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 Betreff des Beitrags: Normwerte verändert
BeitragVerfasst: 05. Jun 2007 9:47 
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Registriert: 05. Jun 2007 6:31
Beiträge: 2
Hallo,

kurz zur Vorgeschichte: meine 18-jährige Tochter hatte in letzter Zeit immer wieder Infekte, aus diesem Grunde wollte der Arzt mal auf Eisenmangel untersuchen.
Bei der Blutuntersuchung wurde ein kl. Blutbild, CRP und auch der TSH basal-Wert gemessen.
Der Normwert des TSH basal war bislang 0,2-4,5mE/l. Der Wert meiner Tochter war 4,4, also innerhalb DIESES Normwertes und somit normal!
Nun sagt der Arzt, dass kürzlich die Normwerte verändert wurden und der TSH basal-Normwert jetzt 0,2-2,9 mE/l ist.
Durch Änderung des Normwertes gilt meine Tochter nun als krank.
Ohne weitere Untersuchung hat der Arzt ihr nun Euthyrox verschrieben, welches sie erst mal für 3 Monate einnahmen soll, um danach noch mal zu kontrollieren.

Meine Gedanken hierzu:
Durch die Änderung des Normwertes gibt es schlagartig zig-Tausend mehr (gemachte) Kranke, die Schilddrüsenhormone einnehmen sollten. Wer provitiert davon? Doch hauptsächlich die Pharmaindustrie und auch die Hausärzte, die wegen der lebenslangen Verschreibung dieses Medikamentes einen Dauerpatienten mehr haben, oder?
Wenn meine Tochter dieses Medikament nun einnehmen würde, würde die Schilddrüse ja tatsächlich weniger produzieren, da ihr ja die Hormone von außen zugeführt werden. Wenn sie dieses Medikament nun nimmt, ist das der erste Schritt zum ECHTEN Kranken, oder?
Gehört zur Diagnostik nicht noch ein bisschen mehr als die alleinige Bestimmung des TSH-basal-Wertes?

Wäre dankbar für Meinungen anderer User.
Danke
Liebe Grüße
Carola


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05. Jun 2007 13:04 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Carola!

In der Tat ist der Schluss, es werden durch den neuen Normwert Kranke gemacht nicht richtig, denn in Wahrheit ist es so, dass durch den neuen Normwert Kranken nunmehr als solche erkannt werden.

Viele Menschen haben Probleme wenn der TSH über 2 steigt und die Ärzte haben immer gesagt, das hat nichts mit der Schilddrüse zu tun, das ist alles psychisch! Diese Menschen wurden alleine gelassen. Wenn sich dann doch mal ein Arzt gefunden hat, der SD-Hormone verschrieben hat, gingen diese Beschwerden zurück, denn sie waren tatsächlich auf einen Mangel an Hormonen zurückzuführen.

Der Grund, warum der Normwert verändert wurde ist schlicht und einfach, dass Kranken nicht für die Definition des Normwertes herangezogen werden dürfen. Die seinerzeitigen Untersuchungen haben Kranke nicht ausreichend ausgeschlossen, sodass es zu einer falschen Norm führte.

Dies gibt es auch nachzulesen z.B. unter

Kommentar Rudolf Hörmann
http://www.schilddruese.net/oeffentlich ... ws4436.php

Zusammenfassung neuer TSH-Bereich
http://www.labor-bo.de/fileadmin/PDF/Ak ... 05_TSH.pdf

Text "Warnbereich" beim TSH
http://www.labor-arndt-partner.de/pdfs_ ... k/TSH2.PDF

Ärztezeitung
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/0 ... hilddruese


Bitte sei froh, dass der Arzt die Erkrankung Deiner Tochter nun erkannt hat und ihr geholfen wird!

lg
Maria

www.members.aon.at/shg.schilddruese


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 Betreff des Beitrags: Re: Normwerte verändert
BeitragVerfasst: 05. Jun 2007 13:06 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Carola hat geschrieben:
Gehört zur Diagnostik nicht noch ein bisschen mehr als die alleinige Bestimmung des TSH-basal-Wertes?


Hallo nochmal!

Möchte noch auf die letzte Frage eingehen, das habe ich zuerst vergessen.

Natürlich ist es wichtig noch mehr zu untersuchen das wäre:

TSH
fT3
fT4
TPO-AK
TG-AK
TRAK

weiters sollte eine Sonografie und ev. eine Szinigrafie gemacht werden.

Damit kann eine exakte Diagnose für die Unterfunktion Deiner Tochter erstellt werden.

lg
Maria


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05. Jun 2007 19:18 
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Registriert: 05. Jun 2007 6:31
Beiträge: 2
Vielen lieben Dank, Maria

Liebe Grüße
Carola


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