Logog Schilddrüsenforum


Das Diskussionsforum für Schilddrüsenfragen
Erfahrungsaustausch zwischen Patienten,
Angehörigen und Interessierten


Ratschläge können nie einen Arztbesuch ersetzen!!

Initiatoren:
Initiatoren
Willkommen Forum Initiatoren Links Impressum Haftungsausschluß Home


Aktuelle Zeit: 18. Apr 2026 16:12

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 3 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Manifeste Hypertyreose, was Nun?
BeitragVerfasst: 30. Jun 2011 23:33 
Offline

Registriert: 22. Jun 2011 22:45
Beiträge: 7
Wohnort: Niederösterreich
Hallo

Jetzt bin ich auch zu Euch gestoßen und seit Mitte Mai hab ich massive Probleme, angefangen hat eigentlich alles schon anfang des Jahres, aber durch meinen Morbus Crohn und Gelenkbeschwerden weiß ich oft nie wo ich was hinordnen soll.

Aber Ende Mai ging es mir so richtig schlecht, so dass ich nicht mal mehr mit dem Auto weiterfahren konnte und ich stehen bleiben musste mit Thoraxschmerzen, Engegefühl im Hals, als würde mic einer erwürgen, und Kreislaufabfall.
Meine Mutter holte mich dann ab und führte mich dann gleich ins nächste Krankenhaus, da ich gar nicht gut aussah.
Im Spital wurde alles gemacht, Blutabnahme, EKG das hatte allerings nicht gepasst an der Hinterwand, jetzt wurde ich dann eben aufgenommen zur Kontrolle.
Am nächsten tag wurde noch Belastungs EKG gemacht was allerdings auch passte, musste nur früher aufhören, wegen den Gelenken. Blutwerte für Herz und alles weitere passte auch, nur die Schilddrüsenparameter war total schlecht, manifeste Hyperthyreose.

Dezember letztes Jahres wurde eine latente Hypothyreose festgestellt. hatte einen TSH immer wieder von 6 herum.

Im Februar war ich in einen Schilddrüsenlabor in Bruck, die machten Ultraschall, Szintographie und Blutwerte:

Befund: Szintigramm: Normal große, etwas inhomogen speichernde SD, im linken SD-Lappen auch herabgesetzte Speicherung

Ultraschall: Normal große SD

SD Uptake: 1,36 %
fT4 1,25 ng/dl (Normbereich: 0,8 - 2,0 ng/dl)
fT3 3,65 ng/dl (Normbereich: 2,0 - 4,5 ng/dl)
TSH 5,59 uU/ml (Normbereich. 0,3 - 3,0 ng/dl)
SD-Antikörper (anti-TPO): 20,40 U/ml
Beurteilung:
Subklinische Hypothyreose bei derzeit negativem Antikörper-Profil.

Therapie:
Regelmäßige Substitutionstherapie mit 1 Tbl. Euthyrox 50 tgl. 1/2 Stunde vor Frühstück und regelmäßige halbjährliche SD Kontrollen.


Ende Mai dann wie es mir so schlecht ging dieser SD Befund in Mödling:

TSH 0,01 uU/ml (0,24-(2,50)4,20)
FT3 6,29 pg/ml (2,57-4,43)
FT4 2,36 ng/dl (0,93-1,70)
Eutyrox wurden abgesetzt, haben es aber komisch gefunden, das es so arge Werte waren.
Mir wurde dann gesagt meine Beschwerden hängen wahrscheinlich mit der Schilddrüse zusammen oder ev. auch Wirbelsäule. Ich solle mich ach in einer Schilddrüsenambulanz im Krankenhaus melden.

Als ich rauskam sollte ich von der Crohnambulanz eine CT Enteroklysma machen, aber das wurde ohne den Kontrastmittel gemacht, da ener von der Nuklearmedizin kam und sagte das geht gar nicht, würde ich nicht vertragen und allergisch darauf reagieren. ich ging zurück in die Darmambulanz und sagte denen Bescheid, die wiederrum überwiesen mich Intern gleich in die Nuklearmedizin zu Kontrollen, den wenn ich mir einen Termin ausmachen müsste würde ich locker 3 Monate warten, wäre zu lang.

Dort machten Sie dann im anfang Juni gleich alle Untersuchungen wieder:

Befund: Ultraschall der Schilddrüse musste ich auswärts machen lassen, ist normal groß

Szintigraphie: Normal großes Organ mit supprimierter und äußerst inhomogener Aktiitätsverteilung wie bei z.n. Jodbelastung.

Labor:
TSH 0,004 uIE/ml (0,25 - 4,00)
f T4 1,5 ng/dl (0,8 - 1,8)
f T3 5,7 pg/ml (1,8 - 4,2)
TG-AK 20 U/ml (1 - 80)
TPO-AK 10 U/ml (1-100)
TRAK human 0,1 IU/ml (0,0-1,0)

Ergebnis: grenzwertige manifeste Hypertyreose

Therapie: Eine schilddrüsenspezifische Medikation ist weiterhin nicht erforderlich. Verlaufskontrolle h. o. in 4 Wochen empholen(Terin bereits ausgemacht). Zwischenzeitlich sollten die SD Funktionswerte 1 mal durch den Hausarzt kontrolliert werden. Eine neuerliche Jodbelastung sollte unbedingt vermieden werden.


So jetzt Ende Juni ging ich wie besprochen nochmals kontrollieren:

Befund:

TSH unterhalb der Nachweisgrenze

FT3 9,0 pmol/l (3,1 - 6,8)
FT4 1,9 ng/dl (0,7 - 1,7)

Daraufhin habe zwar erst wieder am 6 Juli Termin, ging ich trotzdem ins SMZ Ost in die Nuklear, weil ich auch irritiert war, das die werte auch immer wieder fallen und steigen und das bei Jodvermeidung und schon seit Mai auch die Euthyrox abgesetzt sind.
Die Arztin sagte sofort es war gut das ich gleich gekommen bin auch wenns spät schon war, aber hatte auch noch einen termin in der Neurochirurgie.

Sie sagte das der Arzt vorher noch abgewartet hat ob es sich noch ändert wegen den Eutyrox was ich genommen habe, aber das hatte sich nicht bestätigt und es ist jetzt eine Manifeste Hypertyreose was behandelt gehört.

Therapie: Thiamazol 20 mg 1 mal Früh
Inderal 10 mg 1 früh 1 abends und bei Bedarf noch 1 bis 2

Am 6. Juli habe ich wieder einen termin zu Blutkontrolle da ich jetzt nach 14 Tagen kontrollieren muss.
Meine Symptome sind auch noch eindeutig, da ich sehr nervös, zittrig bin und ich nie hone Blutdruck hatte und jetzt seit Mai schon und mein Puls ist schneller, Herzrasen usw... Hatte ich alles vorher nie. Gewichtsabnahme ist die letzte Zeit ach enorm, obwohl ich normal esse und dabei ist es wegen den Crohn eh schon schlimm alles. Auch hab ich immer wieder so Augenentzündungen, muss auch wieder zum Augenarzt.

Jetzt bin ich mal gesannt was weiter geschieht.

Vielleicht finde ich hier ja Tipps und Hilfe, nicht allene da zu stehen, das macht mir die meiste Angst, nicht mehr weiter zu wissen.
Freue mich über jede Antwort!

Lg Markus


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Manifeste Hypertyreose, was Nun?
BeitragVerfasst: 12. Jul 2011 18:15 
Offline

Registriert: 22. Jun 2011 22:45
Beiträge: 7
Wohnort: Niederösterreich
Hallo!

Hab heute den neuen Befund von der Ambulanz bekommen, wo ich am 6. Juli dort war.

Zuerst möchte ich fragen , ob die Symptome normal sind, fühle mich nämlich wie wenn ich krank wäre, schubweise Schweißausbrüche, abends und nachts kalter Schweiß mit sehr niedrigem Blutdruck , überhaupt ist der sehr schwankend, mal hoch dann wieder nieder und dann die Atembeschwerden sind lästig.

Okay dann zum Befund:

Nuklearmed.Amb.

Anamnese:

2/2011 latente Hypotyreose mit Substitutionstherapie (Szintographie: inhomogene im linken SD Lappen) , 5/2011 zeigte sich ein verminderter TSH -Spiegel - Ende Mai wurde Euthyrox abgesetzt, sonographisch unauffälliger Befund der Schilddrüse, in der Szinitigraphie 6/2011 normal großes Organ mit supprimierter Aktivitätsverteilung und äußerst inhomogen - manifeste Hypertyreose - und innere Unruhe bzw. Schwitzen und Gewichtsverlust bei grenzwertig erhöhter Herzfrequenz wurde eine orale Tyreostase mit 1 Tbl. Thiamazol 20mg und Inderal 10 mg 1-0-1 egonnen, at. berichtet über schwankende Blutdruckwerte.

Erhobene Befunde:
Schilddrüsenparameter:

TSH 0,008 uIE/ml (0,25 - 4,0)
fT4 1,0 ng/dl (0,8 - 1,8)
fT3 4,2 g/ml (1,8 - 4,2)

Hämatologie in Kopie beiliegend. (Hämotokrit grenzwertig niedrig, MCHC grenze von zu hoch, MCV grenzwertig niedrig

ERGEBNIS: Siehe Anamnese - latente Hypertyreose unter oraler Thyreostase

Therapie:
Wir empfehlen vorerst Thiamazol wie bisher weiter, Inderal kann auf 1x1 Tbl. reduziert werden, je nach klinischer Symptomatik kann diese nach 1 Woche auch abgesetzt werden. Die nächste Kontrolle in 3 Wochen wie vereinbart.
Sollten unter oraler Tyreostase grippale Symptome auftreten, wäre ehebaldigst eine Blutkontrolle anfertigen zu lassen (Panzytopenie als seltene Thiamazolnebenwirkung).


Werde die nächste Woche mal das Blutbild machen lassen, denn Grippeähnliche Symptome sind eigentlich da oder hängt das mit den schwankenden Blutddruck zusammen. Fühle mich auch gleich immer Müde und schwach.


Na gut dann schönen tag noch

Markus
Bearbeiten
Antworten
Zitieren


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Manifeste Hypertyreose, was Nun?
BeitragVerfasst: 07. Aug 2011 14:29 
Offline

Registriert: 09. Jul 2008 21:40
Beiträge: 27
Hallo Marcuso,

so wie es aussieht hat es auch Dich ordentlich erwischt, dass ist schade. :(
Was die Werte und Therapien betrifft würde ich mich auf die behandelnden Ärzte verlassen!

Schweißausbrüche, Blutdruckprobleme, Herzrasen usw. ja das kenne ich ebenfalls und ist ziemlich unangenehm und macht teilweise Angst.

Wie sieht es bei Dir Job mäßig aus- bist Du viel Stress ausgesetzt?
Bei mir ist Stress über längeren Zeitraum sehr ausschlaggebend für meine Schübe.
lg Blümchen


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 3 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
design by webcompany
Powered by phpBB © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de