Hallo Forum,
Bin bei meinem Entscheid, vor 4 Wochen um 6,25 gesteigert zu haben, nicht so ganz sicher und will das jetzt mal hier ein wenig diskutieren bzw. um eure Meinung bitten.
Zu mir: Männlich, 25 Jahre, 85kg, ca. 190cm, habe durch meinem Studium einen stressigen Alltag.
Krankheitsgeschichte: Vor ca. 10 Jahre wurde bei mir Hashimoto festgestellt und wurde auch prompt mit Eutirox behandelt. Das tragische dabei war allerdings, dass ich nie wirklich die 30min-pause vor dem Frühstück eingehalten habe, sondern praktisch gleichzeihzeitig und war deswegen auch mit meiner 137,5 dosis laufend in der Unterfunktion (wahrscheinlich nicht richtige aufnahme ins blut). In der Schulzeit hatte ich Probleme mit Akne, trockener Haut, Stress. In dem Zeitraum in den Ferien waren, hat sich dann der Stress abgebaut und es ging mir eigentlich besser mit meinen Symptomen.
Das ging dann so weiter bis dann eine Ärztin mir vor 2 Jahren das mit der falschen Einnahme erklärt hat und mich aber leider ziemlich zurückgestuft hat, auf 75. Seither gehe ich von arzt zu arzt, die alle eine andere Philosophie bezüglich Dosierung vertreten und deshalb noch nicht so richtig mit meinem Zustand zufrieden bin. Der Trend ging in der letzten Zeit ziemlich nach oben (genauer verlauf weiter unten). Bei der letzten Dosis auf 125 {be4} (immer Eutyrox) hatte ich noch diverse
Beschwerden: Nicht Stressresistent, Akne, Trockene Haut, Magen-Verdauungsprobleme, Schuppige Kopfhaut, Konzentrationsschwäche, Ständiges schwitzen, Starker Herzschlag (herzfrequenz passt aber), Kältegefühl hatte sich gebessert. Also im Groben die allgemeinen Unterfunktionssymptome.
Nachdem ich dann die Werte bekommen habe, habe ich dann nach 10 Tagen mich nur getraut auf 131,5 zu steigern, weil meine freien werte schon etwas, nach meinem Verständnis, im höheren Bereich sind und mein Arzt meint, dass ich auch mit 125 richtig drinn wäre (seine Begründung: Tsh schwankt ein wenig (er ist meines Erachtens ein eher fähiger arzt und schaut nach freien werte und versucht den tsh um 1 zu halten.)). Meine Symptome haben sich zu früher auch eher gebessert (besonders die Haut).
Auch habe ich in der Zeit, wo meine Magenprobleme etwas stärker waren und deswegen mit meinen nur mehr damals 76 kg bei 125 Eut {be1} laut meiner Blutuntersuchung und auch nach meinem Befinden (herzrasen, schwitzen,...) in der Überfunktion war. Das ergäbe Dosis/Gewicht=1,645.
Die Steigerung um 137,5 wäre bei meinem Gewicht wieder ein faktor von 1,618, also wieder so ca. in dem Rahmen wo ich mit der Dosis bei 76kg, könnte auch 77 kg gewesen sein, in der Üfunktion war. (Die Blutabnahme war damals aber auch genau nach 6 Wochen, in dem Zeitraum, in dem ich mich immer kurz gut oder besser fühle und deswegen man da auch bessere Werte hat (nach meiner Erfahrung und Körpergefühl). Aber das Herzklopfen, (Herzschlag, Puls) war so stark, dass ich es nach einer Woche nicht mehr ausgehalten habe und zur be ging {be1}).
Andererseits ist mein Tsh noch sehr hoch, Schwankungen vorbehalten (habe 2x mit 125 {be3} und {be4} in kurzer Zeit). Auch ist seit der Steigerung von 112 auf 125 der Tsh nur wenig, je nachdem welche be man sich anschaut, um 0,2 bzw. 0,5 gesunken. (habe keine freien Werte bei 112, deswegen kann ich das nicht gegenüberstellen.)
Mein derzeitiges Befinden ist wegen meiner schlechten Verdauung bzw. Blähungen nicht besonders gut. Auch stresst mich meine Konzentrationsschwäche, was eben mit meinem Studium nicht gut einher geht. Auch der starke Herzschlag, der sich durch die Steigerung um 6,25 in den letzten 4 Wochen nicht stark geändert hat, beeinträchtigt mich irgendwie bei Konzentration und so. Aber ob das Befinden in der Einstellungsphase Gewicht hat und auf das spätere Befinden schließen lässt, sei mal dahin gestellt.
Will noch ein paar fragen los werden:
a) Ist dieser starke Puls( ich glaube das verstehen die meisten hier als herzklopfen!?) zwingend ein Unterfunktionssymptom oder hat das vlt. nur etwas mit Einstellungsphase zu tun?
b) An die, die richtig eingestellt sind: Habt Ihr auch Probleme mit Stress oder ist das nur was man generell mit der Ufunktion erklären kann? Meine Symptome sind stark an Stress geknüpft und ich hoffe, dass es sich im eingestellten Zustand nicht auch so im stressigen Arbeitsalltag mit meinen Beschwerden gibt.
c) Bitte um Rat, ob ich jetzt trotzdem nach den 4 wochen 131,5 auf 137,5 steigern soll? Oder ergibt sich von 125 + 12,5 eine Üfunktion? Schießen vor allem meine freien Werte übers Ziel hinaus? Kann der Tsh bei der Steigerung um 12,5 von 3 auf 0 runter gehen?
d) Hat jemand Problene mit Stirnhöhlen? Mir kommt vor, dass ich schon sehr lange Probleme mit meinen Stirnhöhlen habe. Keine Schmerzen oder so, sondern nur stark vergrößert?
e) Mein tsh sollte doch bei den freien werten tiefer sein oder passt das nur bei mir nicht ins bild?
{Be 1}: Nach 6 Wochen E 125, 76-77kg,
11.5.2016*
Tsh: 0,03 mU/l 0,35-4,94
Ft3: 2,9 pg/ml 1,7- 3,7
Ft4: 1,4 ng/dl 0,7-1,5
*Hier hatte ich vorher ein Präparat für 6 wochen genommen, das erst später im Darm und nicht im Magen aufgenommen werden soll. Solche Gelkapseln (Syntroxine 125). Mit diesem Präparat fühlte ich mich ziemlich in der ufunktion. Die Dosen sind da mit dem Eutirox nicht vergleichbar. Vlt. ergab sich mein Zustand da auch, weil es durch die darauf folgende Einnahme mit E125 eine zu schnelle Steigerung ergab...
Daraufhin wurde ich auf E112 zurückgestuft, zugleich Zunahme um 10 kg, auf Normalgewicht 85 kg.
{Be 2}: Nach 11 Wochen E 112, 85 kg,
07.11.2016 (vor diesen 11 wochen Probleme bei der Aufnahme von Eutirox durch ein anderes Präparat zum Magenaufbau (btw. lasst die Finger von Kohletabletten

)
Tsh: 3,24 mU/l 0,35-4,94
T3: 0,78 pg/ml 0,58- 1,59 (50%)
T4: 5,6 ng/dl 4,87-11,72 (48%)
{Be 3}: Nach 11 Wochen E 125, 85kg,
18.01.2017Tsh: 3,05 mU/l 0,35-4,94
Ft3: 2,8 pg/ml 1,7- 3,7 (76%)
Ft4: 1,1 ng/dl 0,7-1,5 (73%)
{Be 4}: Nach 12 Wochen E 125, 85kg,
26.01.2017 (anderes labor, sonst immer das selbe!)
Ak gg. Thyreoidea Peroxydase 355 lU/ml <34
Ak gg. Thyreoglobulin 286,2 lU/ml <33
Tsh: 2,76 mikroU/ml 0,27-4,2
Ft3: 2,9 pmol/l 2,8-7,1 (66,5%)
Ft4: 1,4 pml/l 0,7-17 (76,5%)
Achso, ich rauche nicht, esse sehr gesund, kein sport, sportlich/normale Figur. Der Stress ist mein einziges Laster

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Hoffe auf eure Rückmeldung. Danke im voraus!
P.s. Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich nicht gesteigert habe, weil mein Arzt mir davor abgeraten hat und weil es mir nicht sooo schlecht geht, wie ich es hier von anderen oft lese.