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 Betreff des Beitrags: RJT im AKH - Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 22. Sep 2009 11:02 
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Registriert: 15. Sep 2009 8:04
Beiträge: 8
Wohnort: Wien
Hallo!

Nachdem ich vor meiner RJT große Angst hatte und ganz genau wissen wollte, wie das abläuft, hab ich mir gedacht, ich schreib hier mal meinen Erfahrungsbericht rein, vielleicht hilft es ja jemandem. Kurz vorab: Ich hatte ein pap. Karzinom und wurde am 13. August 2009 im SMZ Floridsdorf operiert (ein großer Dank an dieser Stelle an den Chirurgen Dr. Hollinsky - Sie waren spitze!).

16.09.2009: Aufnahme ins AKH. Dann weiter auf die Station 3T.
Die Ärzte und das Pflegepersonal dort sind unheimlich nett und zuvorkommend! Die Zimmer sind schön groß und auch sehr hell! Ich war in einem Doppelzimmer mit einer sehr netten Dame zusammen, mit der ich mich auch super verstanden hab. Das Zimmer besteht aus einem Vorzimmer, einem Bad, einer Toilette und dem großen Schlafraum mit zwei Betten, einem Esstisch und einem Fernseher. Fernsehen ist gratis. Bei Bedarf kann man sich gegen Gebühr ein Festnetz anmelden, aber beim Fenster funktioniert sogar das Handy. Wenn man Raucher ist, bekommt man sogar einen Aschenbecher und darf beim Fenster bzw. im Hof rauchen. Dazu muss man allerdings aus dem Fenster klettern :-) Etwas Bewegung schadet aber auch nicht.
Das Essen dort ist übrigens auch toll und ich bin sehr anspruchsvoll! Man kann täglich zwischen 3 Menüs wählen und es ist viel besser als in den anderen Spitälern, die ich kenne!
Der kleine Innenhof ist zwar ziemlich grau, aber zumindest kann man ein bisschen frische Luft schnappen und ab und zu die Sonne sehen!

So, dann zum Ablauf: Zuerst wurde Blut abgenommen und der TSH-Wert überprüft, dann folgte noch eine Untersuchung (EKG, Blutdruck, Gespräch mit dem Arzt). Habe sicherheitshalber einen Magenschutz verlangt, was sich der Arzt gleich notiert hat. Nach Vorliegen des Blutbefundes bekam ich dann die erste Thyrogen-Spritze. Hat überhaupt nicht weh getan. Eine Stunde später hat man mir einen Ausgangsschein in die Hand gedrückt und mir gesagt, ich darf bis 22.00 Uhr nach Hause.

17.09.2009: Bin mit furchtbaren Kopfschmerzen aufgewacht (ich denke, das war ein Zusammenspiel zwischen Wetter und Thyrogen). Musste dann zu einer Ärztin, die mir eine kleine Menge radioaktive Flüssigkeit eingeflößt hat (für den Scan am nächsten Tag). Habe dann gleich die zweite Spritze bekommen. Leider ist mir dann etwas übel geworden. Aber nach einer Stunde ging's mir wieder besser und ich durfte wieder bis 22.00 Uhr nach Hause. Dort hab ich dann 3 Stunden geschlafen und mich nachher wieder topfit gefühlt.

18.09.2009: In der Früh wurde noch einmal Blut abgenommen. Danach folgte ein Scan der Schilddrüse, um zu sehen, wie viel Gewebe noch vorhanden ist. Danach hab ich zwei Kapseln bekommen und von da an musste ich im Zimmer bleiben. Das war aber gar nicht schlimm, wie gesagt, das Handy und sogar meine Internetkarte haben funktioniert. Weil das Wetter so schön war, hab ich viel Zeit im Hof verbracht und dort meine Runden gedreht.
Am Abend hatte ich eine kurze Panikattacke (da bin ich sicher ein Extremfall, weil ich an fremden Orten überhaupt nicht gut schlafen kann und es auch nicht mag, "eingesperrt" zu sein). Zum Glück hab ich das auch nach 2 Stunden in den Griff bekommen und bin eingeschlafen.

19.09.2009: Ein Tag nach Kapseleinnahme - man darf die Hormone wieder einnehmen.
Der Tag ist auch schneller vergangen als ich erwartet hab. Zwischen den Mahlzeiten war ich immer wieder im Hof oder hab mir was im Fernsehen angeschaut. Hab mich auch viel mit meiner Zimmergenossin unterhalten und wir haben immer wieder unser Befinden verglichen. Es ist ein komisches Gefühl, man weiß, dass man strahlt, aber man merkt nichts davon. Von der Kapsel hatte ich überhaupt keine Nebenwirkungen!

20.09.2009: Der Tag der ersten Messung. Ich war total nervös, wollte wieder nach Hause. Wir mussten in der Früh duschen gehen und durften uns dann nicht mehr ins Bett legen. Und dann ging's zur Messung. Dazu setzt man sich drei Minuten vor das Messgerät und dann heißt es hoffen... Und dann die Nachricht: Sie dürfen nach Hause fahren.
Es folgte dann nur noch ein Ganzkörperscan, dann wird der Patientenbrief geschrieben und das war's.

Bin jetzt den zweiten Tag zu Hause und habe außer ganz leichten Halsschmerzen überhaupt keine Probleme. Klar, die Unterfunktion spüre ich noch, bin sehr müde und schlafe ständig, aber daran hindert mich ja keiner. Sobald sich alles wieder eingependelt hat und ich die Hormone wieder länger nehme, wird sich auch das legen, denke ich.

Zusammenfassend kann ich nur sagen: Man muss keine große Angst haben, es ist alles halb so schlimm. Und das AKH kann ich nur empfehlen. Mir fällt nichts ein, worüber ich mich beschweren könnte!

Wünsche euch allen alles Gute und schnelle Genesung!

lg
Tina81


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BeitragVerfasst: 22. Sep 2009 19:42 
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Registriert: 20. Nov 2007 22:28
Beiträge: 59
Hallo Tina,

danke für deinen ausführlichen Bericht. Ich kann das alles nur bestätigen. Habe mich sowohl bei der RJT als auch bei der RJD ganz gut im AKH gefühlt.

Wünsch dir auch alles Gute
lg Lore


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BeitragVerfasst: 23. Sep 2009 1:51 
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Registriert: 15. Sep 2009 8:04
Beiträge: 8
Wohnort: Wien
Hi Lore!

Du hast also die RJD auch schon hinter dir? Kannst du mir vielleicht sagen, wie das abläuft? Muss man genauso lang im Spital bleiben wie bei der RJT? Die Dosis ist ja viel geringer, hab ich gehört. Stimmt es, dass man eigentlich nur wegen dem Thyrogen stationär aufgenommen werden muss?

Das sind viele Fragen, ich weiß. Aber ich wäre dankbar, wenn du mir die eine oder andere beantworten könntest!

Danke und lg
Tina


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BeitragVerfasst: 23. Sep 2009 16:56 
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Registriert: 06. Aug 2008 14:13
Beiträge: 48
Wohnort: Tulln
Liebe Tina!
Liebe Lore!

Auch ich kann das alles bestätigen - es gibt absolut nichts worüber ich mich beschweren hätte können.

Ich hab die RJD zu Hause gemacht d.h. Hormon abgesetzt und nur zu den Untersuchungen gegangen -ich hatte überhaupt keine Probleme - auch nicht in der UF.

Meine Freundin hat es stationär gemacht und sie musste definitv nur einen Tag im Zimmer bleiben. Do+Fr Spritze mit Ausgang - Samstag Zimmer - Sonntag schon am AKH - Gelände bewegen - Montag nach Hause.
Ja es stimmt dass du nur wegen dem Thyrogen aufgenommen wirst - ist auch eine Kostenfrage wurde mir von dem Arzt im AKH erklärt ;-))))

Wenn Du nicht gerne im AKH schläfst bzw. Panik hast ist auch das Absetzen kein Problem, hast ja jetzt auch nicht allzu große Probleme. Wie gesagt jeder reagiert anders.....ich hab absolut keinen Unterschied gemerkt mit Hormon oder ohne. Und positiv Denken bewirkt Wunder....so ca. nach 6 Monaten wird eine RJD gemacht - musst dich aber nicht fürchten ;-)
Wenn du was wissen willst kannst mir gerne auch ein Mail schreiben tanzschritt@gmx.at

Alles Liebe
RoRo


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BeitragVerfasst: 27. Sep 2009 23:55 
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Registriert: 16. Nov 2008 23:42
Beiträge: 24
Wohnort: Wien
Hallo,

mir steht gerade die RJ-Diagnostik bevor.

Habe mich erkundigt, im AKH ist die Kapseldosierung (bei der Thyrogen-Variante) so hoch (10 mCi), dass man einen Tag im Zimmer bleiben muss, im SMZ-Ost z.B. ist die Kapseldosis (3 mCI) unter dem Grenzwert für die Entlassung, daher kann man gleich nach der Einnahme nach Hause und muss nur mehr zum Scan (auch 2 Tage später wie im AKH) ins SMZ Ost.

Ich findes es sonderbar und für mich, als Laien, nicht nachvollziehbar, wieso im AKH eine höhere Dosis verabreicht wird als im SMZ-Ost. In beiden Spitälern muss man während der Thyrogen-Zeit (2 Nächte) stationär bleiben (man darf aber während das Tages nach Hause) - angeblich aus finanziellen Gründen. Ich habe mich noch nicht entschieden, wohin ich gehen werde.

Liebe Grüße!

Schmetterling


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BeitragVerfasst: 28. Sep 2009 9:35 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Hey Schmetterling,

Hast du dich auch im AKH erkundigt, warum die so ne hohe Dosis zur Diagnstik nehmen...?? täte mich auch interessieren, da in den Guidelines für Thyrogen wie schon im anderen Tread geschrieben etwas ganz anderes steht...^^

Liebe Grüße und alles Gute
Ernst


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 Betreff des Beitrags: RJT
BeitragVerfasst: 28. Sep 2009 10:08 
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Registriert: 20. Sep 2009 5:25
Beiträge: 7
Wohnort: Wien
Hallo Tina, danke für Deinen genauen Bericht über den Ablauf dieser Therapie im AKH.

Meine beginnt am 6.10.09 und hatte eigentlich schon meine Bedenken. Aber nach deinem genauen Bericht gehe ich nun mit einem Gefühl der Sicherheit in das AKH.

Da ich hier im Forum neu bin, möchte ich auf diesem Wege auch gleich alle Mitglieder begrüßen.

Liebe Grüße
Hoti


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BeitragVerfasst: 06. Okt 2009 23:05 
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Registriert: 16. Nov 2008 23:42
Beiträge: 24
Wohnort: Wien
Hallihallo,

@ Ernst: ich habe mich jetzt erkundigt. Lt. der zuständigen Produktmanagerin von Sandoz war früher die empfohlene Dosis für die RJD 4 mCi (= 150 MBq), lt. ihr dosieren die Spitäler unterschiedlich bzw. variieren die Emfehlungen immer wieder.

Ich war dann im AKH und habe nochmal die Dosis abgeklärt: 10 mCi (= 370 MBq) mit der Begründung, dass der Scan aussagekräftiger ist.

Nun habe ich mich auch im SMZ-Ost erkundigt, dort wird für die RJD 3 mCi (= 111 MBq) verabreicht, daher kann man nach der Kapseleinnahme nach Hause gehen. Ich habe nach der Aussagekraft beim Scan aufgrund der Kapseldosierung gefragt => angeblich nicht relevant. Witzigerweise ist im SMZ-Ost die Dosis für die RJT höher (bei mir im AKH 80 mCi -im SMZ-Ost hätten Sie 100 mCi genommen).

Ich bin nun echt verzweifelt und weiß nicht wo ich die RJD machen soll. Vom Ablauf und von den Zimmern her ist mir das SMZ-Ost symphatischer, ich war halt bisher im AKH.... HILFE!!! ;-))) Muss mich bald entscheiden, da ich die RJD im November hinter mich bringen möchte.

Was meint Ihr : AKH oder SMZ-Ost


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 06. Okt 2009 23:07 
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Registriert: 16. Nov 2008 23:42
Beiträge: 24
Wohnort: Wien
Sorry, mein PC spinnt leider, daher hat meinen Beitrag einfach abgesendet.

Ich wollte mich noch für Eure Beiträge bedanken!

Falls Ihr wollt, könnt Ihr mir auch gerne ein Mail schreiben: wiener.schmetterling@gmx.at

Liebe Grüße!

Schmetterling


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07. Okt 2009 9:43 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
wow, danke schmetterling, das hast du ja toll recherchiert mit den unterschiedlichen Dosen..dachte es mir fast, dass das die jeweiligen Radiologen nach eigener Erfahrung machen..*gg*.

Also ich würde ins SMZ-Ost gehen, kann mir nicht vorstellen, das die aussagekraft beim scan unter der niedrigeren dosis leidet.. und das Essen im SMZ-Ost ist BESSER!!!!

beides getestet, kein vergleich.

Gruß' Ernst


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