Hallo Mathilde,
follikuläre Schilddrüsenkarzinome werden genauso behandelt wie papilläre - insofern glaube ich sagen zu können, dass du, bei wem auch immer du gerade bist, sicher in guten Händen bist. Im Normalfall wird die Schilddrüse komplett entfernt, man macht eine (oder mehrere) RJTs und wird durch die tägliche Einnahme von Schilddrüsenhormonen in eine leichte Überfunktion gebracht, die allfällige (bösartige) Restschilddrüsenzellen im Körper daran hindern soll, aktiv zu werden. Und dann macht man regelmäßige Kontrollen und, so dabei etwas gefunden wird, eine neuerliche RJT.
Bei dir wurden nun mehrere MRJTs (tatsächlich heure ich das Wort zum ersten Mal, obwohl ich mich jetzt schon über ein Jahr in den div. Schilddrüsenforen "herumtreibe") und operative Rezidiventfernungen vorgenommen und du wurdest auch noch von außen bestrahlt - meines Wissens sind das bereits alle "Methoden", die überhaupt in Frage kommen zur Behandlung von Schilddrüsenkrebs.
Solange die Zellen noch in der Lage sind, Jod zu speichern, ist auch eine RJT (oder MRJT) effektiv. Ich habe erst kürzlich im anderen Forum einen Beitrag von jemandem gelesen (auch follikulärer Sd-Krebs), der 8 RJTs hinter sich hat. Er hatte übrigens im Jahr 1991 einen vierstelligen Tg-Wert, der mittlerweile (auch nach einer weiteren Operation) auf 10 gesunken ist. Auch das ist, verglichen mit den Durchschnittsfällen, nicht gerade wenig - aber er führt ein ganz normales Leben, geht seiner Arbeit nach, und ihm gehts gut. (Du findest seinen Beitrag im deutschen Schilddrüsenkrebsforum
www.sd-krebs.de). Follikulärer Krebs scheint seltener zu sein, aber ein paar Betroffene schreiben auch in diesem Forum.
Liebe Grüße,
Elis