Gast hat geschrieben:
Nachtrag zum Jod:
Jod wurde einmalig abgenommen, vormittags, Wert <50.
Esse mehr als genug Fleisch und salze immer ordentlich, Unterversorgung kaum
Zu den Werten:
Korrigierte TRH-Werte: 20.64 (oberer Referenzbereich 20)
GLG
Hallo,
zunächst vielen Dank für die Infos!
Meine TPO’s waren vor einigen Monaten in gleicher Höhe wie bei Dir, die Tg-AK’s nur grenzwertig. Im Moment sind beide Werte wieder gesunken, wobei ich sagen muss, dass ich Jod strikt – so gut es geht - meide. Medikamente nehme ich nicht. Allerdings scheint die HT bei mir als sog. assoziierte Erkrankung zur (benignen) MS entstanden zu sein, an der ich seit 25 Jahren „leide“. Ich würde Dir raten, TPO’s und Tg-AK’s (evtl. auch TRAK) TSH sowie fT3/fT4 so im Abstand von 2 – 3 Monaten noch mal überprüfen zu lassen. Zumindest Jodsalz und alles stark Jodhaltige würde ich aber – sofern keine Schwangerschaft besteht – rigoros meiden.
Zu Deiner Jod-Info:
Der Wert für die Jod(id)-Ausscheidung scheint mir nach der von Dir vorgenommenen Einschätzung Deines Salzkonsums ziemlich fragwürdig zu sein, zumal Du ja sagst, Du würdest auch mehr als genug Fleisch essen (vermutlich auch Fleischprodukte und Wurst).
Erklärungsversuch:
In Österreich wird „Vollsalz jodiert“ mit 20 mg Kaliumjodid/kg Salz angereichert. Fast alle Lebensmittel des täglichen Bedarfs, insbesondere Brot, Fleisch- und Wurstwaren, Fertiggerichte, Konserven werden mit diesem Salz hergestellt. Auch in Kantinen und Restaurants bekommt man nichts Unjodiertes. Wenn Du nun die in einer Sendung des Bayerischen Rundfunks genannten Salzmengen mit 20 µg Jodid/g Salz hochrechnest, dann würdest Du alleine damit schon Mengen aufnehmen, die bei bis zu 400 µg Jodid/Tag liegen könnten:
http://www.br-online.de/umwelt-gesundhe ... 0905.shtml
Einer einmaligen „Spontanurin-Abnahme“ am Vormittag messe nicht nur ich keine Aussagekraft zu, denn die Jodexkretion (und der Mineraliengehalt des Urins) unterliegt tageszeitlichen Schwankungen und dürfte wohl gerade am Vormittag nach Entleerung der Blase am Morgen (nach dem Aufstehen) geringer sein.
Insofern ist auch die „Proklamation“ eines drohenden Jodmangels bei der gesamten österreichischen Bevölkerung auf dem Grazer Hormonsymposium 2005 aufgrund einer einzigen, von einigen Hundert „Probanden“ genommenen Urinprobe nicht nachvollziehbar. Der Einfachheit halber verweise ich hierzu auf folgenden Threat zum Thema „Jod in Österreich“:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.ph ... ge=1&pp=10
In „Der Transport des Jods in der Nahrungskette“ - M. Anke, 1993 wird zumindest eine 24h-Urinsammlung gefordert, um einen halbwegs gesicherten Wert zu erhalten. Und um die ganze Verwirrung noch zu steigern: Es gibt auch veritable Unsicherheiten bei der Analytik zur Ermittlung des Jodgehalts (Ernährungs-Umschau 04/2004 und 11/2004).
Was die Wassereinlagerungen betrifft, kann ich Dir leider keine „gesicherte“ Empfehlung geben, aber versuch doch mal, den Salzkonsum drastisch zu reduzieren und schau, wie sich das nach ca. 3 Tagen auf Dein Befinden insgesamt auswirkt.
Liebe Grüße
Norbert