Logog Schilddrüsenforum


Das Diskussionsforum für Schilddrüsenfragen
Erfahrungsaustausch zwischen Patienten,
Angehörigen und Interessierten


Ratschläge können nie einen Arztbesuch ersetzen!!

Initiatoren:
Initiatoren
Willkommen Forum Initiatoren Links Impressum Haftungsausschluß Home


Aktuelle Zeit: 18. Apr 2026 16:08

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 6 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Behandlung nach Entfernung der Zyste
BeitragVerfasst: 24. Feb 2015 18:51 
Offline

Registriert: 21. Feb 2015 18:27
Beiträge: 3
Hallo,

ich bin 28 Jahre alt und mir wurde letzte Woche Mittwoch ein Zyste aus meinem rechten Schilddrüsenlappen entfernt. Die Zyste wurde zur Untersuchung eingeschickt.

Der OP-Arzt im Krankenhaus meinte, dass ich unbedingt ein Schilddrüsenmedikament einnehmen sollte, damit sich nicht nocheinmal neue Zysten in der Schilddrüse bilden. Mein behandelnder Arzt sagte mir darauf, dass bei Zysten vorwiegend die Einnahme von Jod und bei Knoten vorwiegend die Einnahme von L-Thyroxin Sinn macht. Stimmt das? Hat irgendjemand Erfahrung mit Zysten und der Behandlung danach?

Vielen Dank im Voraus :)


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 24. Feb 2015 20:49 
Offline

Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Harrodskitty hat geschrieben:
Der OP-Arzt im Krankenhaus meinte, dass ich unbedingt ein Schilddrüsenmedikament einnehmen sollte, damit sich nicht nocheinmal neue Zysten in der Schilddrüse bilden.


Dieser Arzt hat von Schilddrüsenmedikament gesprochen. Damit meinte er sicher Thyroxin, sonst hätte er doch Jod oder Halogen gesagt. Jod ist heutzutage kaum mehr nötig, im Gegenteil wir sind fast immer überjodiert. Wenn du nicht gerade in entlegenen östreichischen Gebirgstälern lebst oder auf der Alm udn dich naturnah ernährst, dann bist du genug mit Jod versorgt.

Recherchiere ob du Schilddrüsenkranke in der Familie findest, oder Autoimmunerkrankungen. Sage das deinem Hausarzt, das zeigt dann dass du Thyroxin benötigst. Im Zweifel entscheidet man sich immer für Thyroxin, denn wenn Hashimoto bei Dir nicht sicher auszuschliessen ist, dass könnte Jod kontraindiziert sein. Thyroxin ist das fertige Schilddürsnmedikament udn beinhaltet schon 4 Jodatome..ist also two in One.

Wenn dein hausarzt sich weigert dir Thyroxin zu verordnen, versuche ihn zu überzeugen udn frage aber auch beim Frauenarzt oder beim OP-Arzt nach. der sollte in seinem arztbrief diese Empfehlung schwarz auf weiss für den Hausarzt aufschreiben, also das was er dir persönlich geraten hat. Dann wird der Hausarzt da vielleicht aufgeschlossener. Bitte hinterfrage jedesmal solche Dinge die mit der Schilddürse zusammenhängen. Wie jetzt, gutso!

Zystenbildung ist auch bei Progesteronmangel begünstigt. Progesteron udn Thyroxin und Vitamin D sind ein Dreamteam. Mit priogesteron kannst du dir auch noch Zysten an anderer Stelle einsparen. Selen ist auch empfehlenswert.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 26. Feb 2015 19:05 
Offline

Registriert: 21. Feb 2015 18:27
Beiträge: 3
Vielen lieben Dank für die Antwort.

Meine Mutter ist nach der Schwangerschaft in eine Schilddrüsenunterfuntion "gerutscht" und musste seitdem L-Thyroxin nehmen.Seit einiger Zeit nimmt sie es aber nicht mehr.

Meine behandelner Arzt ist keinem Medikament "abgeneigt" aber ich bin es. Als bei mir die Zyste vor 2 Jahren entdeckt wurde, ging man ursprünglich von einem Knoten aus, welcher mit der vollen Dosis L-Thyroxin behandelt wurde. In dieser Zeit war ich kein Mensch mir ging es richtig dreckig! Habe dann alle Ärzte gewechselt und nochmal neu untersuchen lassen mit dem Ergebnis, dass ich keinen Knoten sondern eine Zyste habe, welche niemals hätte so behandelt werden dürfen. Deshalb habe ich eine absolute Abneigung gegen L-Thyroxin.

Wenn meine Werte zukünftig in Ordnung sein sollten und es mir gutgeht, muss ich dann überhaupt ein Medikament nehmen oder ist es in jedem Fall empfehlenswert etwas einzunehmen, damit die Zysten nicht wiederkommen?

Dass mit dem Progesteronmangel ist sehr interessant, werde das bei meinem Arzt ansprechen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 27. Feb 2015 0:20 
Offline

Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Die Thyroxindosisfindung geht nicht so schnell...wenn du von volle Dröhnung Thyroxin sprichst, dann klingt das nach einmal eine Dosis eingenommen..diese funktionierte nicht..und dann Arzt- udn Therpaiewechsel.

Thyroxin ist ein Hormon welches individuell ganz unterschiedlich dosiert werden muss. Nicht so wie bei der Antibabypille wo eine feste Dosierung für alle Frauen ist.

Deine Mutter und du habt also Hashimoto.

Wahrscheinlich muss auch deien Mutter n ur auf eine neue Dosi eingestellt werden. Diese krankheit kann nicht heilen...ABER z.B. wenn sie jetzt in die Wechseljahre gekommen ist..unddas Östrogen sinkt, dann ist auch progesteron verhältnismässig nicht mehr ganz so im Hintertreffen...dann bessert sich auch die SD Situation. Man kann wieder runterdosieren. Aber ganz absetzen ersccheunt mir sehr seltsam.

ich habe aber sowas gerade bei meinem Endokrinologen in der Praxis erlebt. Sein Kollege hatte einer Frau mit 42 Jahrend as Thyroxin abgesetzt. Ein Jahr später hatte sie einen dicken Hals, berichtete dass sie sehr langsam geworden ist..auch im Job. Sie war in einer schlimmen Unterfunktion UND hatte neuerliche Veränderungen an der SD zu verzeichnen.

Warum sollte die SD-Zyste anders behandelt werden? JOD darfst Du nicht nehmen. Dass du dich mit dem Thyroxin nicht wohl gefühlt hast tut mir leid. Die Dosisfindung ist auch nicht leicht UND erfordert Geduld durch den Patienten. Ein Arzt sollte seine Patienten aufklären,dass man erst mit einer niedrigen Einstiegsdosierung beginnt udn dann langsam steigert bis zur Zieldosis.

Wenn ein Steigerungsschritt zu lang rausgezögert wird gehts dem Patienten wieder schlechter...manchen schlechter als ohne Therapie. Aber ein unaufgeklärter Patient weiss nicht dass jetzt eigentlich ein Steigerung ansteht und er den Arzt daran jetzt erinnern sollte/müsste. Er setzt dann eher das Medikament ab oder sucht einen anderen Arzt. Manche Ärzte scheinen sich auch deshalb zu sträuben Thyroxin zu verordnen.

Manche Patienten werden auch vergesslich bis dement und VERGESSEN, dass sie da lebenslang Thyroxin-Rezepte beim Arzt abholen müssen.

Manche Ärzte dosieren aber auch zu defensiv und machen viele Patienten krank. Manche nennen dann die Patienten nicht einstellbar.

LEIDER ist das alles viel schwieriger als sich die meisten vorstellen, sowohl Patienten als auch Ärzte.

Und was man für Geschichten von den Ärzten manchmal hört. Den meisten Patienten können sie ja alles erzählen. Hole dir bitte alle Blutbilder und Arztbriefe bezüglich der SD als Ausdrucke nachhause.

Vergleiche diese, nehme sie zu anderen Ärzten mit.

Dein Frauenarzt kann Progesteron bestimmen und Vitamin D und TSH, TPO-Antikörper (als Nachweis für Hahsimoto). Vielleicht warst du bisher seroneagtiv. Trotzdm müsste es ein hashimoto sein.

Vergleiche mal die Thyroxindosi die deine Mutter all die Jahre einnahm und welche du verschrieben bekommen hast.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 28. Feb 2015 18:19 
Offline

Registriert: 21. Feb 2015 18:27
Beiträge: 3
Danke für die Antwort.

Also dass mit hashimoto höre ich zum ersten mal, der Begriff ist bis jetzt weder bei meiner Mutter noch bei mir gefallen. Wieso darf ich kein Jod nehmen?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 02. Mär 2015 20:41 
Offline

Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Heute wird SD-Unterfunktion zumeist von hashimoto verursacht. Die Jodmangelprobleme wurden grösstenteils Anfang der Neunziger durch Massenjodierung bis heute ausgeschaltet. Wenn ihr nicht in einsamen österreichischen Alpentälern Euch mit selbstproduzierten Nahrungsmitteln ernährt, dann ist die Ursache deiner Unterfunktion ziemlich sicher auf Hashimoto zurückzuführen. Sicherheit bietet dann bei Euch die Familienanamnese, dass nämlich auch deine Mutter (und höchstwahrscheinlich noch andere weibliche Verwandte) auch an SD-Unterfunktion leidet. Sage das deinen Ärzten. Ich denke, dass ihr die Prädisposition für Autoimmunerkrankungen in der Familie vererbt...gut möglich nicht nur mütterlicherseits sondern auch väterlicherseits. Diese Beobachtung machte Dr. Brakebusch in Konstanz. Und ich stelle immer wieder fest, dass es sehr oft beide Familienhälften betrifft. Man sucht und findet sich scheinbar gegenseitig.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 6 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
design by webcompany
Powered by phpBB © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de