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Hallo, ich war damals der Beitragsstarter, nachdem das Deutsche Forum nicht mehr aktiv ist und ich nach wie vor Fragen habe, hab ich mal wieder reingeschaut und war überrascht, dass mein damaliger Beitrag noch immer da ist. Aber das nur so nebenher.
Auf die Frage wie es euch heute geht von einer Userin? Es hat sich nichts dramatisches verändert, die Probleme sind die gleichen geblieben, 2006 musste ich einen Medikamentenentzug machen, nachdem ich die Zustände mit Benzodiazepin bekämpft habe nach meiner SD-OP um einigermaßen gesellschaftsfähig und arbeitsfähig zu bleiben. Wie schon damals erwähnt, ich war zwar auch vor meiner SD-OP sensibel, aber danach hatte alles eine andere Dimension, es war einfach anders und so heftig, ich kannte mich gar nicht mehr aus. Ich zweifle daran je wieder ein ganz normales Leben führen zu können, bei Belastungen komm ich immer wieder in diese Benommenheit, Angst und Unruhe, einziges Mittel dagegen ist eben das Valium, was ich aber nicht nehmen sollte, weil eben einmal schon abhängig davon. Ich dachte eigentlich als ich den Beitrag verfasste damals, dass mir geholfen werden kann, heute glaub ich nicht mehr dran. Wenn ich nicht Belastungen ausgesetzt bin ist das Leben okay, aber wann ist man das nicht? Ich bin beruflich sehr unter Druck und auch wenn es im Privatleben Probleme gibt, dann komm ich schon ins Schleudern. Psychotherapie ist für mich kein Weg mehr, hab ich doch viele Jahre es gemacht, außerdem gibt es für mich einen eindeutigen Zusammenhang mit der SD-OP und den Zuständen. Wenn es einen Weg zum Besseren gibt, dann ist es für mich regelmäßig Entspannungs- und Meditationsübungen zu machen, sich gut zu ernähren und Sport zu machen und das Leben generell gelassener zu nehmen, wenn ich all diese Punkte konsequent mache, dann erreiche ich einen Zustand der erträglicher ist, aber bei weitem nicht ideal. Wobei relativierend festgestellt sei, dass es schwer ist diese Konsequenz aufzubringen. Ich wünsche allen hier denen es ähnlich geht wie mir, dass sie für sich auch einen persönlichen Weg finden und hofft nicht allzusehr auf ärztliche Schützenhilfe, weil die wissen über die Psyche rein gar nichts. Ich hab mit vielen Ärzten über das thema gesprochen, grundtenor war immer, wenn die Werte passen sind psychische Probleme nicht erklärbar, diese Antwort hab ich ungefähr von 20 verschiedenen Ärzten bekommen, eigenartiger Weise auch Alternativmedizinern, also alles Gute euch allen, LG Kevin
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