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 Betreff des Beitrags: Angst vor Operation und dem Danach
BeitragVerfasst: 30. Jul 2004 18:55 
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Registriert: 30. Jul 2004 18:08
Beiträge: 4
Wohnort: Wien
Ich war vorige Woche bei einer sehr guten Nuklearmedizinerin zur Untersuchung meiner Schilddrüse. Aus vorangegangenen Befunden wusste ich, dass ich im rechten Schilddrüsenlappen einen 1,5 cm großen Knoten habe, der weder kalt noch warm war (so hat man mir gesagt), und im linken Lappen hätte ich 2 kleine Knoten. Das neue Ergebnis der gründlichen Untersuchung durch Ultraschall und Szintigraphie (genauen Befund habe ich noch nicht) sagt aus, dass ich einen kalten Knoten, nicht glatt begrenzt, von nunmehr 2 cm habe und die 2 kl. Knoten keine Knoten wären, sondern ein Anzeichen auf Hashimoto seien. Die Ärztin hat mir momentan keine medikamantöse Therapie vorgeschlagen, sie meint ich müsse dringend in nächster Zukunft den Knoten entfernen lassen. Ich habe mich beim Chirurg meiner Wahl noch nicht vorgestellt, weil ich noch den Befund abwarte, um ihn mitzunehmen.

Vielleicht kann mir jemand folgende Fragen beantworten:Kann sich ein Knoten plötzlich von normal in einen kalten umwandeln?
Werden kleine Veränderungen durch Hashimoto auch entfernt?
Wieviel wird mir nach der Operation vermutlich von meiner Schilddrüse bleiben?
Ich lese ständig vom großen Problem der Gewichtszunahme durch Einnahme der Hormone. Sind das nur kleine Prozentsätze oder betrifft es jeden, der diese Medikamente einnehmen muss und werde somit auch ich mit ziemlicher Sicherheit so um die 25 kg zulegen?
Danke für Beantwortung


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31. Jul 2004 14:48 
Hallo,
ich kann dir nicht alle deine Fragen beantworten, ich weiß nur, dass kalte Knoten bösartig werden können und daher entfernt werden sollten.
Falls beide Lappen voller Knoten und Zysten sind, müssen beide entfernt werden, da die Schilddrüse zum Teil ja nachwachsen kann und dann musst du dich ein zweites Mal operieren lassen.

Bei mir wurde im April die Schilddrüse wegen mehrerer heißer und eines kalten Knotens (3,5 cm) fast zur Gänze entfernt. Ich hatte keine Probleme bei der OP und mir geht es seitdem gut. Vor allem mein Hals ist nun schön schlank.
Vor der OP habe ich 4 kg abgenommen und dieses Gewicht habe ich trotz Einnahme von Thyrex 0,1 noch immer.
Ich nehme Thyrex seit über 20 Jahren ein und habe nie besondere Gewichtsprobleme gehabt, außer, dass man altersbedingt (ich bin über 40) sowieso leichter zunimmt.
Also, es betrifft sicher nicht jeden, der ein SD-Hormon einnimmt, dass er automatisch zunimmt, es ist nur leichter, alles auf die Schilddrüse oder das Medikament zu schieben.

Liebe Grüße!
Renate


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01. Aug 2004 9:29 
Hallo Renate!

Danke für Deine Antwort. Schön ist, dass Du Dein Gewicht trotz Einnahme der Hormone so super halten konntest.

Ich war immer sehr dünn. Dann hat man im Jahre 1996 Knoten entdeckt und ich habe Levothyroxin bekommen. Ich habe dieses Medikament nur 2 Monate geschluckt, weil ich darauf starke Herzrhythmusstörungen bekommen habe. (32.000 Zusatzsystolen/24 Std.) Und irgendwie glaube ich heute, dass durch die Einnahme und das Absetzen der Hormone in meinem Körper alles durcheinnader geraten ist.. Seit diesem Zeitpunkt habe ich viele Probleme. Meine Blutung bekomme ich nur mehr selten, seit 6 Jahren muss ich Statine wegen hohen Cholesterinspiegel nehmen, dann brauche ich noch Blutdrucktabletten gegen den hohen Blutdruck und außerdem habe ich in diesen 8 Jahren 20 kg zugenommen. Viel esse ich eigentlich wirklich nicht und abzunehmen ist wirklich nur mit höchster Anstrengung möglich.
Ich weiß, dass ich nach der OP auf alle Fälle Medikamente nehmen muß, was aber, wenn ich wieder dir Rhythmusstörungen bekomme. Glaubst Du, das dann ein Wechsel des Medikamentes helfen könnte oder muss ich dann auch noch ACE-Hemmer schlucken?

Ich bin 47 Jahre.

Liebe Grüße!
Christa


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01. Aug 2004 15:59 
Hallo Christa!
Ich denke schon, dass der Wechsel zu einem anderen Schilddrüsenhormon etwas bringen kann, weil man eben das eine gut und ein anderes wieder schlechter verträgt.
Wie gesagt, ich nehme seit über 20 Jahren Thyrex und hatte nie Probleme, auch nicht mit der Schilddrüse, wenn nur nicht dieser riesige kalte Knoten gewesen wäre. Daher habe ich mich mit meiner Krankheit, die ich aber nie als solche betrachtet habe, kaum befasst, erst vor der OP.
Da bekam ich auch Angst vor dem Danach, einer eventuellen Unterfunktion und Gewichtszunahme. Mein Arzt hat mich beruhigt, er meinte, wenn ich so gut mit Thyrex eingestellt bin, werde ich auch nachher keine Probleme haben. Er hat jetzt die Dosis von 1 Thyrex pro Tag auf 1 1/4 erhöht, da der TSH-Wert im oberen Normbereich ist und kurz erwogen, auf Euthyrox zu wechseln, diesen Gedanken aber dann wieder fallen gelassen.
Ich habe 67 kg bei einer Größe von 1,60 m, vor einem halben Jahr hatte ich noch 71 kg. Aus lauter Angst vor einer Gewichtszunahme und auch vor der OP habe ich dann abgenommen. Viel trinken hilft dabei sehr!
Ich bin 43 Jahre und habe derzeit auch keine Blutung, vermutlich durch die Dreimonatsspritze, hatte aber auch, als ich die Pille nahm, fast keine Blutung mehr.
Ich weiß nicht, ob deine Herzrhytmusstörungen durch das Medikament entstanden sind, hast du es von selbst abgesetzt oder hat dir der Arzt dazu geraten?
Hast du seither keine Hormone mehr eingenommen?
Vermutlich hätte ein Wechsel des Hormones dir geholfen. Ich kenne Frauen, die nach der OP auch Probleme mit der Medikamenteneinstellung hatten, nach ein paar Wochen oder Monaten hat sich das meistens eingependelt.

Liebe Grüße!
Renate


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01. Aug 2004 16:51 
Hallo Renate!

Zwei von einander unabhängige Internisten haben mir damals dazu geraten, die Schilddrüsenmedikamente nicht mehr zu nehmen, da sie angeblich selbst schon erlebt haben, dass es bei so vielen Zusatzsystolen sogar zum Herzkammerflimmern kommen kann. Und auch ich habe mich dabei furchtbar gefühlt. Was mache ich aber nach der OP, wenn es vielleicht wieder so weit kommt. Ich kann nur hoffen, dass ich dann ein anderes Medikament finde. Meine Nuklearfachärztin hat bereits von einer Kombitherapie gesprochen.

Vor ein paar Jahren habe ich auch noch super abnehmen können. Jetzt geht momentan nichts mehr, selbst wenn ich gar nichts esse und nur trinke. Machmal habe ich am Abend um 7cm mehr Bauchumfang als in der Früh, obwohl ich fast nichts gegessen habe. Ich stecke anscheinend in einer UF. TSH im Jänner 3,98. Neue genaue Blutwerte bekomme ich hoffentlich bald. Die Blutabnahme war vor 10 Tagen. Wenn Montag der Befund nicht mit der Post kommt, werde ich einmal nachfragen. Das dauert jetzt schon wirklich sehr lange.

Ich habe vor, mit meinen Befunden zu Dr. Hermann (Elisabethspital) in die Privatordi. zu gehen. Kennst du Ihn? Findest du die Entscheidung gut? Wer hat dich operiert?

Gruß, Christa


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01. Aug 2004 22:07 
Hallo Christa,
von Dr. Hermann habe ich schon sehr viel gehört. Er hat eine sehr gute Homepage zum Thema Schilddrüse www.drhermann.at
Ich habe vor der OP viel dort nachgelesen.
Das Elisabethspital hat einen sehr guten Ruf, was Schilddrüsen-OPs betrifft, ich kenne auch einige, die dort waren. Ich selbst war in der Rudolfstiftung, wo auch meine Mutter vor ca. 15 Jahren operiert wurde und war sehr zufrieden. Ich wurde von Dr. Beckerhinn operiert und hatte keinerlei Komplikationen, sodass ich am 2. Tag nach der OP wieder nach Hause durfte.
Mein TSH liegt derzeit bei 4.05 (Norm: 0.35 - 5.50)
Da er an der oberen Grenze liegt, wurde die Dosis von 1 Thyrex auf 1 1/4 erhöht, damit wird auch verhindert, das etwas nachwächst.
Wenn deine Blutabnahme bereits vor 10 Tagen war, sollte der Befund längst da sein. Bei mir dauert das immer etwa 2-3 Tage, bis ich die Werte bekomme.
Ich gehe immer in die Schilddrüsenambulanz der Wiener Gebietskrankenkasse Wien-Süd in der Wienerbergstraße, und zwar auch schon über 20 Jahre.

Liebe Grüße!
Renate


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Aug 2004 10:40 
Hallo Renate!

Habe gerade meinen Befund bekommen:

Szintigraphie: Es stellt sich ein mäßiggradig vergrößertes asymmetrisches rechtsbetontes Organ dar. Im Bereich des rechten Schilddrüsenlappens craniozentral fehlende Radionulidanreicherung.
Linker Schilddrüsenlappen: etwas inhomogen herabgesetzt speichernd.

Sonographie: Rechter Schilddrüsenlappen: inhomogen strukturiert, enthält craniozentral eine äußerst solide, inhomogene, echoarme, unscharf abgrenzbare Formation mit einem DM von max. 20 x 12 mm. Volumen rechts: 19 ccm
Linker Schilddrüsenlappen: inhomogen echoarm kleinknotig strukturiert. Volumen links: 7,0 ccm

TSH(basal) 1,97 (0,25-4,2)
freies T4 1,19 ((0,9-1,9)
freies T3 5,03 ((3,00-7,50)
TG 43,99 ((0-200)
anti-TPO 6,78 (0-63)
Calcitonin <1 (0-6)
bio-iPTH 13,5 (6-40)

Die Werte sind ohne Med. in Ordnung. Die Ärztin schlägt die chir. Sanierung vor. Also werde ich mich demnächst bei Dr. Hermann vorstellen.

LG, Christa

L


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Aug 2004 12:47 
Hallo Christa,
wurde bei dir keine Punktion vorgenommen? Bei kalten Knoten wird das gemacht, um Bösartigkeit auszuschließen. Bei mir kam ein Befund mit unklarem Zellbild heraus, das hieß, mir wurde empfohlen die Schilddrüse chirurgisch sanieren zu lassen, damit ich auf der sicheren Seite bin.

Aber du scheinst ja ohnehin bereits zur OP entschlossen zu sein (was bei mir nicht gleich der Fall war) und nun stellt sich die Frage, wieviel dir von deiner Schilddrüse bleiben wird.

Schreibe dir alle deine Fragen auf einen Zettel, wenn du zum Arzt gehst,
damit du nichts vergisst. Ich habe alle, den Internisten, die Schilddrüsenärztin und auch die Chirurgen solange mit Fragen gelöchert, bis ich auf alles eine Antwort hatte. (Wenn auch nicht immer die selbe)

Lass mich wissen, wie es bei dir weitergeht!

Liebe Grüße!
Renate


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Aug 2004 13:14 
Hallo Renate!

Du hast recht, ich werde mir alle meine offenen Fragen aufschreiben. Sonst vergesse ich eh wieder die Hälfte, wenn ich beim Arzt bin.

Eine Feinnadelpunktion wollte sie nicht machen, weil sie der Meinung ist, dass er sowieso raus gehört - der Knoten ist nicht glatt begrenzt - er gefällt ihr nicht. Die Punktion bringt kein sicheres Ergebnis bei der Größe. Wenn man ihn links mit der Nadel trifft, ist es nicht ausgeschlossen, dass am rechten Ende entartet ist und man wiegt sich schon in Sicherheit und schiebt die OP vor sich her.

Ich kann aber frühestens im Oktober gehen. Mein Mann geht diese Woche in Urlaub und wir wollen das Badezimmer in unserem Haus machen. Außerdem habe ich im Moment eine Beifußallergie (August) und anschließend reagiere ich noch sehr heftig auf Ragweed (Sept.) Wenn es recht sonnig ist und nicht regnet, muss ich Tabletten nehmen. Darum werde ich erst frühestens im Okt. gehen. Auf ein paar Monate auf oder ab wird es sicher nicht ankommen. Ich glaube auch nicht wirklich, das der Knoten bösartig ist, dann hätte ich nicht so super Blutwerte, wohlgesagt ohne Hormoneinnahme.

LG, Christa


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Aug 2004 13:41 
Hallo!
Hast schon recht, auf Feinnadelpunktionen kann man sich nicht verlassen,
bei mir hat diese auch nichts ergeben, bei der drauffolgenden Operation
hat die anschliessende pathologische Untersuchung ein SD-CA in Rein-
kultur ergeben.

Kalte Knoten sollten grundsätzlich entfernt werden, und zwar rechtzeitig, eine Krebsoperation
nach vielen Jahren, so mit 60 oder 70 Jahren im Alter, ist keine gute Sache.

LG Georg.


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