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 Betreff des Beitrags: Bitte auch meine Werte anschauen
BeitragVerfasst: 20. Jan 2006 11:32 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Befund vom Mai 2005

fT3 (1.80-4,20) 2.46
fT4 (0.76-1.80) 1.20
TSH basal (0.35-5.50) 2.47
TSH 30 (2.40-34.00) 20.79
TAK (0.00-60.00) 27.20
TPO (0.00-60.00) 1222.50
TG-WF% (70.00-130) 72,83
TG (0.10-70) 0.30

Sono: Der re SDL misst 13x21, der linke 14x17 mm, beide homogen und unauffällig

Szinti: Normalgroßes Organ mit gering verminderter Aktivitätsanreicherung beidseits.

Diagn: Laborchemisch Verdacht auf inzipiente chronische Autoimmunthyreoitis Hashimoto in einer sonographisch und szintigraphisch unauffäligen SD. Euthyreose sowie reguläre Stimulierbarkeit im TSH Test

Keine Medikamentation erforderlich
----------------------------------------------------------------------
Befund vom 01.2006

fT3 (1.80-4.20) 3.29
fT4 (0.76-1.80) 1.13
TSH basal (0.35-5.50) 0.28

Diagn: Szintigraphisch und sonographisch unauffällige SD. Erhöhter TPO, somit laborchemisch V.a. inzipiente Hashimoto-Thyreoitis. Bei heutiger Kontrolluntersuchung periphere Euthyreose mit gering supprimiertem basalem TSH.

Was hat das alles zu bedeuten?????? Sollte ich nicht doch Medikamente nehmen????

Danke
USCHI


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BeitragVerfasst: 20. Jan 2006 12:02 
Hallo Uschi,

bei Hashimoto kommt es gerade in der Anfanszeit häufiger zu abwechselnder Über- und Unterfunktion.

Bei Hashimoto arbeitet das Immunsystem gegen den eigenen Körper, in diesem Fall gegen die Schilddrüse. Dagegen ist immer noch kein Kraut gewachsen.

Die Überfunktionsphasen entstehen, weil zerstörtes Schilddrüsengewebe auf einmal konzentriert alle gespeicherten Schilddrüsenhormone ins Blut abgeben. Dadurch kommt es zu einem kurzfristigen Überangebot an Schilddrüsenhormone und damit zu einer Überfunktion. Deine Freien Werte sind zwar nicht über der Norm, aber der TSH ist ja unterhalb der Norm, und bedeutet hier die Überfunktionstendenz.

Wenn dieser Prozess stattfindet, kannst du leider nichts dagegen tun ausser----aussitzen und abwarten. Es gibt Thyreostatika, also Schilddrüsenhemmer, jedoch setzen die an einer anderen Stelle an und wirken überhaupt nicht gegen die bei der Zerstörung aufgrund Hashi freigewordenen Hormone.

Da Du keine FTs über der Norm hast, kann es sein, dass die Zerstörung bereits blut- und stoffwechselmäßig abgearbeitet wurde und dass nur noch der TSH hinterherhinkt.

Mein Rat an Dich: Warte nochmals 3 - 4 Wochen ab und lass neue Werte bestimmen. Sie gehen sicherlich wieder in Richtung Unterfunktion.
Bei Deinen ersten Werten, die Du hier reingestellt hast, wäre nach meinem Dafürhalten schon Medikamentengabe notwendig gewesen. Bei Beschwerden gibt man spätestens ab TSH von 2,5 und mehr Hormone. Zudem soll die Schilddrüse entlastet werden, damit sie nicht mehr soviel selbst produziert und damit sie sich vor dem Immunsystem besser versteckt.
Was ich jetzt geschrieben habe, ist leider noch keine allgemeingültige Lehrmeinung, wie sie auf den Hochschulen gelehrt werden. Aber es gibt immer mehr Ärzte, bei denen sich dieses Vorgehen durchsetzt und der Erfolg gibt ihnen Recht. Den Patienten geht es mit Hormon einfach besser.

Nicht scheuen von wegen Arztwechsel. Habe ich auch mehrmals machen müsen.

Alles Gute

Anna-Lena


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BeitragVerfasst: 20. Jan 2006 12:22 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Hallo Anna-Lena !

Nach Durchsicht all meiner Befunde dürfte ich schon im Jahr 2000 Probleme mit der SD gehabt haben, denn auch da war der TSH-Wert schon 3,09, 2003 dann 4,68 und 3,00

Nie wurden mir Medikamente vorgeschlagen, leider !!!! Denn ich habe doch die ärgsten Problemen, wie Angst und Panikattacken, Schweissausbrüche, Schüttelfrost, Konzentrationstörungen. Aber alles wurde auf die Nerven geschoben und ich nehme Psychopharmaka.

Wahrscheinlich hätte ich mir das alles mit der Verabreichung von Hormonen ersparen können.

LG
USCHI


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BeitragVerfasst: 22. Jan 2006 14:18 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Uschi!

Ich kann mich nur Anna-Lenas sehr professionellen Aussage anschließen. Ich tippe auch auf einen Schub, TSH hinkt noch etwas nach und wird aber sicher wieder steigen. In 4-6 Wochen Kontrolle, dann sieht man sicher mehr.

lg
Maria


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BeitragVerfasst: 22. Jan 2006 14:50 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Hallo Maria !

Diese Werte waren vom 10.01.06. Ich gehe noch diese Woche ins Labor und mache eine Kontrolle von TSH, fT3, fT4. Ich habe nämlich am 3.2. einen Termin beim Endo und da kann ich ihm gleich etwas Aktuelles vorlegen. Ich hoffe, er handelt dann endlich und ich bekommen entsprechende Medikamente.

Ich höre immer nur, am Anfang von Hashi kann es vorkommen, dass man von einer UF in eine ÜF fällt. Vor 1 Jahr wurde Hashi bei mir zufällig festgestellt, weil ich eindeutig zu hohe Werte und einen TPO von 1222 hatte. Ich hatte aber schon im Jahre 2000 einen TSH vom 4,5 und alle sagten nur, es ist alles in Ordnung. TPO wurden damals nicht bestimmt. So nehme ich an, dass es bereits seit 6 Jahren Probleme mit der SD gegeben hat, aber keine hat mir je Hilfe angeboten obwohl ich seit 1997 diverse Symptome dafür hatte. Immer hat es nur geheissen, es sind die Nerven.

LG
Uschi


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BeitragVerfasst: 22. Jan 2006 14:58 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Uschi!

Tut mir leid, dass Du schon einen so langen Leidensweg hast. Man kann hier nur sarkastisch sagen: Willkommen im Club! Auch bei mir hat es sehr, sehr lange gedauert, bis das Problem wirklich diagostiziert wurde und dabei sind wir keine Ausnahme.

Ich drück Dir die Daumen, dass Du bald mehr Klarheit bekommst und mit den Medikamenten richtig eingestellt wirst.

Wenn Du spezielle Fragen hast, kannst Du mich gerne über unsere Homepage kontaktieren www.members.aon.at/shg.schilddruese

lg
Maria


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BeitragVerfasst: 22. Jan 2006 15:03 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Liebe Maria !

Ich habe das Gefühl, dass sich die wenigsten Ärzte noch mit der Problematik einer Schilddrüsenerkrankung auseinandersetzen wollen. Und solange die Werte im Refernzbereich sind, heißt es überhaupt nur ales OK.

LG
Uschi


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22. Jan 2006 15:20 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Uschi hat geschrieben:
Liebe Maria !

Ich habe das Gefühl, dass sich die wenigsten Ärzte noch mit der Problematik einer Schilddrüsenerkrankung auseinandersetzen wollen. Und solange die Werte im Refernzbereich sind, heißt es überhaupt nur ales OK.

LG
Uschi


Hallo Uschi!

Natürlich müssen die Ärzte von irgend einem Anhaltspunkt ausgehen und das sind nun mal die Normwerte. Solange die Werte in der Norm sind, ist alles in bester Ordnung.

Allerdings bleibt das persönliche Wohlbefinden auf der Strecke, aber das persönliche Wohlbefinden lässt sich auch nicht mit Zahlen wirklich messen! Jeder Mensch ist ein Individuum und was für den eine passt, muss für den anderen noch lange nicht passen.

Da ist aus meiner Sicht vor allem die Eigenverantwortung des Patienten gefragt, sich dem Arzt mitzuteilen, seine Befindlichkeit zu schildern und ein verständnisvoller Arzt wird auch darauf hören und mit dem Patienten gemeinsam den Weg gehen.

Manchmal dauert es etwas länger bis man einen Arzt findet, der den Menschen auch als Individuum und von einem ganzheitlichen Standpunkt aus betrachtet. Die Suche zahlt sich aber auf jeden Fall aus!

lg
Maria


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