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BeitragVerfasst: 24. Apr 2015 17:44 
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Registriert: 01. Apr 2015 13:20
Beiträge: 2
Hallo allerseits! :wink:

Ich habe mich in diesem Forum angemeldet, da ich im März die Diagnose "beginnende Immunthyreoiditis - grenzwertig latente Hypothyreose"bekommen.

Meine Ärzteodysse begann allerdings schon im Herbst letzten Jahres (09/14) als ich verstärkten Haarausfall bemerkte, nach und nach gesellten sich weitere Symptome hinzu, wie zB die Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und ständiges Frieren.

Eisenmangel wurde ausgeschlossen, Sexualhormone unauffällig, TSH schien den meisten Ärzten (Hausarzt, Hautarzt und Frauenarzt) in Ordnung zu sein, erst der 4. Arzt hielt eine SD-Unterfunktion für nicht ausgeschlossen, ließ ft3 & ft4 messen und verordnete Euthyrox 50mcg (02/15).

Seit dem stellte sich eine Besserung bezüglich Müdigkeit und Vergesslichkeit ein, Frieren und vor allem Haarausfall bestehen leider weiterhin :(

Meine Werte VOR der Einnahme mit Euthyrox (30.09.2014):
TSH: 3.52 mU/ l (0.27 - 4.20)
fT3: 3.58 pmol/l (3.10 - 6.80)
fT4: 10.8 pmol/l (7.0 - 17.0)

Meine Werte MIT Einnahme von Euthyrox 50mcg (30.03.2015):
TSH: 1.33 mU/ l (0.27 - 4.20)
fT3: 3.51 pmol/l (3.10 - 6.80)
fT4: 12.5 pmol/l (7.0 - 17.0)

Lt. Arzt sind die Werte jetzt in Ordnung, denn der TSH sei doch wunderbar im Referenzbereich (klar, weil supprimiert denk ich mir, oder?), über den niederen ft3 Wert wurde nichts weiter gesagt, dabei habe ich gehört, dieser Wert sollte im oberen Drittel liegen?

Des weiteren meinte der Arzt, dass meine leicht erhöhter TSH Wert von 3.52 ohnehin nicht der Auslöser für meinen Haarausfall gewesen sein kann und ich nach einer anderen Ursache suchen solle (Nährstoffmangel wurde übrigens auch ausgeschlossen).
Toll, dabei habe ich geglaubt, endlich die Ursache für den Haarausfall gefunden zu haben und gehofft, dass dieser durch die Einnahme von SD-Hormonen verschwinden würde. :cry:

Was denkt ihr? Bin ich mit Euthyrox 50 denn wirklich gut eingestellt? Und kann der leicht erhöhte TSH von 3.52 wirklich nicht die Ursache für Haarausfall sein?

Ich wäre für jeglichen Rat eurerseits sehr dankbar! :)

Vielen Dank schon mal im Voraus,
Alles Liebe!
Julia

Ps.: beginnende Hashimoto wurde durch einen Ultraschall entdeckt, der Befund lautet: "der rechte Schilddrüsenlappen hat ein Volumen von ca. 3.4 ml. Der linke [...] ca. 4.2 ml. Gesamtvolumen bei Frauen normal < 18 ml. Beidseits weitgehend homogene, aber echoarme Grundstruktur, keine Knoten, die Durchblutung unauffällig."


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BeitragVerfasst: 20. Mai 2015 9:48 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
GUT, dass die Autoimmunthyreoiditis erkannt wurde, GUT dass eine Unterfunktion als Therapiebedrüftig erkannt wurde, GUT dass du kein JOD bekommen hast.

JETZT muss weiter an der Dosisfindung gearbeitet werden. Dein Hashimoto ist schon fortgeschritten. Gut wer rechnen kann. Wenn bei Frauen 18ml SD-Volumen NORMAL sind, was sind dann nur 7 ml??? Weniger als die Hälfte. Da muss dein Immunsystem schon viele Jahre an deiner SD genagt haben. Der Haarausfall ist gut mit Unterfunktion udn fT3-Mangel zu erklären.

GUT wer auch die Fachinformation für Thyroxin von Henning lesen kann. Ich rate den Ärzten sich öfter mal eine neue Brille zu kaufen, bzw sich diese Fachinformation unters Kopfkissen zu legen. Dort steht das die 25er und 50µg Dosierungen nur INITIAL gegeben werden sollen (im Rahmen der Dosisfindung).

Thyroxin muss langsam aufdosiert werden. Besserung verspürt man schnell wenn MEHR Thyroxin im Körper ankommt. Da die SD in Zuge der externen Versorgung die Eigenproduktion langsam drosselt, muss die Dosis sukkzessive weitergesteigert werden. Wenn du anfangs schon Besseurng verspürt hast, ist das Bestätigung, dass du auf dem richtigen Weg bist. Nun muss weitergesteigert werden bis ca 1,5µg/Kg Körpergewicht. Vorerst.

Wieviel wiegst du?

Alle deine neuen Blutwerte empfehlen eine weitere Thyroxinsteigerung. Leider ist es nicht selten mit einer Ärzteodyssee verbunden um in den deutschsprachigen Ländern auf die richtige Zieldosis kommen zu können. In manchen Regionen fehlt es gänzlich an Hashimoto-kompetenten Ärzten. Immer öfter müssen die Patienten die Dosisfindung selber in die Hand nehmen. Dabei muss viel Vorsicht walten gelassen werden. Manche wechseln dann leider ständig die Dosierung, wenn sie nicht zeitnah Besserung verspüren. Dabei dauert es oft Monate bis man die Auswirkungen einer neuen Dosierung sicher beurteilen kann. Die Blutkontrolle soll/muss auch frühestens nach 6 Wochen erfolgen. Noch später lassen sich die Symptome sicher einschätzen.

Je nachdem wie viel du wiegst, müsste bei Dir nun vorsichtig oder konsequenter gesteigert werden. Ob die Dosierung dann stimmt, muss nach weiteren mindestens 6 Wochen ärztlich kontrolliert werden. In Ermangelung Hashimotokompetenter Ärzte kann man seine Blutwerte bei jedem Arzt oder in den Labors selber "messen" lassen. Die Beurteilung sollte man immer von mehreren Seiten erfolgen lassen.

Der TSH soll unter Thyroxintherapie 1,2 nicht übersteigen (siehe Thyreotropin wikipedia). fT4 und fT3 sollten ins obere Drittel gelangen, zumindest aber über 50% kommen. Dein fT3 dümpelt an der Unterkante rum. Auch fT4 ist weit unter 50%. ALLES deutet bei Dir daraufhin, dass die Dosis weiter gesteigert werden muss. Nicht zuletzt deine Symptomatik.

Achte auch auf Vitamin D. Selen und Vitamin D helfen die Autoimmunerkrankung zu beruhigen, Progress abzubremsen...bewahren dir das bischen aktive SD-Gewebe was du noch hast länger.


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BeitragVerfasst: 27. Mai 2015 13:50 
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Registriert: 01. Apr 2015 13:20
Beiträge: 2
Hallo Melissa und DANKE für die ausführliche Antwort!

Dass die Dosis noch nicht ganz passt hab ich mich schon gedacht, und mittlerweile auch schon gesteigert - kurzfristig trat auch eine Besserung ein, die allerdings auch bald wieder verschwand.
Werde nun bald meine Werte kontrollieren lassen - bin gespannt was dabei rauskommt. Haarausfall wurde bisher noch nie besser, hoffe, dass dieser bei der richtigen Dosis nachlässt bzw ganz verschwindet.

Ich wiege 62kg - demnach wären 50mcg Euthyrox zu niedrig.

Leider musste ich die Erfahrung machen, dass auch ein privater SD-Arzt nicht auf die richtige Dosisfindung eingegangen ist und mich mit 50mcg "abspeisen" wollte - anscheinend stützt sich jeder nur auf den TSH-Wert. Kennt jemand einen guten (Haus)-Arzt in Wien der die Problematik des niedrigen ft3/ft4 erkennt und dazu bereit ist die richtige LT-Dosis zu finden?

Lg, Julia


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