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Hallo!
Bei mir ist die Diagnose noch nicht 100% sicher, aber TSH, Ultraschall und Symptome weisen auf eine Hashimoto-Thyreoiditis hin. Jedenfalls ist die Diagnose "Unterfunktion" gesichert. (der Thread "Hashimoto atroph oder hypertroph oder was denn nun" ist auch von mir")
Nun meine Frage an euch: Wie ging es euch, bevor ihr Hashi diagnostiziert bekommen habt? Also ich meine, das kann sich ja Jahre hinziehen... habt ihr bald gemerkt, dass die Symptome krankhaft sind? Und wie habt ihr die Diagnose aufgenommen?
Also bei mir sah das so aus, dass ich zunehmend antriebsloser wurde, mich nicht mehr zu Sport aufraffen konnte, manchmal tagelang trübsalblasend in meinem Zimmer hockte, etc. Wenn ich überlege, war ich auch ständig müde, aber das geschah alles so schleichend, dass ich es nicht wirklich wahrgenommen habe, geschweige denn als krankhaft erkannt habe.
Stark gemerkt habe ich es dann beim Lernen, hatte keine Motivation, konnte mich manchmal erst gar nicht zum Lernen aufraffen und wenn doch konnte ich mich nicht konzentrieren. Ich verhaute eine Klausur nach der anderen... zweifelte daran, ob ich jemals mein Studium schaffen würde.
Aber immer habe ich alles auf mich geschoben, auf meine unbändige Faulheit, meine Disziplinlosigkeit, meine Trägheit. Mein Selbstbewusstsein sank, meine Selbstverachtung wuchs. Das ging dann schon fast 2 Jahre bis es endlich so schlimm wurde, dass ich zum Arzt ging wegen der Konzentrationsprobleme.
Nein, die (fast sichere) Diagose hat mich nicht schockiert, eher im Gegenteil, nun bin ich froh, vielleicht endlich den Grund für all die Probleme gefunden zu haben und hege die Hoffnung, durch Hormongabe wieder Energie zu gewinnen...
Mich würde gerne interessieren, wie es anderen ergangen ist.
Schöne Grüße,
Hanna
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