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 Betreff des Beitrags: operation erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 01. Sep 2011 21:26 
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Registriert: 30. Aug 2011 22:06
Beiträge: 2
hallo mal!

ich lese schon länger bei euch mit und möchte euch, aus gegebenem anlass, meine erfahrungen mit basedow bzw. fast-total-entfernung der SD mitteilen.

genau vor einer woche wurde ich im kaiserin-elisabeth-spital von OA dr. kober operiert und mir gehts so gut wie seit monaten nicht.

meine SD geschichte beginnt irgendwann 2004 mit dem verdacht auf gehirntumor(verrückte hormonwerte!). kein tumor, dafür hashimoto. wurde medikamentös gut eingestellt.

2007 bei einer szintigrafie (warmer knoten unauff.) meinte der arzt dann, das ist kein hashimoto. ich wäre gesund. keine medikamente mehr!!! ich hatte auch zu diesem zeitpunkt weder beschwerden noch bedenken.

2009 geburt meines sohnes :-)

bald nach dem abstillen bekam ich diverse zustände, die ich alle nicht auf die SD zurück führte. ich schwitze furchtbar viel, meine augen waren geschwollen, ich war gereizt (mein mann hat mich gehaßt), wahnsinnig unreine haut (vorallem am rücken). also untersuchungen. aber nie bei meiner "alten" SD ärztin. allergietests, frauenärztin, ich hatte alle durch...
dann hatte mein sohnemann scharlach und wir mußten zur kontrolle auf die kinderstation. nachdem der OA den kleinen angeschaut hatte, meinte er, ob ICH denn wegen meiner SD eh in behandlung wäre. man sehe nämlich, dass da was wäre.

also, SD ärztin (frau dr. pfleger - sehr empfehlenswert!) und diagnose basedow!

so, da saß ich nun mit dem kollegen basedow. hormone, betablocker, das volle programm über ein paar monate. meine wert spielten verrückt und die EO wurde immer schlimmer. ich hab zum schluß mein eigenes gesicht nicht mehr erkannt. teigig, aufgedunsen, verschwollen, haarausfall...furchtbar.

anfang sommer dann die entscheidung: OP.

auf empfehlung meiner ärztin zu OA dr. kober. ich war von anfang an von diesem mann überzeugt. freundlich, kompetent, einfühlsam, witzig...

und da war ich dann letzte woche am op-tisch im KES. ich bin am mittwoch abend "eingerückt" und donnerstag früh operiert worden. mittags aufwachstation, 14h bettenstation, 17:30h das erste glas wasser.
die erste nacht war hart. nur am rücken schlafen, die drainage und die infusion noch drin (schläuche überall!), aber schmerzfrei. ich hatte auch da schon das gefühl, meine augenschwellungen wären weniger.
nächster tag schläuche raus, frühstücksbuffet (!), mittagessen, visite (nächster tag entlassung!!!), abendessen.
tag2 nach op: frühstücksbuffet, nähte entfernen, heim!!!

ich nehme seit dem tag4 nach op die medikamente. die betablocker werden ausgeschlichen.
mit gehts blendend. und alle meine freunde sagen, ich sehe auch blendend aus. die EO ist wieder zurück gegangen (nicht ganz, aber deutlich besser), mein gesicht bekommt seine konturen wieder, die haare bleiben oben, ich bin ausgeglichen, hab spass am leben.

ich will euch mit meinem (langen) erfahrungsbericht mut machen. wenn meine genesung so fortschreitet (auf-holz-klopf) dann bin ich mehr als glücklich.
habt keine angst vor der op. das ist tatsächlich weniger wild als befürchtet. ich war erstaunt wie schnell man wieder auf den beinen ist. die narbe zwickt natürlich (ist ja auch nicht grad klein), aber das ist mir bei meinem gesamt-körpergefühl wurscht.

hoffentlich konnt ich jemanden da draussen ein bissi weiterhelfen. ich freue mich auch über nachrichten von euch.

schönen abend noch und haltet die ohren steif!


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 Betreff des Beitrags: Re: operation erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 02. Sep 2011 7:41 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
picnicfru hat geschrieben :
> hallo mal!
>
> also, SD ärztin (frau dr. pfleger - sehr empfehlenswert!) und diagnose
> basedow!
> und da war ich dann letzte woche am op-tisch im KES. ich bin am mittwoch
> abend "eingerückt" und donnerstag früh operiert worden. mittags
> aufwachstation, 14h bettenstation, 17:30h das erste glas wasser.
> die erste nacht war hart. nur am rücken schlafen, die drainage und die
> infusion noch drin (schläuche überall!), aber schmerzfrei. ich hatte auch
> da schon das gefühl, meine augenschwellungen wären weniger.
> nächster tag schläuche raus, frühstücksbuffet (!), mittagessen, visite
> (nächster tag entlassung!!!), abendessen.
> tag2 nach op: frühstücksbuffet, nähte entfernen, heim!!!


hallo !

danke für deinen erfahrungsbericht. wer hat denn seinerzeit hashimoto bei dir festgestellt?
warum jetzt plötzlich basedow - wurden immer antikörper bestimmt?
was hat denn der befund ergeben - konnte man auch da basedow nachweisen?

ich kenne dr.pfleger von meiner hashianfangszeit. als sie jedoch ihre ordi in wien geschlossen hat bin ich seither bei dr.zettinig in betreuung.
ich hatte einmal bei fr.dr.pfleger auch aufgrund meiner momentan aufgetretenen augenbeschwerden neue werte machen lassen, wobei auch da bei ihr erhöhte TRAK festgestellt wurden. sie meinte es handelt sich um eine fehlmessung.

sicherheitshalber habe ich bei dr.zettinig eine 2.meinung eingeholt und tatsächlich war von basedow keine spur und es blieb bis heute bei hashi, aber ohne knotenbildung - somit ist auch keine op nötig. mein mann wird jedoch aufgrund eines kalten knotens und struma im okt bei den barmh.schwestern operiert. heute ist dort tag der offenen türen und wenn wir es zeitlich schaffen, wollen wir uns mal vorinformieren.

du schreibst am 2. tag wurden bei dir bereits die nähte entfernt und du durftest auch bereits dann nach hause. meinem mann wurde gesagt er muss 5-6 tage im spital bleiben. er bekommt selbstauflösende nähte.

hattest du probleme mit den stimmbändern?

lg MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: operation erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 02. Sep 2011 7:43 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
sorry mein eintrag wurde 2x ins forum gestellt - hab ihn jetzt 1x gelöscht

lg MAUS


Zuletzt geändert von Maus am 02. Sep 2011 19:57, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: operation erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 02. Sep 2011 19:50 
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Registriert: 30. Aug 2011 22:06
Beiträge: 2
hallo maus!

wie die genauen umstände in den jahren 2005-2007 waren, kann ich dir beim besten willen nicht mehr sagen.

tatsache ist bzw. war, das meine SD zum schluß 68ml gemessen hat, ich 2 mehr knoten besaß, die EO unerträgliche wurde und mein ruhepuls, ohne inderal, auf gut 120 war. ich denke, dass sind doch auch, neben allen meßergebnissen, hinweise auf basedow.

mit der stimme habe ich kleinere "probleme". das linke stimmband bewegt sich nicht und meine stimme klingt wie joe cocker. es stört mich aber im moment noch nicht, mal "leiser" zu treten. ab nächster woche bin ich in logopädischer behandlung. da ich weder opernsängerin noch schauspielerin bin, stört es mich tatsächlich nicht. meine sohn hört so auch auf mich und mein mann muß halt mal genauer hinhören ;-)

zu fr. dr. pfleger: ich kann nur das sagen, was ich erfahren habe und ich bin sehr zufrieden mit ihr.

mir wurden tatsächlich am 2. tag die nähte entfernt und mit strips verklebt. die naht innen ist natürlich eine selbstauflösende. meine ursprüngliche info war auch 5 tage spital mindestens. da dr. kober zwei der nebenschilddrüsen gut erhalten konnte, hatte ich mit dem calcium gar kein problem. meine zimmerkollegin mußte kalzium zu sich nehmen und wurde einen tag länger im spital behalten.

ich wünsche dir und deinem mann alles gute für die zukunft und eine erfolgreiche op. ich bin schon auf eure erfahrungen gespannt. im oktober hat sich auch bei mir schon wieder viel getan. vielleicht bin ich dann gar nicht mehr so positiv, mal sehen.

glg


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 Betreff des Beitrags: Re: operation erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: 02. Sep 2011 20:14 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo nochmal !

na ich bin gespannt, wie das bei meinem mann mit den nähten sein wird. er hat wie gesagt einen kalten knoten und es wird sich erst wärend der op zeigen ob er bereits bösartig geworden ist. dann muss die ganze sd entfernt werden samt einigen lymphknoten. derzeit wissen wir aber nicht ob das mit der der op auch wirklich klappen wird, da er unter lungenhochdruck leidet und der hausarzt meinte heute

"und wer traut sich bei lungenhochdruck zu, diese op zu machen"?

jetzt muss ich erst mal mit seiner internistin reden, die ihn ja wegen seinem herz betreut und vom LH-weiß bzw ihm seit märz festgestellt hat. vielleicht bekommt er jetzt keine freigabe - irgendwie ist jetzt alles noch viel unsicherer geworden.

wegen deinen hohen ruhepuls, sagt dies keineswegs etwas über basedow aus, da auch wir hashimotobetroffene sehr, sehr oft wenn wieder mal unsere kröte verrückt spielt und herzrasen, unruhe, sehstörungen und auch trockenen augen leiden. ich habe auch zeitweise inderal genommen, damit ich ruhiger wurde.

seit mai spinnt wieder mein herz und meine schilddrüse und derzeit nehme ich einen anderen betablocker, sonst würde ich den tag vor lauter herzrasen nicht schaffen. mich hätt es nur interessiert, ob jetzt nach der operation bei dir eindeutig basedow festgestellt wurde. ausserdem gibt es ja auch eine mischform von hashi/basedow. ich hatte das seinerzeit mit dr.pfleger besprochen.

fährst du zu ihr aufs land oder hat sie im spital sprech bzw. ordistunden?

lg
MAUS


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