Schilddrüsenforum Österreich
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Stoffwechselstörungen nach SD-OP
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Autor:  Reni [ 18. Sep 2008 18:24 ]
Betreff des Beitrags:  Stoffwechselstörungen nach SD-OP

Ich ersuche euch um Hilfe.
Mir wurde am 28.8. die komplette SD entfernt, alles komplikationslos.
Jetzt ist die OP 3 Wochen vorbei, ich gehe wieder arbeiten.
Ich habe gleich mit Euthyrox 100 begonnen, gut vertragen.
Gleich nach der OP war 5 Tage mein Harn dunkel, ich dachte, dass ist noch von der OP.
Dies ist inzwischen besser, doch ich bin noch immer extrem kälteempflindlich und habe extreme Gewichtsschwankungen. (3 kg in einer Woche mehr !!!)
Habe heute meinen Arzt angerufen, er sagt, das dauert noch.
Wie lange dauern diese Schwankungen, hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Würde mich riesig über eine Antwort freuen, mein Arzt sagt, frühestens nach 8 Wochen kann man eine Kontrolle machen.

Autor:  RoRo [ 19. Sep 2008 8:19 ]
Betreff des Beitrags:  AW Reni

Hallo Reni,
schön dass du die OP so gut überstanden hast.
Diese Probleme kenne ich Gott sei Dank nicht. Mir wurde am 17. Juli die ganze Schilddrüse entfernt und ich hatte eigentlich nie wirklich Probleme. Aber es stimmt, man kann erst mehr nach 6-8 Wochen sagen wo die Ärzte dann schauen können ob die Einstellung passt, das hat mein Arzt auch gesagt. Das mit den Gewichtsschwankungen kenn ich auch - ich hatte 5 kg mehr als ich nach Hause komm und eine Woche später 8 kg weniger und dann war es wieder mein ursprüngliches Gewicht :-) Gemerkt hab ich es aber nicht wirklich. Kalt war mir nur als ich während der RJT in der Unterfunktion war, das hat sich aber jetz tauch wieder normalisiert... Ich glaub die Dosis hängt ja von Größe und Gewicht oder so ab stimmt das? Wieviel wiegst du denn? Mir kommt nämlich Deine Dosis bissl wenig vor. Ich nehme 125 Tyrex und hab 70 kg wobei mein Arzt gesagt hat ich werde wahrscheinlich auf 150 Tyrex gesteigert werden. Ich bin 25 Jahre und 1,75 m groß. Bei wem bist du denn in Behandlung bzw. wer hat dich operiert?
Aber du wirst sehen, es wird sich alles einspielen, es dauert halt ein bisschen :-)
Sonst waren die Befunde in Ordnung bei dir?

Liebe Grüße
RoRo

Autor:  Reni [ 19. Sep 2008 16:30 ]
Betreff des Beitrags: 

Danke für deine Aufmunterung, RoRo,
ich wiege 75 kg und mein Arzt sagt, dass erst 2 Monate nach der OP eine neue Anpassung erfolgen darf.
Operiert hat mich Dr. Prager im Goldenen Kreuz, er ist ein super Chirurg, mir ging es gleich danach gut und die Narbe ist fast nicht mehr zu sehen.
Ich bin beruhigt, dass du auch Gewichtsschwankungen gehabt hast.
Diese Kälteempfindlichkeit ist eher ungewöhnlich bei mir und weist eher auf eine Unterfunktion. Ich bin auch immer müde.
Wie lange dauert das?
Liebe Grüße

Autor:  RoRo [ 21. Sep 2008 16:04 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Reni,
mmm naja wie lange das dauert kann man glaub ich nicht so genau sagen, bist du gut eingestellt bist. Ich glaub dass du sicher eine höhere Dosierung bekommen wirst. Wie gesagt bei mir war das nach der OP nach 14 Tagen alles wieder weg, aber ich finde ich bin halt gleich sehr gut eingestellt. Also ich merke nicht wirklich einen Unterschied zu vorher. Ich hab am 7.10 meine Blutuntersuchung und da erfahr ich dann mehr.
Dass du müde bist und dir kalt ist sind typische Zeichen für eine Unterfunktion.
Das hatte ich ganz stark während meiner RJT im AKH und da bist du ja in einer vollen Unterfunktion. Ich neheme an wenn du richtig eingestellt bist ist das weg.
Wenn nicht kann ich dir einen sehr guten TCM Mediziner geben, Dr. Weidinger in Wien, der ist wirklich super und kann dir sicher helfen.

GLG
Rosi

Autor:  Reni [ 27. Sep 2008 8:41 ]
Betreff des Beitrags: 

Danke für deine Antwort.
Ich habe am 14.10. meinen Kontrolltermin.
Bezüglich TCM-Medizin: Danke für den Tipp, aber ich will noch eine Weile abwarten, ich will ein paar Monate warten, bis die Blutwerte stimmen.
Vielleicht können wir in Kontakt bleiben und unsere Werte austauschen?
Das wäre super:
LG
Reni

Autor:  annibell [ 13. Nov 2008 17:08 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Reni, ich habe Deine Probleme nach der Operation jetzt erst gelesen, wie geht es Dir heute?
Ich selbst habe auch eine lange Krankheitsgeschichte mit meiner Schilddrüse.
Ich litt lange Zeit unter einer Überfunktion, nahm ziemlich ab und alle glaubten, ich sei magersüchtig. Nach langem Hin und Her und Fehlschlägen, die Schilddrüse mit Tabletten wieder in Normalgang zu bringen, entschloss ich mich zu einer Operation. Die gesamte Schilddrüse wurde entfernt. Ich habe die OP sehr gut überstanden und anfangs war ich in einer richtigen Glücksphase, weil meine Werte nach Jahren wieder normal waren. Nach rund drei Monaten nahm ich an Gewicht zu und es ging merklich täglich nach oben ohne mehr zu essen. Irgendwann begann die Panik und man stellte mich von Thyrex auf Novothyral (Kombipräparat) um. Es änderte sich aber nichts, ausser, dass ich nicht mehr so zunahm, aber doch. Jetzt denke ich bin ich draufgekommen was die Ursache überhaupt meines ganzen Schilddrüsenproblems war: Selenmangel (ich esse kein Fleisch, selten Eier, nie Nüsse und gerade diese Lebensmittel enthalten Selen). Seit zwei Wochen nehme ich gemeinsam mit Novothyral eine Tablette Selen und siehe da, ich fühl mich viel wohler und das Gewicht geht auch zurück. Ich glaube, hätte ich früher mehr Selen gegessen, dann hätte ich auch die Schilddrüse in den Griff bekommen. Leider hat mir das damals kein Arzt gesagt, wobei ich finde, dass die Ärzte einen generell ziemlich alleine lassen mit der Krankheit. Ich kann allen nur den Rat geben: achtet mehr auf selenhaltige Lebensmittel.
Ich würde mich freuen, wenn jemand meine Theorie unterstützen könnte, weil er auch diese Erfahrungen gemacht hat.
lg, Annibell

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