Liebe Forum Mitglieder,
ich werde ein bisschen ausholen um meine Lage zu verdeutlichen.
Ich nehme schon so lange Jodthyrox 100, das ich mich nicht mehr erinnern kann wann ich damit angefangen habe, aber es sind bestimmt schon über 25 Jahre. Damals hatte mich mein Hausarzt zum Radiologen geschickt, der ein Szintigramm gemacht hatte (wenn es das damals schon gab) jedenfalls wurde mir ein Kontrastmittel verabreicht und die Schilddrüse untersucht. Über die Jahre mit Jodthyrox 100 habe ich stets (mein zu hohes) Gewicht gehalten und nicht die letzten Jahre bei um die 98kg (178cm Größe) eingependelt.
Heute bin ich 48 Jahre alt und mittlerweile beim einem Endokrinologen in Behandlung. Meinem HA habe ich bestimmt über zwei Jahre die Ohren voll gejammert, das ich unter Herzrhythmusproblemen leide. Diese wurden aber als harmlose Extrasystolen abgetan. Erst nach der letzten Blutuntersuchung fiel meinem HA auf, das mein TSH wert nicht in der Norm ist, worauf Er mit seinen beschränkten Mitteln einen Ultraschall durchführte und mich an einen Endokrinologen verwies.
Nach nur zwei Monaten Wartezeit endlich der Termin beim Endo und dort zum Ultraschall.
Diagnose:
Struma nodosa beidseits
Euthyreote Schilddrüsenstoffwechsellage
unter Substitution, Vitamin D-Mangel
Adipositas Grad 1
Daraufhin schlug Sie vor Jodthyrox 100 gegen L-Thyroxin Henning 75 zu ersetzen und Vitamin D hochdosiert zu nehmen. Siehe da, meine Beschwerden, wie innere Unruhe, Rückenschmerzen, verspannter Nacken usw. wurden erstmal besser. Vielleicht aber auch vom Vitamin D? Mein Wert war im Winter extrem niedrig.
Dann die Ansage zügig auf LT 50 runterzugehen, was ich braver Patient natürlich tat und schon brach für mich die Hölle los. Regelmäßig fühlte ich mich bis zum Mittag hundeelend, hatte Angst ich würde beim Essen zusammenbrechen, bin nie richtig in die Gänge gekommen und fühlte mich stets matt und abgeschlagen. Dazu kam mit der Zeit wieder diese Unruhe, das Zittern, Schmerzen in den Flanken usw. einfach das volle Programm inkl. Panikattacken, Schmerzen in der Brust und damit Krankheitsängste und super geringe Belastbarkeit bis zu Atemproblemen. Jetzt ist auch noch meine Mutter schwer krank geworden, ich hatte über Wochen Angst Sie würde sterben. Jedenfalls akuter Dauerstress und jetzt ist sie im Pflegeheim, was mich immerhin etwas beruhigt.
Heute bin ich mir sicher, das ich bereits früher wegen meiner Schilddrüse diverse Gesundheitliche Probleme hatte, diese aber weder von mir noch meinem HA damit in Zusammenhang gebracht wurden.
Aber zurück. Meiner Endokrinologin habe ich natürlich mitgeteilt, das ich nach der Absenkung unter diversen massiven Probleme leide, worauf ich die Empfehlung bekam die LT Dosis weiter zu reduzierten.... Mein TSH Wert schrammte damals an der Untergrenze bei 0,27.
Mittlerweile war ich viermal beim Labor
aber erst beim letzten mal ohne vorherige Einnahme von LT. Das sei aber nicht so wichtig, da die morgendliche LT Einnahme eh nur die freien Werten beeinflusse, sagte mir meine „Fachärztin“.
Da frage ich mich doch nach was die sich richtet? Das mein TSH-basal möglicherweise zu niedrig ist hatte mein HA auch schon erkannt, da brauche ich keinen Spezialisten!
Mittlerweile bin ich total verunsichert, was ich mit meiner Struma Nodosa (mit kleinen Knoten, die angeblich so klein sind, das sie keine Autonomie entwickeln können) machen soll?
LT ganz absetzten oder steigern? Mit meiner aktuellen Dosierung von 25 geht es mir einfach nur extrem beschissen und ich habe trotz guter Werte jede Menge UF/ÜF- Symptome.
Meine Schilddrüse ist vergrößert (36ml) eine kleine Zyste habe ich auch und das sind meine aktuellen Werte von Ende Juli:
TSH-basal 0,40 (0,3-2,5)
T3 4,8 (3,1-6,8)
T4 19,6 (12-22)
TPO-AK 5,0 (0-34)
Da ich mir nicht vorstellen kann, das sich meine Schilddrüse auf wundersame Weise einfach so erholt, nachdem ich Jahrzehnte jeden Morgen 100 Jodthyrox genommen habe, bin ich total verunsichert, das ich mit der super niedrigen Dosis meine Schilddrüse mittelfristig total kaputt mache oder operieren muß.Update 16.08.2016Letzte Woche habe nochmal bei meiner Endo nachgefragt,
meine Ärztin ist in Urlaub und die Vertretung sagt ich könne die Dosis steigern, wenn es mir schlecht geht. Versuche jetzt schrittweise auf 50 und höher zu gehen, da es mir weiter nicht gut geht. Morgens immer Startschwierigkeiten, wenn dann der Kreislauf hoch kommt fühle ich mich zitterig und nervös und mittags vor dem Essen fühle ich mich wieder als würde ich zusammenbrechen. Finde das total belastend und bin auch kein Psycho (die Aussage kenne ich auch schon

)
Update 16.08.2016Hier noch die Ergebnisse meiner Sonographie:
Schilddrüse beiderseits orthotop gelegen.Volumen beiderseits vergrößert. Rechts 22ml, links 14ml (Gesamtvolumen ca. 36ml) Parenchym inhomogen. Perfusion regelrecht. Im rechten Schilddrüsenlappen kranial verkalkter Knoten. Binnenstruktur nicht beurteilbar 0,83 cm, zentralechoarmer Knoten 1,1 x 0,66 cm Perfusion Typ 0. Kaudal zystischer Knoten 0,67 x 0,41cm Perfusion Typ 0. Im linken Schilddrüsenknoten kranial kleine Zyste 0,33 cm, im linken Isthumusbereich echoarmer Knoten 0,78 x 0,38 cm, Perfusion Typ 0. Keine vergrößerten Iokoregionären Lymphknoten (Schilddrüsenvolumen Männer Norm <25ml)
Da ist also schon einiges geboten

nur kann ich die Aussagen nicht wirklich beurteilen oder gar einschätzen
Vielleicht hat ja Jemand hier etwas ähnliches mit möglicherweise zu geringer Dosierung durchmachen müssen und kann einen Hinweis geben, ob weiter steigern die richtige Maßnahme sein kann?
Soll ich den Thread womöglich besser bei Hashi reinstellen. Bin mir nicht sicher ob es das auch bei mir als Mann sein kann
Danke für eure Hilfe!
Grüße aus München von FRANK