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Hello!
Ich war bis dato stille Mitleserin in diesem Forum. Ich heiße Birgit, bin 42, habe zwei Jungs, bin zum zweiten Mal verheiratet, habe zwei Katzen und lebe im Burgenland. Intuitiv ließ ich im Sommer meine Schilddrüse untersuchen.
Vor einer Woche bin ich an der SD operiert worden. Ich hatte einen ca. 2x3cm großen kalten Knoten am rechten SD-Lappen. Entlassen wurde ich mit der Diagnose follikuläre Neoplasie ohne sicheren Carcinomnachweiß. Leider war bei der Entlassung der histologische Befund noch nicht vorhanden. Nun hieß es warten, warten, warten. Das war für mich das schwerste.
Heute vormittag, dann der Anruf vom Chirurgen. Es war was bösartiges im Knoten. Somit 2. OP - am 24.10. ins KH, am 25.10 die OP. Bin eigentlich erleichtert, nun zu wissen, was los ist. Irgendwie hab ich das schon gespürt, aber halt nie ausgesprochen. Ich habe vom Zeitpunkt des US, als der Knoten entdeckt wurde, schon viel gelesen. Mich beruhigt es, wenn ich weiß, was mit mir passiert und was es sein könnte. Unwissenheit macht nicht nervös. Daher bin ich trotz der Info, dass etwas bösartiges im Knoten war sehr, sehr ruhig und zuversichtlich, dass alles wieder gut wird und ich noch lange, lange lebe.
Jetzt muss ich nur noch mein Umfeld beruhigen. Meine Eltern sind natürlich total geschockt. Meinen Mann hab ich in den letzten Tagen schon a bissal in die Richtung vorbereitet, dass da noch was kommen könnte - eben aufgrund meiner Vorahnung. Da alle schon auf den Befund gewartet haben, hab ich mal Eltern und Mann telefonisch informiert. Meinen Schwiegervater sage ich es heute nachmittag. Bei ihm ist es hochsensibel, da meine Schwiema vor zwei Jahren an Krebs gestorben ist. Und er hängt sehr an mir.
Meine Jungs zu informieren, ist noch schwerer. Dem jüngeren (18) hab ich es vor einer Stunde erklärt. Er hat glaub ich nur die 2. OP registriert und nicht gecheckt, dass da was bösartiges in meinem Hals gewachsen war. Ich möchte da aber auch nicht mehr an Infos jetzt loslassen. Ich werd ihnen auf jeden Fall sagen, dass sie mich fragen können und mit Ängsten zu mir kommen sollen.
Beruflich passt das ganze derzeit gerade nicht, da in unserer Firma Umstrukturierungen erfolgen und Personalkürzungen anstehen. Das ist eher etwas, was mir Sorgen macht, weil ich der Hauptverdiener in der Familiy bin.
Ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben und dass man so viele Infos findet.
Wichtig ist nun, dass alles rauskommt, was noch wachsen könnte. Genaure Details bekomme ich ja erst am Montag nächster Woche. Mich würde ja schon interessieren, welche Art Karzinom es war/ist. Typischer Informationsjunkie, wie ich es eben bin.
Weniger beruhigend ist mein Gewicht. Ich bin jetzt schon stark übergewichtig und habe panische Angst davor, dass das nun noch mehr wird. Werd jetzt versuchen, dass ich bis zur 2.OP noch etwas abnehme. Nach der 1.OP waren es fünf Kilo weniger. Seit ich daheim bin, hab ich natürlich wieder genascht und schon wieder was zugenommen. Das waren sicher auch die Nerven wegen dieser Warterei auf den Befund.
Hoffe, dass mein Gemütszustand so bleibt und ich nicht in das tiefe Loch falle, das viele beschreiben.
lg Birgit
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