Logog Schilddrüsenforum


Das Diskussionsforum für Schilddrüsenfragen
Erfahrungsaustausch zwischen Patienten,
Angehörigen und Interessierten


Ratschläge können nie einen Arztbesuch ersetzen!!

Initiatoren:
Initiatoren
Willkommen Forum Initiatoren Links Impressum Haftungsausschluß Home


Aktuelle Zeit: 18. Apr 2026 17:52

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Morbus Basedow
BeitragVerfasst: 23. Feb 2006 16:39 
hallo,
ich hatte vor einem jahr die Kapsel und glaubte nun diese leidige schildrüsengeschichte beenden zu können. aber leider stelle ich mit entsetzen fest...............dem ist nicht so.

Ich leide nach monaten der ruhe nun wieder an meiner augenbeteiligung, sowie muskelschmerzen, gliederschmerzen..........totale stimmungsschwankungen( traurig.......und dann wieder extrem zornig), bei stress bin ich körperlich wie psychisch am ende...............kann kaum mehr sprechen und ziehe mich zurück um keine disk.eingehen zu müssen da ich keine worte mehr zusammenfügen kann.

wenn ich sport betreibe sehe ich nur noch schemenhaft (wie durch Wolken)- und die nächsten tage plagen mich muskel sowie gliederschmerze.
Mein radiologe hört sich zwar alles an...........und das wars dann auch.

Laborwerte sind( wurde nach unterfunktion eingestellt) halbwegs gut.......aber noch viele antikörper!!

geht es irgendwem genauso, oder bin ich einfach nur eine mimose??
ich zweifle schon an mir, da ich auch von fam.seite kaum unterstützung habe. man sieht ja nichts............nach dem motto- kein ausschlag keine erkrankung!!!

ich würde mich riesig über eine antwort freuen
simone


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 24. Feb 2006 16:12 
hallo Simone!
Ich wußte 3 Monate nach der Einnahme, dass ich vermutlich mein weiteres Leben lang Medikamente einnehmen muß. Beim Schlucken der Kapsel waren meine Werte ideal und natürlich, wenn die Schilddrüse nicht selbst genug produzieren kann, muß mit Tabletten ausgeglichen werden. Ich hatte nach den 3 Monaten im großen und ganzen die gleichen Symtome wie vorher, nur wurden sie bis zur Kontrolluntersuchung immer stärker.
Also lass so schnell wie möglich deine Werte bestimmen und dann, nicht so wie ich anfangs höher dosieren, sondern ganz langsam niedrig mit der Einnahme beginnen. Bei mir dauert die Einschleifregelung nun seit Mitte vorigen Jahres, aber bis auf kleine Ausrutscher, gehts bergauf.
Alles Gute
GudrunW


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27. Feb 2006 12:01 
hallo gudrun,

herzlichen dank für deine antwort.
ja ich wusste dass ich für immer medik. brauche. das ist nicht mein problem.......mein problem sind die beschwerden welche mich nicht loslassen.
mein arzt sagt alle halbe jahre blutabnahme reicht, .........wobei ich ihm anhand meiner beschwerden wohl bewiesen habe dass er da falsch liegt.......denn jedesmal spürte ich im vorfeld dass meine werte ständig rauf und runter gehen........aber die sturheit der ärzte scheint grenzenlos.

was hattest du für beschwerden vor der kapsel...............und was für beschwerden hast du jetzt?????

ist bei dir auch alles aus dem ruder gelaufen??? psyche und körper???

keiner spricht so recht von den veränderungen welche morbus basedow mit sich bringt!!!!

liebste grüße und danke für dein Intr.

simone


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27. Feb 2006 13:12 
Hallo Simone!
Ich war sehr naiv und dachte ein Arzt der sich nicht sicher ist, wird auch andere Kollegen zu Rate ziehen. Aber es gibt das Motto "Hilf dir selbst dann hilft dir Gott" - ich bin aber kein gläubiger Mensch.
Bei mir war das Ganze ein Zufallsbefund, nachdem ich die Beschwerden an den Beinen meiner Venenschwäche zugeordnet habe, meine Durchfallattaken - aufgrund der Diagnose meines Hausarztes, als Darmreizung abgetan habe. Die Gelenksbeschwerden konnten nirgends zugeordnet werden. In jungen Jahren keine auffälligen Röntgenbefunde und die Laborwerte bezüglich Rheuma immer negativ waren, hab ich halt so dahingelebt und gemeint, andere Personen, die mit Medikamente versorgt werden haben anscheinend größere Probleme als ich. Habe ich beobachtet was verträgt mein Körper und was nicht. Habe eigentlich, nachdem ich von meinem Hausarzt nur enttäuschendes erfahren habe die Initiative selbst in die Hand genommen. Siehe da, es gibt doch auch bessere Tage.
Mein Karpaltunnelsyndrom wurde besser, es ist dzt. nur mehr ganz, ganz leicht tagsüber zu spüren. Zeitweise fühle ich mich sehr sehr gut, merke aber wenn ich empfindlich auf meine Umwelt reagieren, dass wieder eine Störung vorhanden sein muß.
Habe, obwohl der Nuklearmediziner und der Internist nicht damit einverstanden waren, nach anfänglicher höherer Dosierung, das Euthyrox ziemlich langsam eingeschlichen. Nur mein Blutdruck der macht mir derzeit Sorgen. Aber es wird schon wieder werden.
Mein Inernist meinte beim letzten Besuch, wenn ich Probleme habe, meine ich würde einen Schub haben, soll ich sofort bei ihm vorbeischaun. Er nimmt dann Blut ab, ansonsten soll ich 6 Monaten wieder kommen.
Schreib im Forum nicht weil es mir sehr schlecht geht, sondern um anderen Mut zu machten. Ich lese auch die Beiträge der anderen. Weil auch mir das hilft.
LG GudrunW


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Mär 2006 13:03 
Hi liebe Mitstreiter,

würdet ihr mir eine Radiojodtherapie empfehlen, habe MB , habe aber keine Knoten und würde sonst erstmal nur eine medikamentöse Behandlung in Erwägung zu ziehen, bis es besser wird.

Geht MB irgendwann ganz weg?

Liebe Grüße,
Gast


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. Mär 2006 21:37 
Obs ganz weggeht kann man im Vorhein nicht sagen. Manche haben nur einmal einen Schub und das wars. Bei anderen kommts nach ein paar Monaten oder 1-2 Jahren wieder, wieder andere haben die Krankhiet durchgehend.

Grundsätzlich probiert ma es einmal 1-1,5 Jahre mit Medikamenten. Bei vielen ist die Krankheit dann weg und man kann die Medikamente absetzen und beobachtet wie lange man ohne Rückfall bleibt. Je länger das Intervall dauert, desto eher wird man es nochmal mit Medikamenten versuchen.

Aber bei etwa der Hälfte der Fälle wird irgendwann eine Radiojodtherapie oder Operation nötig.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28. Mai 2006 19:13 
Habe auch MB (zum 3. Mal) und werde wohl um RJT bzw. Operation nicht herumkommen...
Nun hört man, dass durch die RJT auch eine Normalisierung eintreten kann, also ohne Unterfunktion. Hat da jemand Erfahrungen gemacht.

Wird die Schilddrüse durch eine RJT wieder kleiner?

Ich überlege, ob es Sinn macht, eine RJT zu machen und dann mittels Homöopathie oder anderen Alternativen die SD "niedrig" zu halten...

Peter


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29. Jun 2006 19:21 
Offline

Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Peter!

peter2906 hat geschrieben:
Habe auch MB (zum 3. Mal) und werde wohl um RJT bzw. Operation nicht herumkommen...
Nun hört man, dass durch die RJT auch eine Normalisierung eintreten kann, also ohne Unterfunktion. Hat da jemand Erfahrungen gemacht.


Bei MB wird die Dosierung vom RJ so gewählt, dass möglichst die gesamte SD zerstört wird. Wenn Teile der SD bestehen bleiben, dann hätten ja die Antikörper nach wie vor die Möglichkeit anzugreifen und nichts wäre gewonnen.

Daher muss man natürlich auch danach Hormone schlucken, weil die SD nicht mehr existiert (oder nur geringe Reste) und daher keine Hormone mehr produzieren kann.

Das ist die Vorgangsweise bei MB. Anders ist es, wenn man "nur" heiße Knoten hat. Da wählt der Arzt die Dosierung so, dass nur der heiße Knoten zerstört wird und Ziel ist, dass die SD danach wieder "normal" funktionieren kann und zwar ohne Hormonzufuhr von außen und ohne Überfunktion.

peter2906 hat geschrieben:
Wird die Schilddrüse durch eine RJT wieder kleiner?

Ich überlege, ob es Sinn macht, eine RJT zu machen und dann mittels Homöopathie oder anderen Alternativen die SD "niedrig" zu halten...

Peter


Siehe oben, ja die SD wird kleiner bzw. zur Gänze zerstört.

Homöopathie ist immer gut, mache ich auch und hilft dem Körper sich selbst zu heilen oder zumindest "besser zu funktionieren"

lg
Maria


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30. Jun 2006 20:09 
Hallo Maria!
Bis vor kurzem habe ich auch von meinem Nuklearmediziner immer gehört, dass die SD bei RJT oder OP fast zur Gänze entfernt bzw. zerstört wird.
Nun war ich aber vor einer Woche bei einem Endokrinologen in Wien (em. Prof. des AKH), der gemeint hat, es werde die SD bei der OP nur verkleinert. Von einer RJT hat er mir überhaupt abgeraten, weil dadurch die endokrine Orbitopathie (die ich zum Glück nur sehr leicht habe) verschlimmert werden könnte.

Er meinte, dass etwa 70% der operierten mit der verkleinerten SD normal (also ohne UF) weiterleben könnten.

Ich mache derzeit eine Eigenbluttherapie (Du hast mir ja den Kontakt verschafft...) und hoffe, dass ich dann weniger Antikörper habe.

lg
Peter


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01. Jul 2006 17:54 
Offline

Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
peter2906 hat geschrieben:
Hallo Maria!
Bis vor kurzem habe ich auch von meinem Nuklearmediziner immer gehört, dass die SD bei RJT oder OP fast zur Gänze entfernt bzw. zerstört wird.
Nun war ich aber vor einer Woche bei einem Endokrinologen in Wien (em. Prof. des AKH), der gemeint hat, es werde die SD bei der OP nur verkleinert. Von einer RJT hat er mir überhaupt abgeraten, weil dadurch die endokrine Orbitopathie (die ich zum Glück nur sehr leicht habe) verschlimmert werden könnte.

Er meinte, dass etwa 70% der operierten mit der verkleinerten SD normal (also ohne UF) weiterleben könnten.

Ich mache derzeit eine Eigenbluttherapie (Du hast mir ja den Kontakt verschafft...) und hoffe, dass ich dann weniger Antikörper habe.

lg
Peter


Hallo Peter!

Hatte schon den Verdacht, dass Du das bist, war mir aber nicht sicher...

Ich glaube, wir hatten auch über die Vorteile bzw. Nachteile RJT - OP gesprochen. Bei EO ist IMMER die OP vorzuziehen, ganz klar.

Dass es bei einer OP grundsätzlich die Möglichkeit gibt, nur Teile der SD zu entfernen ist schon klar. Meines Wissens nach wird diese OP-Variante jedoch bei MB normalerweise nicht angewendet, weil die TRAK auch auf diesen SD-Rest so einen großen Einfluss nehmen können, dass die Überfunktion wieder kommt und die Krankheit MB weiter lebt.

Die Problematik liegt dann bei den höheren Risiken einer möglichen Zweit-OP an der SD aufgrund der Vernarbungen.

Ich würden wenn ich vor die Wahl gestellt würde, immer die ganze SD entfernen lassen (near-total)

lg
Maria


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
design by webcompany
Powered by phpBB © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de