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BeitragVerfasst: 24. Mai 2005 15:57 
Hallo Anna-Lena und Bettina!

Wenn ich damals in die Schilddrüsenambulanz gegangen wäre und man hätte mir gesagt: Schilddrüsenunterfunktion, nehmen sie Hormone und dann passt alles, dann hätte ich echt nicht weiter überlegt und die Hormone genommen. Aber ich frage mich, warum der Arzt im AKH mir keine Hormone verschreiben wollte und auch meine Hausärztin bei den Werten gemeint hat, ich solle keine nehmen. Darum möchte ich einfach noch eine Meinung dazu hören und gehe nochmal in die Ambulanz der WGKK Wienerberg. Ich werde denen nicht sagen, wo ich vorher war, sondern mich einfach untersuchen lassen und deren Ergebnis und Therapieanweisung abwarten.
Natürlich sind diese Hormone körpereigene Hormone, also kein künstlicher Eingriff in den Körper. Aber offensichtlich haben diese Medikamente Nebenwirkungen (es gibt ja genug Beiträge dazu in diesem Forum), die "Feinjustierung" klappt nicht immer so gut, usw.
Ich habe mein Leben lang kaum Medikamente genommen, nicht einmal die Pille, gerade mal ein Aspirin bei Kopfweh. Ich hab nicht einmal bei der Geburt meines Sohnes irgendein Medikament bekommen.....
Da ist es einfach eine Umstellung plötzlich das ganze Leben lang Tabletten nehmen zu müssen.
Aber wie gesagt, wenn die in der WGKK sagen, dass es sein muss, nehme ich sie dann eh. Welche Meidkamente nehmt ihr und wie geht es euch damit? Habt ihr Nebenwirkungen?

Liebe Grüße,

Lisa


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BeitragVerfasst: 24. Mai 2005 17:25 
Hallo, Lisa,

ich nehme seit etwas über 4 Jahren l-Thyroxin von Henning - das ist ein reines T4-Präparat. Zwischendrin hatte ich einen Monat Novothyral (T3 + T4), worin aber für mich das T3 zu hoch dosiert war. Und ein 3 monatiger Wechsel zu L-Thyrox Hexal war auch dabei, das aber subkjektiv betrachtet nicht so wirksam war.

Ich bin aus Unwissenheit mit 50µg eigestiegen (man glaubt ja seinem Arzt!) und habe nach einer Woche auf 100µg erhöht. Zum Glück scheine ich zu der robusteren Art zu gehören und hab diese rasante Steigerung problemlos vertragen.

Ich hatte 3 Jahre lang extreme Beschwerden, die aber alle verschwunden sind, seit ich mich selber um meine SD kümmere (glücklicherweise macht mein HA mit) und die richtige (höhere) Dosis gefunden habe.

Viele der Probs mit Thyroxin, von denen man hier im Forum lesen kann, sind schlichtweg auf zu schnellen Einstieg und zu geringe (vorläufige) Enddosis zurückzuführen. Die Nebenwirkungen haben fast immer mit der falschen Dosis zu tun.
Ganz selten kommt es auch zu einer Unverträglichkeit von Trägerstoffen, die man aber mit einem Mediwechsel umgehen kann.
Und: Jedes Medi hat Nebenwirkungen bei falscher Anwendung.

Du darfst auch nie vergessen, daß sich in den Foren die Hard-Core-Hashis treffen. Den 80%, die keine Probs mit der Einstellung haben, wirst Du hier nie begegnen.

Und mach Dich frei von SD-Hormone = Medikamente. Die Hormone ersetzen nur das, was Dein Körper nicht mehr herstellen kann.
Du kannst sie nicht vergleichen mit einem Grippemittel.

Bisher hattest Du einfach Glück! Daß Du mit diesem TSH eine problemlose SS und ein gesundes Kind hast, ist nicht so selbstverständlich.
Meine Freundin hatte mit TSH 2,15 eine Frühgeburt in der 30.Woche - außer der SD keine Verdachtsmomente.
Ich kenne aus dem Hashi-Forum mehrere Fälle von eingetretenen Fehlgeburten, bei denen der einzige mögliche erkennbare Auslösefaktor eine SD-Fehlfunktion war.

Viele Ärzte verlassen sich bei der Indikation der Hormone leider immer noch auf die veralteten Normgrenzen. Gerade bei Hashi soll ja sogar auf 0,3-1,0 eingestellt werden.

Ich hatte eine Diagnose mit einem TSH 4,6 und habe vorher in SD-gesunden Zeiten auch nur, wenn es gar nicht mehr ging, irgendwelche Mittelchen genommen.
Aber mir ging es so schlecht, ich hätte alles genommen, was mir Besserung versprochen hätte. Sei froh, daß Du noch nicht so weit bist - ich würde bei der Möglichkeit schon vorher handeln.

Lies Dich mal hier durch: http://www.ht-mb.de/forum
Da bekommst Du mehr infos als hier.

LG Bettina


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BeitragVerfasst: 25. Mai 2005 16:22 
Hallo Lisa,

ich weiß, wie verwirrend das alles klingt. Ich stimme Bettina jedoch vorbehaltlos zu. Sie hätte es nicht besser formulieren können.

Weißt Du, ich komme aus Deutschland und hatte X Ärzte aufgesucht. Tatsache ist, daß jeder was anderes sagte. Der eine - muß behandelt werden, der nächste: muß nicht behandelt werden. Der dritte meinte: ich müßte einfach nur genug Jod essen. Der Vierte meinte, daß ich bei diesen Werten keine Hormone nehmen sollte, sondern gab mir ein Rezept für Antidepressiva und eine Überweisung zum Neurologen (Psychotherapie).

Wegen meiner Infektanfälligkeit und meiner Schlafmützigkeit bin ich dann zum Homöopathen gegangen, der mir dann die Hormontherapie empfohlen hatte, weil es klar ist, daß mir Hormone fehlen. Mir ging es wirklich sofort besser.

Das Übelste an der Schilddrüsenproblematik ist, daß sich einfach viel zu wenig Ärzte wirklich auskennen. Daß die einfach was dahersagen, um die Kassen der Kassen zu entlasten. Diese Aussage, daß erst bei einem TSH von 10 behandelt werden soll, ist dermaßen daneben - weil nämlich bei einem solchen TSH sich der Patient erbärmlich fühlt und keinerlei Lebensqualität mehr hat, dies ist nebensächlich - hauptsache, man hat im Sinne der Krankenkassen gespart. Die Ärzte baden den Blödsinn nicht aus, sondern der Patient.

Aber Lisa, Du hast eine vorgefaßte Meinung und daher suchst Du Dir die Meinung aus, die zu Deiner paßt. Probiere es aus. Ich wünsche Dir, daß Du Dir eine bessere Lebensqualität damit verschaffst. Dennoch würde ich mich sehr wundern, wenn Du ohne Hormone auskommst und sagen kannst: Ich fühle mich wohl. Ich habe keinerlei Beschwerden. Ich brauche nicht mehr zum Arzt, wenn, dann für/gegen andere Sachen.

Tschüss


Anna-Lena


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26. Mai 2005 7:37 
Hallo Anna-Lena!

Ich finde es total furchtbar, dass, egal welchen Menschen mit SD-Problemen man fragt, alle über schlechte Erfahrungen mit uninformierten Ärzten klagen. Ich meine, jemand, der in einer SD-Ambulanz, noch dazu an einer Uni-Klinik, arbeitet, muss sich da doch auskennen!!!! Offensichtlich gibt es echt viele Menschen mit SD-UF. Warum werden sie so alleine gelassen? Das ist doch fahrlässig!
Wie gesagt, ich warte die zweite Untersuchung ab und hoffe, dass die sich besser auskennen.
Ich hätte noch zwei Fragen an euch:
Kann ein erhöhter Kreatininwert im Blut mit der SD zusammenhängen?
Hängt das Ferritin irgendwie mit der SD zusammen?
Habt ihr abgenommen, sobald eure SD richtig eingestellt war?

LG

Lisa


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26. Mai 2005 8:39 
Hallo, Lisa,

das ist ein Beitrag aus dem Hashi-Forum zum Kreatinin:

"wenn das Serumkreatinin auch nur leicht erhöht ist, sollten bei deinem Arzt sämtliche Alarmglocken klingeln:
Das ist oft ein Hinweis auf eine Nierenschädigung.

Nierenschäden kann man nur im Anfangsstadium wieder rückgängig machen. Also am besten schnell zu einem Nephrologen gehen und die Nierenfunktion genau abklären lassen.
Das heißt, sehr wichtig: Mindestens Mikro-Albuminurie-Test und Kreatinin-Clearance bestimmen lassen. Die Krea-Clearance auf jeden Fall mit 24 Stunden-Urin.
Und wie üblich - immer eine Kopie der Laborergebnisse mit Normbereichen geben lassen ..."


Ferritin: Bei Hashimoto liegt oft auch ein Eisenmangel vor, der sich aber als erstes im Ferritin zeigt.
Zur Bereitstellung von T3/Umwandlung zu T3 wird auch Eisen (für die Reoxidase) benötigt. Solltest Du einen Mangel haben, wäre ein Eisenpräp. angesagt.
Warum ein niedriger Ferritinwert? Es könnte mit der ungenügenden Aufnahme der Nährstoffe aus der Nahrung in UF zusammenhängen.

Abnehmen: Auch mit Hormonen geht´s nicht von alleine.
Aber Du wirst Dein Gewicht wieder beeinflussen können...
Allerdings: Wenn Du schon länger in UF bist, kann es sein, daß die anderen Hormone nachgezogen haben, u.a. auch Sexualhormone (macht das Kinderkriegen schwierig) und daß der Zuckerstoffwechsel gestört ist (Insulinresistenz - dazu findest Du viel bei Google) . Dann wirst Du beim Abnehmen Probleme bekommen.

...übrigens auch ein Grund schnellstmöglich mit den Hormonen anzufangen.

LG Bettina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29. Mai 2005 18:29 
Gast hat geschrieben:
...(für die Reoxidase) ...


Das soll natürlich "Peroxidase" heißen!

LG Bettina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30. Mai 2005 18:35 
Hallo Lisa,

Bettina hat Dir ja zu Deinen Fragen schon geantwortet.

Inbezug auf Abnehmen: Ja, ich habe wieder abnehmen können, allerdings nicht von alleine. Ich habe mit Sport angefangen (Nordic Walking jeden zweiten Tag 1 Std.) und Weight Watchers Punkte Diät.

Hat aber gedauert und funktionierte erst, als ich mit den Hormonen meine Wohlfühleinstellung hatte.

Ja und zu den Ärzten kann ich nur seufzen. Das Feld der Schilddrüsenkranken wird nicht richtig bearbeitet. Weiß nicht, woran das liegt. Ich höre noch heute die Redensart von meinen Tanten: Ja, die sagt, die hätte es an der Drüse - dabei soll die nicht so fr..... Bis das sie selbst in der Situation waren. Da habe sie selbst gemerkt, das man dick werden kann, ohne nächtens am Kühlschrank zu stibitzen. Schilddrüsenunterfunktion ist in meiner Familie sehr weit verbreitet.

Und irgendwie meinen Ärzte, daß die Leute sich einfach nur anstellen. Und wenn man wegen Gewichtsproblemen dahingeht, dann ist man eh nur da, um auf Kassenrezept abzunehmen. Dabei sollte man einfach nur ehrlich zu sich sein und zugeben, daß man maßlos ißt.

So denken viele und vor allem: Es gibt Normbereiche. Da ist der TSH aus der Norm, aber weil T3 und T4 noch in der Norm sind, besteht kein Handlungsbedarf. Symptomatik kann nicht von der Schilddrüse kommen. ist psychosomatisch, weil man will, daß man krank ist.
Nur frage ich mich, warum man nicht darauf eingeht, daß da ein Wert, teilweise auch eklatant aus der Norm rausragt. Dies kann doch nicht sein, daß dies nur ein kleiner zu vernachlässigender Fehler ist, der nichts aussagt. Probleme werden nicht anerkannt, da Laborwerte der Schilddrüsenhormonlage in der Norm sind. Ob die Normen stimmen und auf den Menschen übertragbar sind, steht auf einem anderen Blatt. Ich hatte mal gelesen, daß die Normbereich so weit gefaßt sind, daß da eine Maus und ein Elefant gleichermaßen durchkommen. Diesen Vergleich fand ich lustig und ich glaube daran, daß dies wahr ist.

Es hilft nur eine große Portion Hartnäckigkeit. Man soll unbeirrt weiterbohren und seinen Weg suchen. Ob homöopathisch oder schulmedizinisch. Jeder ist seines Glückes Schmied und ob der eine Weg der richtige war oder nicht, weiß man erst später. Jedenfalls sollte sich niemand nur aufgrund Unkenntnis von Ärzten mit dem Verlust an Lebensqualität abspeisen lassen. Ich bin jahrelang verzweiftelt von Arzt zu Arzt gelaufen und habe meiner Krankenkasse ein Vermögen an unnützen Untersuchungen gekosten. Der letzte Arzt, den ich aufsuchte, hat nach nur wenigen Sätzen von mir gesagt, daß er auf eine Untersuchung der Schilddrüse drängen würde. Ob diese jemals gemacht wurde. Ich sagte natürlich, daß bisher nicht. Tja - und dann war dann doch das Hashimoto! Ein immens hoher Antikörperspiegel bei in den Normbereichen liegenen TSH, FT3 und FT4. Wenn die Ärzte doch die Probleme mal eine Woche lang am eigenen Leib spüren würden. Mir geht es seit dem Thyroxin blendend und meine ersten Ärzte hatten nur blöde Ratschläge zur Hand, die ich nicht im einzelnen wiedergeben kann. Aber seit dieser Zeit habe ich das Vertrauen in die Ärzteschaft ziemlich eingebüßt.

Alles Gute auch für Dich

Anna-Lena


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31. Mai 2005 7:13 
Hallo Anna-Lena!

Mich wundert wirklich, warum bei mir kein Antikörper-Test gemacht wurde. Es hieß lediglich: "Sonographischer Verdacht auf Hashimoto". Aber gerade da hätte man doch auch einen Antikörpertest machen müssen! Bei meiner nächsten Untersuchung kommenden Freitag werde ich das extra ansprechen.
Ich finde es gerade bei Frauen total fahrlässig, bei latenter UF nicht zu behandeln. Ich habe bei meiner Schwangerschaft Glück gehabt. Aber wie viele Frauen haben Fehl- oder Frühgeburten wegen der SD und wissen es nicht einmal! Der erhöhte TSH-Wert besteht bei mir seit etwa 10 Jahren, und nie hat mir jemand gesagt, dass ich etwas dagegen tun muss!!!!!!! Ich hätte mein Kind damit praktisch umbringen können!
Vor der nächsten Schwangerschaft werde ich in jedem Fall Hormone nehmen.

Liebe Grüße,

Lisa


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Jun 2005 17:14 
Hallo,
bei leichten Beschwerden kannst du es vielleicht mit Heilpflanzen o.ä. versuchen und damit die Hormontherapie noch hinauszögern.
Guck doch mal hier: www.hometown.aol.de/nirome/alternativ.html
Da steht einiges zu alternativen Heilmethoden bei Schilddrüsenerkrankungen.
Ich kann mich auch nicht damit abfinden jeden Morgen als erstes eine Tablette einzunehmen.
Grüße Julia


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