Hallo liebe Simona,
deine Angst verstehe ich nur zu gut. Jeder hat Angst vor einer OP und auch vor der Narkose. Hatte zwar schon etliche OP's hinter mir, aber diesmal hab ich mir vor Angst (völlig unötig !) fast in die Hosen gemacht "gg"
Wurde am 8.3.05 operiert (kompl.Entfernung der SD - Überfunktion - multible Knoten die gewachsen sind) und als ich am Tag vor der OP noch erfuhr, daß mich mein gewählter Arzt, wegen zusätzlicher Not-OP's nicht operieren könne, habe ich entgültig die Nerven weggeschmissen. Er hat es dann aber doch geschafft und bereits im Aufwachraum verlangte ich nach dem Töpfchen. Als ich meine Stimme hörte, die wie immer klang, kam daß erste große JUHU. Dann bin ich wieder eingeschlafen. Irgedwann kam dann mein Arzt ans Bett und teilte mir mit, daß die Knoten nicht bösartig waren, er habe aber scharf an den Stimmbändern schneiden müssen, da meine SD richtig darauf geklebt ist. Die Nebenschildrüsen waren schön sichtbar und sind erhalten geblieben. Über Nacht lag ich im Überwachungszimmer, da habe ich schon 2 Glas Wasser und 1 Tasse Tee getrunken und bin auch alleine aufs Töpfchen. Die Schluckbeschwerden waren nach der Mandel-OP schlimmer. Am nächsten Morgen gabs bereits Cafe und Kipferl und weils so schmeckte hab ich mir gleich ein zweites geholt. Das Aufrichten im Bett war zwar unangenehm weil dadurch ein Zug auf der Narbe entsteht, aber da gibt es einen guten Trick: packt dich einfach mit der Hand selbst am Haarschopf und zieh deinen Kopf so hoch, unglaublich - aber es funktioniert wirklich.
Am 10.3. bin ich bereits wieder nach Hause gegangen mit der Verordnung von 1/2 Thyrex 0,1 mg, 1/2 Stunde vor dem Frühstück, da es sonst der Körper schlecht aufnimmt. Esse seit der Entlassung wieder ganz normal, keine Schluckbeschwerden und auch keine Probleme mit den Stimmbändern. Auch sonst gehts mir supergut, bin richtig voll Power.
Auch meine Stimmung ist super wie schon seit Jahren nicht mehr. Mein Arzt sagte mir, daß das Risiko später mal schwere Probleme mit Herz und Kreislauf zu bekommen sicher größer war als das OP-Risiko. Momentan kann ich dir leider noch nicht berichten wie es ist ohne SD zu leben, aber ich denke irgenwann wird auch mein Körper draufkommen das ihm was fehlt und wird schrein: Wo sind meine Drüserln ? Aber darüber zerbrech ich mir jetzt noch nicht den Kopf. Du findest im Internet sicher sehr viele negative aber auch positive Einträge darüber, aber die machen dich nur kopfkrank. Ich denke jeder Körper ist und reagiert anders und deshalb kann man das auch nicht verallgemeinern. Auch meine Narbe sind supergut aus, soweit man das nach einer Woche beurteilen kann. Bei mir wurde der Schnitt (5,5 cm) nicht genäht sondern geklebt. Wundkontrolle am 18.3.05. Die Blutkontrolle erfolgt am 28.4.05.
Also, mach dir keine Sorgen, es geht alles gut, glaube mir und eine positive Einstellung wirkt sich auch auf die OP gut aus. Und wegen der Narkoseübelkeit kann man auch was geben, einfach dem Arzt vor der OP mitteilen. Falls in meiner nicht eh schon zu ausführlichen Schilderung dennoch Fragen offen geblieben sind, kannst du mir gerne eine Mail senden. Ich helfe so gut ich kann.
Drücke dich und meine Daumen ganz fest für die OP.
Es wird alles gut, du wirst sehen !
Herzlichst -
rosenkind@aon.at