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Untersuchung für Behindertenpass-???
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Autor:  herkulessa [ 20. Jun 2010 15:26 ]
Betreff des Beitrags:  Untersuchung für Behindertenpass-???

Hallo!
Ich habe einen Antrag auf einen Behindertenpass gestellt und nächste Woche muss ich zu einer Internistin deswegen.
Ich hatte eigentlich alle Befunde beigelegt, für mich ist nicht ganz klar, was denn da untersucht werden soll. Sie kann sich halt die Narbe ansehen.

In Deutschland ist es ja so, dass es fixen Prozentsätze für die Krankheiten gibt, nach deutschem Recht wären das so 80 % (Krebs + Lymphknotenmetasten). In Österreich wird das ja anscheinend eher subjektiv beurteilt, bin gespannt, ob ich überhaupt die 50 % bekomme, die für den Pass erforderlich sind.

War schon jemand bei einem Gutachter vorgeladen? Und was wurde da untersucht? Tipps?

lg herkulessa

Autor:  shila [ 20. Jun 2010 17:31 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Untersuchung für Behindertenpass-???

Hallo Herkulessa!
Ich habe den Behindertenpass schon wegen einer anderen Erkrankung. Wollte aber einige Monate nach meiner OP, dass in meinem Bescheid auch die fehlende Schilddrüse eingetragen wird. Daher hab ich einen Antrag auf Ergänzung gestellt. Ich wurde von einem Arzt im Bundessozialamt untersucht.
Er hat die Befunde der OP angeschaut und meine Wirbelsäule !!! untersucht.
Weiters wurde ich gewogen und abgemessen und das wars.
Er war unhöflich und hat sich eigentlich kaum dafür interessiert, mit welchen Problemen ich seit der OP zu kämpfen habe.
Nach einigen Tagen erhielt ich dann den neuen Bescheid, in dem 20% für die Schilddrüse genehmigt wurden.
Da aber bei verschiedenen Krankheiten die Prozentanzahl nicht addiert wird, bleibt es bei meinen 50%. Nur die Krankheit mit den meisten Prozenten wird herangezogen.

Ich wünsche dir viel Glück und hoffe, du hast einen besseren und einfühlsameren Arzt.

LG
Shila

Autor:  herkulessa [ 20. Jun 2010 17:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Untersuchung für Behindertenpass-???

Hallo Shila!

Danke für deine Antwort!

Eine Wirbelsäulenuntersuchung? :-)) Auch nicht schlecht....warst da beim orthopäden bestellt? Und das Wiegen und Abmessen sagt ja auch besonders viel aus...

Wurde dir die Schilddrüse aufgrund von Krebs entfernt und aufgrund einer anderen Erkrankung?

Naja, schau ma mal, was da auf mich zukommt. Die Ärztin, zu der ich muss, ist eine Wahlärztin, da hoffe ich auch, dass ich da selber nix draufzahlen muss.

Liebe Grüße
Herkulessa

Autor:  shila [ 20. Jun 2010 17:50 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Untersuchung für Behindertenpass-???

Hallo!
Nein, der war kein Orthopäde sondern angeblich Internist. Kanns ja nicht wirklich kontrollieren. *g*

Nein, ich hatte keinen Krebs, sondern ein autonomes Adenom, dass sehr schnell sehr gross wurde und auf meine Stimmbänder und meine Luftröhre gedrückt hat und dadurch habe ich eine Stimmbandlähmung bekommen.
Aber durch meine andere Erkrankung habe ich immer noch (nach über 4 Jahren) Einstellungsprobleme und pendle zwischen ÜF und UF hin und her.

Ich drücke dir die Daumen, dass du zu einer Ärztin kommst, die sich damit auskennt und dich auch ernst nimmt.

vlg
Shila

Autor:  Schmetterling [ 23. Jun 2010 20:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Untersuchung für Behindertenpass-???

Hallo,

ich habe mir auch schon überlegt ob ich einen Behindertenpass beantragen soll, bin mir aber nicht ganz sicher ob die Vorteile oder Nachteile (bei Jobwechsel?) überwiegen.

Außerdem frage ich mich ob meine OP bzw. Behandlungen nicht schon zu lange her sind:
- März 2009: OP (pap. Karzinom)
- April 2009: RJT
- November 2009: RJD => alle Werte/Befunde ok

=> jetzt nur alle 6 Monate US- und Blutkontrolle.

Was meint Ihr dazu?

Liebe Grüße,

Euer Schmetterling

Autor:  herkulessa [ 24. Jun 2010 18:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Untersuchung für Behindertenpass-???

Hallo!
Also, heut fand die Untersuchung für den Behindertenpass (bzw. Bescheid) statt;
Die Ärztin war sehr nett, aber die Untersuchung, mmh..., ich denke, die ist etwas sinnlos gewesen.
Die Befunde hatte sie eh alle da, die hat sie mit mir noch mal durchbesprochen und wegen Beschwerden oder anderen Erkrankungen gefragt. Sie hat sich fleißig Notizen gemacht. Dann wurde der Blutdruck gemessen, Lunge und Herz abgehört, Beweglichkeit und Reflexe getestet, auch der Hals abgetastet. In 20 min. war das Ganze abgehakt.

Das Ganze geht jetzt zum Chefarzt und ich bekomme auf jeden Fall die 50 %, die man für den Pass braucht!

An Schmetterling: Für mich hat der Pass bzw. der Bescheid nur Vorteile (nicht so leicht kündbar, Abschreibungsposten in der Arbeitnehmerveranlagung (da gibts dann Pauschalbeträge je nach Prozentzahl der Einstufung und zusätzlich kann man auch noch vierschiedene Therapiekosten, Fahrtkosten zu Therapien abschreiben; Eintrittsermäßigungen). Aber ich werde auch nicht den Job wechseln.

Gerade den Abschreibungsposten finde ich gut, da ich schon verschiedene Therapien machen, die mir zusätzliche Kosten machen (Psychotherapie, Lymphdrainage, Homöopathie, Mistel,...)

Zu spät ist es dafür nicht, du hast halt schon ein Jahr "verloren"(vielleicht hast ja die Arbeitnehmerveranlagung für 2009 noch nicht gemacht), da der Bescheid für 5 Jahre nach Diagnosestellung erstellt wird. D.h. bei dir gilt er rückwirkend ab März 2009.

lg herkulessa

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