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 Betreff des Beitrags: Hashi und 4 Fehlgeburten
BeitragVerfasst: 02. Feb 2011 19:10 
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Registriert: 01. Feb 2011 14:21
Beiträge: 4
Hallo!

Ich habe mich gerade neu angemeldet und möchte euch nun von mir und meinem Krankheitsverlauf erzählen, und euch auch bitten mir Ratschläge zu geben.

Ich heisse Olivia, bin 24 Jahre, komme aus Oberösterreich und bin seit fast 2 Jahren verheiratet.
Ich hatte in den letzten 3 Jahren schon 4 FG! Natürlich wurde erst nach der 3. FG so richtig nach einer Ursache gesucht da man ja vorher auch nicht wirklich ernst genommen wird. Da waren wir dann in einer KiWu-Klinik die einige Untersuchungen machten und bei mir aufgrund erhöhter Antikörper Hashimoto diagnostizierten
(TSH basal 2,25 0,47-3,5,
ft3 3,10 1,39-4,14,
ft4 1,11 0,75-2,
TAK 230,3 0-4,11,
MAK 9,56 0-5,61,
Prolaktin 77,8 0,3-27,3).
Wurde aber nicht weiter darüber geredet. Mir wurden einige Medikamente für eine neuerliche SS gesagt die ich nehmen soll und das wars (Prednisolon, Lovenox, Dostinex aufgrund erhöhtem Prolaktinwert). Ich wurde dann schnell wieder ss und alles schien gut. Doch auch trotz Medis die 4. FG. Danach wurde mir nett gesagt, tja pech, mehr kann man nicht machen. Also der Wechsel in eine andere klinik. Da wurden noch weitere Sachen untersucht, ua. Zuckerbelastungstest, Gebährmutterspiegelung, genauere AK-untersuchungen. Ebenfalls bin ich zu einem SD-Arzt gegangen der meinte es sei alles in Ordnung bei mir bis auf die Antiköprer, machte aber keinen Therapievorschlag
(TSH basal 1,54 0,23-4,00
ft3 3,65 1,8-4,6
ft4 1,26 0,8-1,9
Atni-TPO <10 0,0-34
Anti-TG 160 0,0-40,0
TSH 2,30 0,23-4,00).
Der Arzt in der Klinik meinte dann, meine Werte seien zwar nicht in ordnung aber einen richtigen grund für die FG gits auch keinen. er riet mir zu einer emperischen Therapie, mehr oder weniger Medikamente auf verdacht, unabhängig von Hashi.
War mir aber natürlich nicht genug, also weiter suchen. Fand dann eine Beratungsstelle für Frauen mit Schwangerschaftsproblemen die mir einige hilfreiche tips und vorallem auch super sachen sagte die man noch untersuchen kann. also nahm ich das selbst in die hand. Ging dann zur immunologischen Tagesklinik für eine genaue untersuchung
(erhöhte Werte:
CD3+HLA-DR (% Ly) 14 2-12
CD69+ (% Ly) 17,13 <=15,9
CD69+ (abs. No/cmm) 276 <=229
CD69+CD3+ (%Ly) 7,6 <=5,9
ASLO 234 65-200
Zirk. Immunkomplexe C 5,2 0-4,4
IgG2 678 150-600
IgG3 122 20-100
Thyreoglobulin AK 429 <=60
anti-TPO 65,8 <=60
Lupus Antikoagulans grenzw.
ANA (ELISA) 33,9 <=20
tiefere Werte:
Tet Tox 7d (1 LF) 97 >=1000
Tet Toux 7d (2 LF) 85 >=1000
Tet Toux 7d (4 LF) 95 >=1000
PPD (10 ug) 115 >= 1000
PPD (50 ug) 121 >=1000),
ins akh wien zur gerinnungsabklärung, zur uniklinik graz um einen genaueren gentest zu machen. Ebenfalls bin ich nochmals zu einem 2. SD-Arzt gegangen der dann einen anderen Test mit mir machte, aber so richtig was diagnostiziert hat er auch nicht
(TSH 1,94 0,3-4,0
TSH nach TRH 22,56 3,3-29
ft3 3,38 1,9-4,3
ft4 12,8 9,0-17,0
anti-TG 914 <115
anti-TPO 106 <34)
. Im Befund stand sogar drinnen dass meine SD gesund wäre (. Er verschrieb mir aber trotzdem Euthyrox 75 da er meinen TSH-Wert von 1,97 auf 1 runter bringen will.
So, nach langem Suchen fand ich nun einen Arzt in Wiesbaden der eine spezielle intravenöse Immunglobuline-Therapie macht für Frauen mit solchen Antikörpern und habe ihm alle meine Befunde geschickt die er sich anschaute und mir zu der therapie riet (wäre eine Infusionstherapie mit Immunglobuline die ab pos. SST alle 3 wochen bis zur 24. ssw ginge). Diese ist aber äußerst Kostspielig und langwierig. Vorallem aber auch die Wegstrecke von jeweils 5 Stunden und das alle 3 wochen war etwas viel. Also die Suche nach einem Arzt in Ö der dies macht. Ich einen in Wien der dies auch durchführte. Nun waren ich und mein Mann letzte woche dort und was sagt mir der, ich habe "nur" eine SD-Unterfunktion wodurch meine ganzen Antikörper und der erhöhte Prolaktin-Wert erklärt werden würden!! Er rät mir von dieser Therapie ab, würde sie aber machen wenn ich unbedingt will, er denkt aber dass ich einfach richtig eingestellt werden muss und dann alles passt!

Ich bin nun einfach schon total verwirrt, genervt, wütend und was weiss ich noch alles. Habe jetzt nochmal einen termin bei dem letzten SD-Arzt ausgemacht und werde dem alles erzählen was mir so alles gesagt wurde und bin dann gespannt was der sagt. ich bin mir sicher der ist wieder ganz anderer Meinung.

Also, lange rede kurzer sinn, was denk ihr?? Gibt es jemanden der ähnliches, gleiches durchgemacht hat?? Hätte vl alles viel einfacher gehen können? Warum hat kein SD-Arzt das je erwähnt ...

Sorry ist etwas lang geworden, ich hoffe das geht klar wie ich das geschrieben habe, sonst bitte ändern, danke!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashi und 4 Fehlgeburten
BeitragVerfasst: 21. Feb 2011 22:59 
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Registriert: 01. Feb 2011 14:21
Beiträge: 4
HILFE!!

Ich nehme nun seit 4 monaten Euthyrox 75 und heute bekam ich die Befunde von der Kontrolluntersuchung letzte Woche.
Ich bin total geschockt:
TSH: 8,01 (0,3-4,0)
freies T3: 3,03 (1,9-4,3)
freies T4: 10,0 (9,0-17,0)

anti-TG: 1808 (<115)
anti-TPO: 453 (<34)

Ich hatte noch nie solche Werte und eig. sollten die ja auch niegriger sein wo ich doch medikamente einnehme!! Der Azrt empfiehlt nun eine erhöhung auf Euthyrox 100 ...

Kann mir da irgendjemand weiterhelfen oder einen Tip geben?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashi und 4 Fehlgeburten
BeitragVerfasst: 14. Mär 2011 10:43 
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Registriert: 11. Mär 2011 14:47
Beiträge: 1
Liebe Olivia, Du sprichst mir wirklich aus der Seele, ich habe ähnliches durchgemacht und bin ebenfalls wütend - eigentlich auf unbekannt, meine Ärzte sind eher im dunklen getappt.
Ich habe in den letzten 2,5 Jahren ebenfalls 4 erfolglose Schwangerschaften gehabt, eine davon - um die allgemeine Verwirrung und Diagnoseverzögerung komplett zu machen - eine Eileiterss. Deshalb war Schilddrüse eigentlich nie wirklich ein Thema - ich wurde ja schwanger, obwohl es dazwischen schon tlw länger gedauert hat. Aber das wunderte niemanden - auch nicht dass ich depressive Symptome hatte wie Antriebslosigkeit, Müdigkeit, ... da klingelt es vielleicht auch bei mir jetzt sehr laut, damals habe ich aber auch nicht an so was gedacht. Einzig meine Hausärztin hat einmal meinen TSH wert überprüft, der war aber im Normbereich und sie ist dem nicht weiter nachgegangen.
Und jetzt - fast drei Jahre nach meiner ersten SS - war ich bei einem Kinderwunschspezialisten. Der hat mich gleich zu einer Nuklearmedizinerin geschickt und sie hat einen TSH im oberen Normbereich und positive AK gefunden. Jetzt nehme ich Euthyrox 75 und meine "Depression" ist weg! Natürlich bin ich traurig wegen der verlorenen Schwangerschaften, aber ich will mich nicht mehr ständig im Bett verkriechen und hab wieder viel mehr Lust was zu unternehmen. Das Leben ist nicht mehr so anstrengend.
Ok, jetzt bin ich ein wenig abgeschweift ;-)
Was ich glaube, Olivia, ist dass natürlich alles viel einfacher hätte gehen können! Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum der "2.SD-Arzt" nichts diagnostiziert hat, mit deinen Antikörpern, in jeder Hashi-Richtlinie steht, dass bei positiven AK, auf jeden Fall der TSH bei/unter 1 eingestellt werden soll - nicht nur, aber natürlich va auch bei Kinderwunsch!
Diese Therapie mit den Infusionen hört sich eher experimentell an, das solltest du dir vielleicht wirklich noch einmal überlegen. Der Arzt in Wien hört sich finde ich vernünftig an - ich hoffe der letzte SD Arzt dich nicht noch mehr verwirrt, und dass wir beide bald eine glückliche SS erleben!
Alles Gute, Effchen


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