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hallo ivy und betzi !
ich hatte vor 15 jahren ein ähnliches problem wie ihr, glücklicherweise mit positivem ausgang:
mit 17 jahren war ich (genau wie ihr beide) wirklich sehr schlank, hielt mein gewicht ohne probleme - und dann wurde bei einer untersuchung schilddrüsenunterfunktion festgestellt, allerdings sehr nahe an der grenze zum normalbereich.
mein damaliger internist verschrieb mir thyrex (weiß nicht, ob es die heute noch gibt bzw. ob sie immer noch so heißen?), mit der bemerkung, ich müsste sie ein leben lang nehmen. ich folgte zunächst der anordnung des arztes, und das war wohl der größte fehler, den ich machen konnte:
zwar hatte ich in der zeit der medikamenteneinnahme keine gewichtszunahme oder ähnliches zu verzeichnen, aber ich fühlte mich sehr, sehr unwohl - ein diffuses körpergefühl, das man nicht mit worten beschreiben kann, schon gar nicht einem schulmediziner - er hat mich einfach nicht verstanden.
jedenfalls setzte ich aus eigenem antrieb (ohne meinen arzt zu informieren) nach 3 monaten einnahme die medikamente wieder ab, und von da an ging es mit meinem gewicht bergauf: ich nahm innerhalb von nur ca. 3-4 monaten 15 (!!!) kg zu. das war allerdings nicht das einzige symptom: extremes frieren, müdigkeit/schlappheit, konzentrationsprobleme, heißhunger... aber das größte problem von allem war die gewichtszunahme...
zuvor war ich wirklich dünn, und ich kann euch deshalb echt gut verstehen... ich war zwar nach 15 kg gewichtszunahme auch nicht extrem "dick", verglichen mit anderen; aber was hilft einem die tatsache, dass andere noch dicker sind, wenn man zuvor superschlank war und sich damit attraktiv und wohl gefühlt hatte.... das ist ein so schlimmes gefühl, das kann einfach niemand verstehen, der diese situation nicht selbst durchgemacht hat...
jedenfalls war jeder diätversuch ein fehlschlag, ca. 2-3 jahren lang; mit anfang 20 hat es dann aber plötzlich ganz easy funktioniert, ich weiß bis heute nicht den genauen grund - ich hatte damals viele einschneidende lebensveränderungen bzw. stressfaktoren: mein 1. job, auszug von zuhause in die 1. eigene wohnung; der krebstod meiner mutter und die bewusste auseinandersetzung mit mir selbst, inklusive thema psychosomatik - ja, zu rauchen hab ich auch begonnen in dieser zeit, sonst hätt ich das wohl alles nicht gepackt...
jedenfalls hab ich damals in sehr kurzer zeit (innerhalb weniger wochen) beinahe mein gesamtes überflüssiges gewicht verloren, das ich zuvor durch das absetzen von thyrex zugenommen hatte und hatte wieder meine frühere figur, die ich bis heute problemlos beibehalten habe (ich bin heute 32), genau wie vor der einnahme dieser medikamente.
heute weiß ich, dass die verordnung von thyrex bei mir eine medizinische fehldiagnose war (an der ich 2-3 jahre lang schwer zu tragen hatte), denn ich war vorher weder krank noch fühlte ich mich krank; und auch alle anderen damaligen untersuchungen (bluttest etc.) ergaben völlig normale, ja zum teil sogar idealwerte.
ärzte sind in ihrem wissen sehr begrenzt und leider, leider auch in ihrem horizont sehr beschränkt, wie ihr ja leider selbst feststellen musstet.
ich kann deshalb nur zu größter vorsicht raten, wenn (speziell bei einer routineuntersuchung) angeblich unterfunktion (oder meinetwegen auch überfunktion) festgestellt wird, und sofort medikamente verschrieben werden...
ein gesunder körper besitzt nämlich die fähigkeit zur selbstregulation (innerhalb gewisser grenzen, versteht sich), und das gilt natürlich auch für die schilddrüse.
leider kann ich euch mit keinen informationen über andere medikamente dienen, da ich seit dieser für mich sehr bitteren erfahrung um die schulmedizin einen großen bogen mache. was ich euch aber empfehlen würde, ist der besuch bei einer/m guten heilpraktiker/in bzw. grundsätzlich mal alternative heilmethoden in erwägung zu ziehen; es gibt nämlich für jede chemische keule unzählige gegenstücke in der natur, die eine weit bessere wirkung erzielen, aber weniger bis gar keine nebenwirkungen haben.
EvE
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