört, dass man mit der frau doktor .. nicht so zufrieden war.

bitte sag ihm auch, dass du im forum unterwegs bist und schon so einiges an erfahrungsberichten gelesen hast und es eben sehr wichtig ist, dass man gut eingestellt ist.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 02. Jul 2010 16:48 
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Registriert: 29. Jun 2010 15:36
Beiträge: 19
Hallo Maus,

hm, ich habe mir einfach einen nächstmöglichen Termin geben lassen, habe nicht direkt angesprochen, dass ich Herrn Dr. Zettinig möchte. Ich werde ja eh sehen, wer dann bei mir vorstellig wird - und falls es nicht er ist, werde ich besonders gut drauf achten, was man mir erzählt. Termin ändern möchte ich nicht mehr, weil ich schon recht auf Nadeln sitze und ich endlich richtig eingestellt werden möchte ... Bevor ich immer mehr zunehme trotz Sports ... :? Aber ein X für ein U vormachen lasse ich mir eh nicht mehr, schön langsam reicht's ...

Aber danke für den Tipp, dass ich da drauf achten sollte! :)

LG
obsi


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BeitragVerfasst: 02. Jul 2010 17:15 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo !

die sd-ordi ist eine gemeinsschaftspraxis. es gibt also mehrere ärzte und ich sage immer dazu, dass ich zum dr.zetting möchte.

hier ein negativer tread: (andere gibts noch unter der suchfunktion)

viewtopic.php?f=3&t=4342&p=18715&hilit=frau+dr.lu#p18715

angeblich geht sie auch weder nach dem befinden noch nach richtet sich sich an den aktuellen niedrigen normwerten. den preis den gummizwerg bezahlt hat, habe ich allerdings nicht bezahlt (es war weniger!!).

ich hoffe, du machst gute erfahrungen und man nimmt sich zeit für dich. leider ist es so, dass wir betroffen durch unsere eigenen erfahrungen meist schlauer sind als die ärzte und wissen, wann und mit welchen werten uns es am besten geht.

alles gute und schraib dann wie es dir ergangen ist.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 02. Jul 2010 18:43 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
* leider ist es so, dass wir betroffen durch unsere eigenen erfahrungen meist schlauer sind als die ärzte und wissen, wann und mit welchen werten uns es am besten geht*

leider ist das wirklich so, schon traurig, wenn man bedenkt, wieviele menschen mit der SD probleme haben.
ich weiss, dass selbststeigern der dosis nicht gern gesehn/gehört wird, aber ich habs so gemacht, mit hilfe meiner hausärztin.
alle paar wochen eine kleine steigerung und dazu immer die laborwerte - hätte ich das nicht gemacht, wäre ich heute (nach 2 jahren leiden), immer noch bei einer dosis von 50mg thyrex und vielen vielen beschwerden.

nach dem arztwechsel hat die neue ärztin sich gefreut, dass ich mich so gut auskenne, meinen körper so gut kenne und mit meiner hausärztin so gut zusammen arbeite. sie meinte, dass die steigerung das einzig richtige war und sie nicht verstehen könne, wie man mich bei 50mg hätte lassen sollen .....

ein bisserl mut, den körper kennen und regelmässige laborwerte helfen ungemein - kann ich nur jedem raten - und...was auch wichtig ist - ruhe, gelassenheit, kein stress, das leben leben und nicht hysterisch werden.........

das wird schon :o)
alles liebe
claudia


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BeitragVerfasst: 10. Aug 2010 7:33 
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Registriert: 29. Jun 2010 15:36
Beiträge: 19
Hallo zusammen,

so, ich war gestern endlich bei Dr. Zettinig in der Schilddrüsenpraxis (musste den Termin im Juli aufgrund eines gebrochenen Zehs nach hinten verschieben ;), hab mir dafür dann gleich einen Termin direkt bei ihm geben lassen).

Blutbefund habe ich noch nicht, bin schon gespannt drauf. Im Grunde muss ich allgemein sagen, dass mir positiv aufgefallen ist, dass Dr. Zettinig zumindest den Anschein macht, dass ihm nicht ganz egal ist, was man ihm erzählt ;). Er hat schon sehr betont, dass jeder Mensch anders ist und daher jeder Mensch mit unterschiedlichen Werten unterschiedlich gut (oder schlecht) leben kann. Er hat aber auch realistischerweise gleich ergänzt, dass nicht alle Symptome (wie Müdigkeit, Blutdruck oder Nesselausschlag) auf die Schilddrüse geschoben werden können, oft (meist?) sind da andere Faktoren ausschlaggebend.

Naja, lange Rede, kurzer Sinn - mein Fazit: Ich hab's nicht schlecht gefunden, weil er alle meine Fragen beantwortet hat, ohne sie als Blödsinn abzutun, wie es bis jetzt alle anderen Ärzte getan haben, die ich besucht habe. Weiters stellt er mich auf meinen Wunsch hin auf ein anderes Schilddrüsenmedikament um, da ich testen möchte, ob es mir damit ev. besser geht, man weiß ja nie :) ... Er drückt auch meinen TSH auf jeden Fall nach unten, weil man aus Erfahrungen sagen kann, dass sich viele Patienten mit einem TSH um 1 einfach viel besser fühlen als mit einem TSH, der höher liegt. Na dann kuck ma mal :D ...

Hingehen werd ich jetzt nimmer denk ich, ist ja nicht gerade wenig Geld, das man dort lässt (das sich jetzt aber in diesem Fall sicher gelohnt hat, keine Frage). (Ach ja, falls es jemanden für später interessiert: Ich habe € 150,-- bezahlt (ohne Szinti, nur Gespräch, Blutabnahme und Ultraschall).) Vielleicht schau ich grad nach der Umstellung auf die neuen Tabletten noch mal hin und lasse dann noch mal nachkontrollieren, damit auch wirklich alles passt. Aber die nächsten Blutkontrollen lasse ich dann wieder bei meinem "Haus-und-Hof-Zentrum" machen, dann bin ich hoffentlich eh schon auf der richtigen Schiene ;). Wenn ich keine Beschwerden habe, reicht das auch ...

Hm, ich denk mir immer, ich hab echt Glück, dass ich "nur" Hashi hab und nicht Morbus Chron oder sonstige Grausamkeiten ... :( Somit von Hysterie weit und breit keine Spur, Claudia *g*.

LG
obs


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BeitragVerfasst: 10. Aug 2010 9:30 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
obsi hat geschrieben :
> Hallo zusammen,

> Hingehen werd ich jetzt nimmer denk ich, ist ja nicht gerade wenig Geld,
> das man dort lässt (das sich jetzt aber in diesem Fall sicher gelohnt hat,
> keine Frage). (Ach ja, falls es jemanden für später interessiert: Ich habe
> € 150,-- bezahlt (ohne Szinti, nur Gespräch, Blutabnahme und Ultraschall).)

weiters hat obi in einem anderen tread geschrieben:

Ich habe jahrelang Selen und Zink (s**teure Kapseln von pure encapsulations, damit ich ja nur das Beste vom Besten zu mir nehme) geschluckt. Bis es mir irgendwann zu blöd wurde, weil es mir dadurch auch nicht hervorragend ging - ich kann aber bei den mind. 60,--, die ich dafür jedes Monat ausgebe, wohl mehr erwarten ... Denke ich mir ...

Aus diesem Grund habe ich jetzt seit zwei Monaten beides abgesetzt und mir geht es jetzt nicht besser oder schlechter als mit Selen- und Zinkgabe. Ich erspare mir aber einiges an Geld, das ich liebend gerne ins Fitnesscenter oder in Schuhe investiere ...

> LG
> obs

guten morgen !

wenn ich so deine berichte lese, habe ich das gefühl, dass dir das finanzielle wichtiger ist als dein wohlbefinden - bzw du es lieber in schuhe investierst !!

ich finde das nicht gut, da an erster stelle immer die gesundheit stehen sollte. und wenn du dir schuhe und ein fitnesscenter leisten kannst, solltest du dir auch einen guten arzt und eine gute betreuung gönnen.

ausserdem stimmt es zwar, dass du ...€ in der ordi bezahlt hast, aber du darfst auch nicht vergessen, dass du ca 2/3 von der kasse wieder retouniert bekommst - also ist der restbetrag wirklich nicht soooo hoch, oder?

ausserdem handelt es sich um diesen betrag um eine "erstordination" und daher der höhere betrag. bei den kontrolluntersuchungen, also nur gespräch und blutabnahme bezahlt man vielleicht 1/3 davon - also sicherlich leistbar. ein ultraschall wird auch nicht jedesmal gemacht, sondern bei hashi, wenn keine knoten oder sonst auffälliges vorhanden ist meist nur 1x im jahr. trotzdem ist einfach die interpretation der blutwerte und der daraus hervorgehenden weitern dosis sehr wichtig.

sobald man einmal gut eingestellt ist, können natürlich die kontrollabstände in längeren abständen erfolgen. vorher jedoch sollte mach sich und seinem körper jedoch genügend zeit gönnen mit hashi zurechtzukommen.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 10. Aug 2010 17:23 
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Registriert: 29. Jun 2010 15:36
Beiträge: 19
Hallo Maus,

mein Wohlbefinden ist mir auf jeden Fall viel Geld wert - auch Schuhe gehören zum allgemeinen Wohlbefinden! ;) Nein, Scherz beiseite: Klar ist mir mein Wohlbefinden wichtig, sonst wäre ich überhaupt nicht zu Dr. Zettinig gegangen und hätte nicht so viel Geld für Selen und Zink ausgegeben. Und für weitere Ärzte, Alternativmediziner und Mittelchen die Jahre davor - ich möchte den Betrag gar nicht zusammen rechnen. Wahrscheinlich könnte ich mir damit schon einen schicken Kleinwagen leisten ;) ... (Pfui, da ist sie wieder, die materiell denkende Seite der obs! ;))

Mir persönlich haben aber zusätzliche Mengen an Spurenelementen nicht spürbar geholfen, somit setze ich sie ab. Wenn es mir dadurch schlechter gehen sollte, nehme ich sie wieder, das ist kein Thema.

Ich werde ev. auch die Schilddrüsenpraxis wieder besuchen, es kommt aber immer drauf an, wie es mir geht. Sofern die Werte passen und ich mich gut fühle, sehe ich kein Erfordernis darin, sollte das mit den neuen Tabletten z.B. nicht hinhauen, werde ich wieder hinschauen. Ich sehe es nur nicht mehr ein, viel Geld beim Fenster rauszuwerfen, wie ich es leider bis jetzt oft getan habe (trial and error, wie's halt immer so ist :)).

Ich freue mich jetzt zumindest schon mal, einen Schritt in die richtige Richtung getan zu haben, indem ich bei einem Arzt war, der mich zumindest nicht als kompletten Hypochonder hinstellt und mich doch ernst genommen hat :) ... Das war den Betrag der Erstuntersuchung schon wert, ich wollte im vorigen Posting nicht aussagen, dass das Geld sinnlos investiert wurde. Das absolut nicht. Wer die Chance hat, so viel Geld zusammen zu kratzen (ist ja auch nicht jedem vergönnt, das muss man ja wirklich mal anmerken ...) und die Schilddrüsenpraxis in seiner Nähe zu haben, sollte auf jeden Fall mal hin schauen, wenn er mit seiner bisherigen Betreuung nicht zufrieden ist. Ein bisschen Verständnis von Ärzteseite tut jedem von uns gut ... :)


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