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 Betreff des Beitrags: Schilddrüsenproblem - und jetzt?
BeitragVerfasst: 04. Jun 2008 8:43 
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Registriert: 03. Jun 2008 9:10
Beiträge: 2
Guten Morgen,

ich wurde gestern zum ersten mal mit einem Schilddrüsenproblem konfrontiert und hoffe das mir hier jemand weiterhelfen kann.

Zu meiner Geschichte:
Aufgrund chron. Urticaria war ich im April im Krankenhaus zur Durchuntersuchung. Alles war in Ordnung außer die Schilddrüsenantikörper, die sollte ich nach ca. 2 Monaten wieder kontrollieren lassen. Das habe ich nun auch getan. Das sind meine Werte:

FT 3 5 pmol/l (2.2 - 6 Richtwert)
FT 4 1.21 ng/dl (0.7 - 1.9 Richtwert)
TSH 0.1 yU/ml (0.3 - 4 Richtwert)
TPO 408 IU/ml (< 6 Richtwert)
TSH 2.09 U/l positiv (Richtwerte <1 negativ, 1-1,5 Grenzwertig,
> 1,5 positiv)

Bin dann damit gestern zu meinem Internisten gegangen. Er hat noch einen Ultraschall gemacht und da ist herausgekommen, dass meine Schilddrüse extrem inhomogen ist. Er meinte, dass ich wohl eine Autoimmunkrankheit hätte mit angehender Überfunktion der Schilddrüse. Medikamte bräuchte ich keine. Er gab aber auch zu, dass es sich auf diesem Gebiet nicht sehr gut auskenne und ich zu einem Spezialisten gehen soll. Termin habe ich nächste Woche.

Da ich mich bisher mit dem Thema Schilddrüse nicht beschäftigt habe, hat mich dieser Befund nun ziemlich getroffen. Vorallem weil mein Arzt meinte, dass man dagegen nichts tun kann. Stimmt das? Sollte ich bei der Ernährung auf etwas achten?

Wie sind meine Werte wirklich zu deuten? Habe ein bisschen im Netz gesucht und zwei Arten von Autoimmunerkrankungen gefunden - Hashimoto u. Morbus Basedow. Kann man aufgrund der Werte sehen welche Art ich habe? Sind Medikamte wirklich nicht notwendig?

Bin ziemlich nervös wegen dieser Geschichte und diese Ungewissheit macht es nicht gerade besser. Vorallem weil mir erklärt wurde, dass mein Körper die Schilddrüse zerstört mit der Zeit. Kann man das irgendwie aufhalten?

Ich bin wirklich für jede Information und Rat dankbar!

LG MiKa


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04. Jun 2008 23:46 
Hallo MiKa!

Aufgrund Deiner Werte, v.a. des niedrigen TSH, und auch der Aussage, dass es um eine angehende Überfunktion geht, wird es wohl der Morbus Basedow sein. Wie weit das mit der urticaria zusammenhängt, kann ich nicht beurteilen.

Was kannst Du tun: solange du keine Beschwerden hast (die typischen Symptome der ÜF sind Herzrasen, starkes Schwitzen, Gewichtabnahme trotz großen Appetits, Rastlosigkeit, die später in totale Übermüdung mündet) würde ich wirklich auf Medikamente verzichten (v.a. bei Herzrasen solltest Du allerdings schnell etwas unternehmen!!). Bei der Ernährung kannst Du darauf achten, jodarm zu essen. D.h. kein jodiertes Salz (das leider überall in fertigen Sachen drin ist), wenig bis gar kein Fleisch (Jodbelastung wegen Jodierung des Tierfutters), wenig Milchprodukte. Soja bremst die Jod-Aufnahme der Schilddrüse. Vielleicht hast Du Glück, und du kannst damit jetzt noch einen wirklichen Ausbruch mit ÜF verhindern. Und in 50% der Fälle verschwindet MB nach dem ersten Auftreten auch gleich wieder. Also lass Dir ja nicht einreden, dass es das Beste sei, die Schilddrüse gleich rausoperieren zu lassen.
Es schadet jetzt sicher auch nicht, ein bißchen leiser zu treten, stress zu vermeiden (das hilft ja auch bei Urticaria).

Der Besuch eines Spezialisten ist trotzdem ratsam, ich bin keiner, nur selbst seit 10 Jahren von Mr. B. heimgesucht.

Es gibt sehr viele informative Internet-Seiten...

lg
Peter


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05. Jun 2008 11:04 
Offline

Registriert: 03. Jun 2008 9:10
Beiträge: 2
Lieber Peter!

Vielen Dank für deine nette Antwort. Es war mir wirklich eine große Hilfe.

Nächste Woche habe ich dann einen Termin beim Spezialisten. Mal sehen was da rauskommt.

Danke für den Tipp, dass eine OP nicht gleich notwendig ist.

LG MiKa


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