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 Betreff des Beitrags: neu mit Basedow
BeitragVerfasst: 10. Jul 2006 10:45 
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Registriert: 10. Jul 2006 10:39
Beiträge: 114
Wohnort: Wien
Hallo,

ich bin ein neues und noch ziemlich geschocktes Basedow-"Opfer" - habe im Laufe der letzten Tage sehr viel hier gelesen und gelernt. Ich habe meinen Befund vor Augen - da einige von euch sich so gut auskennen, würde ich euch gerne vor allem fragen: wenn alle drei Antikörper-Werte hoch sind, was will mir das sagen?

TRAK 3.20 (normal <1.50)
Tg-AK 1252 (normal: <60)
TPO-AK 655 (normal: <60)

T3 ist erhöht (5.5 (normal 1.5-4.2), TSH quasi nicht vorhanden.

Ich habe gelesen, dass TRAK so etwas wie ein Beweis für Basedow ist. Aber was tun die anderen Antikörper?

Ich soll mit Thiamazol 20mg anfangen. Etwa wann merkt man eine Änderung, und worauf sollte ich aufpassen?

Bin für Antworten dankbar.
panna


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 Betreff des Beitrags: Re: neu mit Basedow
BeitragVerfasst: 13. Jul 2006 19:16 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Panna!

panna hat geschrieben:
wenn alle drei Antikörper-Werte hoch sind, was will mir das sagen?

TRAK 3.20 (normal <1.50)
Tg-AK 1252 (normal: <60)
TPO-AK 655 (normal: <60)


Bei Basedow sind häufig auch die anderen Antikörper erhöht. Was mich persönlich allerdings stutzig macht ist, dass eigentlich die TRAK gar nicht so wild erhöht sind, wie die TPO-AK.

Stellt sich die Frage, aufgrund welcher anderer Werte bzw. Befunde wurde Basedow diagnostiziert? Nur anhand der leicht erhöhten freien Werte und aufgrund des supprimierten TSH?

panna hat geschrieben:
T3 ist erhöht (5.5 (normal 1.5-4.2), TSH quasi nicht vorhanden.


Wichtig wäre eigentlich die freien Werte zu messen und nicht die Gesamthormonmenge.

siehe z.B. http://www.labor-arndt-partner.de/diagn ... t3ft4.html

Vielleicht könnte man da mehr erkennen?

panna hat geschrieben:
Ich habe gelesen, dass TRAK so etwas wie ein Beweis für Basedow ist. Aber was tun die anderen Antikörper?


TPO-AK sind bei Hashimoto Thyreoiditis erhöht. Dein Wert ist sogar sehr deutlich erhöht. Nun gibt es drei Möglichkeiten: Es ist ein Basedow, wo auch TPO erhöht sind oder es ist ein Hashimoto wo auch TRAK vorhanden sind oder es ist eine Mischform.

Da sollte man aus meiner Sicht mal etwas genauer hinschauen.

panna hat geschrieben:
Ich soll mit Thiamazol 20mg anfangen. Etwa wann merkt man eine Änderung, und worauf sollte ich aufpassen?


Thiamazol ist ein SD-Blocker, der verhindert, dass Jod (was der Körper zur Produktion von SD-Hormonen braucht) in die SD eingebaut wird. Dadurch kann die SD dann nicht mehr so viel Hormone produzieren.

Eine Besserung zeigt sich üblicherweise ab 14 Tagen Einnahme.

Allerdings stellt sich bei den doch sehr deutlich erhöhten TPO doch die Frage, ob es nicht in Wahrheit ein Hashimoto ist, wo durch einen Hashi-Schub nur eine vorübergehende Überfunktion aufgrund der Zerstörung der SD-Zellen vorhanden ist, was dann nach einiger Zeit in eine Unterfunktion mündet.

Siehe http://www.hashimotothyreoiditis.de/HT-Symptome.html

Ich bin kein Arzt und kann daher keine Diagnose geben. Es sind auch nicht genug Informationen da, um etwas exaktes zu sagen. Mir fällt nur auf, dass besonders die TPO-AK und die TG-AK erhöht sind, was eher typisch für Hashi ist. Natürlich sind auch die TRAK über der Norm, was einen Basedow nicht ausschließt.

Ich würde einen Endokrinologen aufsuchen um zu einer genauen Diagnose zu kommen. Ultraschall, Szintigrafie und vor allem auch fT3+fT4 wären wichtig.

lg
Maria


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BeitragVerfasst: 17. Jul 2006 22:37 
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Hallo Maria, schön, dass nun doch eine Antwort da ist ...

ich habe nicht nur AK-Werte - hier sind die fT's:

fT3 5.5 (normal 1.5-4.2)
fT4 1.8 (normal 0.8-1.85)
TSH 0.01

Die Diagnose lautet seltsamerweise: "Immunthyreopathie, in erster Linie MB", was sich irgendwie nicht so klar anhört ... wohl das Ergebnis der AK-Werte.

Außerdem: SD-Größe 19 ml, ein Stück echokomplexer Knoten, sonst noch: echoarme Umbauzonen (Sonographie), in denen laut Szinigraphie die Speicherung herabgesetzt ist. Uptake 0.97.

Haschi wäre mir lieber, wenn es schon sein muss - aber ohne TRAK ...

liebe Grüße
panna


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BeitragVerfasst: 18. Jul 2006 16:37 
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Zusatz: die Werte, die ich oben angegeben habe, sind *freie* werte (fT3 und fT4).

panna


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18. Jul 2006 20:55 
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Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Panna!

panna hat geschrieben:
ich habe nicht nur AK-Werte - hier sind die fT's:

fT3 5.5 (normal 1.5-4.2)
fT4 1.8 (normal 0.8-1.85)
TSH 0.01


Danke für die Werte!

fT3 ist leicht erhöht, aber nicht tragisch hoch, fT4 ist sogar noch in der Norm. Hab ich anhand Deiner AKs fast vermutet, denn ich glaube ehrlich gesagt nicht so wirklich an MB - aber ich bin natürlich kein Arzt, aber TPO in der Höhe das ist schon heftig und weist meiner Meinung nach eher in Richtung Hashi mit einer leichten Hashitoxikose wie ich schon im anderen Posting gesagt habe.


panna hat geschrieben:
Die Diagnose lautet seltsamerweise: "Immunthyreopathie, in erster Linie MB", was sich irgendwie nicht so klar anhört ... wohl das Ergebnis der AK-Werte.


Ja ich denke, der Arzt ist sich auch nicht sicher, die leichte Überfunktion lässt aufgrund der leicht erhöhten TRAK auf MB schließen. Ich denke, der Arzt geht wohl von einer Mischform aus, wo zur Zeit MB aktiv ist und daher die ÜF da ist.


panna hat geschrieben:
Außerdem: SD-Größe 19 ml, ein Stück echokomplexer Knoten, sonst noch: echoarme Umbauzonen (Sonographie), in denen laut Szinigraphie die Speicherung herabgesetzt ist. Uptake 0.97.


Die SD ist von der Größe her normal groß. Wegen dem Knoten wäre wohl etwas genauer zu schauen, vielleicht ist auch der für die leichte Überfunktion zuständig?

Von der Szinitgraphi her würde ich nicht unbedingt auf MB tippen, denn bei MB ist das Uptake üblicherweise erhöht.

Ich glaube, da sollte man wohl ein bisschen genauer noch hinschauen um bei einem Spezialisten zu einer genauen Diagnose zu kommen.

Bin ja kein Arzt und kann Dir natürlich aus der Ferne und nur von "Papierangaben" keine Diagnose stellen.

panna hat geschrieben:
Haschi wäre mir lieber, wenn es schon sein muss - aber ohne TRAK ...


Tja, die Art der Krankheit kann man sich ja leider nicht aussuchen - sonst wäre wohl einiges einfacher auf dieser Welt ;-)

Also ich würde an Deiner Stelle mir noch eine zweite Arztmeinung einholen, bei einem anderen Arzt neue Werte und noch eine genauere Untersuchung machen lassen, damit Du zu einer guten Diagnose kommst.

lg
Maria


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BeitragVerfasst: 19. Jul 2006 8:15 
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Ich *war* bei einem Spezialisten, Maria - beim Forumsgründer ;-)

grüße
panna


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BeitragVerfasst: 19. Jul 2006 14:43 
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Hallo Panna!

panna hat geschrieben:
Ich *war* bei einem Spezialisten, Maria - beim Forumsgründer ;-)

grüße
panna


Beide Ärzte, die das Forum gegründet haben, sind sicher Spezialisten auf ihrem Gebiet und Ärzte, die ich persönlich sehr schätze.

Ich meinte nur, dass es manchmal recht gut ist, sich bei einem zweiten Arzt eine zusätzliche Meinung einzuholen. Das hat nichts mit dem Anzweifeln einer Kompetenz zu tun!

Aber es liegt mir fern, Dich zu etwas zu drängen wie es mir auch fern liegt, Dich zu verunsichern.

lg
Maria


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BeitragVerfasst: 19. Jul 2006 19:08 
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Maria, es liegt mir fern, durch dich verunscichert zu sein, im Gegenteil: ich bin sehr-sehr dankbar für deine Antworten. Sie besagen dasselbe, was ich mir dachte nach tagelanger Lektüre diverser Foren und SD-Literatur - TRAK ist "nur" doppelt so hoch wie normal, die beiden anderen Werte 10 bzw. 20 Mal so groß ... das fiel mir auf, und dass fT3 gar nicht sooo furchtbar erhöht ist. Ich werde mal meine Ärztliste noch einmal durchstudieren.

Grüße
panna


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BeitragVerfasst: 20. Jul 2006 21:08 
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Hallo Panna!

Freut mich, dass Du das so siehst!

Ich wünsch Dir alles Gute und wenn Du irgendwo Hilfe brauchst, melde Dich jederzeit. Du kannst mich auch gerne über unsere HP kontaktieren.

lg
Maria


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BeitragVerfasst: 21. Jul 2006 16:10 
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Hallo Maria,

ich habe gestern eine neue BE gehabt - ein wenig zu früh nach nur 10 Tagen
Thiamazol, aber: nächste Woche ist meine Hausärztin im Urlaub, und der SD-Arzt ist sowieso im Urlaub. Schau mal:

Werte am 3.7., davor nie Medikamente genommen, MB Neudiagnose:

fT3 5.5 (1.5 - 4.2) leicht erhöht
fT4 1.8 (0.8-1.85) normal
TSH 0.01 (0.4 - 3.5) supprimiert

Alle 3 AKs waren horrend erhöht.

Thiamazol-Einnahme ab dem 10.7., 20 mg täglich

Werte am 20.7, nach 10 Tagen Thiamazol also (leider anderes Labor mit leicht anderen Referenzwerten ... das ist mein Problem):

fT3 3.9 (1.71 - 3.71) leicht erhöht
fT4 1.2 (0.70 - 1.48) normal
TSH 0.01 (0.35 - 4.94) supprimiert


Was besagt das nun - weil eben die Referenzwerte anders sind?
Ist nun fT3 zurückgegangen, oder doch nicht (anderer Ref-Bereich)?

Die Empfehlung des Arztes war:
nach 14 Tagen auf 10mg reduzieren.

Sollte ich das vielleicht schon früher, ab morgen tun?
Ich habe natürlich Angst, in die UF zu rutschen.

Kannst du mir da ein wenig helfen?

Grüße
Anna


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