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Hallo ihr lieben !
ich habe versucht ein paar textpassagen aus dem gleichnamigen buch für euch herauszuschreiben. viele von euch werden bereits einiger der symptome kennen oder können sie nicht ganz zuordnen. das leben mit hashimoto ist soweit ich es bis jetzt erlebt habe anders, kann aber durchaus lebenswert sein. wenn es geht gönnt euch mehr ruhe, wenn ihr sie braucht. sagt auch mal nein, auch wenn es anderen nicht recht ist. sport ja, aber nur wenn er euch guttut. mit dem kopf durch die wand bringt nichts, nur um eventuell ein paar kilos abzuspecken. das gelingt meist überhaupt nicht.
BUCH LEBEN MIT HASHIMOTO Ein Ratgeber für Betroffene sowie Familie und Freunde
Die Hashimoto-Thyreoiditis wurde erst Anfang des letzen Jahrhunderts entdeckt. Bis heute ist darüber in den meisten medizinischen Lehrbüchern wenig verzeichnet, so dass manche Ärzte die Krankheit oft nur unzureichend oder gar nicht kennen.
Das Leben trotz dieser chronischen, oft lebenslang bestehenden Krankheit sinnvoll und lebenswert zu gestalten, ist eine große Herausforderung. Ein kleinerer Teil der Erkrankten entwickelt zusätzliche Autoimmunkrankheiten oder ist bereits vorher daran erkrankt, Hier gilt es, frühe Anzeichen zu erkennen.
Die Immunthyreoiditis wird auch nicht mehr nur als reine Schilddrüsenerkrankung, sondern als Störung der Immunbalance mit Auswirkungen auf zahlreiche Organsysteme und Körperfunktionen erkannt.
Lassen sie sich Zeit, mit der Krankheit vertraut zu werden. Niemandem wird es in wenigen Tagen gelingen, eine chronische Krankheit zu akzeptieren oder zu verstehen. Wenn sie einen schwierigen Verlauf der Hashimoto-Thyreoiditis erleben müssen oder an weiteren Autoimmunkrankheiten leiden, wird es mitunter Jahre dauern, damit besser umgehen zu können.
Oft braucht es jedoch viel Geduld bis Besserung spürbar wird. Lassen sie sich nicht entmutigen !!!
Was ist eine Autoimmunerkrankung? Die Hashimoto-Thyreoditis ist eine Autoimmunerkrankung „Autoimmun“ bedeutet, dass der Körper sich durch eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems versehentlich selbst attackiert.
Handelt es sich bei der Erkrankung um eine Schilddrüsenunterfunktion? Nein, denn die Schilddrüsenunterfunktion ist nur ein Symptom (Krankheitserscheinung). Eine Unterfunktion kann auch bei anderen Schilddrüsenerkrankungen auftreten. Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Krankheit, die den ganzen Körper betreffen kann und sich üblicherweise durch eine zu geringe Hormonproduktion der Schilddrüse bemerkbar macht. Am Anfang der Erkrankung kann auch eine kurze Phase der Schilddrüsenüberfunktion, manchmal ein Wechsel zwischen Über- und Unterfunktion auftreten. Der Schweregrad und der Verlauf der Erkrankung können unterschiedlich sein Zusätzliche Autoimmunerkrankungen werden bei 25 % der Betroffenen gefunden.
Ist die Hashimoto-Thyreoiditis heilbar? Nein. Der chronische Krankheitsverlauf erfordert viel Geduld. Durch Rückschläge dürfen sie sich jedoch nicht entmutigen lassen.
Wann sollte ein Schilddrüsenspezialist aufgesucht werden? Die Krankheit wird sie über Jahre begleiten. Je mehr sie mit den Krankheitserscheinungen und den möglichen Behandlungen vertraut sind, umso besser können sie mit der Krankheit umgehen. Mit einer Autoimmunkrankheit der Schilddrüse sollte sich immer ein Spezialist befassen. Wenn ihr Arzt sich mit Hashimoto-Thyreoiditis nicht auskennt oder zu wenig Zeit und Interesse hat, sollten sie den Arzt wechseln.
Wann kann sich der Hormonbedarf ändern? Bei Frauen kann es durch eine Änderung der weiblichen Hormone zu einem veränderten Bedarf an Schilddrüsenhormonen kommen. Bei Gewichtsveränderungen kann sich der Hormonbedarf ebenfalls ändern.
Darf ich Medikamente zur Anregung des Immunsystems einnehmen? Medikamente, die das Immunsystem anregen (Roter Sonnenhut, Echinacea, Mistel- oder Thymuspräparate), sollten sie nicht anwenden.
Darf ich mich impfen lassen? Menschen mit Hashimoto-Thyreoditis haben aufgrund des gestörten Immunsystems ein höheres Risiko, an Infektionskrankheiten zu erkranken. Impfungen sollten genau überlegt werden, da diese ins Immunsystem eingreifen.
Darf ich Blut spenden? Wenn sie an Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt sind, dürfen sie kein Blut für die Transfusion anderer Menschen spenden. Die im Blut befindlichen Antikörper können auf andere Menschen übertragen werden und dort möglicherweise zu einer vorübergehenden Schilddrüsenunterfunktion führen.
Darf ich Sport treiben ? Bei bestehender Unterfunktion sollten sie stärkere Belastungen vermeiden. Gewichtsprobleme, die aufgrund der hormonellen Probleme entstehen, lassen sich durch Sport alleine nicht beheben. Wenn sie sich müde und ausgelaugt fühlen, genügt als Fitnessmaßnahme meist schon ein Spaziergang. Vergleichen sie ihre sportliche Leistung nicht mit der Leistung vor der Erkrankung. Sie werden nicht mehr so belastbar sein wie vor ihrer Erkrankung, bitte daher kein Stress und keine körperliche oder psychische Überforderung.
Krankengymnastik und Massage Viele Hashimoto-Kranke leiden unter Gelenk- und Muskelschmerzen, die in einem Teufelskreis zu weiteren Verspannungen führen können. Häufig kommt es zu Schmerzen und Verhärtung der Nackenmuskulatur, aber auch die übrige Muskulatur kann betroffen sein. Krankengymnastik und Massage können zwar die Ursache der Beschwerden nicht beheben, aber einer Verstärkung der Probleme vorbeugen und oft Linderung schaffen. Auch unabhängig von der hormonellen Situation können Muskelschmerzen und Verhärtungen auftreten. Oft setzen sie schubweise ein und können zwischenzeitlich auch wieder vollständig verschwinden.
Hashimoto und die Familie Durch eine Hashimoto-Thyreoiditis werden nicht selten auch familiäre Probleme ausgelöst. Bei einigen Betroffenen findet sich eine erhöhte Reizbarkeit, andere versinken in trauriger Stimmung. Ihre Familie erkennt sie oft nicht wieder ! Klären sie ihre Familienangehörigen genau über die Krankheit und ihre Auswirkungen auf. Die Hashimoto-Thyreoiditis kann eine schwierige Krankheit sein, auch für die Angehörigen. Dies gilt für Freundschaften ebenso wie für die Partnerschaft. Wo die Freundschaft schon vorher nicht belastbar war, wird sie an der Krankheit möglicherweise zerbrechen, Die Hashimoto-Thyreoiditis kann eine große Belastung für die Familie und Freunde sein.
Hashimoto-Thyreoiditis und Partnerschaft
Auch der Partner wird durch die Krankheit bei dem seltenen schweren Verlauf sehr stark gefordert. Ständiges Geduld-haben-müssen auf der einen Seite, fehlende Belastbarkeit und Stimmungsschwankungen und ein verändertes Körperbild auf der anderen Seite machen die Beziehung häufig schwieriger. Gemeinsame Freizeitaktivitäten können in einigen Fällen nicht wie vor der Krankheit weitergeführt werden. Der gemeinsame Lebensplan muss in einigen Fällen neu bedacht werden, wenn es z.B. dem Betroffenen nicht möglich ist, zu arbeiten In einigen Fällen, insbesondere bei zusätzlich bestehenden anderen Autoimmunkrankheiten, kann es zu einer vorübergehenden oder dauernden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit kommen.
Halsschmerzen, das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben und Heiserkeit können durch eine Hashimoto-Thyreoiditis ausgelöst werden. Manchmal treten die Symptome schubweise auf und werden von Phasen unterbrochen, in denen am Hals Beschwerdefreiheit besteht.
Anfänglich stehen manchmal die Symptome einer Überfunktion im Vordergrund. Diese so genannte „Hashitoxikose“ führt in der Anfangsphase zu einer milden Überfunktion, die dann allmählich von einer chronischen Unterfunktion abgelöst wird. Verläufe mit schwankenden Hormonwerten, bei denen der Erkrankte zwischen Über- und Unterfunktion hin und herwechselt, kommen ebenfalls vor. Schilddrüsenhormone sind für die Regulierung zahlreicher Körperfunktionen zuständig. Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion neigen zum Frieren. Das nächtliche wiederholte „Einschlafen“ und Kribbeln von Händen und Unterarmen, das so genannte Karpaltunnelsyndrom, kann durch die Unterfunktion bedingt sein. Einige Betroffene bemerken eine Abnahme ihrer Hörfähigkeit.
ich hoffe, ich konnte euch mit ein paar infos etwas weiterhelfen und wünsche euch noch ein schönes wochenende
LG MAUS
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