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 Betreff des Beitrags: Panikattacken/Rettungseinsatz
BeitragVerfasst: 14. Feb 2006 13:04 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Hallo wieder einmal !

Heute Nacht war es wieder einmal so weit, ich dachte meine letzte Stunde hat geschlagen. Ich war gerade eingeschlafen, als ich mit wahnsinnigen Herzrasen und Panikattacken aufwachte. Mein ganzer Körper zitterte und ich dachte ich muss sterben. Ich holte die Rettung !!
Die hat mir nur 1 Tbl Xanor gegeben

Seit 1 Jahr wurde Hashi diagnostiziert, seit 4 Wochen nehme ich Euthyrox 18 µg 3/4 Tbl. und soll erst im Mai wieder zur Kontrolle kommen. Ich wechsel zwischen milder UF und ÜF. Meine Panikattacken sind seit 1997 bekannt und mit Medikamenten halbwegs gut eingestellt, aber nie ganz weg. Solch massive Zustände wie letzte Nacht hatte ich allerdings schon Jahre nicht mehr.

Ich habe heute einen neuen TSH mit fT3 und fT4 machen lassen und kriege morgen den Befund. Ebenso habe ich meine Internistin angerufen und ihr von der heutigen Nacht berichtet. Sie meinte nur, das ist nicht von der Schilddrüse, ich soll mich mit der Neurologin zusammensetzen und im Mai zu ihr zum Kontrolltermin kommen. Das mache ich ja schon seit Jahren und hat auch nichts geholfen.

Ich dachte nachdem ich endlich Hormone bekomme (auch wenn es nur eine zu geringe Menge ist) wird es mir vielleicht einmal besser gehen.

Aber jetzt fühle ich mich schon wieder im Stich gelassen. Wenns einem schlecht geht ist einfach keiner dafür zuständig oder will sich den Kopf darüber zerbrechen.

Ich werde morgen meine Werte ins Forum stellen, vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.

LG
Uschi


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14. Feb 2006 14:37 
Hallo Uschi,

das tut mir wirklich leid, dass Du solch ein Hin und Her hast.

Auch wenn Du nur ein bisschen Thyroxin nimmst, wird es Dir und Deinem Stoffwechsel als Gesamtheit ein wenig besser gehen als ohne.

Zum Zeitpunkt des Thyroxinbeginns warst Du in einer milden latenten Unterfunktion. Nicht selten passiert es, dass eine total überlastete Schilddrüse sich erst einmal genüsslich zurücklehnt, wenn sie merkt, dass Hilfe von aussen kommt.
So kann es passieren, dass Du bei der Blutentnahme jetzt das Phänomen hast, dass Deine Werte noch schlechter sind als vor Thyroxinbeginn. Dann hat die SD mehr zurückgeschraubt, als von aussen zugeführt wurde.
Dies ist dann ein deutliches Zeichen: Erhöhen.

Gut, dass Du neue Werte machen lässt. Denn genausogut kannst du momentan einen Schub haben, nämlich, dass sich wieder mal Schilddrüsengewebe verabschiedet und die im Gewebe gespeicherten Hormone sich plötzlich ins Blut ergiessen. Dann hast du momentan eine heftige Überfunktion und kannst dann nichts anderes tun, als die Tabletten vorübergehend abzusetzen.

Solange dieses Hin und Her stattfindet, kannst Du noch öfters Probleme haben und leider weißt Du nur durch die Blutwerte, was genau denn nun passiert ist.

Deine Symptome kommen leider allzuhäufig bei Unter- UND bei Überfunktion vor.

Alles Gute

Anna-Lena


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14. Feb 2006 17:06 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Danke Anna-Lena für deine lieben Worte. Nachdem ich ja schon viele Jahre mit den Panikattacken durch die Hölle ging, war ich eigentlich ganz froh, dass man nun etwas diagnostiziert hatte.

Ich war erst 1x bei dieser Internistin und hatte ein recht gutes Gefühl als sie mir euthyrox verschrieben hat. Nur einen Kontrolltermin erst im Mai anzusetzen wo ich im Jänner bei ihr war, kommt mir doch sehr lange vor. Und 12,5 µg ist schon sehr wenig, wenn ich vergleiche was all die Anderen brauchen um sich wohl zu fühlen.

Im Spital habe ich ebenso keine Hilfe bekommen, man meinte nur ich soll für die nächsten 6 Wochen täglich 1 Xanor nehmen. Bitte Xanor ist ein Notfallsmedikament und keinesfalls täglich zu verwenden, da es süchtig macht!!!

Ich komme mir halt jetzt wieder sehr im Stich gelassen vor und weiß nicht wohin ich mich wenden soll?

Naja mal sehen, wie es mit dem morgigen Befund aussieht.

Danke
USCHI


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BeitragVerfasst: 14. Feb 2006 17:49 
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Registriert: 13. Okt 2005 11:49
Beiträge: 63
Wohnort: Graz
Liebe Uschi!

Ich habe Xanor das erste Mal verschrieben bekommen, als ich mit schweren Depris zu einem Psychiater musste (allerdings kam dieser nie auf die Idee, eine Schilddrüsenuntersuchung zu veranlassen). Hab dann monatelang Xanor genommen, bis ich das Gefühl hatte, dass das Serotonin wirkt. Ich habe es problemlos wieder abgesetzt. Das war vor ca. 3 Jahren.

Seither nehme ich es bei Bedarf - d.h., wenn es mir wirklich ganz, ganz schlecht geht - z.B. als mein Mann mit einer Nierenkolik ins Spital musste und davor zu Hause zusammengebrochen ist. Oder wenn ich mit einem todkranken Tier zum Tierarzt muss. Das sind so Extremsituationen, da hilft mir das Medikament wirklich, sonst würde ich nur mehr noch heulen und wäre unfähig, irgendwas zu machen oder zu sagen ... Ich habe nie irgendwelche Entzugserscheinungen gehabt und ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich die Tabletten bei kleineren Stresssituationen benötige.
Ich denke, dass es nicht schadet, wenn du Xanor bei Bedarf nimmst, oder, wenn es dir jetzt wirklich total schlecht geht, auch mehrere Wochen lang.

Ich muss dazu sagen, dass ich überhaupt nicht zu Suchtverhalten in irgendeiner Form neige. Ich rauche nicht, trinke in Maßen, esse kaum Süßigkeiten. Wenn du die Erfahrung gemacht hast, dass es Substanzen gibt, die du unbedingt benötigst, solltest du bei Xanor vorsichtig sein.
Das ist halt meine laienhafte Meinung ... ;)

Liebe Grüße,

Büchermaus


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14. Feb 2006 18:07 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Hallo Büchermaus !

Danke wieder einmal für deinen lieben Beitrag. Ich bin ja mittlerweile schon durch mehrere Ärzte gewandert, auch in der Panikattackenambulanz im AKH war ich. Überall wurde ich von der Suchtgefahr von Xanor gewarnt und auch in der Anleitung steht genau davon beschrieben auch von Entzugserscheinungen. Ich habe schon einmal von einem Medikament Entzugserscheinungen gehabt und es war echt ein Wahnsinn.

Nach dieser letzten schrecklichen Nacht habe ich natürlich schon wieder Angst vor der heutigen Nacht. Mir ist schrecklich kalt und ich bin unruhig und nervös aber irgendwie auch schrecklich müde.

Ich möchte so gerne heute einmal wieder ordentlich durchschlafen und so dachte ich mir, könnt ich vielleicht doch ein Xanor vertragen.

Ich hoffe, es geht bald wieder bergauf, denn einen Dauerzustand halte ich so nicht aus.

Alles Liebe an alle im Forum, die mich immer etwas ermutigen die Hoffnung doch nicht aufzugeben.

USCHI


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BeitragVerfasst: 15. Feb 2006 12:54 
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Registriert: 13. Okt 2005 11:49
Beiträge: 63
Wohnort: Graz
Liebe Uschi!

Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht! Pflanzliche Beruhigungsmittel werden bei dir wahrscheinlich kaum ansprechen - ich spüre sie auch kaum, außer, dass sie mich müde machen.
Verstehe nicht, dass man dir nicht was verschreiben kann, was wirklich problemlos über längere Zeit eingenommen werden kann!
Ich kenne nur noch Inderal, das hat so eine herzberuhigende Wirkung - hat mir ziemlich gut getan, weil mich das serotoninhaltige Medikament so nervös gemacht hat.

Alles Gute!

Büchermaus


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