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BeitragVerfasst: 07. Dez 2015 10:10 
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Registriert: 04. Dez 2015 20:11
Beiträge: 15
Wohnort: Röhrnbach
Hallo,
ich bin neu hier. Vor 2 Jahren wurde Hashimoto bei mir festgestellt. Zahlreiche schlimme körperliche und psychische Symptome hatte ich. Leider trotz guter Hormoneinstellung TSH 0,6, ft3 und ft4 im mittleren Referenzbereich immer noch innere Unruhe, ein stromartiges Gefühl von der Brustmitte über die Schultern bis in beide Arme ausstrahlend. Auch Schwindel und eine schlechte Stressresistenz (alles wird mir zuviel) sind noch immer vorhanden. Außer Euthyrox 150 mic.gr. nehme ich noch Vitamin d, Selen, Rosenwurzextrackt, B Vitamine,Fischölkapseln ein. Mirtazapin 15 mg wegen Schlafstörungen. Ich ernähren mich Glutenfrei und esse keine Milchprodukte. Ach ja starke Blähungen sind auch noch vorhanden. Vielleicht weiß jemand Rat um vorhandenen Symptome in den Griff zu kriegen.
Wir haben in Niederbayern Nähe Passau eine Selbsthilfegruppe Hashimoto gegründet. https://hashimotoselbsthilfegruppefreyung.blogspot.de

Grüße Franz0001


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BeitragVerfasst: 09. Dez 2015 19:45 
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Registriert: 07. Jul 2015 15:27
Beiträge: 676
Nimmst du zum Vit D auch Magnesium? Weil Vit D frisst dir das Magnesium weg.

150µg kann viel oder wenig sein (du bist ein Mann da kann das Gewicht schon leicht mal 3Stellig sein ;) ), und auch mittlerer Referenzbereich heisst heute leider recht wenig, ich hab letztens die Laborwerte von meinem Sohn bekommen und hätte am liebsten bezüglich der Referenzwerte dort auf der Stelle einen Schreikrampf bekommen.


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BeitragVerfasst: 09. Dez 2015 20:13 
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Registriert: 04. Dez 2015 20:11
Beiträge: 15
Wohnort: Röhrnbach
Ja Magnesium nehmen ich in Form von Magnesiumcitrat 500 mg. Ich bin 192 cm groß und siehe 118 kg.


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BeitragVerfasst: 09. Dez 2015 22:25 
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Registriert: 07. Jul 2015 15:27
Beiträge: 676
Franz0001 hat geschrieben:
Ja Magnesium nehmen ich in Form von Magnesiumcitrat 500 mg. Ich bin 192 cm groß und siehe 118 kg.



ok das magnesium ist schon mal eine ausreichende dosis.

bei 118kg würd ich an deiner stelle ncoh ein wenig steigern, probier mal in 12,5er schritten auf 175 oder 187,5 ob es dir dann besser geht.


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BeitragVerfasst: 10. Dez 2015 9:47 
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Registriert: 04. Dez 2015 20:11
Beiträge: 15
Wohnort: Röhrnbach
Ich habe von 175 auf 150 reduziert, wegen Überfunktionssymptomen. TSH war bei 175 micr.gr. 0,01. Da war es mit den Symptomen noch schlimmer. Bei 125 ein TSH von 3,4, war auch nicht das richtige. Blutwerte für 150 bekomme ich nächste Woche. Dann melde ich mich wieder. Ich war wahrscheinlich schon ca 15 Jahre in der Unterfunktion, weil mein damaliger Hausarzt, das zwar eine leichte Unterfunktion festgestellte, aber nicht behandelte. Vielleicht kann sich mein Körper nicht so schnell umstellen
Melde mich wieder, wenn ich neue Blutwerte habe.

Grüße Franz und Danke für die Antworten


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BeitragVerfasst: 10. Dez 2015 11:04 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Bei Herzproblemen muss sehr vorsichtig gesteigert werden. Ich vermute das war bei Dir zu schnell. Ansonsten sehe ich das wie Snooperl. 175µg solltest du schon erreichen.

Für den Anfang mag die 150 für dich richtig gewesen sein. Vielleicht hättest du aber nur einige Tage Herzjagen aushalten müssen mit den 175µg und wärest jetzt schon prima eingestellt. Vielleicht hätte dir noch langsameres Steigern etwas weniger Anfangsverschlimmerungen beschert. Das ist individuell verschieden.

Dafür empfiehlt sich Brennesseltee thyroxinfern einzunehmen -um das Herz ruhig zu halten oder zu beruhigen.

Vielleicht brauchst du aber auch schon Novothyral. Deshalb sollte immer fT3 und fT4 mitbestimmt werden.

Ein supprimierter TSH sollte nicht sofort nur an Dosisreduktion denken lassen. Erstmal Ruhe bewaren udn alles mehrfach überdenken, Zweitmeinungen einholen. Schon wenn du zu früh den TSH misst nach einer Dosiserhöhung erscheint der häufig supprimiert. Man kann auch Herzklopfen bekommen von Unterdosierung. Der TSH kann fehlleiten. Passiert immer öfter.

Du könntest, wenn jetzt der fT3 noch nicht im oberen Dittel der Norm liegt(prozentual hinter dem T4 hinterherhinkt) deinen Arzt bitten dir 100µg Novothyral zu verschreiben und 50µg Thyroxin. Oder du halbierst für die restl 50µg T4 eine 100µg-Thyroxin-Tablette.

Wenn du das gut verträgst ist alles prima. Wenn dir ab Februar-März wieder die alten Symptome auftauchen, dann kannst du weiter nur das T4 vorsichtig erhöhen.

Dein Arzt hätte dir einiges ersparen können, wenn er frühzeitig Handlungsbedarf gesehen hätte. Jetzt muss er dir dafür wahrscheinlich schneller Novothyral verschreiben(manche kennen das noch nicht).

Es kann auch sein, dass sich einiges bis alles wieder völlständig zurückbildet an Folgeerscheinungen der langzeitunbehandelten Unterfunktion.

Du könntest vielleicht noch etwas Gewicht z.B. inform von Wasser verlieren, oder Fett in Muskelmasse umwandeln (da kann man evt sogar schwerer werden), dein Herz sollte ruhiger werden, deine Psyche ausgeglichener (das schafft Novothyral evt besser bei Dir als Thyroxin) und du wirst stressresistenter und leistungsfähiger.

Wie ist dein Cholesterinwert?

Jenachdem kann es sein, dass du irgendwann auch wieder auf Novothral verzichten kannst. Nachteilig sollte es nicht sein, aber wenn dein Körper wieder genug T4 in T3 selber umwandeln kann, braucht man kein Novothyral mehr. Es wirkt aber wie ein mit eingebautes Antidepressivum.

Bei manchen wirkt das SD-Hormon auch wie ein Schlafmittel. Du könntest die Dosis halbieren und die 2. Hälfte zum Schlafengehen (auch nüchtern) einnehmen. Vielleicht kannst du da demnächst auf dein Schlafmittel verzichten.

Opiate/Morphine verändern den TSH-Wert, siehe Thyreotropin wikipedia.


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BeitragVerfasst: 10. Dez 2015 12:40 
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Registriert: 04. Dez 2015 20:11
Beiträge: 15
Wohnort: Röhrnbach
Danke für die umfangreiche Antwort.
Mirtazapin ist ein Antidepressiva mit sedierender Wirkung. Mit einer kleinen Dosis von 15 mg ist es einschlaffördernd, aber es wirkt erst mit 30 oder 45 mg antidepressiv.
Meine freien Werte liegen bei 50% alle 2. In Unterfunktion fühle ich mich nicht. Bei 175 hatte ich Herzaussetzer, also Rhythmusstörungen, die jedoch jetzt besser sind. Erhöhten puls hatte ich nicht.
Bin jetzt bei einer Hausärztin, der Arzt von früher praktiziert nicht mehr. Nicht einmal der Endokrinologe wollte mir ein T3 Präparat verschreiben. Es ist keine Umwandlungsstörung vorhanden, sagte er. Aber ich hab einen anderen Arzt gefunden, der mit Thybon 25er verschrieben hat. Wenn die freien Werte unter 150mic.gr. wieder gesunken sind, (bekomme ich Nächste Woche), versuche ich mal ein Viertel der Tablette einzunehmen. Habe aber natürlich Angst wieder Über dosiert zu sein.
Ich glaube aber, meine Symptome kommen vom Autoimmunprozesses, was auch viele behaupten, sogar einige Ärzte.
Meine ganze Geschichte findest du unter: https://hashimotoselbsthilfegruppefreyung.blogspot.de

Danke, vielleicht antwortest du mir, was du dazu sagst. Hast du Erfahrung mit Novothyral?


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BeitragVerfasst: 10. Dez 2015 15:32 
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Registriert: 07. Jul 2015 15:27
Beiträge: 676
unter einer kombi aus t3 und t4 kanns übrigens passieren dass dir das ft4 relativ in den keller geht, bei mir war das bis 75+18,5 so erst mit 100+25 hat sich das ft4 halbwegs erfangen in meinem fall (bei schönem ft3)

angeblich frisst einem das t3 sozusagen das t4 auf


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BeitragVerfasst: 10. Dez 2015 17:10 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Ja ich selber nehme Novothyral. Aber erst nachdem Thyroxin alleine 20 jahre ausgereicht hatte.

Ja, das könnte auch Autoaggression sein. Gut, dass deine Ärzte das einkalkulieren. Diese lässt sich meist erst mit besserer Thyroxindosierung beruhigen. Selen und Vitamin D brauchts auch dazu. Progesteron z.B. als Schafgarbe-tinktur wäre auch sehr zu empfehlen. Progestogel ist vielleicht etwas reichlich für Dich, wenn dann die kleinste Dosierung.

Herzrhythmusstörungen ist für viele von uns "Hashis" ein permanenter Begleiter, kann also immer wieder mal auftreten. Da kann man sich dran gewöhnen, damit meine ich, dass du dir darüber nicht soviel Sorgen machen brauchst. Wie gesagt hilft Brennesseltee dagegen. Brenneseltee empfiehlt auch mein Endokrinologe! Bei dir ist es wohl im Rahmen der Dosisfindung als Anfangsverschlimmerung aufgetreten. Vielleicht wars nur das und noch keine Autoaggression. Letzteres geht mit Halsstechen, Klossgefühl, Rötungen am Hals und Überfunktionssymptomen einher.


Zuletzt geändert von Melissa am 15. Dez 2015 13:28, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 10. Dez 2015 18:05 
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Registriert: 04. Dez 2015 20:11
Beiträge: 15
Wohnort: Röhrnbach
Danke für die Antworten. Das mit der Schafgarbe werde ich probieren nachdem ich meine Blutwerte habe.
Mit Thybon werde ich aufpassen.
Grüße Franz0001


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