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warum OP ? wieso nicht einfach lebenslang Medis nehmen ?
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Autor:  Sandra 239 [ 24. Feb 2007 8:44 ]
Betreff des Beitrags:  warum OP ? wieso nicht einfach lebenslang Medis nehmen ?

Hallo zusammen,
ich beobachte in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis, dass die Schilddrüsenüberfunktion zwar zuerst mit Medikamenten behandelt wird, und die Werte sich auch normalisieren. Aber wenn das Präparat abgesetzt wird, ist das Problem wieder da oder sogar noch schlimmer geworden......

Bei allen stand irgendwann die OP oder die Radiojodtherapie als einzige Lösung zur Debatte.

Darf man denn die Hoffnung aufgeben, dass die Medikamente die Überfunktion auch heilen können oder dass man sie lebenslang nehmen könnte ?

Weiß darauf jemand eine Antwort

LG

SAndra

Autor:  peter2906 [ 24. Feb 2007 18:29 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Sandra,
ich habe MB und mir wurde schon von verschiedenen Ärzten seit 2000 immer wieder eine Operation nahegelegt. Auch viele Bekannte sagen: "Lass Dir das Ding doch einfach rausschneiden." Ich möchte das aber nicht, weil ich mir aus verschiedenen Gründen nicht in den Hals schneiden lassen will.

Nun bin ich nach meinem 3. Rezidiv letzten Sommer bei einem Endokrinologen gelandet, der als wirkliche Kapazität in Wien gilt. Dieser gibt mir insofern recht, als er sagt, dass 1. der MB durch die Operation nicht beseitigt wird, denn die Antikörper bleiben ja und könnten sich eventuell eine andere Angriffsfläche suchen. 2. meint er, dass er viele Patienten gesehen hat, die Jahrzehntelang die Medikamente genommen haben (natürlich in möglichst geringer Dosis) und damit auch durchaus sehr alt geworden sind. Natürlich muss man dabei auch die anderen Blutwerte beachten.
Ich habe im Sommer mit ihm vereinbart, dass wir noch ein halbes Jahr abwarten wollten, was passiert: also, ob die Dosis der Medikamente deutlich gesenkt werden kann und die anderen Organe das aushalten (v.a. natürlich die Leber). Ich habe meine Ernährung ziemlich umgestellt (auf möglichst jodarm bis jodfrei) und habe jetzt insgesamt ganz ordentliche Werte. Ich fühle mich wohl und bin fit und werde mich ganz sicher nicht operieren lassen, solange das irgendwie vermeidbar ist.

Die Hoffnung auf eine Heilung durch die Medikamente habe ich eigentlich nicht, weil diese ja eigentlich nur ein Symptom meiner Krankheit (nämlich die ÜF) eindämmen. Meine Hoffnung liegt eher darin, dass die Forschung nicht schläft und irgendwann (je früher je besser) die URSACHE für den MB erkennt und es dann gelingt, meine Krankheit zu heilen.

Liebe Grüße
Peter

Autor:  Sandra 239 [ 24. Feb 2007 19:16 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Peter,

danke für die Antwort.
Ist es denn nicht so, dass man nach der OP ja erst recht die Medikamente braucht , die man vorher schon nicht verträgt ohne Nebenwirkungen ?
Ich muß zugegen, dass mich Therapie der SD von vorne bis hinten nicht überzeugen kann und ich denke mir, dass die Symptome der Überfunktion wohl kaum mehr Schaden anrichten k ö n n e n als die Nebenwirkungen der SD Therapie. Ich würde möglichst auf andere Heilmittel zurückgreifen.

Ich denke , bei der MB geht es ja auch um Überfunktion der SD und da ist ja nach der psychosomatischen Medizin davon auszugehen , dass die Überfunktion der Schilddrüse am häufigsten durch ein seelisches Trauma oder einen starken seelischen Konflikt ausgelöst wird (Quelle : F. Alexander, Psychosomatische Medizin , Seite 134)


Auch bei Tepperwein heißt es beispielsweise , dass stark ausgeprägte Ängste und das Anlehnungsbedürfnis des Kranken nicht geäußert werden , sondern durch Anstrengungen jeglicher Art, durch Übernahme besonderer Verantwortung , durch einen ausgesprochenen Leistungswillen und ein frühes und starkes Streben nach Unabhängigkeit sichtbar gemacht werden, ohne dass die Umwelt diesen Ausdruck jedoch versteht. Das wiederum führt zu dem Gefühl, nicht verstanden zu werden . Der Wunsch, sich einmal anzulehnen, wird nicht geäußert sondern durch das fast zwanghafte Bedürfnis ersetzt , für andere zu sorgen (Quelle : Was deine Krankheit dir sagen will /Kurt Tepperwein) .

Es gilt also, sich das bewusst zu machen, wo man sich zu sehr ins Zeug legt und die Schilddrüse dauernd in Alarmbereitschaft setzt.

Vielleicht ist das ja auch schon dir die Ursache der Krankheit, nach der du suchst.
Viel Glück wünsch ich dir
L G
Sandra

Autor:  peter2906 [ 26. Feb 2007 0:19 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Sandra,

die Beschreibungen, die du zitierst, treffen größtenteils auf mich zu, das ist mir schon bewußt. Aber meine ÜF ist die beiden letzten Male in Zeiten aufgetreten, in denen ich sicher nicht überbelastet in diesem Sinne war. Ich habe auch einen sehr befriedigenden Beruf und bin familiär gut eingebunden. Trotzdem werde ich versuchen, diese Bücher zu bekommen und mich dabei einzulesen. Und ich habe sehr wohl auf andere Heilmittel zurückgegriffen, sogar recht erfolgreich. Aber bis jetzt haben mir auch die Ganzheitsmediziner und Homöopathen und TC-Mediziner immer auch gesagt, dass ihre Art nur als Unterstützung der Schulmedizin zu sehen ist.

Nach der OP braucht man das SD-Hormon in Tablettenform, das ist natürlich etwas anderes als die SD-Hemmer. Eine UF ist immer leichter zu behandeln als die ÜF. Aber die Symptome der ÜF sind schon gefährlich, das geht aufs Herz (und angenehm ists auch nicht), wenn du mit 140 Ruhepuls im Bett liegst... Insofern muss man auch möglichst schnell handeln. Die Nebenwirkungen sind dabei natürlich zu beobachten.

LG
Peter

Autor:  Sandra 239 [ 26. Feb 2007 19:09 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Peter,

wenn die ÜF auftritt in Zeiten , in denen du nicht überbelastet bist , heißt das nicht zwingend , dass die stressige Lebenseinstellung, die für die ÜF verantwortlich sein mag , und die halt auf die Schilddrüse aufpeitschend wirkt, nicht unterschwellig wirksam ist.

Sicher dürfen alle Alternativmediziner nichts anderes sagen, als dass ihre Medizin nur als Unterstützung der Schulmedizin zu sehen ist, denn solange die Wirksamkeit dieser Medikamente nicht in Studien nachgewiesen ist, solange dürfen sie nun mal nicht als Heilmittel verkauft werden

Zu dem Ruhepuls von 140 .... , beobachte doch mal kritisch, ob das wirklich ein RUHE Puls ist .........im wahrsten Sinne seiner Bedeutung , ........... denn meistens ist der hohe Puls von sehr vielen bangen Gedanken begleitet , und/oder der Gedanke, der den Puls in die Höhe trieb, war irgendwie stressig ............ und dann ist es eben kein RUHEPuls, der da gemessen wird.

Es mag bei dir, Peter, anders sein, aber im allgemeinen ist es doch so, wenn man erst mal weiß (oder glaubt zu wissen) , dass ein hoher Puls in vermeintlicher „Ruhe“ gefährlich ist, dann schaukelt sich das schnell hoch ....... , man achtet auf den Puls und ist ja schon in Alarmbereitschaft.

Gefühle lassen aber nun mal das Herz höher schlagen, und ..... wie gefährlich das nun ist ???? wer weiß das schon ........ .......... wer mir die Studie nennen kann , in der die Gefährlichkeit nachgewiesen wurde , bitte hier posten ...


Alles Gute
Sandra

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