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 Betreff des Beitrags: vermutlich Hashimoto?
BeitragVerfasst: 31. Jan 2012 20:01 
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Registriert: 29. Jan 2012 18:06
Beiträge: 2
Wohnort: Wien
Hallo an alle Foris
Ich bin neu hier und wollte kurz meine Situation schildern.

Ich bin 19, komme aus Wien und habe vor ca. einem halben Monat die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion bekommen.
Ich war zuerst bei meiner Hausärztin weil ich mich schon länger sehr schlapp gefühlt haben und ziemliche Gewichtsschwankungen hatte (abgenommen), Haarausfall, Stimmungsschwankungen, usw. Ich habe immer wieder mal Probleme mit Eisen und Ferritin und habe mir gedacht dass es wahrscheinlich wieder mal so weit ist und die Werte im Keller sind. Die Schilddrüse hatte ich auch im Hinterkopf. Es wurde schon vor ca. einem Jahr einmal bemerkt dass meine Schilddrüsenwerte nicht ganz okay waren, da meinte die Ärztin (Hautärztin) aber dass man der Sache nicht weiter nachgehen muss.

Der Befund hat dann einen gravierenden Ferritin und Eisenmangel ergeben, der meiner Hausärztin ziemlich geschockt hat, außerdem waren die Entzündungswerte nicht in Ordnung (aus unerklärlichem Grund) und meine Schilddrüsenwerte waren auch seltsam. Ein Wert hat besagt dass ich eine Über- und der andere hat gesagt dass ich eine Unterfunktion habe. Daraufhin hat sie mich zu einem Spezialisten überwiesen.

Dieser hat dann festgestellt, dass ich eine eindeutige Unterfunktion habe und das schon ca. seit einem Jahr. Das Schilddrüsengewebe ist schon verändert. Sonst ist sie normal groß, keine Knoten oder sonstiges.
Ca. eine Woche später sind dann noch Befunde gekommen, wo geschrieben steht, dass eine beginnende Hashimotoerkrankung vermutete wird.
Ich wurde jetzt erstmal auf L-Thyroxin 75 eingestellt.

Meine Symptopme zusammengefasst: Müdigkeit, keine Kraft, keine Lust auf irgendwas, Stimmungsschwankungen, teilweise vermehrte depressive Stimmung, Konzentrationsschwierigkeiten, manchmal fühle ich mich "nicht ganz da", Haarausfall, trockene Haut und die Gewichtsschankungen (bis zu 4 Kilo +/- in einer Woche)
Wahrscheinlich habe ich jetzt noch etwas vergessen, aber das waren die wichtigsten Symptome.

Kann es eigentlich auch sein, dass die Schilddrüse Auswirkungen auf die Augen hat? Meine Dioptrin hat sich in 2 Jahren um ca. 1 Dioptrin verschlechtert.


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 Betreff des Beitrags: Re: vermutlich Hashimoto?
BeitragVerfasst: 01. Feb 2012 21:27 
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Registriert: 28. Jan 2012 18:45
Beiträge: 73
Hallo Jenny,
schreib mal deine WErte!
TSH, fT3, fT4,... aber auch mit den Normalwerten.
Ja es kann sich auf die Augen auswirken. Bei mir ist es so.
Im Prinzip wirkt sich die SD-Erkrankung auf den ganzen Körper aus.
Sie versorgt: Hirn, Muskeln, Stoffwechsel... also auf den ganzen Körper und wenn der Körper nicht gut mit Hormonen versorgt wird dann geht es einen nicht gut. Wie bei dir.
Es fast ein Jahr gedauert, bis meine Werte gut waren.
Alos habe GEDULD!!!! Es wird dir besser gehen. Lerne damit zu leben!
Nimmst du Selen? Wie schauts mit deinen Vitaminen aus? B, D, ....
Deine Entzündungswerte kommen von der SD, die ist entzunden.
Ich könnt schreiben bis zum Umfallen.
Kauf dir das Buch "Leben mit Hashimoto"
Entschuldige bitte, aber ich hab einfach drauf losgeschrieben.
Kann mich schwer konzentrieren und bin sooo müde.
Liebe Jenny ich wünsche dir alles Gute und Kopf hoch.
Aber auch dann wenn es dir nicht gut geht. Du dafst dich nicht interkriegen lassen!!!
Liebe Grüße Patricia


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 Betreff des Beitrags: Re: vermutlich Hashimoto?
BeitragVerfasst: 06. Feb 2012 14:25 
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Registriert: 02. Feb 2012 12:57
Beiträge: 6
Hallo ihr,
ich habe auch vermutlich hashimoto, das steht aber erst nach dem ultraschall fest. was genau ist das denn? ist das gefährlich? hat man da die symptome, die du unten beschrieben hast, jenny? habe etwas angst...bin auch erst 19 übrigens. Danke, Patty


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 Betreff des Beitrags: Re: vermutlich Hashimoto?
BeitragVerfasst: 06. Feb 2012 16:39 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo !

keine angst, hashimoto ist nichts gefährliches. es ist eine autoimmunerkrankung, wie auch viele andere AI-erkranukngen die du sicherlich vom namen her kennst auch

http://www.autoimmun.org/erkrankungen.php

nachdem du die diagnose gestellt bekommen hast, wirst du sicherlich mit hormonen deine sd entlasten müssen. da sie selbst nichtmehr die erforderliche menge selbst herstellen kann. dazu solltest du jeden tag (meist lebenslang) 1/2 std vor dem frühstücl deine hormontablette einnehmen. ebenso sind regelmäßige wertekontrollen ratsam um notfalls die dosis anzupassen. ein jährliches ultraschall sollte gemacht werden. nähere infos findest du auch in untenstehenden links.

http://www.kit-online.org/Hashimoto-Thyreoiditis

http://hl-reuters.de/jod/FHT.htm

lg
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: vermutlich Hashimoto?
BeitragVerfasst: 07. Feb 2012 13:31 
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Registriert: 02. Feb 2012 12:57
Beiträge: 6
vielen dank für die antwort. ein bisschen angst habe ich trotzdem noch, weil ich gelesen hab, dass bei hashimoto das schilddrüsengewebe langsam zersetzt wird...ist das nicht hochgradig gefährlich? und immumerkrankungen sowieso? bin ich dann auch anfälliger für krankheiten und sowas? und kommt die unterfunktion hundertprozentig oder kann es nur sein? hab nämlich gelesen, dass es zu unkontrollierbarer gewichtszunahme kommt...ich habe schon immer ein problem mit meinem essverhalten, weil ich mich zu dick fühle (habe sowas wie eine körperwahrnehmungsstörung) und habe nun panische angst, auf einmal dick zu werden....und dann noch ein ganzes leben lang tabletten nehmen...hach mensch :/


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 Betreff des Beitrags: Re: vermutlich Hashimoto?
BeitragVerfasst: 07. Feb 2012 17:28 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo patty !

mach dir nicht den kopf so voll, glaub mir es gibt wirklich schlimmeres.
ich denke mit hashi sind wir bei den autoimmunerkraknungen noch ganz gut dran - diabetes wär viel schimmer, oder???

hashi ist ganz gut behandelbar und nix gefährliches. das sd-gewebe zersetzt sich nicht, sondern wird in bindegewebe umgewandelt und die sd kann dann nichtmehr genügend hormone erzeugen und wird immer kleiner - man nennt das auch, "sie brennt aus".

also meiner mutter hat seit vielen jahren hashi, anhand des ultraschall und anhand der antikörper. ihre werte sind bis heute ok und sie hat kaum symptome, die einer behandlung bedürfen. ihre kilos hat sie sich angefuttert, aber sie fühlt sich pudelwohl.

ich sowie meine oma, haben auch hashi und seit beginn an gewichtsprobleme gehabt und noch immer. gemütsschwankungen und diverse andere symptome kamen ebenso dazu. aber wenn man weiß, es ist nix schlimmes, dann kann man auch besser damit umgehen. wichtig sind die regelmäßigen kontrollen. übrigens meine oma ist mit 89 nicht an hashi, sondern an brustkrebs gestorben, den sie mit 80 bekommen hat. sie hat alles chemos und ops super gut überstanden und letztendlich war dann mal der tod schneller (naja bei dem alter)

ich werd nicht mehr oder weniger krank als früher auch. nur wenn ich mal wieder einen schub habe (also sd-gewebe zugrunde geht), dann habe ich ein grippeähnliches gefühl. aber sonst krieg ich genauso die wehwechen, die andere gesunde auch bekommen können.

wegen dem tabletten nehmen, dass ist für mich das allerkleinste problem - mein mann muss 7 am tag nehmen und wurde erst vor ein paar monaten mit der sd operiert (alles raus, verdacht auf krebs). jetzt ist die 8 tablette dazugekommen. das einizge problem bei ihm, dass er um 5 uhr in die arbeit geht, also bereits um 4 den wecker stellt, damit er die tablette nimmt und noch was frühstücken kann - aber sonst?????

ich nehme die pille seit meinem 15 lebensjahr und könnt schon oma sein - hat mich nie gestört.
da gibt es nur entweder - oder !!!!

lg
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: vermutlich Hashimoto?
BeitragVerfasst: 08. Feb 2012 18:07 
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Registriert: 02. Feb 2012 12:57
Beiträge: 6
Hey Maus,
vielen vielen Dank für deinen Beitrag! Es ist richtig gut, mal was von Betroffenen selbst zu hören, und nicht immer nur das Geschwafel von den Ärzten. Dein Beitrag hat mir richtig Mut gemaccht und mir definitiv etwas Angst genommen. Jetzt muss ich noch zum Ultraschall und dann wird sich ja rausstellen, ob ich nun Hashimoto habe oder nicht...aber selbst wenn, jetzt weiß ich, dass es nicht so schlimm ist, wie ich die ganze Zeit dachte. Vielmals danke nochmal! :)
Lg, Patty


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 Betreff des Beitrags: Re: vermutlich Hashimoto?
BeitragVerfasst: 08. Feb 2012 18:37 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo nochmal !

lass bitte aucf jedenfall was von dir hören und berichte, was bei arzt war.
viele menschen leben, viele, viele jahre mit diversen erkrankungen und eben auch mit hashi, ohne das sie beschwerden damit haben.

irgendwann treten dann vielleicht symptome auf oder die erkraknung wird durch einen zufallsbefund ans licht gebracht. dann sollten die notwendigen weiteren schritte eingeleitet werden, wie z.b. eine genauere anklärung und/oder der beginn mit einer hormonsubstitution.

aber angst brauchst du wirklich keine zu haben.

lg
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: vermutlich Hashimoto?
BeitragVerfasst: 08. Feb 2012 23:30 
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Registriert: 05. Sep 2011 17:31
Beiträge: 47
hallo patty!

ich habe zwar kein hashimoto, aber ich muss auch jeden tag schilddrüsentabletten nehmen (hatte krebs). ich bin 28, also auch noch ziemlich jung, und ich hätte mir das vorher auch nie vorstellen können, jeden tag eine tablette nehmen zu MÜSSEN (pille macht man ja freiwillig). ich finde es jetzt aber nicht so schlimm, einfach gleich nach dem aufwachen die tablette - und fertig. es ist nicht das ende der welt :) alles einstellungssache!

ich wünsche dir noch viel glück mit den untersuchungen!

lg,
marlene


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 Betreff des Beitrags: Re: vermutlich Hashimoto?
BeitragVerfasst: 09. Feb 2012 18:46 
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Registriert: 02. Feb 2012 12:57
Beiträge: 6
hey maus, gehe heute zum arzt und werde dann morgen davon berichten, was sie mir so gesagt hat!
und marlene, das mit dem krebs tut mir sehr leid....ich jammere rum wegen sowas und du strahlst trotzdem noch so viel positives in deinem beitrag aus :) vielen dank dafür! :)

vielen dank euch beiden :-)


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