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BeitragVerfasst: 25. Apr 2007 20:32 
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Registriert: 15. Aug 2006 11:58
Beiträge: 69
Wohnort: Oberösterreich
Hallo Peter!
Ich finde deinen Artikel sehr geschmack los. Wenn es dir so gehen würde wie viele von uns, dann würdest du auch ansuchen. Sei froh das es dir nicht so ergeht wie mir. Außerdem hast du so viel Geld das du keine Unterstützung brauchs und eine sichere Arbeit hast. Wenn du das als schmarotzen siehst, was wir machen das denkst du. Du bist vielleicht nicht so beeinträchtig und geht dir wahrscheinlich sehr sehr gut. Aber geh nicht so auf andere Menschen lo und schau dir bei dir selber zu.


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BeitragVerfasst: 26. Apr 2007 8:19 
Hallo Leute,
zuerst einmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass meine Aussagen manche persönlich getroffen haben. Es war sicher nicht meine Absicht, jemanden, der wegen seiner Schilddrüse als behindert anerkannt ist, zu beleidigen. Ich weiß selbst, was die Schilddrüse für den Körper bedeutet, habe seit 8 Jahren MB und musste vieles in meinem Leben umstellen – auch ohne OP. Ich soll z.B. viele Dinge, die ich gerne gegessen habe, heute nicht mehr essen. Das klingt banal, ist aber gar nicht so leicht – besonders die Jod-Vermeidung. Aber ich habe das Glück, dass ich eine befriedigende Arbeit habe, in die ich nach meinen Rezidiven immer wieder voll einsteigen konnte. Frust habe ich dort selten, an Frühpension denke ich nicht, eine staatliche Pension werde ich bei der Verschwendungssucht aller Regierungen seit ich lesen kann (seit ca. 37 Jahren) mit ziemlicher Sicherheit auch nicht bekommen.
Mein Bruder lebt nach SD-Karzinom ohne SD und ist rundum zufrieden. Meine Schwester hat zwar noch die SD im Körper, sie funktioniert aber gar nicht mehr. Beide sind nicht als behindert eingestuft und wirken auch gar nicht so. Und ich kenne noch viele Menschen, die dann irgendwann einmal erwähnen, dass sie eigentlich gar keine SD mehr haben.
Daher finde ich es auch nicht richtig, Leuten schon vor der OP zu sagen: „Danach bist Du 40% behindert“. Auch bei anderen Krankheiten (und auch als Vorbeugung) sollte bzw. muss man manche Lebensgewohnheiten überdenken und ändern.
Mein Beitrag war eine spontane Reaktion auf zwei Aussagen, die ich nach wie vor nicht in Ordnung finde:
die erste war von Ernesto (13. April): „Dann kann ja jeder für sich selbst entscheiden, ob er behindert oder nicht behindert ist.“ Das tun dann nämlich mehr Leute als man glaubt… Und die bezeichne ich als Sozialschmarotzer. Denn für wirklich Bedürftige bleibt dann oft zu wenig Geld übrig.
Interessant war für mich auch, dass Du, Ernesto, im Schilddrüsenknoten-Forum einer operierten Frau schreibst: „Wenn Du Deine Hormone nimmst, kannst Du ein zur Gänze normales Leben führen.“ Gilt das also nur für Leute die wegen Knoten keine Schilddrüse haben, und solche, die Schilddrüsenkrebs hatten und jetzt ohne SD Leben, sind behindert. Wo genau liegt der Unterschied?
Die zweite Aussage war die von Helmut unmittelbar vor meiner, der schreibt „man muss es ja beim Amtsarzt nicht sagen, dass man dieses Problem hat, auch die Medikationen nicht, die beeinträchtigen können.“ Das zielt nämlich darauf ab, dass man zwar die „Vorteile“ einer Behinderung nutzen will, die Nachteile aber vermeidet, indem man nichts sagt. Und das halte ich für bedenklich.

Mit Gruß
Peter


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BeitragVerfasst: 26. Apr 2007 13:23 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
peter2906 hat geschrieben:
Hallo Leute,
zuerst einmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass meine Aussagen manche persönlich getroffen haben. Es war sicher nicht meine Absicht, jemanden, der wegen seiner Schilddrüse als behindert anerkannt ist, zu beleidigen.


Hallo Peter,

nachdem Du mich persönlich 2x genannt hast, sehe ich mich bemüßigt, hier noch einmal etwas zu diesem Thema zu schreiben. Zuerst tut es mir sehr leid, dass es Dir und Deiner Familie wegen diverser Schilddrüsenproblemen nicht gut geht. Trotzdem ist das noch lange kein Grund, Andere zu kränken oder zu diskriminieren. An den Reaktionen hast Du ja gesehen, dass sich mehrere auf den "Schlips" getreten fühlten. Nur zum besseren Verständnis und zur Relativierung, auch ich besitze keinen Behindertenausweis.

peter2906 hat geschrieben:
Mein Beitrag war eine spontane Reaktion auf zwei Aussagen, die ich nach wie vor nicht in Ordnung finde:
die erste war von Ernesto (13. April): „Dann kann ja jeder für sich selbst entscheiden, ob er behindert oder nicht behindert ist.“ Das tun dann nämlich mehr Leute als man glaubt… Und die bezeichne ich als Sozialschmarotzer. Denn für wirklich Bedürftige bleibt dann oft zu wenig Geld übrig.


Das lieber Peter ist aus dem Zusammenhang gerissen. Der Originalbeitrag lautete:
ernesto hat geschrieben:
Was ich noch nicht ganz durchschaut habe ist, ob jetzt so eine anerkannte Behinderung, (egal ob 30, 40 oder 50%) für denjenigen den's betrifft, ein Vor- oder ein Nachteil ist ?

Dann kann ja jeder für sich selbst entscheiden, ob er behindert oder nicht behindert ist. Wobei natürlich, so wie Briggi schreibt, auch psychische Probleme zu einer Beeinträchtigung im täglichen Leben führen. Es ist nicht immer nur dann ein Mensch behindert, wenn ihm Extremitäten fehlen.............


Dazu Peter stehe ich auch. Da weder ich, noch die meisten Leute hier im Forum, oder draussen im Leben, bisher gewußt haben, dass eine fehlende SD als Behinderung anerkannt wird, soll, kann und muß -> so wie Du und ich, jeder für sich selbst entscheiden ob ihn die fehlende SD behindert oder nicht behindert. Und ich stehe auch weiter dazu, dass durch die fehlende SD hervorgerufene psychische Probleme (Depression etc.), ebenfalls als Behinderung des normalen Lebens im Sinne des Behindertenausweises anerkannt werden sollen.

peter2906 hat geschrieben:
Interessant war für mich auch, dass Du, Ernesto, im Schilddrüsenknoten-Forum einer operierten Frau schreibst: „Wenn Du Deine Hormone nimmst, kannst Du ein zur Gänze normales Leben führen.“ Gilt das also nur für Leute die wegen Knoten keine Schilddrüse haben, und solche, die Schilddrüsenkrebs hatten und jetzt ohne SD Leben, sind behindert. Wo genau liegt der Unterschied?


Dazu die Frage im Forum:
Ulli64 hat geschrieben:
........SD wurde komplett entfernt, war zu 99% gutartig, Histo steht noch aus aber ich krieg schon Thyrex o,1 mg und daher sieht es gut aus.
Was mir seit heute auffältt, ich bin extrem müde und kann mich kaum weiterbewegen und mir ist auch dauernd kalt.

und meine Antwort:
ernesto hat geschrieben:
.....aber was erzähl ich einer DGKS. Wichtig ist, dass sonst alles in Ordnung ist. Deine beschriebenen Symptome (Mutation zur Schnecke) kommen von der beginnenden UF. Wirst sehen, wird durch die Hormoneinnahme zur Gänze verschwinden. Wenn Du Deine Hormone nimmst, kannst Du ein zur Gänze normales Leben führen.


Lieber Peter, hätte ich Deiner Meinung nach der frisch operierten Ulli, mit der ich, wenn Du das Forum genau anschaust, schon einige Zeit vor der OP in Kontakt war schreiben sollen, dass Sie jetzt die restliche Zeit ihres Lebens behindert ist............? Zumal auch dieser Satz von dir wie man sieht aus dem Zusammenhang gerissen wurde und als Antwort auf die Frage wegen der UF-Symptome bestimmt war. Und wer kann denn genau sagen, selbst wenn die Hormone genommen werden, dass dann wieder alles genau so wird wie's einmal war.......... und nicht vielleicht doch eine Beeinträchtigung des Lebens zurückbleibt. Und wenn es dann die Möglichkeit gibt, sich die Tätigkeiten des täglichen Lebens ............

In unserem Land und der restlichen freien Welt herrscht GsD Meinungsfreiheit und jeder kann ohne Repressalien seine Meinung zu den Sachen des täglichen Lebens kundtun. Daher ist Deine Meinung zu diesem Thema zu respektieren. Doch trotz Rede- und Meinungsfreiheit muss darauf geachtet werden, keine anderen Menschen zu beleidigen oder sonst wie zu kränken.

Dir lieber Peter und Deiner Familie wünsche ich wirklich alles Gute.

-Ernst-

"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


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BeitragVerfasst: 26. Apr 2007 15:56 
Ernesto hat geschrieben:
hätte ich Deiner Meinung nach der frisch operierten Ulli, mit der ich, wenn Du das Forum genau anschaust, schon einige Zeit vor der OP in Kontakt war schreiben sollen, dass Sie jetzt die restliche Zeit ihres Lebens behindert ist............?


Lieber Ernesto, sicher nicht! Denn die Aussage "zur Gänze ein normales Leben führen" halte ich für die weit bessere. Wenn Du dieses Forum genau anschaust - genau diesen Thread nämlich - dann siehst du, dass Ulli64 (der ich wünsche, dass es ihr bald besser gehen möge!) schon VOR der OP wegen der Behinderung angefragt hat, nämlich auf die Aussage von Briggi, dass man mit "nur fehlender Schilddrüse" wahrscheinlich 40% Behinderung kriegt. Auf diese Frage hätte ihr man ja beispielsweise antworten können, dass sehr viele Leute ohne Schilddrüse sehr gut leben können und ein zur Gänze normales Leben führen (jedenfalls besser, als die "Möglichkeiten" einer Behinderung schon vor der OP zu erörtern).

Peter


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BeitragVerfasst: 26. Apr 2007 20:33 
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Registriert: 25. Mär 2007 13:42
Beiträge: 34
Wohnort: wien
hallo peter, hallo liebe forumsmitglieder!

wie viele leute nehmen medikamente, um zu überleben, leider sehr viele.ich habe nachgefragt, es ist juristisch in ordnung, wenn man medikamente nimmt und fährt auto. es liegt in eigenem ermessen, ein fahrzeug zu lenken und man muss selbst einschätzen können, ob man fahrtüchtig ist, ein fahrzeug zu lenken.
eines muss ich noch sagen, es reagiert jeder körper unterschiedlich auf eine sd totalentfernung. ich habe sie jetzt seit nov. 2006 nicht mehr und fühle mich nach wie vor noch unwohl und der tag ist sehr anstrengend. ich gehe trotzdem arbeiten und versuche, mich auf die neuen umstände anzupassen und einzustellen.
die op hat mein leben schon stark beeinflusst und muss mich neu auf diese situation einstellen.aber das wichtigste ist, positiv zu denken. ohne sd ,stellt schon eine beträchtige einschränkung dar.

lg
helmut


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BeitragVerfasst: 26. Apr 2007 22:24 
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Registriert: 20. Mär 2007 18:11
Beiträge: 16
Wohnort: neunkirchen
Muss jetzt auch nochmal meinen Senf dazugeben.
Lieber Peter!
Habe damals nur deswegen sehr überrascht nachgefragt ob man mit fehlender Sd behindert ist, weil ich schon einmal in meinem Leben mit Behinderung zu tun hatee.
Meine Tochter kam mit einer Nierenventhrombose und einem arteriellen Verschluss einer großen Armarterie zur Welt. Was ich zum damaligen Zeitpunkt nicht wusste, war die Tatsache, dass man in so einem Fall Anspruch auf erhöhte Kinderbeihilfe hat. Habe das dann erfahren und meiner Tochter wurde eine Behinderung von 60%vH zuerkannt.
Die Kinderbeihilfe kriege ich jetzt erhöht, aber in den insgesamt 2,5 jahren die wir jetzt verschiedene Therapien machen sind immer noch Kosten von rund 4000 Euro auf uns selber sitzen geblieben.
Will jetzt nicht wegen dem Geld jammern, aber wir investieren das deswegen in die Gesundheit unseres Kindes, damit sie einmal ein halbwegs normales Leben führen kann und nicht zum "Sozialschmarotzer" wird.
In meinem Fall war es deswegen interessant, da ich schon seit einigen Jahren (auch aufgrund der Krankheit meiner Tochter) unter Depressionen leide, und die sich nach SD-Entfernung auch noch steigern können. Sollte ich tatsächlich mal deswegen längere Zeit arbeitsunfähig sein, möchte ich nicht sofort die Kündigung kriegen.
Ich hoffe du verstehst jetzt meine Frage.
LG Ulli


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BeitragVerfasst: 26. Apr 2007 23:07 
Liebe Ulli!

Ich wollte - wie schon oben gesagt - keinen Einzelfall kritisieren, denn den kann man in diesem Forum kaum beurteilen (Deine Situation mit einem behinderten Kind halte ich überhaupt für ganz schlimm, tut mir leid für Dich).
Ich halte nur auch nichts davon, schon vor einer Operation, die erwiesenermaßen sehr vielen Leuten eine eindeutige Besserung der Situation bringt, vom Grad der Behinderung zu sprechen, den man nachher geltend machen könnte. Ich glaube nämlich außerdem, dass mehr Geld für echt bedürftige Leute wie Dich übrig bliebe, wenn nicht so viele mit den kleinsten Wehwehchen zum Arzt rennen würden, sich teure Medikamente verschreiben lassen und in Frühpension gehen. (Wenn es Dich beruhigt, ich habe allein im Vorjahr ca. 5000 Euro ausgegeben, um eine Operation meiner Schilddrüse zu verhindern, bis jetzt wenigstens mit Erfolg.)

LG und gute Besserung nach Deiner Operation - vielleicht verschwinden auch deine Depressionen, wenn Du gut eingestellt wirst...

Peter


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BeitragVerfasst: 27. Apr 2007 7:20 
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Registriert: 25. Mai 2003 12:56
Beiträge: 36
Wohnort: Linz
Schönen guten morgen an alle. Ich möchte jetzt etwas klarstellen: weder der Behindertenpass noch der Bescheid haben etwas mit Schmarotzertum zu tun!! Beim Pass kriegt man nur in Bäder, Ausstellungen usw. eine Ermäßigung (ich benutze den Pass hauptsächlich als Ausweis bei der Post, etc.). Beim Bescheid kriegt ja nicht der Dienstnehmer die Förderung, sondern der Dienstgeber. In Frühpension gehen können sich sicher die meisten hier nicht leisten.
Also was soll dann dein Beitrag lieber Peter!

Schönen Tag noch Briggi


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BeitragVerfasst: 01. Mai 2007 20:57 
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Registriert: 25. Mär 2007 13:42
Beiträge: 34
Wohnort: wien
hallo briggi,
weil du schreibst, du hast 50% bekommen, bleiben die 50% ein leben lang
oder wird eine nachuntersuchung gemacht nach einigen jahren und selbst nach dieser bleiben die 50% ? oder wird man dann runtergestuft?

liebe grüße
helmut


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BeitragVerfasst: 02. Mai 2007 7:44 
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Registriert: 25. Mai 2003 12:56
Beiträge: 36
Wohnort: Linz
Hallo Helmut, ich hab den Pass zuerst befristet auf 2 Jahre ausgestellt gekriegt und habe ihn aber seit letztem Jahr unbefristet. Es sind aber Unterschiede zwischen den Bundessozialämtern, also verlass dich nicht drauf, dass du auch 50 % bekommst.
Schönen Tag noch Briggi


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