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 Betreff des Beitrags: Basedow
BeitragVerfasst: 08. Mai 2007 21:50 
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Registriert: 06. Mai 2007 17:02
Beiträge: 14
Wohnort: Wien
Guten Abend. Ich hätte noch eine Frage zur bevorstehenden Operation.
Wenn mir die SD komplet entfernt wird, ist der Basedow dann geheilt bzw. die Nebenwirkungen, oder bestehen die Symptome weiter. Und kann, wenn die Nebenschilddrüsen erhalten bleiben, die Krankheit wieder ausbrechen?
LG Gitti


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 Betreff des Beitrags: Basedow und Operation
BeitragVerfasst: 09. Mai 2007 9:40 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Guten Morgen Gitti !

Der Morbus Basedow ist eine Erkrankung der SD, die eine Überfunktion derselben hervorruft. Die bekannten Symptome kommen von dieser Überfunktion. Daher kann nach einer Komplettentfernung der SD auch keine ÜF mehr vorhanden sein. Du mußt dann zwar ein Leben lang synthetische Hormone einnehmen, wenn du jedoch gut eingestellt bist, verschwinden auch die Symptome der ÜF.

Die Nebenschilddrüsen haben eine ganz andere Funktion. Sie steuern den Phosphat und Kalziumstoffwechsel im Körper und produzieren das Parathormon. Im Gegenteil, es ist bei der OP ganz besonders darauf zu achten, dass die Nebenschilddrüsen nicht zerstört werden. Sonst gibt es Probleme mit dem Kalziumhaushalt (Krämpfe, Osteoporose, etc........).

Ganz liebe Grüße
-Ernst-


"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09. Mai 2007 10:04 
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Registriert: 06. Mai 2007 17:02
Beiträge: 14
Wohnort: Wien
Guten Morgen.
Danke für die Auskuft. Ich bin jetzt schon ein bißchen ruhiger. Verwirrt hat mich nur, daß bei mir die Op so schnell angesetzt wurde(innerhalb 8 wochen) und keine Medikamententherapie versucht wurde.
LG Gitti


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 Betreff des Beitrags: OP, warum so schnell ?
BeitragVerfasst: 09. Mai 2007 10:17 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Hallo Gitti,

darüber zu urteilen, ist aus der Entfernung sehr schwierig bzw. unmöglich. Außerdem wird der behandelnde Arzt schon wissen, warum er zur OP und nicht zu alternativen Therapiemethoden (Thiamazol, Radiojodbehandlung, etc.) geraten hat. Bei welcher Fachrichtung (Internist, NUK oder Chirurg) bist Du in Behandlung ? Das war jetzt nur so nebenbei ein kleiner Denkanstoß, welche Behandlungsmethode der jeweilige Arzt bevorzugen könnte.......:)

LG und alles Gute für die bevorstehende OP wünscht

-Ernst-

"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09. Mai 2007 10:23 
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Registriert: 06. Mai 2007 17:02
Beiträge: 14
Wohnort: Wien
Hallo Ernst
Danke für deine Wünsche. Ich bin im Kaiser Elisabeth Spital in Behandlung, und werde auch dort operiert. Hast du vielleicht eine Ahnung, wie lange ich nachher im Krankenstand bleiben muß? ich bin im Verkauf und jetzt schon seit 28. Februar im KS. schön langsam wird mein Chef ungeduldig.
Liebe Grüße Gitti


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 Betreff des Beitrags: Krankenstand
BeitragVerfasst: 09. Mai 2007 10:44 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Hallo Gitti,

wenn alles normal, also komplikationslos verläuft, kannst Du 5 Tage nach der Operation nach Hause gehen. Dann noch 14 Tage Krankenstand, sollte reichen. Wichtig ist, dass Du nichts schweres hebst !!!!!!!

Das KE-Spital ist für die Schilddrüse in Wien spitze. Dort bist Du in den besten Händen. Hab mir jetzt ein früheres Posting von Dir angschaut. Die OP wurde wahrscheinlich nicht nur wegen des M. Basedow sondern wegen der vielen Knoten (Str. multinodosa) empfohlen.

LG.
-Ernst-

"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10. Mai 2007 19:22 
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Registriert: 10. Jul 2006 10:39
Beiträge: 114
Wohnort: Wien
Achte darauf, dass du direkt nach der OP mit der Hormoneinnahme beginnst.
Sonst landest du in einer Unterfunktion, und die ist unangenehm, außerdem kann das eine Augenbeteiligung begünstigen.

Grüße
panna


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11. Mai 2007 9:55 
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Registriert: 06. Mai 2007 17:02
Beiträge: 14
Wohnort: Wien
@ panna

danke für deinen Hinweis bezgl. der Hormoneinnahme. mir ist gesagt worden, das die Hormonbehandlung eine bestimmte Weile dauert, bis ich richtig eingestellt bin, und ich daher zwangsläufig in eine Unterfunktion komme. Wie kann ich das vermeiden?

Liebe Grüße Gitti


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11. Mai 2007 16:21 
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Registriert: 10. Jul 2006 10:39
Beiträge: 114
Wohnort: Wien
Es ist so: häufig lassen einen dir Ärzte in die Unterfunktion kommen nach der OP - etwa mit dem Einwand, dass man den histologischen Befund abwarten muss, oder aus sonst einem Grund, und sagen einem, dass der Körper Reserven hat. Ich habe unzählige Male von Leuten gehört, dass die Folge eine saftige Unterfunktion war, und da muss man erst mal rauskommen - es dauert, die Halbwertzeit des Hormons beträgt 8 Tage.

Viele nehmen Thyroxin mit ins Krankenhaus und nehmen es einfach gleich oder 1-2 Tage nach der OP, und vermeiden dadurch die Unterfunktion. Ich
würde es sicher so machen, wenn ich operiert werden müsste.

Die Einstellung - nämlich: wie viel man genau braucht - dauert schon eine Weile. Das hat aber nichts damit zu tun, ob man gleich anfängt damit oder nicht. Man muss keineswegs vom Punkt Null anfangen, also die Unterfunktion "abwarten", die ist verdammt schnell da - und sie ist qualvoll und überflüssig. Für den Arzt ist es einfach: bist du auf dem Boden, gibt er dir 100 mg Thyroxin, und in 4 Wochen kann man dann schauen, wo du stehst, in kleinen Schritten erhöhen usw.

Grüße
panna


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11. Mai 2007 16:24 
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Registriert: 10. Jul 2006 10:39
Beiträge: 114
Wohnort: Wien
Und noch etwas: Unterfunktion begünstigt Endokrine Orbitopathie.
Der Basedow ist ja durch die OP leider nicht weg - also pass auf, dass du eine Unterfunktion vermeidest.

panna


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