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 Betreff des Beitrags: Basedow und die Veränderungen
BeitragVerfasst: 16. Jan 2015 2:44 
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Registriert: 14. Dez 2014 2:01
Beiträge: 2
Liebe Mitleidende,

ich möchte dieses Forum nicht nutzen um meine medizinischen Werte mit Euch abzugleichen sondern eher zum Gedankenaustausch. Meine Werte kann mir mein Arzt hoffentlich erklären. Aber was sonst so in meinem Leben passiert seit der Diagnose Morbus Basedow, hier fühle ich mich allein gelassen.
Die Veränderungen meines Körpers sind zum Teil erschreckend. In den letzten zwei Jahren bin ich aussehensmäßig um 10 Jahre gealtert. Die grauen Haare werden nicht mehr regelmäßig gefärbt, dazu fehlt einfach die Kraft. Meine Haut ist fahl und faltig. Augen,Tränensäcke, Hände und Füße sind geschwollen und "bamstig". Bald ist es soweit und ich erkenne die Frau, die mein Spiegelbild sein soll, nicht mehr. Die Basedowsche Überfunktion wird derzeit in eine Unterfunktion umgewandelt und ich kann meinem Körper zusehen beim aufgehen. .. wie ein Germteig, nur weniger köstlich.

Dann lese ich die vielen postings über Hasimoto und frage mich warum Basedow-Erkrankte so wenig schreiben ... mir fehlt dazu die Energie. Nur jetzt, in einer der durchwachten Nächte, wo ich nicht zur Ruhe komme, da ist es möglich mir ein wenig von der Seele zu schreiben. Der Druck auf Arbeitnehmer steigt stetig und mit der Diagnose überdenke ich natürlich mein Leben. Wie soll ich den Stress als berufstätige Alleinerziehende reduzieren? Ich kann doch nicht mein Leben abstellen! Wie soll ich mein Basedow so in den Griff bekommen? Leider gibt es auch keine Unterstützung, niemand der einem zur Seite gestellt wird. Wie ich z.B. meine Ernährung umstellen soll erfahre ich nicht vom Arzt, das sagt mir das Internet... auch dazu kann man durchwachte Nächte gut nutzen. Wie soll man mit der Fülle an Beschwerden einer Basedow-Erkrankung fertig werden, ich kann doch nicht den ganzen Tag nur jammern und jedem von meinen Wehwechen erzählen. Das glaubt ja auch niemand, daß all diese kleinen oder größeren Beschwerden zu einer Erkrankung gehören. Das einzig Positive seit der Diagnose ist, daß ich dieses Gefühl des krank sein, ohne zu wissen was ich habe, nicht mehr fühle. Jetzt weiß ich zumindes woran es liegt.

Also ein wohlgemeintes "Kopf hoch" an alle Morbus-Basedow-Erkrankten.
Liebe Grüße
Silvia


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 Betreff des Beitrags: Re: Basedow und die Veränderungen
BeitragVerfasst: 12. Feb 2015 15:57 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Wenn du in eine Unterfunktion überführt wirst kannst du dich mit den vielen Hashimotokranken vergleichen.

Irgendwann ist deine eigene Schilddrüse nicht mehr funktionstüchtig, dann bist du mehr oder weniger abhängig von den extern zugeführten Hormonen.

Bekommst du schon Thyroxin? Mit der richtigen Einstellung mit diesem Hormon, sollten deine Beschwerden wieder besser werden.

Wenn deine eigene SD total zerstört wurde, dann benötigst du auch mehr Thyroxin als Menschen mit Restschilddrüse.

Ein guter Arzt kann dir deine Lebensqualität wieder zurückgeben. In schwieriger Ausgangssituation kann das ein einfacher Hausarzt nicht mehr leisten. Auch die SD-Spezialisten waren für meine Situation nicht alle kompetent genug. Ich habe straff selektioniert nur nach SD-Ärzten..und dann mit dem 10. Arzt es endlich geschafft wieder mehr zu meinem Normalgewicht zurückzukommen, wieder laufen zu können, wieder kommunizieren und autofahren zu können. Meine Fähigkeit zur Erwerbstätigkeit ist aber nach wie vor auf NULL seid ärztlich verursachten Dosierungsfehlern. Das muss gar nicht sein, WENN die SD richtig therapiert wird. Da ich einst zu den sehr gutverdienenden Frauen gehört habe, geht dem Staat jetzt einiges an Steuern flöten. Meine eigene finanzielle Sicherheit interessiert hier keinen, deshalb spreche ich nicht davon.

Ich würde auch die Blutwerte nicht nur einem einzigen Arzt anvertrauen, denn meiner Erfahrung nach geht da viel schief in der Beurteilung der Blutwerte. Das ist bei der SD viel komplizierter als bei den allermneisten anderen Erkrankungen.

Wahrscheinlich könnten einige anhand deiner Blutwerte erkennen, warum es Dir so schlecht geht.

Trinke viel WASSER, Kaffee, Brennesseltee, Tomatensaft, Rieslingsschorle, Sekt brut, Ayran.

Meide zuckerhaltiges, Süsses, Weizen, Fertignahrung.

Mach täglich einen kleinen Spaziergang. JETZT vielleicht sogar in den Schlussverkauf..oder einen netten Spazierweg entlang. Es wird jetzt wärmer und die Sonne kommt raus.

Die grauen Haare töne ich mit Schaumtönung aus der Sprühdose direkt vor dem Weggehen. Das langt für den Ansatz. Ohne auszuwaschen gehe ich so vor die Tür.

Die blaue einfachste Nivea enthält extrem viel Feuchtigkeit. Damit creme ich mich ein bevor ich eine getönte Creme auftrage vor dem Weggehen oder als Nachtcreme.

Dann gibt es ein Duschcreme von Nivea z.B. Diamond, diese unter der Dusche aufgetragen, länger einziehen lassen, evt Beine oder Achseln solange rasieren.. abduschen... danach ist deine Haut wieder weich und zart...


Zuletzt geändert von Melissa am 23. Feb 2015 4:39, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Basedow und die Veränderungen
BeitragVerfasst: 22. Feb 2015 22:19 
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Registriert: 14. Dez 2014 2:01
Beiträge: 2
Hallo Melissa,

vielen Dank für deinen netten Beitrag und die vielen Tipps. Ich bin bei der ersten Diagnose (vom Hausarzt wurde Hashimoto vermutet) gleich zu einem SD Spezialisten gegangen und fühle mich dort eigentlich recht gut aufgehoben. Er ist zum Glück auch ehrlich und beschönigt nichts. Er meinte, es würde erst mal noch schlimmer werden bevor es besser wird. Nun, ich warte ... und warte ... und warte ...

Die Ernährungsumstellung habe ich (fast) ganz gut hin bekommen und die böse Waage habe ich in die hinterste Ecke verbannt. An Sport ist nicht zu denken und selbst bei einer Woche Nulldiät (krankheitsbedingt) verliere ich kein Gewicht. Der nächste Urlaub wird wohl eher an den Nordpol als nach Griechenland gehen. Soll ja auch sehr schön sein und so gut eingepackt sieht man die paar Kilos zu viel auch nicht so sehr.

Meine SD werde ich wohl noch etwas behalten dürfen. Und ich hoffe, sie nimmt mir den vielen Stress des Lebens irgendwann nicht mehr so übel und erholt sich.

Ich finde es sehr traurig, daß bei so vielen Leuten eine SD Erkrankung gar nicht festgestellt wird oder diese falsch diagnostiziert und behandelt wird. Das Dir durch die falsche Behandlung so viel an Lebensqualität verloren ging finde ich sehr schade. Ich hoffe und wünsche Dir, daß sich auch dein Leben wieder so anfühlt wie vor der SD Erkrankung.

Alles Liebe
Silvia


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 Betreff des Beitrags: Re: Basedow und die Veränderungen
BeitragVerfasst: 23. Feb 2015 4:43 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Du bekommst Thyreostatika, oder?
Ich rate Dir die Blutwerte immer aushändigen zu lassen und dazu Zweitmeinungen einzuholen, insbesondere wenn es Dir NICHT besser geht. Allzulang sollte es keine Verschlechterung geben..eben nur eine ANFANGSverschlechterung.

GUT dass das bei Dir so zeitnah diagnostiziert worden ist.

Wie unterscheiden deine Ärzte Morbus Basedow von Hashitoxikose?
Hast du erhöhte TPO-Antikörper? Wie hoch waren TSH, ft4 und fT3?. Andere Antikörper erhöht? Wie gross ist deine Schilddürse in ml? Anaben zur Struktur? Knoten, echoarme, inhomogene Bereiche?


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 Betreff des Beitrags: Re: Basedow und die Veränderungen
BeitragVerfasst: 20. Mai 2015 10:54 
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Registriert: 05. Feb 2015 10:32
Beiträge: 17
Wohnort: Wien
Melissa hat geschrieben:
Wenn du in eine Unterfunktion überführt wirst kannst du dich mit den vielen Hashimotokranken vergleichen.

Irgendwann ist deine eigene Schilddrüse nicht mehr funktionstüchtig, dann bist du mehr oder weniger abhängig von den extern zugeführten Hormonen.

Bekommst du schon Thyroxin? Mit der richtigen Einstellung mit diesem Hormon, sollten deine Beschwerden wieder besser werden.

Wenn deine eigene SD total zerstört wurde, dann benötigst du auch mehr Thyroxin als Menschen mit Restschilddrüse.

Ein guter Arzt kann dir deine Lebensqualität wieder zurückgeben. In schwieriger Ausgangssituation kann das ein einfacher Hausarzt nicht mehr leisten. Auch die SD-Spezialisten waren für meine Situation nicht alle kompetent genug. Ich habe straff selektioniert nur nach SD-Ärzten..und dann mit dem 10. Arzt es endlich geschafft wieder mehr zu meinem Normalgewicht zurückzukommen, wieder laufen zu können, wieder kommunizieren und autofahren zu können. Meine Fähigkeit zur Erwerbstätigkeit ist aber nach wie vor auf NULL seid ärztlich verursachten Dosierungsfehlern. Das muss gar nicht sein, WENN die SD richtig therapiert wird. Da ich einst zu den sehr gutverdienenden Frauen gehört habe, geht dem Staat jetzt einiges an Steuern flöten. Meine eigene finanzielle Sicherheit interessiert hier keinen, deshalb spreche ich nicht darüber..



Hallo Melissa!


Du hast geschrieben, du hast nun einen kompetenten Arzt gefunden....wo wohnst du denn, wenn ich fragen darf? Auch ich bin noch auf der Suche nach einem, der nicht ausschließlich nach dem TSH beurteilt und meine Gewichtszunahme als normal erklärt. :-/
LG Linda


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 Betreff des Beitrags: Re: Basedow und die Veränderungen
BeitragVerfasst: 20. Mai 2015 14:08 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Ich wohne in Deutschland, Baden-Württemberg. Woher bist du denn? Hast du schon unter www.top-docs.de geschaut? Schweiznahe ist auch Frau Dr. Brakebusch in Konstanz. In (Nähe) Österreich(s) kenne ich mich nicht aus.

Am besten ist wohl man bezahlt Messungen wie fT3 und fT4 udn TPO selber um dem hashimoto und der Zieldosierung mit Thyroxin näher zu kommen. Selbst ist der Patient...in Sachen Hormone überhaupt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Basedow und die Veränderungen
BeitragVerfasst: 20. Mai 2015 14:11 
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Registriert: 05. Feb 2015 10:32
Beiträge: 17
Wohnort: Wien
Ach so...ja ich wohne in A.
Freie Hormone werden eh immer gemacht bei mir, aber die Ärzte bewerten immer nur nach dem TSH, aber mein sehr niedriges fT3 macht mir Gedanken...


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 Betreff des Beitrags: Re: Basedow und die Veränderungen
BeitragVerfasst: 20. Mai 2015 16:49 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Selen und Progesteron und Vitamin D?

Leidest du unter Östrogendominanz? Fühlst du dich in der 2. Zyklushälfte schlechter als in der ersten. Führe Buch darüber. Vielleicht kann dein Frauenarzt dir Progestogel verordnen, solltest du prämenopausal sein. Hat der schonmal Hormone bei Dir gemessen? Vielleicht kann der auch die SD mituntersuchen udn therpaieren.

Es ist haaresträubend wie sehr das niedrige T3 allerseits ignoriert wird..in den Kliniken meinen sie immer es sei die FOLGE einer lebensbedrohlichen Situation..ich meine es sei der Grund warum hier keine Selbstheilung mehr stattfinden kann. Wehre den anfängen.

Hast du mal die Probe/Test mit Aspirirn gemacht, natürlich super aufgelöst in viel Wasser zu den Mahlzeiten eingenommen? DAS sollte dir deutliche Linderung bringen (aber vor Blutabnahmen eine Woche auslassen). Du kannst Schafgarbe(blüten) sammeln udn in Olivenöl erhitzen...über nacht auskühlen lassen, abfiltern..damit den Bauch einmassieren täglich.


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