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| Autor: | tews [ 12. Dez 2005 14:54 ] |
| Betreff des Beitrags: | jodiertes Salz |
Was kann passieren wenn Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer Jodunverträglichkeit Speisen die mit jodierten Salz zubereitet sind ( und das sind in Ö alle) zu sich nehmen? |
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| Autor: | mch66 [ 12. Dez 2005 19:34 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
tews hat geschrieben: Was kann passieren wenn Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer Jodunverträglichkeit Speisen die mit jodierten Salz zubereitet sind ( und das sind in Ö alle) zu sich nehmen?
Hallo! Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Wenn nun eine Überfunktion besteht und viel Jod mit der Nahrung aufgenommen wird, nimmt der Körper noch mehr Jod auf (statt das überflüssige Jod über die Nieren auszuscheiden) und produziert noch mehr Schilddrüsenhormone, was die Überfunktion und auch die damit verbundenen Symptome verstärkt. Aus diesem Grund sollte man bei einer Überfunktion - egal ob wegen einem heißen Knoten oder wegen MB - Jod möglichst meiden. Auch bei Hashimoto Thyreoiditis soll man Jod meiden, da jedoch aus einem anderen Grund. Jod wird zuerst einmal in die SD eingelagert und verstärkt hier den Autoimmunprozess, wodurch die SD schneller zerstört wird. Hinsichtlich einer Jodunverträglichkeit oder Jodallergie ist besonders aufzupassen, weil dann mitunter auch schon geringe Mengen an Jod eine allergische Reaktion auslösen können. Viele Infos dazu findest Du unter http://www.jodkrank.de/ http://www.hl-reuters.de/jod/ lg Maria www.members.aon.at/shg.schilddruese |
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| Autor: | Gast [ 14. Dez 2005 10:13 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
mein arzt sagt aber, dass die jodmengen die über die normale nahrung aufgenommen werden unbedenklich, auch bei einer überfunktion, sind. sushi und meeresgras etc sollte man allerdings nicht essen. |
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| Autor: | Norbert Nehring [ 14. Dez 2005 11:10 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo, das ist leider auch bei vielen Ärzten ein immer noch ein vorherrschender, aber nicht mehr ganz den Realtitäten entsprechender Wissensstand. Infolge der Jodierung von Tierfutter und der nahezu durchgängigen Verwendung von jodiertem Salz haben inzwischen die Lebensmittel des täglichen Bedarfs (insbes. Milch und Milchprodukte, Brot sowie Fleisch und Wurstwaren) einen derart hohen Jodgehalt, dass die täglich aufgenommene Menge dieses Spurenelements individuell sogar in kritische Bereiche kommen kann. Siehe hierzu auch im Hashimoto-Forum das Thema: TSH basal 1.5, T4 18.87, Jod im Harn zu gering...! Interessant sind in diesem Zusammenhang auch diese Seiten: http://www.verbrauchernews.de/artikel/0000008042.html http://www2.uibk.ac.at/nuklearmedizin/uk10.htm - Merkblatt Jodkarenz http://www.schilddruesenpraxis.de/downl ... chuere.pdf von Prof. Dr. Hotze aus www.schilddruesenpraxis.de LG - Norbert |
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| Autor: | Gast [ 17. Dez 2005 10:47 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
naja, dein arzt scheint aber auch derselben meinung zu sein... http://www.schilddruesenpraxis.de/lex_sdkrank_bes.html |
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| Autor: | Norbert Nehring [ 17. Dez 2005 11:15 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Gast hat geschrieben: naja, dein arzt scheint aber auch derselben meinung zu sein...
http://www.schilddruesenpraxis.de/lex_sdkrank_bes.html Hallo, daran kann man die Progredienz der Erkenntnisse erkennen - die Hashimoto-Broschüre ist wohl jüngeren Datums. Vielleicht spielen aber auch Webmaster- oder andere Aspekte eine konservierende Rolle! Aufgrund der räumlichen Distanz ist Prof. Hotze leider nicht mein Arzt. Er ist aber einer der wenigen, die auf negative Wirkungen der Jodprophylaxe eingehen. LG - Norbert |
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| Autor: | Gast [ 19. Dez 2005 14:48 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo! In der Apotheke gibt es jodfreies Salz muss man nur bestellen, ist von der Firma Bad Ischler - kostet sogar weniger als das jodierte. Wir halten es so, dass ich mit den alltäglichen Zutaten koche, nur halt das Salz ist jetzt jodfrei und extrem jodhaltige Sachen werden einfach nicht mehr gekauft. Auch mir wurde gesagt, dass sie alles essen darf. Kein Problem mit Jod oder so, denke aber die Ärzte wissen es selber nicht Sabine |
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| Autor: | Norbert Nehring [ 22. Dez 2005 13:27 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Gast hat geschrieben: Hallo!
In der Apotheke gibt es jodfreies Salz muss man nur bestellen, ist von der Firma Bad Ischler - kostet sogar weniger als das jodierte. Wir halten es so, dass ich mit den alltäglichen Zutaten koche, nur halt das Salz ist jetzt jodfrei und extrem jodhaltige Sachen werden einfach nicht mehr gekauft. Auch mir wurde gesagt, dass sie alles essen darf. Kein Problem mit Jod oder so, denke aber die Ärzte wissen es selber nicht Sabine Hallo Sabine, mit Deiner Vermutung, dass es die Ärzte selber nicht wissen, hast Du durchaus Recht, denn eine Intensivierung der Aufklärung der Ärzteschaft wurde schon in 2001 gefordert! Siehe Link Verbrauchernews in meinem Beitrag vorher. Das BMGF scheint dagegen durchaus über Informationen zu verfügen, die auf sehr hohe Jodgehalte verschiedener Produkte hinweisen. Man spricht ja sogar davon, dass es PatientInnen gibt, die jodhaltige NM meiden "können". Ich frage mich allerdings wie das in der Praxis realisierbar sein soll. http://www.parlament.gv.at/portal/page? ... ema=PORTAL Hier die Antwort zu Frage 9: Grundsätzlich ist festzuhalten, dass mit Jod angereichertes Speisesalz gemäß dem Bundesgesetz über den Verkehr mit Speisesalz, BGBl. Nr. 112/63, als Vollsalz zu bezeichnen ist. In der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung wurde Jod nicht als Allergen eingestuft, eine spezielle Kennzeichnung von Jod kann somit nicht verpflichtend vorgeschrieben werden. Bei den Bestimmungen zur Lebensmittelkennzeichnung handelt es sich um voll harmonisiertes EU–Recht. Aus medizinischer Sicht ist dazu festzustellen, dass Jod ein essentielles, also lebensnotwendiges Spurenelement ist, das in bestimmten Mengen täglich (lt. Empfehlungen der Deutschen bzw. Österreichischen Gesellschaft für Ernährung 180 – 200 µg bei Erwachsenen bzw. 50 – 80 µg bei Säuglingen) zugeführt werden muss. Das gilt auch für Personen mit den in der Anfrage genannten Erkrankungen. In diesem Falle muss lediglich eine übermäßige Zufuhr (mehr als 500 µg/Tag bei Erwachsenen) vermieden werden. Da Österreich als Jodmangelgebiet gilt, ist es kaum möglich, durch die bei uns übliche Ernährung bedenkliche Jodmengen aufzunehmen. Das gilt auch für den Konsum von Lebensmitteln, welche mit jodiertem Salz zubereitet wurden, da die zugesetzte Jodmenge gering ist. Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen, bei denen eine überhöhte Jodzufuhr zu vermeiden ist, ist daher nur zu raten, den Verzehr von Lebensmitteln, die von Natur aus einen hohen Jodgehalt haben (z.B. Fisch, Meeresfrüchte) einzuschränken sowie jodhaltige Nahrungsergänzungsmittel zu meiden. Bedingt durch die Anreicherung von Futtermitteln mit Jod können auch Milch, Milchprodukte und Eier einen relativ hohen Jodgehalt haben, sodass betroffenen Personen empfohlen werden kann, bei Auftreten von spezifischen Beschwerden und nach Analyse der Essgewohnheiten den Verzehr dieser Produkte zu vermindern. Österreich ist übrigens lt. WHO kein Jodmangelgebiet! Wenn man die in sich widersprüchliche Stellungnahme des BMGF also richtig interpretiert, dann haben diese betroffenen PatientInnen halt leider Pech gehabt - dumm gelaufen! Trotzdem schöne Feiertage und lG Norbert |
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| Autor: | VIOLA [ 22. Dez 2005 16:24 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Ja was nun: wer sagt Ö sei Jodmangelgebiet, und wer sagt es sei keines?! Es ist einfach alles zusammengenommen doch zu viel Jod in der Nahrung (und in unserer Kantine übersalzen die auch dauernd; dann die vielen Knabbereien und Mac-Laberln). Bin trotz Berufstätigkeit in der glücklichen Lage mind. 2/3 meiner Nahrung selbst kontrollieren zu können. Keinesfalls werde ich auf Fisch verzichten - Haut evtl. abziehen, selbst dünsten, hmhm! Da sind "gute" Fette drin. Allerdings habe ich sowohl jodiertes Salz, wie auch jodierte Nahrungsergänzungsmittel verbannt. Bussi von Viola |
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| Autor: | mch66 [ 22. Dez 2005 21:40 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
VIOLA hat geschrieben: Ja was nun: wer sagt Ö sei Jodmangelgebiet, und wer sagt es sei keines?!
Hallo Viola! Schau doch mal da http://www3.who.int/whosis/mn/iodine/su ... _color.pdf Das ist die offizielle "Jodlandkarte" der WHO, Österreich ist da als Land mit optimaler Jodversorgung gekennzeichnet. lg Maria |
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