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BeitragVerfasst: 12. Dez 2009 13:40 
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Registriert: 09. Feb 2009 11:23
Beiträge: 7
Hallo,
vor ziemlich genau einem Jahr habe ich (39, M, 83kg, 185cm) mir in diesem Forum erstmals einen Rat geholt nachdem vom Arzt Hashimoto diagnostiziert wurde.
Ich nehme seither 1/2 Euthyrox 125 - und bis vor einem Monat ging es mir eigentlich sehr gut - ich hatte überhaupt keine Probleme mehr. Auch bei der halbjährlichen Untersuchung in der SD Ambulanz meinten die Ärzte es wäre soweit alles o.k.
Seit ca. 3 Wochen geht es mir jetzt aber wieder sehr mies. Die letzte Untersuchung vor 4 Wochen hat folgende Werte ergeben:

TSH 2,20 /0.40-4.50)
fT4 1,06 (0.80 - 1.70)
Tg-AK <20 (0-40)
FT3 3.3 (2.3 - 4.2)
Anti-TPO 709 (0-35)
TRAK 1,3 U/l (0.0 - 1.0)

Im Mai 2009 hatte ich folgende Werte und es ging mir sehr gut:

TSH 0,71
FT4 1,52
TG-AK <20
Calcitonin 3,6 (0 - 18,2)
FT3 3.3
Anti-TPO 628
TRAK 1,7

Ich habe wieder alle Sympthome von Abgeschlagenheit bis Schwindel und letzte Woche hats mir den Kreislauf total zusammengehaut mit völligem Wegtreten, Zittern, Schweissausbruch etc.

Was mich jetzt noch wundert ist daß im letzten Befund der SD- Ambulanz folgendes Resumee gezogen wurde:

"Kleine Struma nodosa - substituierte euthyreote Funktion;
Immuntyreopathie Typ Basedow"

Bis jetzt meinten alle Ärzte ich hätte Hashimoto und jetzt taucht das erste Mal Basedow auf? Das kann ja nur ein Irrtum sein oder? Es wurde als weitere Therapie empfohlen weiter meine halbe Euthrox zu nehmen und in 6 Monaten wieder zur Kontrolle zu kommen.
Ich bitte um eure Ratschläge - ich werde wohl nächste Woche wieder meinen Hausarzt aufsuchen müssen...

Danke für eure Expertisen,
Gerald


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2009 14:41 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
hi,

was irgendwie eigenartig zur zeit ist, wenn man hier mitliest, dass es vielen seit 3-4 wochen schlechter geht.
ob das mit dem wetter zusammenhängt? der jahreszeit? den meisten gings die monate davor gut, wie auch mir und schwups, aufeinmal wieder ein rückfall mit allen symptomen.......schon komisch oder?

lg claudia


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2009 15:05 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
gloidl hat geschrieben:
Hallo,
vor ziemlich genau einem Jahr habe ich (39, M, 83kg, 185cm) mir in diesem Forum erstmals einen Rat geholt nachdem vom Arzt Hashimoto diagnostiziert wurde.
Ich nehme seither 1/2 Euthyrox 125 - und bis vor einem Monat ging es mir eigentlich sehr gut - ich hatte überhaupt keine Probleme mehr. Auch bei der halbjährlichen Untersuchung in der SD Ambulanz meinten die Ärzte es wäre soweit alles o.k.
Seit ca. 3 Wochen geht es mir jetzt aber wieder sehr mies. Die letzte Untersuchung vor 4 Wochen hat folgende Werte ergeben:

TSH 2,20 /0.40-4.50)
fT4 1,06 (0.80 - 1.70)
Tg-AK <20 (0-40)
FT3 3.3 (2.3 - 4.2)
Anti-TPO 709 (0-35)
TRAK 1,3 U/l (0.0 - 1.0)

Im Mai 2009 hatte ich folgende Werte und es ging mir sehr gut:

TSH 0,71
FT4 1,52
TG-AK <20
Calcitonin 3,6 (0 - 18,2)
FT3 3.3
Anti-TPO 628
TRAK 1,7

Ich habe wieder alle Sympthome von Abgeschlagenheit bis Schwindel und letzte Woche hats mir den Kreislauf total zusammengehaut mit völligem Wegtreten, Zittern, Schweissausbruch etc.

Was mich jetzt noch wundert ist daß im letzten Befund der SD- Ambulanz folgendes Resumee gezogen wurde:

"Kleine Struma nodosa - substituierte euthyreote Funktion;
Immuntyreopathie Typ Basedow"

Bis jetzt meinten alle Ärzte ich hätte Hashimoto und jetzt taucht das erste Mal Basedow auf? Das kann ja nur ein Irrtum sein oder? Es wurde als weitere Therapie empfohlen weiter meine halbe Euthrox zu nehmen und in 6 Monaten wieder zur Kontrolle zu kommen.
Ich bitte um eure Ratschläge - ich werde wohl nächste Woche wieder meinen Hausarzt aufsuchen müssen...

Danke für eure Expertisen,
Gerald


servus gerald !

deine werte haben sich im vergleich zum mai folgendermassen verschlechter und deswegen wird es dir auch so schlecht gehen:

der TSH ist angestiegen und liegt jetzt bei 2,20 - unter hormoneinnahme sollte er allerdings um 1 liegen, was ja im mai bei dir der fall war mit 0,71

fT4 war im mai bei 80% jetzt allerdings nurmehr bei 28,5 % - erfahrungsgemäß sollte er im oberen drittel liegen, also auf jeden fall etwas um 70% (also auch fT4 verlechtert)

die antikörper TPO (hashi) haben sich ebenfalls erhöht, - also ebenfalls verschlechtert

die basedowantikörper haben sich im gegensatz vom mail zwar etwas verringt und sind nachgewiesen - allerdings dürfte eindeutig hashi aktiv sein. eine hashi/basedowkomponete gibt es immer wieder mal - auch bei mir sind beide werte nachgewiesen worden, jedoch hasi als haupterkrankung aktiv.

ich sehe keine grund, warum du nicht deine dosis erhöhen solltest um endlich wieder zu deinen wohlfühlwerten zu kommen. wie gesagt, TSH sollte durch eine geringfügige erhöhung endlich wieder sinken und fT4 wird dadurch wünschenswert angehoben.

fT3 liegt unverändert bei knapp 53 % - also keine spur von eine ÜF - wie oft bei basedow erkennbar wäre.

zusätzlich wäre es ratsam selen und zink einzunehmen - dies kann die antikörper senken.

sprich mal mit deinem arzt ob er dir nicht anstatt der 1/2 125er = 62,5µg z.b. eine 75µg oder gleich 100µg (dann allerdings nur eine 3/4tabl= auch 75µg) verschreiben kann.

bei deinen werten würde es mir auch nicht gutgehen, mein TSH muss unter 1 bleiben, damit ichn icht wieder schlimme symptome bekomme.

ich wünsche dir alles gute und baldige besserung - eine kontrolle bei deinem befinden und deinen werte ist in 6 monaten zu lange. sich dir notfalls einen anderen arzt.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2009 15:52 
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Registriert: 09. Feb 2009 11:23
Beiträge: 7
Hallo Maus,
vielen Dank für Deine Erklärung der Werte. Ich frage mich echt wieso Ärzte das nicht so gut können wie Du und eher ratlos sind.
Ich werde mit den von Dir gewonnen Erkenntnissen, die für mich alles erklären, am Montag beim Arzt vorsprechen und mir die 75er verschreiben lassen. Hoffe es geht dann bald wieder bergauf.
Das mit Basedow ist echt komisch - das hatte bisher noch nie jemand erwähnt.

lg,
Gerald


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2009 16:13 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
gloidl hat geschrieben:
Hallo Maus,
vielen Dank für Deine Erklärung der Werte. Ich frage mich echt wieso Ärzte das nicht so gut können wie Du und eher ratlos sind.
Ich werde mit den von Dir gewonnen Erkenntnissen, die für mich alles erklären, am Montag beim Arzt vorsprechen und mir die 75er verschreiben lassen. Hoffe es geht dann bald wieder bergauf.
Das mit Basedow ist echt komisch - das hatte bisher noch nie jemand erwähnt.

lg,
Gerald


hallo gerald !

hier noch ein link, der ebenfalls einiges erklärt.
http://www.schilddruesenspezialisten.de ... aq/faq.php

bist du schon mal in einer üf gewesen??

versuche deinen arzt zu überreden, dass du gerne etwas erhöhen willst und nach 4-6 wochen zu einer neuerlichen kontrolle kommen willst. dann kann man auch sehen, ob dir diese dosis was gebracht hat und die werte besser geworden sind.

wenn er sich viellicht nicht mit den werten bzw deiner einstellung auskennt, wird er sicherlich nichts dagegen haben, solange die werte nicht ausserhalb der norm rutschen und im referenzbereich bleiben.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2009 16:16 
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Registriert: 09. Feb 2009 11:23
Beiträge: 7
Danke für den Link - werde ich gleich mal durchackern.
In einer ÜF war ich bisher glaube ich nicht - zumindest hätte ich nichts davon bemerkt.

lg,
Gerald


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2009 16:17 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
gloidl hat geschrieben:
Danke für den Link - werde ich gleich mal durchackern.
In einer ÜF war ich bisher glaube ich nicht - zumindest hätte ich nichts davon bemerkt.

lg,
Gerald


hier ein auszug aus dem link:

Hashi und/oder Basedow

Für die Diagnose, bzw Unterscheidung ist auch immer ein Ultraschall und ein Szintigramm wichtig.
Im Ultraschall zeigt sich die Grösse und die Beschaffenheit der SD. Echoarmut heisst z.B. dass das Gewebe teilweise bereits angegriffen ist, ist also eher ein Indiz für hashi. Auch neigen hashis eher zu kleinerer SD (wobei es auch die hypertrophe Form bei hashi gibt, die Mehrzahl hat allerdings eher zu kleine SDs).

Beim Szinitgramm wird die Aktivität der SD farblich dargestellt (klassischerweise stellen sich aktive Bereiche in rot und weniger aktive Bereich blau dar). Bei MB überwiegen die roten Bereiche, während bei hashis mehr in blau dargestellt wird. Dazu muss natürlich auch immer die Grösse der SD mit beachtet werden; auch inaktive Areale sowie aktive Areale (sog kalte und heisse Knoten) werden in einem Szintigramm sehr gut angezeigt.

Auch die Werte haben einen sehr wichtigen Einfluss auf die Diagnose; typischerweise kommt es bei MB zu einer ÜF (TSH erniedrigt bzw supprimiert und fTx-Werte über der Norm) , während bei hashi zumindest mittelfristig eine Unterfunktion (TSH erhöht und fTx im unteren Bereich, bzw unter der Norm) erfolgt (von sog. Schüben, bei denen sich die SD gerade ein Stück auflöst und dabei nochmal Hormone ins Blut abgibt abgesehen - diese sind aber nicht von Dauer; heisst eine gewisse Zeit nach einem Schub sind die Werte eher niedriger als vor Beginn des Schubes)

In letzter Konsequenz sind es aber sehr viele einzelne Bausteine, die mit-, bzw gegeneinander aufgewogen und in Relation gesetzt werden müssen, um eine eindeutige Diagnose zu erhalten.

Wurde bei dir schon mal ein US oder eine Szinthi gemacht???

MAUS


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2009 16:51 
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Beiträge: 7
Ultraschall und Szintigraphie wurde bei jeder Untersuchung gemacht.
Im Befund steht z.B. bei der ersten Untersuchung folgendes:

Szintigraphie: Inhomogene Speicherung in der kleinen Struma (TcTU 0.33%), Kleine Schilddrüsenlappen bds. mit weitgehend unauffälliger Aktivitätsbelegung

Sonographie:
Rechter Lappen: Inhomogen, 18x20x43mm /8.8ml;
im mittleren bis cranialen Drittel echoarmes knotiges Areal, 7x8mm (0,3ml); teilweise echoärmere knotige Areale bis 8mm messend.
Linker Lappen: Echoärmer inhomogen, 20x13.35mm (5,4ml), dabei echoarmes knotiges Areal, 8x8mm (0,2ml) sowie inhomogene Areal bis 8mm messend.

Bei der letzten Untersuchung:
Sonographie:
Linker Lappen: Inhomogen echoarm, 13x18x35mm (4,1ml)
echoarmes unscharf begrenztes Areal, 4x5x7mm (0,1ml)
Rechter Lappen: Inhomogen echoarm 17x20x46mm (8,4ml)

Leider habe ich das Szinitgramm nicht in Farbe gesehen, kann daher nicht sagen ob es eher blau oder rot war.
Bei den insgesamt 3 Untersuchungen in der SD Ambulanz und beim Facharzt meinten 2 es wäre Hashi und erst bei der letzten Untersuchung wurde Basedow das erste Mal im Befund erwähnt... Da soll sich der Laie noch auskennen, das hat mich dann doch etwas verunsichert...
Aber nachdem immer von echoarmut die Sprache ist, tippe ich doch eher auf Hashimoto.


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2009 17:39 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
gloidl hat geschrieben:
Ultraschall und Szintigraphie wurde bei jeder Untersuchung gemacht.
Im Befund steht z.B. bei der ersten Untersuchung folgendes:

Szintigraphie: Inhomogene Speicherung in der kleinen Struma (TcTU 0.33%), Kleine Schilddrüsenlappen bds. mit weitgehend unauffälliger Aktivitätsbelegung

Sonographie:
Rechter Lappen: Inhomogen, 18x20x43mm /8.8ml;
im mittleren bis cranialen Drittel echoarmes knotiges Areal, 7x8mm (0,3ml); teilweise echoärmere knotige Areale bis 8mm messend.
Linker Lappen: Echoärmer inhomogen, 20x13.35mm (5,4ml), dabei echoarmes knotiges Areal, 8x8mm (0,2ml) sowie inhomogene Areal bis 8mm messend.

Bei der letzten Untersuchung:
Sonographie:
Linker Lappen: Inhomogen echoarm, 13x18x35mm (4,1ml)
echoarmes unscharf begrenztes Areal, 4x5x7mm (0,1ml)
Rechter Lappen: Inhomogen echoarm 17x20x46mm (8,4ml)

Leider habe ich das Szinitgramm nicht in Farbe gesehen, kann daher nicht sagen ob es eher blau oder rot war.
Bei den insgesamt 3 Untersuchungen in der SD Ambulanz und beim Facharzt meinten 2 es wäre Hashi und erst bei der letzten Untersuchung wurde Basedow das erste Mal im Befund erwähnt... Da soll sich der Laie noch auskennen, das hat mich dann doch etwas verunsichert...
Aber nachdem immer von echoarmut die Sprache ist, tippe ich doch eher auf Hashimoto.


hallo !

anhand der wirklich nachgewiesen doch hohen TPO antiköper, ebenso der inhomogenen, echoarmen struktur - und deiner derzeitigen werte würde ich auch sagen, dass hashi zumindest im vordergrund steht. eine erhöhung um 12,5µg auf 75µ sollte also keine größeren probleme machen - besprich es aber mit dem arzt !!!

lg
MAUS


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