Schilddrüsenforum Österreich
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Schilddrüse und Panikattacken
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Autor:  mxani [ 17. Feb 2006 14:40 ]
Betreff des Beitrags:  Schilddrüse und Panikattacken

Schönen guten Tag im Forum - meine Frage an betroffene:
Kann es sein wenn man innerliche Panikattacken hat, dass dies mit der Schilddrüse zusammenhängt.

Kurz zu meiner Geschichte: Habe schon 2002 einmal sehr starke innerliche Unruhe und Angstzustände gehabt, die ich schön langsam und mit Absetzen von Xanor geschafft habe.

Jetzt hat das ganze wieder von vorne begonnen. Schlafstörungen, ständiger Harndrang, sehr starker innerliche Unruhe und einmal hatte ich auch eine Anschwellung an der oberen Halshälfte.
Nach Rönten und Ultraschall wurde nichts mit der Schilddrüse gefunden, es soll jetzt noch eine Nuklearmedizinische Untersuchung erfolgen.

Für Erfahrungen wäre ich dankbar.

Autor:  Uschi [ 17. Feb 2006 16:21 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo ich leide seit 1997 unter Panikattacken und da war noch kein Hashimoto festgestellt worden. Seit vergangenen Jahr weiß ich von dieser SD-Erkrankung. Mir wird immer wieder gesagt, es hängt nicht mit der SD zusammen, aber ganz glauben kann und will ich das auch nicht.

Momentan gehs mir wieder extrem schlecht, der Notarzt musste kommen und ich musste einen Tag später sogar für eine Nacht ins Spital. Momentan ist Xanor ein bisserl eine Erleichterung aber wirklich helfen tut momentan nichts. Ich kann unmöglich einschlafen, bekomme dann diese schrecklichen Zustände und Panik. Ja und der Harndrang ist auch sehr groß.

Ich bin schon verzweifelt, weil ich mittlerweile 2 Wochen unter dieser extremen Belastung leide.

Ich wünsche dir alles Gute
USCHI

Autor:  mch66 [ 17. Feb 2006 16:33 ]
Betreff des Beitrags: 

mxani hat geschrieben:
Nach Rönten und Ultraschall wurde nichts mit der Schilddrüse gefunden, es soll jetzt noch eine Nuklearmedizinische Untersuchung erfolgen.




Hallo!

Wichtig wäre dass Du folgende Blutwerte bestimmen lässt:

TSH
fT3
fT4

TPO-AK
TG-AK
TRAK

Damit kann man ganz gut abklären, wie weit die SD an Deinen Problemen beteiligt ist. Grundsätzlich können die von Dir geschilderten Symptome schon von der SD stammen, muss aber nicht sein.

Wenn Du die Werte hast, kannst Du sie gerne wieder ins Forum stellen, damit Dir jemand weiterhilft.

lg
Maria

Autor:  Gast [ 18. Feb 2006 10:39 ]
Betreff des Beitrags: 

Danke allgemein für die erste Hilfestellung - melde mich wieder wenn ich mehr Ergebnisse habe - wünsche dennoch allen alles Gute - ich kann sehr sehr gut Mitfühlen was es heißt Panikattacken zu haben.

Autor:  Gast [ 29. Mär 2006 19:20 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo!
also ich bin davon überzeugt, dass panikattacken sehr wohl mit einer schilddrüsenerkrankung in zusammenhang stehen können.

ich habe vor vier jahren die erste panikattacke erlitten. seit den untersuchungen damals weiß ich von meiner hashimoto thyreoditis.

ich glaube angstzustände, innere unruhe, stress etc. gehen meist hand in hand mit unseren hormonwerten (welche sich ja stündlich ändern können, genau so wie angstzustände).

je nachdem wie gut ich medikamentös eingestellt bin, bin ich auch psychisch ruhiger, belastbarer, ausgeruhter, ...
mein internist hat mir für momente, in denen ich herzklopfen, -rasen, nervöse zustände habe, folgendes medikament gegeben: inderal; bei bedarf nehme ich eine halbe tablette (was bei diesem medikament nicht viel ist) und meine lebensqualität verbessert sich innerhalb von etwa 20 minuten.
ich bin nicht jemand, der gerne zu medikamenten greift, jedoch menschen, die an panikattacken leiden, würde ich dieses medikament für "besondere fälle" empfehlen.
übrigens: notfalltropfen (bachblüten) haben mich auch immer wieder über so manche situation "drüber gerettet"!

alles gute!
_babs

Autor:  Gast [ 29. Mär 2006 19:25 ]
Betreff des Beitrags: 

p.s.: auch eine psychotherapie, die ich gemacht habe, hat mir wesentlich geholfen keine schlimmen attacken mehr zu haben, über das wesen dieser angstzustände mehr zu erfahren und was am wichtigsten ist, ich bin mir viel näher gekommen und weiß besser um meine stärken und schwächen bescheid. kann ich auch nur empfehlen!

Autor:  Uschi [ 29. Mär 2006 19:57 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Gast !

Habe 3 Psychotherapien hinter mir, sämtliche Psychopillen alles ohne durchschlagenden Erfolg. Kämpfe seit 1997 gegen diese Zustände.

Etwa zeitgleich veränderte sich mein TSH, nur laut Ärzten war alles im Normbereich somit "auf keinen Fall die SD schuld".

Ich bin mir aber sich, dass das nicht so ist zumindest bei mir nicht. Ich merke auch jetzt bei der Hormoneinstellung verschiedene Symptome, die ich vorher nicht hatte. Manchmal extreme Unruhe und zittern, schweissnasse Hände und Füsse. Ich denke da hab ich kurzfristig eine ÜF, dann wieder diese Müdigkeit, Muskelschmerzen, keine Konzentration und, und, und....

Ist das Medikament Inderal verschreibungspflichtig? Ich nehm Seroxat, für den Notfall Xanor und wenn nötig am Abend Trittico.

Hoffentlich normalisiert sich einmal meine körperliche Disbalance.

LG
Uschi

Autor:  Gast [ 30. Mär 2006 10:27 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo!
welche art(en) von (psycho)therapie hast du versucht?
wie äußern sich bei dir angstzustände und wann treten sie auf?

inderal ist verschreibungspflichtig. ist ein ß-blocker, den mir mein internist verschrieben hat.

ich bin sicher, dass es auch für dich einen weg "da raus" gibt!
(akupunktur, homöopathie, shiatsu, ernährungsberatung, .... viell. kannst du dich so unterstützen lassen?)
alles gute! _babs

Autor:  Uschi [ 30. Mär 2006 12:57 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Babs !

Gesprächstherapien mehrere Jahre 1x wöchentlich, Panikattackenambulanz, jede Menge Tabletten probiert mit all ihren Nebenwirkungen, Homöopatie, Bachblüten usw. auch nichts gebracht.

Da ich aufgrund der argen Panikattacken seit 2000 zu Hause bin, fehlt es auch an finanziellen Mitteln umd mir verschiedes Privat an Therapien zu leisten.

Wie gesagt, ich bin 99 % überzeugt, es ist die SD, die meine Zustände verursacht haben. Ich bekommen plötzlich ein brennen im Hinterkopf, dann das Gefühl ich werde bewusstlos. Ich sehe nurmehr Sterne und dann kommt diese Wahnsinnsangst. Angst zu sterben, danach Schüttelfrost und meistens sofortiger Durchfall. (ging schon 2x daneben).

Also diese Zustände wünsche ich niemanden, es ist die Hölle. Noch dazu die vielen, vielen Fehldiagnosen. Jeder Arzt sagte was anderes, aber geholfen hat mir keiner. Erst nach der Diagnose Hashi und der Aufklärung meiner SD-Ärztin sehe ich wieder einen kleinen Lichtblick und Hoffnungsschimmer. Aber es wird sicherlich noch lange dauern, bis ich die richtige Hormondosis erreicht habe und es mir besser geht.

LG
USCHI

Autor:  _babs [ 30. Mär 2006 14:34 ]
Betreff des Beitrags: 

es ist immer wieder traurig, wie hilflos oder unwissend manche ärzte sind... das sind dann meist jene ärzte, bei denen du trotz termin 2 stunden im wartezimmer sitzt und im untersuchungszimmer 5 minuten. und wenn du ihm von deinem befinden erzählst, du merkst er/sie hört nur halb zu.
wenn die laborwerte in ordnung sind, sagt dir der arzt, es gehe dir eh gut, du seist eh gesund und sollst nachhause gehen...

und wenn man als patient im anderen fall verschiedene diagnosen bekommt, bleibt einem nichts andres übrig, als völlig verunsichert zu sein..

sorry fürs jammern, aber das musste mal sein

liebe uschi,
ich kann mir gut vorstellen, dass dir das richtige einstellen auf ein medikament helfen wird. alles gute!

_babs

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