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BeitragVerfasst: 08. Sep 2004 14:38 
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Registriert: 29. Mär 2004 11:26
Beiträge: 64
Wohnort: Oberösterreich
Das werde ich mir jetzt ausdrucken, denn lt. meinen Info´s und Abweisungen, die ich erlebte - ist es anders!
Bei mir stand immer die Diagnose usw. am Rezept, aber ohne Chefarzt gings NIE!


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BeitragVerfasst: 08. Sep 2004 15:56 
Hallo, da du offensichtlich auch von Linz bist und ich gerne Kontakt hätte mit Leuten, die das Kalziumproblem kennen (haben) schreibe ich dir jetzt meine Handy Nr. auf: 0699/10304520. Ich würde mich freuen, wenn du dich da meldest. Briggi


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BeitragVerfasst: 09. Sep 2004 8:15 
Hi Briggi und Stingianny!!

Echt super, Eure Antwort!
Jetzt hab ich noch ein paar Fragen: Woher weiß ich überhaupt, ob meine Nebenschilddrüsen auch entfernt wurden? Aus dem Befund geht nur hervor, dass mir der rechte und linke Schilddrüsenlappen plus angrenzende Lymphknoten entfernt wurden (eben aufgrund pap.Karz.).
Anschließend hatte ich die RJT. Hat mir die RJT ohnehin alle restlichen Schilddr.zellen, inkl Nebenschilddr. zerstört?!
Mißt euer Arzt automatisch euren Kalziumspiegel bei jeder Untersuchung oder nur auf eure Anfrage?

Wegen dem Rocatrol werde ich mich bei der GKK in Graz erkundigen, so wissen wenigstens die Steirer dann Bescheid. Könnte möglich sein dass es auch solche Differenzen wie in OÖ gibt. Muss da mal Klarheit schaffen.


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BeitragVerfasst: 09. Sep 2004 9:54 
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Registriert: 29. Mär 2004 11:26
Beiträge: 64
Wohnort: Oberösterreich
hi,
ich wurde ursprünglich auch nicht informiert, dass die Nebenschilddrüsen heraussen sind, denn dass sollte eigentlich nicht "passieren".
Erst als meine Kalziumwerte nicht mehr stiegen und ich immer mehr Beschwerden bekommen habe, wurde ich informiert, dass 3 Nebenschilddrüsen heraussen sind und 1 Stk. replantiert wurde, aber nicht mehr die Funktionen übernommen hat.
Daher mein immer zu tiefer Kalzium Wert - mein Kalzium Wert wird vom bei jeder Kontrolle gemessen und dazwischen muss ich den WErt 1x mtl. vom Hausarzt messen lassen.
Bei der Einnahme von Kalzium + Rocatrol kann ziemlich viel schief gehen, wenn man die Werte nicht kennt oder extern überdosiert - daher viele Kontrollen!!

lg


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BeitragVerfasst: 09. Sep 2004 16:45 
Hallo,

Rocaltrol kann in Österreich, also in allen Bundesländern, vom Arzt "IND" verschrieben werden. Diese Möglichkeit der Verschreibung wird von der Krankenkasse aber nur für bestimmte Erkrankungen anerkannt. Nebenschilddrüsenunterfunktion zählt leider nicht dazu. Manche Ärzte verschreiben es aber dennoch auch bei anderen Krankheiten.

Die meisten Ärzte verschreiben Rocaltrol nicht "IND", sondern versehen das Rezept mit einer Diagnose und anschließend muss das Rezept dann vom Chefarzt bewilligt werden.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich für einen bestimmten Zeitraum von der Chefarztpflicht bei Rocaltrol befreien zu lassen. In Wien ist dafür ein "Gutachten" des behandelenden Arztes erforderlich und wird dann von der Krankenkase für ca. 1 Jahr gewährt.

Nina


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BeitragVerfasst: 19. Aug 2005 18:29 
Hallo, man hat 4 Nebenschilddrüsen, und dass wirklich alle entfernt werden, kommt doch ausgesprochen selten vor. Meist wurde entweder ein Teil entfernt, oder sie werden durch die Op bloß vorübergehend beeinträchtigt, es ist sehr häufig, dass sie sich wieder erholen, oder dass die verbleibenden es schaffen, die Aufgabe der dann fehlenden zu übernehmen. Ich weiß leider auch nicht, wie viele Nebenschilddrüsen mir entfernt wurden, aus dem Op-Bericht geht das nicht hervor, warum das nie hineingeschrieben wird, weiß ich nicht, scheint aber in Österreich wohl fast Usus zu sein so, in Deutschland wird das hingegen immer vermerkt - allerdings bekam ich schon im Spital Kalziuminfusionen und der Arzt sagte mir auch, dass ich nicht nur Schilddrüsenhormone sondern auch Kalziumtabletten nehmen würde müssen, ich brauchte die am Anfang leider auch in sehr hoher Dosierung (mir wurde bald vom Anblick schon schlecht), eine Zeitlang - ganz kurz - hatte ich auch Rocatrol, aber dann hatten sich meine Werte überraschend gebessert. Also meine Werte besserten sich zusehends, und ich brauche heute deutlich weniger Kalzium, ich nehme es nicht mal mehr täglich (war zuletzt auf täglich 500 mg, angefangen hatte ich glaub ich mit 2000 mg, und dann war ich auf 1000 mg).
Das mit dem Vitamin D stimmt und stimmt auch nicht, was vergessen wird, zu sagen, ist dass Vitamin D Sonnenlicht benötigt, bzw. auch durch Aufenthalt in der Sonne Vitamin D produziert wird (es genügen glaub ich schon 10 min Tageslicht, also es muss keine pralle Sonne sein), dass man Rocatrol (es ist nochmal ein bisschen was anderes als Vitamin D) wirklich dauerhaft braucht, ist meines Wissens ausgesprochen selten. In der ersten Zeit sollte man den Kalziumwert auch recht häufig kontrollieren lassen - wie mein Fall zeigt, kann er sich recht schnell ändern. Auch kann man mit Nahrung (Parmesan, Milchprodukte wie Joghurt usw. - Milch allein ist nicht so gut, das wird irgendwie schlechter aufgenommen wegen den Phosphaten oder so) - da einiges wieder wettmachen, ich hatte eine Zeitlang da sehr drauf geachtet, aber mittlerweile ernähre ich mich wieder ganz normal. Meist merkt man das ohnehin am Kribbeln, wenn man tatsächlich wieder einen Kalziummangel hat. Jedenfalls ist es sicher nicht so, dass Rocaltrol immer und in jedem Fall unumgänglich ist, diese Fälle sind eher die Ausnahme. Meine Werte wurden auch zusehends besser, als ich lang kein Rocatrol mehr nahm.

Liebe Grüße

Elis


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BeitragVerfasst: 20. Aug 2005 21:53 
Hallo Elis,

da hast Du etwas falsch verstanden! Der Körper kann selbst Vitamin D bilden, wenn er Sonnenlicht bekommt. Wenn das Vitamin D dann im Körper vorhanden ist (durch Sonne oder auch, weil man es als Medikament nimmt) wird es in Leber und Niere zu Vitamin-D-Hormon (Calcitriol) umgewandelt und zwar unabhängig vom Sonnenlicht.

Die Umwandlung in der Niere wird aber durch Parathormon aus den Nebenschilddrüsen gesteuert. Bei Nebenschilddrüsenunterfunktion entsteht nicht mehr genug Calcitriol. Da Calcitriol und Parathormon die Calciumaufnahme in den Körper fördern, kommt es bei deren Mangel zur Unterversorgung mit Calcium. Calcitriol kann man als Medikament einnehmen (Rocaltrol, Bocatriol, Decostriol).

Vitamin D einzunehmen ist nur sinnvoll, wenn die Umwandlung zu Calcitriol noch durch Parathormon bewerkstelligt wird. Man geht davon aus, dass (wenn überhaupt) bei Nebenschilddrüsen-Unterfunktion nur sehr hohe Dosierungen (ab 20000 I.E.) noch einen Erfolg bringen können. Ansonsten ist es besser, Calcitriol oder ähnliche Medikamente einzusetzen. Osteoporose-Medikamente mit 400-800 I.E. Vitamin D plus Calcium sind für Nebenschilddrüsenpatienten wenig geeignet. Ausführliche Info unter www.insensu.de

Viele Grüße Frauke


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BeitragVerfasst: 21. Aug 2005 14:18 
Hallo Frauke,

vielen Dank, das schien ich wirklich falsch verstanden zu haben. Aber dass sich die Nebenschilddrüsen wieder erholen können bzw. die restlichen die Funktion der anderen übernehmen, scheint ja doch zu stimmen, sonst hätten sich meine Werte nicht zusehends bessern können - ich nahm Rocaltrol genau eine Woche. Warum Calcium + Vitamin D schlecht ist, würde mich auch interessieren - ich hatte genau die Frage, ob irgendwas dagegen spricht, Calcium + Vitamin D anstelle von reinem Calcium (bei totalentfernter Schilddrüse mit Nebenschilddrüsenproblemen) vor Monaten mehrmals in verschiedenen Foren gestellt, mir wurde da aber nie gesagt, dass es schlecht wäre, das zu nehmen. (Der Grund warum ich umgestiegen bin, ist, dass ich die grauslichen Brausetabletten kaum mehr vertragen konnte - ist ja auch eine Tortur, wenn man seit Ewigkeiten sonst n i e Kohlensäure trinkt, und das sich dann täglich literweise zuführen muss, ich hatte schon ständig Aufstoßen davon und schlecht wurde mir auch mitunter, und deshalb auf Kautabletten umgestiegen bin, aus irgendeinem mir völlig unerklärlichen Grund die Kautabletten aber von der Krankenkasse nur in der Vitamin D-Kombination übernommen werden. Und da ich damals noch jede Menge davon brauchte anfangs, war das schon ein Faktor. Mittlerweile nehm ich sie, wie gesagt, nicht mehr täglich ein. Mich würde interessieren, welche schlechten Auswirkungen Calcium + Vitamin D nun hat? (Ist nämlich rein theoretisch möglich, dass ich die hatte, aber nicht auf die Idee kam, die darauf zurückzuführen.)

Liebe Grüße,

Elis


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BeitragVerfasst: 21. Aug 2005 21:46 
Hallo Elis,

auf einer Info-Seite der Uni-Klinik Münster zu Nebenschilddrüsenunterfunktion heißt es
"Bitte keine Präparate verwenden, die gleichzeitig Vitamin D oder Vitamin D3 enthalten! Diese Präparate sind vor allem für die Behandlung der Osteoporose bei Pat. mit normaler Nebenschilddrüsenfunktion gedacht! ...
Patienten mit Nebenschilddrüsenunterfunktion nehmen ihr Calcium oft symptomabhängig ein. Bei einem Kombinationspräparat mit Vitamin D führen sie dann auch unkontrolliert vermehrt Vitamin D zu. Dies kann aber zu einem gefährlichen Anstieg das Calciums im Blut führen!"
Ausführlich nachlesen kannst Du das unter
http://www.uni-muenster.de/Nuklearmediz ... opar2.html

Viele Grüße
Frauke


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BeitragVerfasst: 24. Aug 2005 19:48 
Hallo Frauke, vielen Dank - ich hab dort direkt hingeschrieben und eine sehr nette Antwort erhalten :-) Also in meinem Fall (hatte konkret angegeben, welches Präparat ich nehme und wie oft) ist das Vitamin D unbedenklich (ist nicht so viel drin), allerdings dürft ich sogar eher unterversorgt sein damit und ist das ganze nicht so optimal.

Alles Liebe,

Elis

Gast hat geschrieben:
Hallo Elis,

auf einer Info-Seite der Uni-Klinik Münster zu Nebenschilddrüsenunterfunktion heißt es
"Bitte keine Präparate verwenden, die gleichzeitig Vitamin D oder Vitamin D3 enthalten! Diese Präparate sind vor allem für die Behandlung der Osteoporose bei Pat. mit normaler Nebenschilddrüsenfunktion gedacht! ...
Patienten mit Nebenschilddrüsenunterfunktion nehmen ihr Calcium oft symptomabhängig ein. Bei einem Kombinationspräparat mit Vitamin D führen sie dann auch unkontrolliert vermehrt Vitamin D zu. Dies kann aber zu einem gefährlichen Anstieg das Calciums im Blut führen!"
Ausführlich nachlesen kannst Du das unter
http://www.uni-muenster.de/Nuklearmediz ... opar2.html

Viele Grüße
Frauke


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