peter2906 hat geschrieben:
Hallo Leute,
zuerst einmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass meine Aussagen manche persönlich getroffen haben. Es war sicher nicht meine Absicht, jemanden, der wegen seiner Schilddrüse als behindert anerkannt ist, zu beleidigen.
Hallo Peter,
nachdem Du mich persönlich 2x genannt hast, sehe ich mich bemüßigt, hier noch einmal etwas zu diesem Thema zu schreiben. Zuerst tut es mir sehr leid, dass es Dir und Deiner Familie wegen diverser Schilddrüsenproblemen nicht gut geht. Trotzdem ist das noch lange kein Grund, Andere zu kränken oder zu diskriminieren. An den Reaktionen hast Du ja gesehen, dass sich mehrere auf den "Schlips" getreten fühlten. Nur zum besseren Verständnis und zur Relativierung, auch ich besitze keinen Behindertenausweis.
peter2906 hat geschrieben:
Mein Beitrag war eine spontane Reaktion auf zwei Aussagen, die ich nach wie vor nicht in Ordnung finde:
die erste war von Ernesto (13. April): „Dann kann ja jeder für sich selbst entscheiden, ob er behindert oder nicht behindert ist.“ Das tun dann nämlich mehr Leute als man glaubt… Und die bezeichne ich als Sozialschmarotzer. Denn für wirklich Bedürftige bleibt dann oft zu wenig Geld übrig.
Das lieber Peter ist aus dem Zusammenhang gerissen. Der Originalbeitrag lautete:
ernesto hat geschrieben:
Was ich noch nicht ganz durchschaut habe ist, ob jetzt so eine anerkannte Behinderung, (egal ob 30, 40 oder 50%) für denjenigen den's betrifft, ein Vor- oder ein Nachteil ist ?
Dann kann ja jeder für sich selbst entscheiden, ob er behindert oder nicht behindert ist. Wobei natürlich, so wie Briggi schreibt, auch psychische Probleme zu einer Beeinträchtigung im täglichen Leben führen. Es ist nicht immer nur dann ein Mensch behindert, wenn ihm Extremitäten fehlen.............
Dazu Peter stehe ich auch. Da weder ich, noch die meisten Leute hier im Forum, oder draussen im Leben, bisher gewußt haben, dass eine fehlende SD als Behinderung anerkannt wird, soll, kann und muß -> so wie Du und ich, jeder für sich selbst entscheiden ob ihn die fehlende SD behindert oder nicht behindert. Und ich stehe auch weiter dazu, dass durch die fehlende SD hervorgerufene psychische Probleme (Depression etc.), ebenfalls als Behinderung des normalen Lebens im Sinne des Behindertenausweises anerkannt werden sollen.
peter2906 hat geschrieben:
Interessant war für mich auch, dass Du, Ernesto, im Schilddrüsenknoten-Forum einer operierten Frau schreibst: „Wenn Du Deine Hormone nimmst, kannst Du ein zur Gänze normales Leben führen.“ Gilt das also nur für Leute die wegen Knoten keine Schilddrüse haben, und solche, die Schilddrüsenkrebs hatten und jetzt ohne SD Leben, sind behindert. Wo genau liegt der Unterschied?
Dazu die Frage im Forum:
Ulli64 hat geschrieben:
........SD wurde komplett entfernt, war zu 99% gutartig, Histo steht noch aus aber ich krieg schon Thyrex o,1 mg und daher sieht es gut aus.
Was mir seit heute auffältt, ich bin extrem müde und kann mich kaum weiterbewegen und mir ist auch dauernd kalt.
und meine Antwort:
ernesto hat geschrieben:
.....aber was erzähl ich einer DGKS. Wichtig ist, dass sonst alles in Ordnung ist. Deine beschriebenen Symptome (Mutation zur Schnecke) kommen von der beginnenden UF. Wirst sehen, wird durch die Hormoneinnahme zur Gänze verschwinden. Wenn Du Deine Hormone nimmst, kannst Du ein zur Gänze normales Leben führen.
Lieber Peter, hätte ich Deiner Meinung nach der frisch operierten Ulli, mit der ich, wenn Du das Forum genau anschaust, schon einige Zeit vor der OP in Kontakt war schreiben sollen, dass Sie jetzt die restliche Zeit ihres Lebens behindert ist............? Zumal auch dieser Satz von dir wie man sieht aus dem Zusammenhang gerissen wurde und als Antwort auf die Frage wegen der UF-Symptome bestimmt war. Und wer kann denn genau sagen, selbst wenn die Hormone genommen werden, dass dann wieder alles genau so wird wie's einmal war.......... und nicht vielleicht doch eine Beeinträchtigung des Lebens zurückbleibt. Und wenn es dann die Möglichkeit gibt, sich die Tätigkeiten des täglichen Lebens ............
In unserem Land und der restlichen freien Welt herrscht GsD Meinungsfreiheit und jeder kann ohne Repressalien seine Meinung zu den Sachen des täglichen Lebens kundtun. Daher ist Deine Meinung zu diesem Thema zu respektieren. Doch trotz Rede- und Meinungsfreiheit muss darauf geachtet werden, keine anderen Menschen zu beleidigen oder sonst wie zu kränken.
Dir lieber Peter und Deiner Familie wünsche ich wirklich alles Gute.
-Ernst-
"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."