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 Betreff des Beitrags: Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
BeitragVerfasst: 26. Apr 2012 10:51 
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Registriert: 24. Apr 2012 7:44
Beiträge: 88
Liebe Leidgenossen/innen,
ich habe im März die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis bei einer Gesundenuntersuchung erhalten und konnte natürlich im ersten Moment nichts damit anfangen. Daraufhin habe ich mich im Internet schlau gemacht und mir das Buch "Leben mit Hahimoto" gekauft - kann ich jedem empfehlen.
In diesem Buch habe ich viele Symptome wiedergefunden, die bei mir schon aufgetreten sind und in wiederkehrenden Abständen auftreten - Symptome wie grippeähnliches Gefühl, Gelenksschmerzen, Nervosität, Schlafstörungen. Am meisten regt mich aber meine Reizbarkeit auf. Beim geringsten Problem gehe ich sofort in die Luft. Auch meinem Umfeld fällt es schon auf, dass ich nicht mehr so gelassen bin wie früher. Trotz all dieser Symptome meint mein Internist, dass ich noch keine Therapie benötige, da meine Werte alle noch im Normbereich liegen.
FT3 5.4 pmol/l (3-7,5)
FT4 1,32ng/dl (0,8-2)
TSH 2.53 uU/ml (0,5-3,5)
TAK 364.23 U/ml (kleiner 4,11)
TPO 0.65 U/ml (kleiner 5,61)
Wie seht ihr meine Werte? Im Buch wird nämlich schon empfohlen bei Symptomen und einem TSH Wert von 2,5 mit der Therapie zu beginnen. Mein Hausarzt hat mir Vitamin D3 und Zink verschrieben, weiters nehme ich noch Magnesium und Beta-Carotinkapseln mit Selen.
Nachdem ich doch ein wenig beunruhigt war, weil ich doch einiges im Internet und in einzelnen Foren gelesen habe, hatte ich vor ein paar Wochen noch einen Termin in der Nuklearambulanz im LKH Salzburg. Das Ergebnis war dasselbe wie beim Internisten. Es wird noch keine Therapie angeregt. Jedoch muss ich auch betonen, gut aufgehoben habe ich mich dort nicht gefühlt. Ich war bei einer jungen Assistenzärztin, die meiner Meinung nach nicht viel Schimmer von einer Hashimoto Erkrankung hatte. Deshalb meine Frage an euch - kennt ihr einen guten Schilddrüsenspezialisten in Salzburg?
Es tut mir leid, dass meine Vorstellung so umfangreich ausgefallen ist, hoffe jedoch trotzdem auf einige Antworten von euch.
Alles Liebe
seiltänzer


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 Betreff des Beitrags: Re: Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
BeitragVerfasst: 24. Mai 2012 22:33 
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Registriert: 22. Mai 2012 14:35
Beiträge: 2
Hallo Seiltänzer,
hatte bei der ersten Blutabnahme ähnliche Werte wie du, erhöhte TAK von 256, TSH von 2,6 (allerdings sind sie jetzt wieder etwas besser geworden)

Meine Ärzte sehen auch noch keinen Handlungsbedarf.
Im deutschen Schilddrüsen Forum hat man mir geraten, einen Arzt zu suchen, der mir Hormone verschreibt. (Bis jetzt hab ich noch keinen gefunden)

Ich bin auch etwas ratlos, weil ich jetzt nicht mehr weiss, was denn nun stimmt, TSH ab 2,5 oder nicht,............. und wer will eigentlich wissen wo die Grenze wirklich liegt, und was jetzt echt stimmt?

Hoffe du bekommst hier auch noch mehr Antworten!
LG (:


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 Betreff des Beitrags: Re: Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
BeitragVerfasst: 25. Mai 2012 6:37 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
bei einem tsh ab ca 2,5 und sobald symptome vorhanden sind, sollte unbedingt eine weitere abklärung der sd stattfinden.

nachdem bei dir taks nachgewiesen wurde und auch eine autoimmunerkrankung in diesem fall (hashimotot) vorhanden ist, solltest du mit hormonen beginnen um die sd zu entlasten.

der tsh ist zudem tagesabhängig, d.h. er ist nicht den ganzen tag gleich stabil und schwankt. daher ist es auch wichtig, wenn möglich immer zur gleichen tageszeit und ins gleiche labor zu den kontrollen zu gehen.

lg
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
BeitragVerfasst: 12. Jun 2012 16:53 
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Registriert: 24. Apr 2012 7:44
Beiträge: 88
Liebe Siram, liebe maus,

vielen Dank für eure Antworten. Ich dachte schon, mir mag keiner schreiben.

Im Buch "Leben mit Hashimoto" wird auch empfohlen Hormone ab einem TSH Wert von 2,5 zu nehmen, wenn sich Symptome zeigen. Das ist ja bei mir und auch bei dir Siram der Fall.

Zurzeit geht es mir ganz gut. Ich hatte 2 Wochen Urlaub (stressfrei) und mein Hausarzt hat mir einige Vitamine (Zink, Vitamin D3...) verschrieben. Im Urlaub habe ich eine deutsche Heilpraktikerin kennengelernt mit der ich über Hashimoto gesprochen habe. Sie hat mir empfohlen, die Krankheit mit Homöopathie zu behandeln. Scheinbar gibt es damit in Deutschland ganz gute Erfolge, bis hin zu einer Heilung. Ich bin etwas skeptisch über dieser Aussage, denn scheinbar ist Hashimoto nicht heilbar. Auf alle Fälle werde ich versuchen eine Homöopathin zu finden, die mir vielleicht helfen kann, denn ich habe auch keinen Arzt gefunden, der mir Hormone verschreiben will. Ich war ja bereits auf der Nuklearmedizin im LKH - leider aber nur bei einer jungen Assistenzärztin, die für mich keinen blassen Schimmer hatte. Kontrolle in einem Jahr.

Alles Liebe und Gute
seiltänzer


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 Betreff des Beitrags: Re: Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
BeitragVerfasst: 13. Jun 2012 15:46 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Hallo,

Hashimoto ist NICHT heilbar. Ich würde von ärzten und heilpraktikern, welche dies behaupten abstand nehmen.

Man kann mit zink sowie selen versuchen die antikörper zu senken, was allerdings nicht immer klappt. Manche merken einen schub, bei anderen schreitet die zerstörung bzw der gewebeumbau langsam und stetig voran. Bei jedem verläuft hashi anders.

Ich war jetzt einige tage im spital, wegen mittlerweile sehr lang andauernen muskel sowie skelettschmerzen und bandscheibenvorfall und wirbelblockaden. Der oberarzt meinte, als ich ihm von meinem hashi berichtete, man weiß nicht in wieweit hashi da mit reinspielt.

Dies hat mir gezeigt, dass er sich mit hashi doch etwas auskennt und nicht von grund her ausschliesst, dass hashi wenn auch nur einen kleiner teil damit beteiligt sein könnte.
Meine werte sind übrigens sehr, sehr gut.
aber hashi betrifft eben den ganzen körper, samt den dazugehörigen funktionen und viele ärzte wollen dies nicht einsehen oder wissen zu wenig davon.

Lg
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
BeitragVerfasst: 14. Jun 2012 7:35 
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Registriert: 24. Apr 2012 7:44
Beiträge: 88
Liebe Maus,

es ist unwahrscheinlich, wie Hashi den Körper beeinflusst. Aber positiv ist schon mal, wenn man einen Arzt findet der sich ein wenig mit der Krankheit auskennt und Verständnis mitbringt. Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Kraft und vielleicht ein wenig Besserung deiner Beschwerden.

Gott sei Dank habe ich auch einen Hausarzt gefunden, der sich mit Hashi beschäftigt, weil er mehrere erkrankte Patienten hat. Eine davon soll einen ganz extrem starken Verlauf haben.

Ich nehme zurzeit auch Vitamine (Selen, Zink, Kalzium,...) und mir geht es besser. Hoffentlich bleibt es so. Schübe habe ich nach wie vor, heute spüre ich zB wieder mein Ohr und ich hatte die letzten Tage starke Kopfschmerzen (kann aber auch von etwas anderem kommen). Ohrenschmerzen habe ich vorher nicht gekannt. Aber die Schmerzen werden schon wieder vergehen.

Alles Liebe
seiltänzer


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