Logog Schilddrüsenforum


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BeitragVerfasst: 24. Mär 2009 18:05 
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Registriert: 12. Jan 2009 11:12
Beiträge: 17
Wohnort: Oberösterreich
Hallo

Wie gesagt wurde ich am 10.3. 2009 operiert totale entfernung der SD wegen Schilddrüsenkrebs. Habe dadurch eine Stimmbandlähmung auf der rechten Seite. Bin sehr heißer. Laut sprechen kann ich auch nicht. Bin zur Zeit nicht immer gut verständlich. Habe schon Logopädentermin mache auch meine Übungen.

Hatte das irgendwer von Euch auch und wie lange hat das bei Euch gedauert.

Der Chirurg hat mir bestätigt das er die Stimmbänder nicht verletzt hat.

Aber wie lange es dauert konnte er nicht sagen.

Er meinte nur meine Kinder würden sich freuen. * lol*

Würde mich über eine Antwort freuen.

LG biggi


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BeitragVerfasst: 24. Mär 2009 20:10 
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Registriert: 07. Nov 2005 21:49
Beiträge: 40
Liebe Biggi!

Mir wurde im November 2005 meine gesamte Schilddrüse entfernt, wobei die Nebenschilddrüsen erhalten geblieben sind.
Ich hatte bereits vor der OP eine Stimmbandlähmung links, da ein autonomes Adenom die Stimmbänder abgedrückte und ich dadurch eine Notoperation hatte, weil ich auch keine Luft mehr bekam.

Auch meine Stimmbänder wurden bei der OP nicht verletzt.
Ich hatte nach der OP massive Probleme beim schlucken, atmen und sprechen konnte ich überhaupt kaum mehr.
Auch ich bekam diese dumme Aussage von einigen Ärzten: "Da wird sich ihre Familie aber freuen."
Nimm sowas bitte nicht ernst, denn Leute, die das sagen, haben keine Ahnung was es heisst, eine Recurrensparese zu haben.

Ich war 6 Monate lang bei einer Logopädin, die mich wie ein Kleinkind wieder aufgebaut hat. Allerdings musst du absolut konsequent deine Übungen machen, auch, wenn du dir dabei echt dumm vorkommst.

Ich habe auch die Cranio Sacraltherpie durch eine Logopädin machen lassen und habe mich auch von einer Ostheopatin betreuen lassen.
Das hat alles ernorm viel Geld verschlungen, mir aber letztendlich (sicher auch dank meiner konsequenten Art) sehr geholfen.
Nach 6 Monaten (im April 2006) konnte ich wieder sprechen. Anfangs war die Stimme dünkler, als ich es gewohnt war und leicht krächzend. Jedoch täglich wurde es besser und heute ist es so, dass meine Stimme kräftiger ist, als sie vor der OP war, was ich persönlich auf die logopädischen Übungen zurück führe.
Du kannst dir meine Beiträge von damals durchlesen und wirst merken, wie verzweifelt ich war.
Ich hörte damals ständig, dass ich einfach nur Geduld brauche. Ich konnte dieses Wort schon nicht mehr hören, aber........es STIMMT.

Weiters habe ich sehr viel Salbeitee getrunken und Salbeizuckerln gelutscht, ansonsten aber ernährungsmässig normal gegessen wie sonst auch. Nur der Hals sollte nicht austrocknen, also viel trinken.

Das hat meinen Stimmbändern bestimmt auch geholfen. Und wenn es draussen kalt war, ging ich nur mit einem Schal über dem Mund hinaus, sodass ich mir nicht noch zusätzlich eine Verkühlung oder Halsschmerzen einfangen konnte.

Es war eine echt harte Zeit, weil ich eben auch diese Atem- und Schluckprobleme hatte, aber du siehst, es ist vorüber gegangen und heute ist, was das betrifft, wieder alles in Ordnung.

Ich habe auch nach der OP enorm viel abgenommen, als dann die Hormone angesprochen haben, ziemlich viel zugenommen, aber seit etwas mehr als einem Jahr kann ich die 19 kg, die innerhalb weniger Monate abnahm, halten und zwar absolut problemlos.

Ich hab mein Leben sehr gut im Griff, auch wenn ich noch an einer anderen Erkrankung leide, nehme meine Hormone und manchmal setze ich mich hin und mache einen Teil der lustigen Übungen von damals nochmals, nur um mir zu beweisen, dass es jetzt so klingt, wie mir damals meine Logopädin vorher gesagt hat.

Ich wünsche dir alles Gute und sage den dummen Satz: Es wird gut, bitte hab Geduld.

Ganz liebe Grüße

Karin


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BeitragVerfasst: 24. Mär 2009 22:18 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Liebe Biggi,

mir ging es wie Dir und Karin, jedoch hatte ich eine beidseitige Stimmbandlähmung. Diese wurde von zwei unabhängigen HNO-Fachärzten als irreversiebel bezeichnet.

Ich habe jedoch nicht aufgegeben und täglich bei einer Logopädin und dann auch noch zu Hause geübt. Es war sehr mühsam doch ich habe es konsequent durchgezogen. Und nach 6 Monaten wurde meine Stimme von Tag zu Tag besser.

Also Kopf hoch, es wird alles wieder gut. Mehr kann ich zu Karins Ausführungen auch gar nicht hinzufügen.

Ganz liebe Grüße
Ernst

"Manchmal ist es notwendig, dass das Dach einstürzt damit man den Himmel wieder sehen kann"


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BeitragVerfasst: 25. Mär 2009 8:57 
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Registriert: 12. Jan 2009 11:12
Beiträge: 17
Wohnort: Oberösterreich
Hallo

Danke Karin und Ernst.
Jetzt weiß ich auch von wo meine Atembeschwerden herkommen. War dewegen am Montag beim Arzt weil ich nicht mal schneller gehen kann. Dann glaub ich jedesmal die Luft wird mir zu wenig. Mein Hausarzt meinte nur das ist die Schwellung von der OP da es ja erst vor 2 Wochen war. Er meinte auch das hört man ja bei der Stimme das das ganze noch Zeit braucht ?!

Ich hatte schon Angst das ich etwas an der Lunge abbekommen hab.
Mein größter Tumorknoten war 3 cm. Aber meine Untersuchung hat ergeben das ich GOTT SEI DANK !!! keine Metastasen habe.

Ach Ernst das mit dem Jod hat mir im Krankenhaus keiner so ausführlich gesagt. Es hieß nur strikte vermeidung exogener Jodzufuhr ??
Ich fragte dann die Ärztin und die sagte keinen Fisch und kein jodiertes Salz verwenden. und sonst sagte sie mir nichts. Jetzt hab ich gelesen das ihr überall voll aufgepasst habt auch bei Brot !!!

Bin entsetzt. Wie schaut es dann aus wenn ich nach der Therapie auf Tabletten eingestellt werde ?? Von wegen Jod ?

Ich hab auch ein wenig Angst wegen dem Gewicht da ich sowieso Übergewichtig bin meinte der Arzt ich muß nach der Op aufpassen nicht noch mehr zuzunehmen.
Stelle mich momentan jedesmal auf die Waage wenn ich gegesssen hab.

Ich weiß das ist blöd aber dieser Arzt hat mir schon sehr zugesetzt.

LG Birgit


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BeitragVerfasst: 25. Mär 2009 9:27 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Hallo Bigi,

mach Dir keinen Kopf wegen nachher. Nach der RJT kehrt das ganz normale leben zurück. Sobald du Deine SD-Hormone wieder nehmen kannst, wird es dir auch allgemein (Stimmung, Psyche) viel besser gehen, wirst sehen...:-)

Wenn Du dein SD-Hormon nimmst, brauchst Du auch wegen des Jod nicht mehr aufpassen. Du kannst alles normal essen und einfach so leben wie zuvor.

Wegen Gewicht. ich hatte in den 5 Wochen Unterfunktion vor der ersten RJT wegen des schlechten Stoffwechsel so ca. 5 Kg. zugenommen. Die konnte ich jedoch durch konsequentes Laufen und Radfahren, schwimmen etc. wieder runterkriegen, jetzt halte ich schon seit 2 Jahren mein Gewicht.

Wenn Du professionelle Hilfe brauchst, wende dich an eine Krebshilfestelle in Deiner Nähe, dort gibt es ausgezeichnete Psychoonkologen.

Alles Liebe
Ernst

"Oft muß erst das Dach einstürzen, damit man den Himmel wieder sehen kann."


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BeitragVerfasst: 25. Mär 2009 10:03 
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Registriert: 07. Nov 2005 21:49
Beiträge: 40
Liebe Biggi!

Ganz genau wie bei mir. Ich bekam sehr schlecht Luft und konnte keine 10 Stufen in einem durch steigen. Ich musste zweimal eine Pause einlegen, bevor ich ein Stockwerk erklimmt habe.
Meine Logopädin sagte mir, dass das durch die Lähmung kommt, trotzdem dachte ich, ich sei Lungenkrank und ging zum Lungenfacharzt. Der hat mir dann genau das gleiche gesagt wie die Logopädin. Und beide hatten Recht !!
Heute habe ich keine Probleme mehr, weder beim sprechen noch beim atmen.

Ich durfte vor der OP auch kein Jod zu mir nehmen, weil meine Schilddrüse extrem groß war. Jedoch gibt es jetzt damit überhaupt kein Problem mehr. Ich hatte letzte Woche sogar eine CT mit Kontrastmittel. Das wurde vor meiner OP auch nicht gemacht, da CT-Kontrastmitteln jodhältig sind und daher zu meiden sind.
Du siehst, das Leben "danach" ist gar nicht so schlecht. *g*

Ich habe komischerweise nach der OP in der UF extrem viel abgenommen und erst als ich die Hormone nahm, wieder zugenommen. Also eigentlich genau das Gegenteil von dem, was man als "normal" bezeichnet.
Aber wie schon gesagt, ich habe dann 19 kg wieder abgenommen, jedoch gingen die irgendwie von selbst runter *g* und die halte ich seither problemlos. Also eigentlich kann ich fast essen fast ich will, ich nehme nicht zu. Vielleicht liegts aber auch an meiner Darmerkrankung - keine Ahnung.

Bitte sieh etwas positiver in die Zukunft und Ernst hat dir ja schon geschrieben, dass alles wieder gut wird.
Dem schließe ich mich voll und ganz an.

Liebe Grüße
Karin


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BeitragVerfasst: 27. Mär 2009 14:47 
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Registriert: 25. Mär 2009 12:26
Beiträge: 5
Wohnort: Wien
Hallo biggi!

Nach meiner SD-Entfernung (pap. Karzinom) hatte ich eine Stimmbandlähmung auf der linken Seite. Auch bei mir war der Stimmbandnerv nicht durchtrennt sondern nur "beleidigt".

Sprechen konnte ich dennoch verständlich (wenn auch nur leise). Das Atmen viel mir anfangs nach kurzer Anstrengung so schwer, dass ich an einen Astmaanfall dachte und so in Panik noch weniger Luft bekam. Der Logopäde erklärte mir daraufhin die Funktionsweise des Kehlkopfes und die Auswirkungen der Lähmung ausführlich. Ich bekam danach zwar nicht mehr Luft, aber die keine Panik war weg.

Ich werde hier versuchen die Erklärungen des Logopäden zusammenzufassen:
- beim Atmen liegen beiden Stimmlippen ganz am Rand, lassen viel Luft durch
- beim Sprechen schließen sich die Stimmlippen, die durchstreifende Luft bringt die Stimmlippen zum "Schwingen", Töne werden erzeugt
- bei einer Lähmung bewegt sich die Stimmlippe nicht mehr, die Position in der sie sich befindet beeinflußt die Atmung und das Sprechen! (Liegt die unbewegliche Stimmlippe z.B. am Rand, so ist die Atmung nicht eingeschränkt, das Sprechen aber umso schwieriger; ist die Stimmlippe eher geschlossen, so kann man besser sprechen, der Querschnitt zum Atmen ist jedoch eingeschränkt)
Im Befund des HNO-Arztes war in meinem Fall die Position der Stimmlippe mit 45° angegeben. Durch diese Mittelstellung konnte ich noch einigermaßen sprechen, die Atmung war bei Anstrengung jedoch schon fühlbar eingeschränkt.

Hilfreich ist vielleicht auch folgende Abbildung:
http://www.bertelsmann-bkk.de/fileadmin ... 506857.jpg

Nach drei ca. drei Monaten war bei mir der Spuk vorbei, die Stimme plötzlich wieder in vollem Umfang vorhanden!

LG
maam


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