nachtrag:
nach durchlesen meines vorigen postings bin ich nicht sicher, ob die eigentliche aussage klar rübergekommen ist? daher hier noch eine ergänzung:
1. euren postings entnehme ich, dass man einige von euch aufgrund eurer damaligen werte als "krank" bzw. medizinisch behandlungswürdig eingestuft hat, obwohl ihr euch in keiner weise krank, sondern vielleicht sogar körperlich in bestform gefühlt habt und auch dementsprechend ausgesehen habt (nämlich schlank) - genauso wie es mir vor vielen jahren passiert ist.
2. eine mehr oder weniger geringfügige abweichung der werte vom sog. "normalbereich" bedeutet nicht in jedem fall automatisch, dass man ernsthaft krank ist und zwangsläufig medikamente einnehmen muss.
3. was ist "normalbereich", und wer setzt diesen fest? die medizinische norm ist (wie auch in anderen lebensbereichen) grundsätzlich ein statistischer durchschnittswert. körperliche werte unterliegen außerdem ständig schwankungen, oder habt ihr zu jeder tageszeit immer denselben blutdruck, dieselbe herzfrequenz, dieselben cholesterinwerte etc.???? mit sicherheit nicht... eure werte, die damals an einem bestimmten tag zu einer bestimmten uhrzeit gemessen wurden, waren also momentaufnahmen, die sich immer wieder ändern (können).
einige von euch sind außerdem noch sehr jung... gerade in der jugend spielt oft der hormonhaushalt ein bisschen achterbahn, daher können sich im jugendalter immer wieder werte-verschiebungen ergeben... aber das ist absolut nichts ungewöhnliches in diesem alter, es pendelt sich in fast allen fällen von selbst ein.
FAZIT:
an diejenigen von euch, die vor der entscheidung stehen, schilddrüsenmedikamente zu nehmen:
wenn ihr euch körperlich gesund fühlt und (noch) mit keiner gewichtszunahme zu kämpfen habt - bitte überlegt es euch gut, ob ihr wirklich medikamente nehmen wollt... informiert euch bitte vorher umfassend (d.h., nicht nur bei eurem derzeitigen arzt, sondern bei verschiedenen ärzten/institutionen) über etwaige risiken, lest die postings hier, fragt betroffene nach ihren erfahrungen - und entscheidet selbst... aber lasst euch nicht die verantwortung aus der hand nehmen!
habt den mut, "nein" zu sagen (allerdings bitte wirklich nur dann, wenn ihr euch völlig gesund fühlt und euch zu 100% sicher seid, dass diese entscheidung stimmig ist!) - das risiko, dass der arzt euch belächelt, ist nichts im vergleich zu den gesundheitlichen und ästhetischen konsequenzen, die ihr durch medikamenteneinnahme möglicherweise tragen müsst.
an diejenigen von euch, die bereits mit den folgen der medikamente zu kämpfen haben:
seht zu, dass ihr den arzt wechselt, und zwar so oft, bis ihr einen gefunden habt, der euch ernst nimmt und euch wirklich hilft, wieder zu eurem früheren gesundheitszustand inklusive gewicht/figur zurück zu finden. und lasst euch nicht das blaue vom himmel erzählen - ärzte sind keine götter in weiß... auch sie können irren, das sei ihnen durchaus zugestanden - nur leider ist gerade in diesem bereich ein irrtum oft fatal...
und vor allem: seht zu, dass ihr langsam aber stetig von euren medikamenten wegkommt, sofern das möglich und gesundheitlich vertretbar ist... informiert euch in jedem fall an verschiedenen stellen, und macht es bitte nicht im alleingang, so wie ich es getan habe...
bei mir hat es langfristig funktioniert, wenn auch sehr langsam... ich war sehr oft am verzweifeln, weil mein gewicht so lange zeit nicht runterging... aber ich habe es geschafft - es ist definitiv möglich... ich hoff, das gibt euch ein bisschen mut

)))
ich drück euch allen ganz fest die daumen, dass ihr euren weg raus aus diesem kreislauf findet...
liebe grüße und viel, viel glück!
EvE