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BeitragVerfasst: 06. Jul 2006 2:37 
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Registriert: 06. Jul 2006 2:25
Beiträge: 3
Habe heute von meiner Hausärztin erfahren, dass ich eine SD-Unterfunktion habe. Ich habe mich jetzt in den letzten Stunden ein bisschen damit beschäftigt und bin nun doch etwas verunsichert.

Zuerst mal meine Werte:

Schilddrüsenhormone:

FT3 4.0 pmol/l Normal: 2.2 - 6.0
FT4 1.16 ng/dl Normal: 0.70 - 1.90

Hypophysenhormone:

TSH 5.0 müU/ml Normal: 0.3 - 4.0

Ich dachte erst, diese Erhöhung von 1 hätte nicht viel zu bedueten, bei meinen Recherchen aber hab ich dann herausgefunden, dass es wohl doch nicht so normal ist.

Liege ich richtig mit der Annahme, dass es sich mit aller Wahrscheinlichkeit um eine latente Hypothyerose handelt, da FT3 und FT4 noch im Normalbereich liegen?

Heißt dieser ehöhte Wert jetzt automatisch, dass ich lebenslang Tabletten nehmen muss?

Ach ja, meine Hausärztin hat mich jetzt erst mal ins KH in die Schilddrüsenambulanz überwiesen, ich kann also noch nicht sagen, um welche Art der Unterfunktion es sich handelt.

Habe aber schon gelesen, dass z.B bei Hashi eine jodarme Ernährung angebracht ist. Ich habe heute mal darauf geachtet, wo überall Salz enthalten ist und ich frage mich, was kann ich denn eigentlich noch essen? Muss ich im Falle einer Hashi immer kontrollieren, woher meine Lebensmittel kommen? Was ist mir Resaturantbesuchen?

Tut mir Leid, dass ich so viele Fragen stelle, aber ich bin extrem verunsichert, wie das nun alles weitergehen soll. All diese Dinge stellen momentan noch eine massive Einschränkung meiner Lebensqualität dar, da ich bis jetzt nie darauf geachtet habe, wann ich was esse.

Ach ja, zusätzlich wurde mir noch "vor den Latz geknallt", dass ich auch jodkrank sein könnte. Auch das hat mich erst mal total erschreckt.
Ich dachte nämlich zuerst, ich würde an einer Überfunktion leiden, da ich oft Schwindelanfälle mit Herzrasen, Zittern, tauben Händen und tauben Füßen hatte.

Würde mich freuen, wenn mir der ein oder andere ein bisschen weiterhelfen könnte, v.a mit praktischen Erfahrungsberichten wär mir sehr geholfen. :)

Danke,
Nanou


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 Betreff des Beitrags: salzarm
BeitragVerfasst: 07. Jul 2006 14:16 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
also ich esse eigentlich alles was mir schmeckt und gehe auch in lokale essen.

lediglich für zu hause habe ich mir das jodfreie salz gekauft, aber sonst schränke ich mich keineswegs irgendwie ein.

meine ärztin meinte, hashi zerstört so oder so die sd nur geht es eben mit jodiertem salz wahrscheinlich schneller. und solange ich keine negativen symptome bzgl salz habe, werde ich mich nicht auch noch damit zusätzlich belasten.

ich versuche trotz hashi eine gute lebensqualitität zu haben und mich nicht zu kasteien.

alles liebe
uschi


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BeitragVerfasst: 08. Jul 2006 7:00 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Nanou!

Nanou hat geschrieben:
Schilddrüsenhormone:

FT3 4.0 pmol/l Normal: 2.2 - 6.0
FT4 1.16 ng/dl Normal: 0.70 - 1.90

Hypophysenhormone:

TSH 5.0 müU/ml Normal: 0.3 - 4.0

Liege ich richtig mit der Annahme, dass es sich mit aller Wahrscheinlichkeit um eine latente Hypothyerose handelt, da FT3 und FT4 noch im Normalbereich liegen?


Genau, die freien Werte sind in der Norm aber TSH ist erhöht. Man spricht hier von einer milden Unterfunktion bzw. einer subklinischen Hypothyreose.

Frei übersetzt bedeutet das, dass die Hypophyse, welche über das TSH die SD stimuliert, sozusagen mit der Peitsche die SD dazu antreibt (noch) genügend Hormone zu produzieren und die SD mit letzter Kraft versucht, dem Körper genügend Hormone zur Verfügung zu stellen.

Nanou hat geschrieben:
Heißt dieser ehöhte Wert jetzt automatisch, dass ich lebenslang Tabletten nehmen muss?

Ach ja, meine Hausärztin hat mich jetzt erst mal ins KH in die Schilddrüsenambulanz überwiesen, ich kann also noch nicht sagen, um welche Art der Unterfunktion es sich handelt.


Das kann man so verallgemeinernd nicht sagen. Es hängt davon ab, was die Ursache für die beginnende Unterfunktion ist. Das wäre auch der erste Schritt, der für Dich im Moment wichtig ist, herauszufinden (bzw. die Ärzte müssen das natürlich) was die Ursache dafür ist. Eine Möglichkeit wäre eine Autoimmunerkrankung der SD namens Hashimoto Thyreoiditis.

Diese wird u.a. über die Antikörper diagnostiziert. Aus diesem Grund wäre es wichtig, bei der nächsten Blutabnahme auch die Antikörper bestimmen zu lassen

TPO-AK
TG-AK
TRAK

Wenn Hashimoto die Ursache ist, bedeutet das lebenslange Einnahme von SD-Hormonen.

Nanou hat geschrieben:
Habe aber schon gelesen, dass z.B bei Hashi eine jodarme Ernährung angebracht ist. Ich habe heute mal darauf geachtet, wo überall Salz enthalten ist und ich frage mich, was kann ich denn eigentlich noch essen? Muss ich im Falle einer Hashi immer kontrollieren, woher meine Lebensmittel kommen? Was ist mir Resaturantbesuchen?


Eine jodarme Ernährung ist bei AI-Erkrankungen wichtig. Bei Hashimoto wird der Autoimmunprozess getriggert sprich gefördert wenn zu viel Jod in die SD eingelagert wird. Deshalb sollte nur jodfreies Salz verwendet werden im Haushalt. Achtung auch bei Mineralwasser!

Einige Infos hinsichtlich Jod findest Du auf unserer HP unter http://members.aon.at/shg.schilddruese/page_5_1.html

Aber wie schon Uschi schreibst, verrückt machen sollte man sich natürlich nicht! Wenn man mal im Gasthaus essen geht, dann macht das nicht so viel aus (außer man hat zusätzlich eine Jodempfindlichkeit). Wichtig ist es aber vor allem bei Medikamenten aufzupassen siehe http://members.aon.at/shg.schilddruese/ ... armaka.pdf
Da sind viel höhere Dosierungen möglich als bei Salz!

Nanou hat geschrieben:
Ach ja, zusätzlich wurde mir noch "vor den Latz geknallt", dass ich auch jodkrank sein könnte. Auch das hat mich erst mal total erschreckt.
Ich dachte nämlich zuerst, ich würde an einer Überfunktion leiden, da ich oft Schwindelanfälle mit Herzrasen, Zittern, tauben Händen und tauben Füßen hatte.


Falls Du Hashimoto hast, können durchaus Phasen der Überfunktion stattfinden, immer dann nämlich, wenn Teile der SD zerstört werden, werden SD-Hormone frei gesetzt, die kurzzeitig zu einer Überfunktion führen und danach wird die Unterfunktion wieder stärker.

Deshalb ist es so wichtig, erst mal eine richtige Diagnose zu bekommen.

Kleiner Tipp noch: Alle Befunde sammeln, immer dazu schreiben, welche Medikamente davor genommen wurden bzw. welche Dosisänderung durch den Befund ausgelöst wurde. Gut ist auch noch - gerade am Anfang, wenn man bei der Einstellung ist - die Befindlichkeit dazuzuschreiben und eine Art Tagebuch zu führen.

Auf unserer HP findest Du auch Infos, die bei einem Arztbesuch helfen wie z.B. http://members.aon.at/shg.schilddruese/ ... ndheit.pdf und einiges mehr unter http://members.aon.at/shg.schilddruese/page_5_2.html

Nanou hat geschrieben:
Würde mich freuen, wenn mir der ein oder andere ein bisschen weiterhelfen könnte, v.a mit praktischen Erfahrungsberichten wär mir sehr geholfen. :)


Wir haben auch Erfahrungsberichte gesammelt, findest Du unter http://members.aon.at/shg.schilddruese/page_7_1.html

Wenn Du Fragen hast, kannst Du mich gerne auch über die HP direkt kontaktieren.

lg
Maria

http://members.aon.at/shg.schilddruese/


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08. Jul 2006 12:44 
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Registriert: 06. Jul 2006 2:25
Beiträge: 3
Hallo!

Danke für eure lieben Antworten. Ich war also gestern beim US, Szintigraphie und Antikörpertest.

Nächste Woche soll ich die Befunde erhalten, ich bin schon gepsannt. DA ich selbst Vet.Med. studiere kann ich ungefähr sagen, dass der US ziemlich normal ausgesehen hat. Auch der Arzt, der mir alles erklärt hat, hat keine Auffälligkeiten entdecken können, zumindest hat er eben nichts gesagt.

@mch66

Ich war auf deiner HP und hab mir den Bericht von K.P durchgelesen. Er ähnelt dem meinen, außer dass meine "Panikattacken" noch sehr harmlos sind. Auch wenn ich meine Beschwerden erst seit kurzem habe, wurde auch ich schon zum Psychologen verwiesen, obwohl man mich noch nicht mal richtig angesehen hatte. Gott sei Dank, geriet ich per Zufall an eine Ärztin, die sofort an die SD gedacht hat.

Ich hatte vorher noch nie Probleme mit meinem psychischen Befinden und jetzt weiß ich auch warum. Voriges Jahr war ich in demselben Spital, wo ich auch gestern war. Da sie dachten, sie müssten vielleicht meinen Blinddarm rausnehmen haben sie eben auch den TSH gemessen und siee da: Im November letzen jahres lag er bei grade mal 1,8!! Das ist auch schon relativ "viel", aber im Gegensatz zu jetzt ist das nichts mehr.


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BeitragVerfasst: 13. Jul 2006 13:32 
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Registriert: 06. Jul 2006 2:25
Beiträge: 3
So, heute habe ich meine Befunde bekommen und bin nun sehr verunsichert.

Hier mein Befund:

---------------------

Bei Ihrer Patientin haben wir folgende Befunde erhoben:

ft4 1,6 ng/dl, TSH 2,8 müiE/ml, TPO-AK 7,8 IU/ml - alle Werte im Normbereich (Leider stehen keine Grenzwerte dabei)

Schilddrüsenszintigraphie:

Es zeigen sich zwei normal große, homogen speichernde Schilddrüsenlappen.

Schilddrüsensonographie:

Volumen rechts 5,5 ml, links 3,6 ml; beidseits homogen, echonormal

Diagnose:

Euthyreose

Das auswärts erhöhte TSH konnte bei uns nicht bestätigt werden. Bei der heutigen Kontrolle hat sich kein Hinweis für eine Schilddrüsenstörung gezeigt.

Eine Schilddrüsenhormontherapie ist deshalb nicht erforderlich.

--------------------

Die Suche geht also weiter....


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BeitragVerfasst: 13. Jul 2006 19:49 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Nanou!

Nanou hat geschrieben:
ft4 1,6 ng/dl, TSH 2,8 müiE/ml, TPO-AK 7,8 IU/ml - alle Werte im Normbereich (Leider stehen keine Grenzwerte dabei)



Also ein TSH von 2,8 ist zwar laut einigem Messbereichen in der Norm, aber seit neuestem spricht man ab einem TSH von 2 von einem Warnbereich.

Es gibt dazu im Internet einiges nachzulesen:

Kommentar Rudolf Hörmann
http://www.schilddruese.net/oeffentlich/wissenschaft/news/news4436.php

Infoline Schilddrüse
http://www.infoline-schilddruese.de/ils/content/index.jsp;jsessionid=4908FF59BCB90F63B3B7C37A63CBF415

Hier den Punkt "Subklinische Hypothyreose und TSH - Neue Erkenntnisse zu den TSH Normwerten" anklicken

Kritischer Text zu den neuen Referenzwerten
http://www.schattauer.de/zs/nukl/2004/3/pdf/04030069.pdf

Zusammenfassung neuer TSH-Bereich
http://www.labor-bo.de/fileadmin/PDF/Aktuelles/Diagn._Info_05-05_TSH.pdf

Text "Warnbereich" beim TSH
http://www.labor-arndt-partner.de/pdfs_diagnostik/TSH2.PDF

Ärztezeitung
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/07/29/140a0901.asp?cat=/medizin/schilddruese

Neue Referenzwerte "Die Schmetterlinge"
http://www.die-schmetterlinge.de/downloads/Sonstiges/neueReferenzwerte.pdf (=ident mit Kommentar Rudolf Hörmann)

SD-Guide
http://www.schilddruesenguide.de/sd_tsh.html


Nanou hat geschrieben:
Schilddrüsensonographie:
Volumen rechts 5,5 ml, links 3,6 ml; beidseits homogen, echonormal


So ganz normal groß kommt mir das aber nicht vor, eher ein wenig klein.

Bei Frauen ist ca 15-18 ml normal groß.

Nanou hat geschrieben:
Eine Schilddrüsenhormontherapie ist deshalb nicht erforderlich.

--------------------

Die Suche geht also weiter....


Das würde ich so nicht unterschreiben, ich denke, dass der TSH zu hoch ist und es Wert wäre, mit ein paar SD-Hormone den Versuch zu wagen, ob die Symptome verschwinden.

Vielleicht versuchst Du doch noch mit einem anderen Arzt zusammen zu arbeiten. Hilfestellungen für den Arztbesuch samt Checkliste für den Arzt findest Du auf unserer HP unter den Downloads http://members.aon.at/shg.schilddruese/page_5_1.html

lg
Maria


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