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 Betreff des Beitrags: Wer kennt sich aus???
BeitragVerfasst: 01. Jun 2005 21:04 
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Registriert: 18. Mai 2005 12:26
Beiträge: 12
Wohnort: Steiermark
Hallo!

Bei mir wurde im April MB festgestellt, nachdem ich beim Hausarzt war, weil ich eine vergrößerte Schilddrüse bemerkt habe. Nach der Blutabnahme bekam ich !sofort! einen Termin zur Szinti in der S-Ambulanz, weil meine Werte so schlecht??waren.
fT4 6,62ng/dl (0,88-1,92)
fT3 47,47pmöl/l (2,40-7,80)
TSH 0,009µU/ml (0,270-4,200)

Mir wurde 2xtäglich Favistan verschrieben, Gewacalm zur Beruhigung weil ich dem Arzt im Krankenhaus nervös erschien. Und Inderal, für was weiß ich nicht.
Witzigerweise hatte ich absolut keine Symptome, ich hab zwar ein bißchen abgenommen, doch nach einer Entbindung ist das normal. Auch mein Blutdruck ist normal, ich hab keine Schlafstörungen usw.

Trotzdem hab ich die Favistan brav genommen und mir ging es wirklich mehr als mies. Also hab ich sie auf Risiko abgesetzt.
Und nun hab ich den neuen Befung:

fT4 3,20ng/dl (0,88-1,92)
fT3 23,08pmol/l (2,40-7,80)
TSH 0,021µU/ml (0,270-4,200)

Also haben sich meine Werte doch gebessert oder??
Wer kann mir sagen, was ich tun soll.
Lg Mari


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04. Jul 2005 6:45 
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Registriert: 04. Jul 2005 6:22
Beiträge: 5
hallo

hm,inderal bekamm ich gegen herzrasen...
ansonsten...vielleicht noch andere meinung einholen?

grus Vian


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07. Jul 2005 20:08 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Mari hat geschrieben:
Hallo!

Mir wurde 2xtäglich Favistan verschrieben, Gewacalm zur Beruhigung weil ich dem Arzt im Krankenhaus nervös erschien. Und Inderal, für was weiß ich nicht.
Trotzdem hab ich die Favistan brav genommen und mir ging es wirklich mehr als mies. Also hab ich sie auf Risiko abgesetzt.


Hallo Mari!

Wie lange Zeit ist zwischen Absetzen Favistan und neuen Werten verstrichen?

lg
Maria


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07. Jul 2005 20:31 
Hallo Maria!

Ungefähr 4 Wochen lag zwischen Absetzen der Favistan und der Blutabnahme.
Danach haben sich meine Werte wieder verschlechtert, zwar nur minimal, aber ich nehm jetzt eine Favistan und mir gehts besser als mit 2 Tabletten am Tag und meine Werte verbessern sich stetig.
Lg Mari


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BeitragVerfasst: 08. Jul 2005 5:54 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Mari!

Also ich würde den Verlauf so interpretieren:

Zuerst hattest Du ÜF-Werte. Dann unter 2 Favistan sind Deine Werte total runter "gerauscht" und Du hattest Nebenwirkungen von 2 Favistan (wie lange hast Du 2 Favistan genommen? Bei mir war bloß 1 Woche 2 Favistan nötig und dann auf 1 reduzieren!)

Als Du Favistan abgesetzt hast, sind in den 4 Wochen die Werte wieder rauf gegangen, nicht so hoch wie ursprünglich, sodass Du reininterpretierst sie haben sich verbessert. Was aber aus meiner Sicht nur scheinbar ist, ich denke, dass sie nach einer längeren Einnahme von 2 Favistan ziemlich im Keller waren, wahrscheinlich schon in Unterfunktion (dafür spricht auch der steigende TSH, der normalerweise nicht so schnell steigt unter Favistan) und nach dem Absetzen wieder stetig angestiegen sind (also nicht verbessert sondern WIEDER verschlechtert).

Für diese Theorie spricht auch, dass Du jetzt unter 1 Favistan eine stetige Verbesserung Deiner Werte hast. Und sicher fühlst Du Dich auch von den Nebenwirkungen her besser inzwischen.

Ich erzähl Dir mal meine Dosierung:

7 Tage Favistan 40 (= 2 Tabletten)
12 Tage Favistan 20 (=1 Tablette)
seit 21 Tagen Favistan 10 (= 1/2 Tablette)

habe zur Zeit aber auch schon wieder Unterfunktionssymptome und ich warte schon sehnsüchtig auf die neue Blutabnahme um reduzieren zu dürfen. Ich möchte nicht eigenmächtig reduzieren, weil das auch zu einer falschen Interpretation meiner Werte führen würde.

Ich hatte in der ersten Zeit auch starke Nebenwirkungen vom Favistan, seitdem ich auf 1/2 Tablette reduziert habe, sind die so gut wie weg *freu* Aber durch die erste Zeit musste ich auch einfach durch. (Innerhalb von 2 Wochen 4 Herpesinfekt *bäh* und eine Scheideninfektion und Hautreaktionen und tagelangen Durchfall *bäh*)

Nur noch eine kurze Info zur Wirkweise von Favistan. Favistan ist ein Thyreostatika, also ein Medikament, das die "Produktion" der Hormone der SD hemmt/bremst.

Es gibt t3 und t4, wobei stoffwechselaktiv(er) ist das t3. Diese Hormone haben unterschiedliche Halbwertszeiten, das heißt, die Dauer, bis bereits produzierte Hormone im Körper abgebaut werden, ist unterschiedlich lange. Bei t3 sind das 19 Stunden, in somit 38 Stunden ist t3 zur Gänze abgebaut. Und bei t4 sind das 8 Tage, somit ist in 16 Tagen das t4 abgebaut.

Das bedeutet, dass Favistan nur in die "Neuproduktion" eingreifen kann, aber bereits "produzierte" Hormone müssen "langsam" abgebaut werden. Daher ist eine neue Wertebestimmung auch frühestens nach 14 Tagen (t4!) sinnvoll.

Somit dauert es immer einige Zeit (16 Tage) bis die Favistan-Einnahme ihre volle Wirkung zeigen kann.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit den Infos helfen, Deine Erkrankung besser einzuschätzen. Wenn Du noch Fragen hast melde Dich!

lg
Maria


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BeitragVerfasst: 08. Jul 2005 20:37 
Hallo Maria!
Danke für Deine Infos. Ich geh nur alle 2 Wochen zur Blutabnahme, doch waren sich Hausarzt und SD-Ambulanz einig, dass ich 2x1 Favistan 20 mg zu nehmen habe. MB wurde Ende März/Anfang April festgestellt.
Meine neuen Werte weiß ich diesmal nicht genau auswendig, jedoch ft4 und ft3 fallen langsam gen Normalbereich, TSH ist leicht angestiegen. Trotzdem 2xFavistan, offiziell.
Als ich zur letzten Kontrolle im LKH war hat man mir gesagt, ich könnte auch Prothiucil nehmen, allerdings 3x2. Hab damit noch nicht angefangen. Hast du Erfahrungen damit???

Lg Mari


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BeitragVerfasst: 08. Jul 2005 20:44 
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Registriert: 18. Mai 2005 12:26
Beiträge: 12
Wohnort: Steiermark
Gast hat geschrieben:
Hallo Maria!
Danke für Deine Infos. Ca. einen Monat hab ich 2 Favistan genommen. Jetzt geh ich alle 2 Wochen zur Blutabnahme, doch waren sich Hausarzt und SD-Ambulanz einig, dass ich 2x1 Favistan 20 mg zu nehmen habe. MB wurde Ende März/Anfang April festgestellt.
Meine neuen Werte weiß ich diesmal nicht genau auswendig, jedoch ft4 und ft3 fallen langsam gen Normalbereich, TSH ist leicht angestiegen. Trotzdem 2xFavistan, offiziell.
Als ich zur letzten Kontrolle im LKH war hat man mir gesagt, ich könnte auch Prothiucil nehmen, allerdings 3x2. Hab damit noch nicht angefangen. Hast du Erfahrungen damit???

Lg Mari


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BeitragVerfasst: 09. Jul 2005 7:44 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Mari!

Nun, wenn Du eigenmächtig weniger nimmst und die Ärzte nur Deine Werte sehen, dann ist klar, dass sie bei ihrer Meinung bleiben, weil sie ja von der Medikation ausgehen, die sie Dir verordnet haben und von den damit verbundenen Auswirkungen! Du solltest also offen sein und sagen, seit wann Du selbst die Dosis verändert hast, nur so können sie auch die richtigen Schlüsse aus den Werten und der Medikation ziehen!!!

Wegen dem anderen Mittel, da kenne ich mich leider nicht aus, da ich mit Favistan gut zurecht komme, ich weiß nur so viel, dass die Anzahl der Tabletten nicht ausschlaggebened ist, sondern die Inhaltsstoffe, die dann eben so unterschiedlich dosiert sind, wodurch es zu unterschiedlicher Anzahl von Tabletten kommt. Allerdings wäre bei einem Medikamentenwechsel erst recht wichtig dem Arzt zu sagen, wieviel vorher vom Favistan genommen wurde, damit er den Status einschätzen kann und damit die richtige Dosierung vornehmen kann.

Alles andere wären leider nur Experimente, die bei einer so schweren Erkrankung nicht angebracht sind.

Ich hoffe Du empfindest meine Worte nicht zu hart, sind nicht so gemeint, ich bin selbst auch so eine, die gerne alles lieber selbst in die Hand nimmt und musste bei MB lernen, dass ich das WIRKLICH nicht immer darf :-(

z.B. bin ich zur Zeit voll in Unterfunktion, aber wenn die neuen Werte was sagen sollen, darf ich jetzt nicht eigenmächtig reduzieren, weil sonst alles durcheinander kommt...

Alles Gute, drück Dir die Daumen!

lg
Maria


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18. Jul 2005 8:47 
Hallo Leidensgenossen!
Ich kenne Favistan, bzw. die Auswirkungen auf meinen Organismus.
Nachdem meine Werte wieder zu wünschen übrig liesen, bat ich um ein anderes Medikament und mir wurde Prothiucil verschrieben. Mit hoher Einstiegsdosis 3/3/3 und Verringerung alle 14 Tage bis auf 1/0/1. . Anschließend Laborkontrolle.
In dieser Zeit war mein größtes Problem das mein Herz wie verrückt hämmerte. Bei Verringerung der Einnahme, wurde die Herzprobleme besser. Ein Blutdruck der zeitweise 210/125 erbrachte und dann wieder 160/115 etc.
Dann habe ich mich zur RJTh. entschlossen. - Danach 6 Monate ohne Medikamente. Und wie bestellt, ein dezentes Herzflimmern machte mir nach einiger Zeit auch tagsüber zu schaffen. Karpaltunnelsyndrom, Durchfälle, Gliederschmerzen etc.
Jetzt sollte ich Euthyrox 75 mg. 1/0/0 nach der neuen Diagnose vom Nuklearmediziner Hyperthyreose, Mb. Hashimoto etc., einnehmen.
Habe mich mit dem Internisten auf 1/2 tgl.geeinigt. Begann wegen meiner Bedenken mit 1/4 und wollte auf 1/2 steigern. Einen Tag 1/2 genommen und habe dies aber bis jetzt wegen der Auswirkungen bleiben lassen, da ich mich momentan mit dem 1/4 sehr gut fühle.
lg
helene


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18. Jul 2005 8:47 
Hallo Leidensgenossen!
Ich kenne Favistan, bzw. die Auswirkungen auf meinen Organismus.
Nachdem meine Werte wieder zu wünschen übrig liesen, bat ich um ein anderes Medikament und mir wurde Prothiucil verschrieben. Mit hoher Einstiegsdosis 3/3/3 und Verringerung alle 14 Tage bis auf 1/0/1. . Anschließend Laborkontrolle.
In dieser Zeit war mein größtes Problem das mein Herz wie verrückt hämmerte. Bei Verringerung der Einnahme, wurde die Herzprobleme besser. Ein Blutdruck der zeitweise 210/125 erbrachte und dann wieder 160/115 etc.
Dann habe ich mich zur RJTh. entschlossen. - Danach 6 Monate ohne Medikamente. Und wie bestellt, ein dezentes Herzflimmern machte mir nach einiger Zeit auch tagsüber zu schaffen. Karpaltunnelsyndrom, Durchfälle, Gliederschmerzen etc.
Jetzt sollte ich Euthyrox 75 mg. 1/0/0 nach der neuen Diagnose vom Nuklearmediziner Hyperthyreose, Mb. Hashimoto etc., einnehmen.
Habe mich mit dem Internisten auf 1/2 tgl.geeinigt. Begann wegen meiner Bedenken mit 1/4 und wollte auf 1/2 steigern. Einen Tag 1/2 genommen und habe dies aber bis jetzt wegen der Auswirkungen bleiben lassen, da ich mich momentan mit dem 1/4 sehr gut fühle.
lg
helene


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